Türkische Südküste

Xanthos

Immer wieder sieht man auf der Strecke von Fethiye nach Antalya große, in die Felsen am Berg geschlagene, lykische Gräberportale und spitzgibelige kleine Häuser die ebenfalls in grauer Vorzeit für Verstorbene errichtet wurden. Wer mehr über dieses rätselhafte Volk erfahren will, sollte einen Abstecher nach Xanthos machen, der ehemaligen Hauptstadt des lykischen Reichs – und ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe. Man erreicht die antike Stadt beim Ort Kınık durch ein Tor aus griechischer Zeit und einen römischen Triumphbogen, der zu Ehren des Kaisers Vespasian (Reg. 69–79 n. Chr.) gebaut wurde. Von den Lykiern sind vor allem Gräber geblieben, große Sarkophage, die teilweise bereits im 5. Jh. v. Chr. gebaut wurden. Das beeindruckendste ist das Harpyien-Monument, dessen Relieffries Szenen von Sirenen (vogelartigen Geistern) zeigt, die nach lykischem Glauben die Seelen der Verstorbenen versorgten. Während oberhalb des Flusses Eşen, der im Altertum Xanthos hieß, rund um das Theater die lykischen Gräber und die Reste der Akropolis zu sehen sind, liegen rechts von der Straße die römischen und byzantinischen Gebäude.

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