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Türkische Südküste

Check-in

Sanddünen, so weit das Auge reicht. Am Strand von Patara ist kein Ende in Sicht. Kilometerlang zieht sich der feine Sand am Wasser entlang, und die Dünen reichen noch Hunderte Meter ins Hinterland. Und auch dahinter kommen noch keine lärmenden Straßen, sondern erst einmal die letzten steinernen Spuren des antiken Patara. Diese Mischung aus Strand, Antike und den schneebedeckten Taurusbergen im Hintergrund macht den Zauber der türkischen Mittelmeerküste aus.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Die Kirche besteht aus einem in der Kreuzritterzeit erbauten Portal, durch das man eine Grotte betritt, in der der Apostel Petrus der Legende nach wenige Jahre nach dem Tod von Jesus die erste…
Patara an der Mündung des Bachs Esen war eine der sechs wichtigen lykischen Metropolen, die im Bund jeweils drei Stimmrechte besaßen (Xanthos, Patara, Pinara, Tlos, Myra und Olympos). Das lykische "…
Das antike Highlight von Side aber ist der Apollo-Tempel (2. Jh. n. Chr.) direkt am Strand, der vor der untergehenden Sonne ein tolles Panorama bietet. In der Saison werden im Theater und am Tempel…
Marmaris gehört zu jenen Orten, von denen Insider wehmütig erzählen, wie idyllisch hier alles gewesen sei. Mehr noch als Bodrum oder Fethiye ist Marmaris eine reine Tourismusstadt. Bereits auf der…
Das großflächige Mündungsdelta ist von schwimmenden Schilfinseln bedeckt. Das bis zu 3 m hohe Schilf macht Bootsfahrten zu labyrinthischen Reisen durch das Delta.
Kaleköy ist eines der ganz wenigen touristischen Glanzlichter, das bis heute noch nicht über eine autofähige Straße erreichbar ist. Man kommt zu dem Dorf, dem historischen Simena, nur mit dem Boot…
Fethiye ist Ausgangspunkt für die „Blaue Reise“ an der türkischen Küste und/oder zu den griechischen Inseln wie Rhodos und Symi. Man kann als Gruppe ein Boot belegen oder einfach nur eine…
Die azurblaue Lagune mit dem weiß leuchtenden Sandstrand, eingefasst von einem grünen Baumgürtel, ist weltberühmt. Das fast stehende Wasser ist zwar etwas trüb, aber sauber. Der Grund ist…
Die Altstadt mit ihrem labyrinthischen Gassengewirr gleicht einem Freilichtmuseum. Besonders sehenswert sind das Hadrianstor und das Wahrzeichen Antalyas, das Geriffelte Minarett aus dem Jahr 1220…

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Antalya zwischen Sandstränden und Steilküsten

Über 600 km ziehen sich die Berge immer in Sichtweite des Meeres von der westlichen Ägäis bis an den östlichen Rand des Mittelmeers. Der vorgelagerte Küstenstreifen – mal so schmal, dass die Berge fast ins Meer rutschen, mal etliche Kilometer breit – gehört mit einsamen Stränden, malerischen Städtchen, kulturellen Highlights und quirligen Touristenzentren zu den abwechslungsreichsten Urlaubslandschaften des gesamten Mittelmeers. Das Zentrum dieser Urlaubsregion ist Antalya. Die Stadt hat sich in schwindelerregendem Tempo von einem geruhsamen Küstenstädtchen zu einer Tourismusmetropole entwickelt. Obwohl viel gebaut wurde, ist es gelungen, den charmanten Kern der Stadt behutsam zu restaurieren und in seinem ursprünglichen Charakter zu erhalten. Antalya ist ein guter Ausgangspunkt, um sowohl die breiten Badestrände im Osten als auch die felsigen, romantischen Steilküsten mit ihren kleineren Badebuchten im Westen zu erkunden.

Die Riviera alla turca

Fährt man von Antalya aus nach Osten, erreicht man am Stadtrand einen großen Sandstrand, der den Beginn der „Türkischen Riviera“ markiert. An diesem Küstenabschnitt zwischen Antalya und Alanya verbringen die meisten deutschen Urlauber ihre Ferien. Von All-inclusive- Anlagen mit riesigen Golfplätzen über kleine Hotels in historischen Orten wie Side bis zu Campingplätzen und Pensionen in Manavgat ist die touristische Infrastruktur hier auf dem neuesten Stand. Berühmte historische Stätten wie das Amphitheater Aspendos oder die Bergruinen in Termessos runden das Bild der Türkischen Riviera ab. Alanya, die nach Antalya zweitgrößte Stadt an diesem Küstenabschnitt, ist schon fast zu einer Art deutscher Provinz geworden. In dem im Jahresmittel wärmsten Ort am östlichen Mittelmeer haben sich so viele Deutsche niedergelassen, dass Alanya bereits wie die türkische Entsprechung zu Mallorca erscheint. Wer dagegen weiter nach Osten fährt, erreicht schnell Orte, die vom Tourismus noch fast unberührt sind. Die Küste wird hier steiler, die breiten Strände seltener, und Obstplantagen ersetzen Hotelkästen. Hier leben die Küstenbewohner noch mehr von der Landwirtschaft als vom Tourismus. In Anamur erreicht die Küste ihren südlichsten Punkt, dahinter öffnet sich die riesige Bucht von Adana, die wegen einer starken Industrialisierung für Urlauber ungeeignet ist. Erst am Ende der Bucht, kurz vor der syrischen Grenze, wird es wieder interessant. Das türkische Antakya ist das Antiocheia der Bibel, wo Apostel Petrus die erste große christliche Gemeinde gründete.

Paradies für Individualreisende

Westlich von Antalya gibt es schon wenige Kilometer hinter der Stadt die spektakulärste landschaftliche Kulisse des östlichen Mittelmeers zu bewundern. Hier fallen die Taurusberge aus bis zu 3000 m Höhe fast senkrecht ins Meer, die Küste ist in viele Buchten zergliedert, die von Sandstränden über Kiesel und Klippen alles bieten. Zu Beginn der Strecke kommen rund um Kemer noch einmal viele Clubanlagen, dahinter beginnt das Paradies für Individualreisende. Einsame Buchten in Olympos, zauberhafte Pensionen in Kaş, die weiten Strände von Patara: Die lykische Küste ist ein Traum für alle, die sich auf Entdeckungsreise machen wollen. Mit Fethiye, Marmaris und Bodrum erreicht man dann die nach Antalya bekanntesten Tourismuszentren der Türkei. Ölüdeniz, eine der herrlichsten Buchten des Mittelmeers bei Fethiye, die Felsgräber und Schilfwälder von Dalyan, das Segelparadies in der Gökova-Bucht und die Mandelhaine auf der Datça-Halbinsel: Der Westzipfel der Küste hat Überraschungen zu bieten, die weit über den spektakulären Paragliding-Sprung vom Babadağ und den bestausgebauten Segelhafen des östlichen Mittelmeers in Marmaris hinausgehen. Mit die schönste Art und Weise, die Südküste zu erleben, ist ein Trip mit einem der großen Holzboote, den „gulets“. Die „Blaue Reise“, wie diese Bootstouren entlang der Küste genannt werden, ist Entspannung pur. Ganz nebenbei entdeckt man aber auch Buchten und Küstenabschnitte, die nach wie vor von Land aus nur schwer erreichbar sind, weil es weder Straßen noch befahrbare Feldwege gibt.

Überwintern erwünscht

Die Saison geht an der Südküste von April bis November. Selbst in den Wintermonaten wird es kaum kälter als 10 Grad, allerdings kann es von Dezember bis März ab und zu regnen. Oft wird es im Februar schon so warm, dass die Hotels ihre Pools öffnen. l Sie machen besonders günstige Angebote für Urlauber, die in Suiten oder Apartments mit Kochecke überwintern wollen. Von Mai bis September gibt’s Sonne pur, im Juli/August können die Temperaturen auf 40 Grad ansteigen. Meist sorgt eine Brise dafür, dass es trotzdem angenehm bleibt. Die türkische Tourismusindustrie hat in den letzten Jahren viel dafür getan, dass die Südküste nicht nur für den klassischen Strandurlaub, sondern auch für Kulturreisende und Winterurlauber interessant wird. Viele antike Stätten sind heute besser gepflegt als noch vor einigen Jahren und damit auch besser zugänglich. Mit Sportanlagen, Fahrradstreifen und Wanderwegen werden Aktivurlauber angelockt, die gerade nicht die heißen Sommermonate bevorzugen. Alles in allem, ist man hier ein gern gesehener Gast, auf dessen Zufriedenheit noch großer Wert gelegt wird.

Gut zu wissen

Anreise

Am einfachsten ist die Anreise mit dem Flugzeug. Mit Turkish Airlines (turkishairlines.com) erreichst du direkt oder mit Umsteigen in İstanbul jeden Flughafen der Türkei. Charterflüge gibt’s ganzjährig nach İstanbul, İzmir und Antalya (aytport.com). In der Saison kannst du auch direkt nach Dalaman (dalaman.dhmi.gov.tr), Bodrum (milas-bodrum, dhmi.gov.tr) oder nach Alanya-Gazipaşa (gzpairport.com) fliegen. Linienflüge kosten 300–400 Euro, Charter je nach Saison ab 120 Euro.

Für die Einreise mit dem Auto benötigst du einen nationalen Führerschein, den Fahrzeugschein und eine grüne Versicherungskarte. Bei der Einreise wird das Auto im Pass eingetragen – du musst bei der Ausreise darauf achten, dass es auch wieder ausgetragen wird. Höchstgeschwindigkeit: in Ortschaften 50, außerhalb 90, auf Autobahnen 120 km/h. Es besteht Gurtpflicht und ein absolutes (!) Alkoholverbot. Informationen und Karten beim Türkischen Touring- und Automobilclub TTOK İstanbul (Tel. 0212 282 81 40).

Bevor du mit dem Auto in die Türkei aufbrichst, solltest du dich beim ADAC (adac.com) beraten lassen. Seit Engde der Balkankriege kann man die Strecke über Kroatien und Serbien zwar wieder benutzen, es kann aber sinnvoller sein, über Ungarn und Rumänien zu fahren. Von Frankfurt bis İstanbul sind es rund 2000 km.

Um die Fahrt mit dem Auto abzukürzen, gibt es die Möglichkeit von Venedig aus mit einer Fähre nach Griechenland zu fahren (Zielhafen Igoumenitsa in Nordgriechenland, goferry.de) und von dort quer durch Griechenland in die Türkei. Von Thessaloniki gibt es eine Autofähre nach İzmir. Die Fahrt mit dem Reisebus wird fast von allen großen deutschen Städten aus angeboten. Es ist meist die preisgünstigste Variante, in die Türkei zu kommen, bei einer Reisedauer von 50–60 Std. aber auch sehr anstrengend. Mit der Bahn reist du via Wien nach İstanbul. Die Fahrt dauert über 40 Std. und kostet mehr als ein Charterflug. fahrplan-online.de

Auskunft vor der Reise

Türkisches Fremdenverkehrs- und Informationsamt

– Deutschland (Baseler Str. 37 | 60329 Frankfurt/ M. | Tel. 069 23 30 81, -82 | hometurkey.com)

– Österreich (Singer Str. 2/8 | 1010 Wien | Tel. 022 5 12 21 28, -29 | turkinfo.at)

– Schweiz (Stockerstr. 55 | 8002 Zürich | Tel. 04 42 21 08 10, -12 | tuerkeitourismus.ch)

Banken & Geldwechsel

Öffnungszeiten der Banken (in der Regel): Mo–Fr 9–12 und 13–17 Uhr. Bankfilialen mit dem Schild „Öğlen Açık“ machen keine Mittagspause, Bankfilialen in Einkaufszentren haben länger auf. Fast alle Banken haben Geldautomaten, an denen du mit deiner EC- oder Kreditkarte rund um die Uhr Geld ziehen kannst. In Urlaubsorten geben viele Automaten auch Euro aus. Achtung: Einzelne deutsche Banken haben ihre EC-Karten aus Sicherheitsgründen für den Einsatz außerhalb der Eurozone gesperrt; erkundige dich vorher bei deinem Geldinstitut! Wenn du Bargeld tauschen willst, geh lieber zu einem Devisenbüro (Döviz bürosu); dort bekommst du einen besseren Kurs als bei der Bank. Tausche kein Geld im Heimatland, der Kurs ist immer schlechter als in der Türkei. In Großstädten und an der Küste werden fast überall Euro angenommen, trotzdem sollte man lieber in Lira zahlen, weil das immer günstiger ist.

Bus

Das übliche Reisegefährt, um in der Türkei von einer Stadt in eine andere zu kommen, ist immer noch der Reisebus. Jede Stadt hat ihr Busterminal (garaj bzw. otogar), und Busse fahren praktisch in jeden Winkel des Landes. Vom Busbahnhof aus verkehren auch Minibusse zu den Zielen in der Umgebung.

Camping

Die schönsten Campingplätze der Türkei sind die staatlich betriebenen „Waldlager“ (Orman Kampı), die dem Forstministerium unterstellt sind und in der Regel auch in einem Schatten spendenden Wäldchen liegen. Sie verfügen über eine gute Infrastruktur, u. a. über WLAN, Kiosk und Laden, Kochstelle, Waschküche, Duschen mit Warmwasser und eine Abwassergrube für Wohnmobile. camping.info

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Konsulat Antalya

Çağlayan Mah., Barınaklar Blv. 60 | Tel. 0242 3 14 11 01, -02 | antalya.diplo.de; Notruf (Mo–Fr 17–24, Sa/ So 8–24 Uhr): Tel. 90 53 22 83 36 34 und durchgehend per SMS

Honorarkonsul Adana

Haydaroğlu Mah., 170. Sok. 98 A | Yüreğir – Adana | Tel. 0322 3 11 48 30 (Mo–Fr 9.30–11 Uhr)

Österreichisches Honorarkonsulat Antalya

c/o Barut Hotels Lara Resort Spa & Suites | Güzeloba Mah., Tesisler Cad. 170 | Tel. 0242 3 52 22 00, Notruf 0312 4 05 51 93 | bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

Atatürk Bulvarı 247 | 06680 Kavaklıdere | Ankara | Tel. 0312 4 57 31 00 | eda.admin.ch/turkey, helpline@eda.admin.ch

Dolmuş

Bist du in der Stadt angekommen, die deinem Urlaubsort am nähesten ist, geht es in der Regel mit dem sogenannten Dolmuş (wörtlich: „es ist voll“) weiter. Das Sammeltaxi (gesprochen: Dolmusch) ist preiswert und fährt praktisch überall hin. Die Kleinbusse oder Großraumtaxen fahren bestimmte Strecken in der Stadt oder ins Umland und halten auf Zuruf an jeder gewünschten Stelle. Sag, wo du hinwillst, und lass dir den Fahrpreis nennen, den du beim Fahrer bar entrichtest.

Visa

Deutsche und Schweizer brauchen für einen Aufenthalt von unter drei Monaten nur den Reisepass oder Personalausweis. Den Einreiseschein mit dem Stempel musst du aufheben! Österreicher müssen bei der Einreise ein Visum erwerben oder vorher online beantragen.

Für Hunde und Katzen benötigt man zur Einreise einen sogenannten EU-Heimtierausweis und ein Gesundheitszeugnis. Beides bekommt man beim Tierarzt. Das Haustier muss mindestens 15 Tage und höchstens 6 Monate vor Reisebeginn gegen folgende Krankheiten geimpft sein: Tollwut, Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Hepatitis. Die Impfbescheinigung muss auch in englischer Sprache vorliegen. Vorher solltest du dich beim Hotel oder dem Wirt der FeWo erkundigen, ob Haustiere akzeptiert werden.

Fotografieren

Das Ablichten von Militär oder militärischen Einrichtungen ist streng verboten. Verschleierte Frauen solltest du nicht fotografieren und auch in konservativen Vierteln die Kamera lieber in der Tasche lassen. Ansonsten lassen sich die meisten Menschen gern porträtieren.

Gesundheit

Solltest du ernsthaft erkranken, wirst du in staatlichen Krankenhäusern (SGK-Versicherung) und Gesundheitsstationen (Sağlık Ocağı) mit einem für die Türkei ausgestellten Auslandskrankenschein kostenlos behandelt. Einfacher und deshalb empfehlenswert ist es jedoch, eine zusätzliche Reiseversicherung abzuschließen. Privatkliniken sind meist besser ausgestattet, allerdings werden ihre Rechnungen eingeschränkt erstattet. In Apotheken (Eczane) erhälst du viele gängige Arzneimittel preiswerter als in Deutschland. Antibiotika gibt es nur auf Rezept. Per Fax oder Mail überstellte Rezepte werden akzeptiert. Viele Hotels beschäftigen deutschsprachige Ärzte.

Internet

Das Internet ist in der Türkei in der Fläche besser verbreitet als in Deutschland. Es gibt so gut wie keine Funklöcher. Fast alle Hotels haben WLAN kostenlos auf den Zimmern. Auch viele Cafés und Restaurants bieten WLAN. 

Klima & Reisezeit

Die Hochsaison an der Küste dauert von Anfang Mai bis Ende Oktober, man kann aber auch im November und Dezember meist noch gut baden. Im Juli/August ist es sehr heiß. Im Winter gibt es an der gesamten Küste manchmal sintflutartige Regenfälle von kurzer Dauer.

Mietwagen

Um vollkommen unabhängig zu sein, kannst du an jedem Flughafen, aber auch in allen größeren Städten einen Mietwagen nehmen. Die preiswertesten gibt es ab 25 Euro (inkl. Vollkasko und Kilometer) pro Tag. Es ist oft bequemer, ein Auto bereits in Deutschland zu buchen. Rent-a-Car in Antalya: AVIS (Tel. 0242 2 41 66 93 | avis.com.tr), Budget (Tel. 0242 2 43 30 06 | trbudget.com), Enterprise (0242 3 30 33 16 | enterprise.com.tr). Überall gibt es auch örtliche Rent-a-Car-Firmen mit günstigen Angeboten. Man nimmt den Wagen mit leerem Tank entgegen und kann ihn dann auch ebenso wieder abgeben. Bei Enterprise bekommt man das Auto dagegen mit vollem Tank.

Notruf

Polizei: Tel. 1 55, Feuerwehr: Tel. 1 10, Notarzt: Tel. 1 12, Jandarma (Gendarmerie auf dem Land): Tel. 156

Post

Post heißt Ptt (gelb) , und die Poststellen sind in der Regel wochentags 8–17 Uhr geöffnet. Hauptpostämter haben aber oft bis in die Nacht auf. Brief bzw. Postkarte: ca. 70 Cent.

Taxi

Ist dein Hotel so abgelegen, dass kein Dolmuş dort vorbeikommt, bleibt das Taxi. Taxi fahren ist relativ preiswert, ungefähr halb so viel wie in Deutschland. Du musst nur darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet ist. In Kleinstädten gilt ein höherer Grundpreis als in Großstädten. In manchen Städten nehmen Taxifahrer gesetzlich 50 Prozent mehr, wenn sie zum Flughafen hinausfahren.

Telefon & Handy

Vorwahl für Deutschland 0049; für Österreich 0043; für die Schweiz 0041; für die Türkei 0090.

Handys sind in der Türkei sehr gebräuchlich; das Handynetz ist gut ausgebaut. Deutsche Handys funktionieren über Roaming-Abkommen meist problemlos; es ist aber immer noch teuer, sie zu benutzen. Erkundige dich zu Hause nach den besten Tarifpaketen. Wenn du länger in der Türkei bist, lohnt sich auch ein türkisches Prepaid- Handy.

Trinkgeld

In Hotels und Restaurants sind Trinkgelder (ca. 10 Prozent) üblich und werden auch erwartet, bei Taxifahrten rundet man auf.

Währung

Die Währungseinheit ist die Türkische Lira (TL). Es gibt 200-, 100-, 50-, 20-, 10- und 5-Lira-Scheine sowie Münzen zu 1 Lira sowie 50, 25, 10 und 5 Kurusch. Die Wechselkurse ändern sich ständig. Sie werden in den Tageszeitungen oder an den Devisenbüros angegeben.

Zeit

+ 1 Stunde Zeitverschiebung

+ 2 Stunden während der europäischen Winterzeit

Zoll

Ausländische und türkische Währung darf unbegrenzt eingeführt werden. Für Teppiche oder andere Wertgegenstände, die man in der Türkei erworben hat, muss man eine Quittung zeigen. Vorsicht mit echten Antiquitäten: Stücke, die älter als 100 Jahre sind, dürfen generell nicht ausgeführt werden! Die Ausfuhr antiker Steine oder anderer Altertümer ist streng verboten. Das gilt auch für Fossilien. Selbst Stücke, die du für relativ wenig Geld bei einem Straßenhändler erworben hast, können Probleme machen. Aktuelle Info: zoll.de.

Bei der Wiedereinreise in EU-Staaten dürfen Waren im Wert von 430 Euro (bei Flugreisen) sowie u. a. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen und 2 l Wein zollfrei eingeführt werden. Für die Schweiz gelten andere Bestimmungen. Bei der Ausreise aus der Türkei sind Barbeträge ab 10 000 Euro am Zoll zu deklarieren.

Auskunft vor Ort

Auskunft erteilt in jedem größeren Touristenort eine Touristeninformationsstelle, zumeist im Stadtzentrum. Du bekommst dort Stadtpläne, Infos über öffentliche Verkehrsmittel, Listen über Hotels vor Ort und Infos über anstehende Kulturveranstaltungen, Festivals usw.

Moscheebesuch

Moscheen sind in der Regel von Sonnenaufgang bis -untergang geöffnet und können kostenlos besucht werden. Du musst vor der Moschee deine Schuhe ausziehen und Frauen müssen ihren Kopf bedecken.

Leitungswasser

Das Leitungswasser in der Türkei – vor allem in den Großstädten – eignet sich nicht zum Trinken. Nimm immer eine Flasche Mineralwasser mit aufs Hotelzimmer.

Sicherheit

Obwohl man in den Urlaubsgebieten am Mittelmeer wenig davon bemerkt, die Türkei Ist politisch ein angespanntes Land. Im Sommer 2016 gab es einen Putschversuch von Teilen des Militärs, danach galt zwei Jahre lang landesweit ein Ausnahmezustand. Obwohl sich die Situation mittlerweile wieder entspannt hat, ist öffentliche Kritik an der türkischen Regierung oder dem Staatspräsidenten heikel und kann schnell zu einem Verfahren führen. Das Auswärtige Amt macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass auch kritische Bemerkungen auf Facebook oder Twitter zu Anklagen führen können.

Bei politischen Demonstrationen solltest du Abstand halten. Solltest du das östliche Ende der Mittelmeerküste bei Antakya besuchen, fahre nicht zu nah an die syrische Grenze. Insgesamt solltest du vor der Reise die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes genau studieren (auswaertiges-amt.de).

Events, Feste & mehr

Feiertage

1. Januar

Yılbaşı (Neujahr)

23. April

Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayramı (Fest der Nationalen Souveränität und der Kinder)

1. Mai

Birlik ve Dayanısma Günü (Tag der Einheit und Solidarität)

19. Mai

Gençlik ve Spor Bayramı (Tag der Jugend und des Sports)

30. August

Zafer Bayramı (Siegesfeiern zum Ende des Unabhängigkeitskrieges 1922)

29. Oktober

Cumhuriyet Bayramı (Gründungstag der Türkischen Republik 1923)

Veranstaltungen

Januar/ Februar

Kamelkämpfe: In Demre, Kale und Kinik bei Kaş versuchen geschmückte Kamele, sich gegenseitig in die Knie zu zwingen (Deve Güresleri).

April

Orangenblütenfest in Adana (Portakal Cicegi Festivali)

Mai

International Kemer Underwater Days: Alles ums Tauchen

Juni/ Juli

Streetfood-Festival in Antalya (Uluslararasi Sokak Lezzetleri Festivali)

Caretta-Caretta-Festival: Musik- und Kulturfest zu Ehren der Meeresschildkröte in Dalyan

August

Mandelernte: Erntefest auf der Halbinsel Datça (18.–21.)

Karneval in Konyaalti: Tanz, Musik, Kostümpartys an Antalyas Stadtstrand

September

Aspendos Opern- und Balettfestival: Kulturfest im antiken Theater von Aspendos; aspendosfestival.gov.tr

Theater und Konzerte vor dem Apollo-Tempel in Side, 2 Wochen ab Mitte Sept.

Oktober

Filmfestival Goldene Apfelsine: in Antalya mit internationalen und türkischen Filmen; altinportakal.org.tr

Dreitägige Regatta der Holzjachten des Typs Gulet von Bodrum nach Marmaris

Paragliding-Festival: Show der Glider am Babadağ in Ölüdeniz/ Fethiye (5 Tage); fethiyedays.com

Bikerfest in Manavgat (Bisiklet Festivali)

Dezember

Gottesdienst in der St.-Nikolaus-Kirche in Demre

Weihnachtsmessen in den Kirchen von Antakya

Bloss nicht!

Auf Nepper und Schlepper hereinfallen

Gerade in großen Urlaubsorten gibt es viele bereitwillige Helfer, die dich zu Sehenswürdigkeiten oder einem Teppichgeschäft fahren wollen. Meist sind das aber Betrüger und man ärgert sich über die überhöhten Kosten.

Ohne Mückenspray verreisen

An der gesamten Südküste muss man sich auf Moskito-Attacken vorbereiten. Wer spezielle Schutzmittel wie etwa vegane Sprays benötigt, sollte sie sich rechtzeitig zuhause besorgen.

Fraglos in Clubs hineingehen

Hunderte Euro für ein paar Flaschen Bier oder einige Cocktails? Es kommt leider gerade in angesagten Clubs vor, dass man irgendwann in den frühen Morgenstunden mit einer überteuerten Rechnung konfrontiert wird. Deshalb gilt es: Erkundige dich immer vorher nach den Preisen!

An einsamen Stränden schlafen

Unter freiem Himmel auf einem Sandstrand zu schlafen, ist leider keine gute Idee. Abgesehen von den Straßenhunden, die nach einem kleinen Biss Tollwutimpfungen nach sich ziehen, ist es schlicht gefährlich.

FKK ausprobieren

In der Türkei ist Nacktbaden verboten und „Oben Ohne“ ist auch nicht gern gesehen. Wer sich außerhalb von Anlagen mit überwiegend westlichen Touristen bewegt, sollte nicht auf Badekleidung verzichten.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Mehmet mein Falke

Die Seele einer Region verstehen: Der grandiose Schriftsteller Yaşar Kemal (1923–2015) erzählt die Geschichte eines jungen Rebellen aus dem Taurusgebirge, der sich gegen die Allmacht eines Großgrundbesitzers auflehnt.

Gebrauchsanweisung für die Türkei

Iris Alanyali gibt in diesem Buch nützliche Tipps in Umgang mit Land und Menschen.

Charterführer Türkische Südküste 

Nicht nur für Skipper: Andreas Fritsch gibt Tipps für Segler und beschreibt mit Anekdoten Landgänge entlang der Küste.

Dumont Bildatlas Türkische Südküste

Der Autor Florian Merkel und der Profi- Fotograf Murat Türemis dokumentieren die türkische Mittelmeerküste und bieten einen Überblick über die besten Ferienorte der Region – ein Muss!

19-30 °C
12 h/Tag
23 °C

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 17:28 Uhr

Anreise

1d 9h 38min
1d 23h 22min
3h 20min
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