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Reiseführer Tschechien

Entdecken Sie Tschechien!

Jene Epoche, von der Tschechien noch heute zehrt, liegt gar nicht so lange zurück: Zu Beginn des 20. Jhs. gehörte das Land zu den wohlhabendsten der Welt. Die Industrie stand in ihrer vollen Blüte, und die Kulturszene zählte zu den lebendigsten in ganz Europa. Sie strahlte so aus, dass sie zum Magneten für Architekten, Schriftsteller und bildende Künstler wurde. Bis in die 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein hielten diese glorreichen Zeiten an, und noch heute sind im ganzen Land die Spuren zu finden, die von dieser reichen Vergangenheit zeugen und den Besucher in Staunen versetzen.

Da ist das Provinzmuseum, in dem sich Kunstwerke von europäischer Bedeutung verbergen; da ist der Landschaftspark, der mit seinen verstreuten Tempeln und Pavillons so herrlich daliegt, dass man sagt, hier sei die Muße zu Hause. Da sind die kühlen Felsenkeller, in denen einige der besten Biere Europas gebraut werden; da sind die herrlichen Wasserflächen der Seen und die skurrilen Felsformationen in der Region, die ganz offiziell "Böhmisches Paradies" genannt wird. Tschechien ist ein Land mit so vielen Facetten, dass es Kulturfreunde ebenso in seinen Bann zieht wie Flaneure, Sportler und Actionhungrige. Und während Tschechien im Westen Europas noch hartnäckig mit dem Attribut "Ostblock" versehen wird, hat das Land diesen Teil der Vergangenheit längst hinter sich gelassen. Seit der friedlichen Auflösung der Tschechoslowakei 1993, hinter der unterschiedliche Vorstellungen in den beiden Landesteilen über den weiteren Weg standen, ging es ungebremst bergauf. Mit den Slowaken übrigens verbindet die Tschechen noch heute eine herzliche Freundschaft und natürlich die ähnliche Sprache.

Es sind die legendären "Goldenen Händchen", denen die 10 Mio. Tschechen, deren Land nur ein Stückchen größer ist als Bayern, ihren rasanten Aufstieg verdanken: Für handwerkliche Geschicklichkeit und Improvisationstalent sind sie bekannt, und mit diesen Eigenschaften konnten sie sich rasch aus der wirtschaftlichen Not nach der Wende herausarbeiten. Nirgendwo anders in Europa gibt es, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr kleine Unternehmen und Firmen als hier. Natürlich sind die regionalen Unterschiede gewaltig - während der Großraum Prag bei sämtlichen wirtschaftlichen Indikatoren weit über dem europäischen Durchschnitt liegt, gibt es gerade im west- und nordböhmischen Gebiet noch arme Flecken. Der Lebensstandard der Tschechen allerdings hat ungeachtet solcher Differenzen schon westliches Niveau erreicht. Fernreisen gehören für viele Familien inzwischen zum Standard, auf den Straßen fahren überwiegend neue Autos, und wer etwas auf sich hält, ist mit modernster Unterhaltungselektronik ausgestattet. Das Land ist wirtschaftlich wieder angekommen im europäischen Westen, zu dem sich die Tschechen sowohl geografisch als auch historisch ohnehin zugehörig fühlen.

Tschechien hat aber auch eine andere Seite: die nicht polierten Ecken mit ihrer kommunistischen Patina. Die Relikte mehrerer Jahrzehnte lassen sich selbst mit größter Anstrengung nicht innerhalb weniger Jahre übertünchen. Es finden sich immer noch graue Straßenzüge, triste Ortschaften und klaffende Industriebrachen, auch wenn sie längst nicht mehr das Bild des Landes prägen. Oder ein Beispiel aus der Gastronomie: Der moderne Servicegedanke hat sich noch nicht überall durchgesetzt, tschechische Kellner neigen durchweg zu einem grummeligen Ton. Diese robuste Art bekommen Tschechen übrigens genauso zu spüren wie Touristen. Nehmen Sie es gelassen, und sehen Sie als Gast am besten einfach darüber hinweg - schließlich können Sie nirgendwo so gut mit Einheimischen in Kontakt kommen wie in einer echten pivnice, wie die Bierstuben hierzulande heißen.

Im Gespräch mit Tschechen werden Sie schnell feststellen, dass Sie in einem Land der Ausflugsbegeisterten sind. Am Wochenende sind fast alle Familien unterwegs - sei es zu Städtetouren, zu Wanderungen oder auf dem Weg zu Kletterabenteuern. So tragen die Einheimischen selbst dazu bei, dass sich die touristische Infrastruktur immer weiter verbessert. Fremdenverkehrsbüros gibt es in beinahe jeder Stadt, und auch die Hotels und Restaurants bieten vielerorts sehr guten Standard.

Gerade in den landschaftlich reizvollen Ecken haben sich viele liebevoll gepflegte Pensionen etabliert, Bio-Bauernhöfe mit angeschlossenen Gästezimmern oder Reiterhöfe für Pferdebegeisterte gehören inzwischen zum Angebot. Erfreulich für Feinschmecker: Insbesondere in den größeren Städten wächst die Zahl guter Restaurants rasant. Sportler finden fast überall ausgeschilderte Rad- und Wanderwege, ob im Böhmerwald im Süden, im Riesengebirge im Norden, in den östlich gelegenen Beskiden oder der mährischen Karst-Region. Auf den Seen wie dem Lipno-Stausee an den Ausläufern des Böhmerwalds oder dem Stausee Slapy eine halbe Stunde südlich von Prag wird gesegelt, die Kletterfelsen im Erzgebirge oder den Sandsteinformationen der Böhmischen Schweiz bieten gesicherte Trassen. Wer's sportlich mag, wird sich hier garantiert nicht langweilen.

So ist das ganze Land in den vergangenen Jahren regelrecht aufgeblüht. Es gibt zwar kaum Tschechien-Reisende, die nicht über die Karlsbrücke in der Hauptstadt spazieren oder zum Hradschin hinaufsteigen wollen; Prag steht ganz oben auf der Liste mit den Besucherzahlen. Aber auch viele andere Städte und Regionen sind einen Stopp wert. Einst verfallene historische Städtchen sind in kostbare Kleinode zurückverwandelt worden. Da ist das Bäderdreieck zwischen Karlsbad, Marienbad und Franzensbad im Westen, in dem in den vergangenen Jahrhunderten Dichter und Monarchen ihre Sommerfrische verbrachten. Český Krumlov, die gotische Perle in Südböhmen mit ihrem Schloss, bietet einen herrlichen Blick auf die prächtig renovierten Altstadtgassen und die Biegungen der Moldau. Litomyšl ist zu nennen, die Geburtsstadt des Komponisten Bedřich Smetana, die schon Generationen von Künstlern inspiriert hat, oder Kroměříž, der Bischofssitz in Mähren mit herrschaftlichen Parks und einer zauberhaften Innenstadt. Auch Olomouc ist einen Besuch wert: Früher war hier die Hauptstadt des mährischen Landesteils, deren Pracht jeden Besucher noch heute in ihren Bann zieht. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, denn nach 40 Jahren Kommunismus entdecken die Tschechen ihre eigene Heimat wieder neu und lassen verschüttet geglaubte Schönheiten in liebevollen Renovierungsarbeiten wiederauferstehen.

Es gilt: Je weiter Sie ins Landesinnere vordringen, desto seltener werden Sie auf andere Touristen stoßen. Für viele sind die Regionen jenseits von Prag noch Terra incognita. Abschrecken lassen sollten Sie sich davon auf keinen Fall: Für Entdecker gibt es jede Menge herrlicher Winkel zu erobern. Die Tschechen selbst übrigens fahren besonders gern in diese versteckten Ecken. Die Gastfreundschaft, so sagen sie, sei dort noch viel ausgeprägter als in den überlaufenen Städten des Landes.

Quick Facts

SpracheTschechisch
Währungtschechische Krone
Geeignet fürOutdoor, Wintersport, Feiern

Im Trend

Fleischlos glücklich
Veggie ma(h)l!

Neue Einflüsse hatten es in der traditionsreichen Küche bislang eher schwer, und Vegetarier mussten in Tschechien oft suchen, bis sie etwas Essbares fanden. Die aktuelle Entwicklung dürfte nach ihrem Geschmack sein! Das Feng-Shui-Restaurant Maitrea (Tynska 6, Prag) bringt fleischlose Küche auf den Tisch, ebenso das urige Vegalite (Slovákova 10) in Brno und das schickere, in rot-weiß gehaltene Anděl Café (Bezručova 5-7) in Pilsen.

Rock-Jumping
Steiniger Sport

Die Sandsteinfelsen von Teplice locken Adrenalinjunkies an. Mit beherzten Sprüngen geht es über die Felsspalten - und prompt ist ein neuer Sport geboren (www.skaly-adrspach.cz). Wer dem Rock-Jumping-Trend noch nicht traut, lässt sich vielleicht vom Film "Jump" überzeugen (www.alpen-glow.com/jump.html). Bei den ersten Sprüngen hilft Radek Lienerth von ClimbOn (Volfova 10, Brno, www.climbingschool.cz) weiter. Die Kletterschule zeigt Mutigen im ganzen Land die schönsten Spots.

Bad im Bier
Prickelnd

In der Bierbrauer-Nation ist der Gerstensaft nicht nur zum Trinken da, sondern auch zum Baden. Bier soll verjüngend und entspannend wirken. Im Wellnesshotel Bahenec (Písek u Jablunkova 195, Písek) können Sie der Wahrheit auf den Grund gehen und in einem Bierbottich Platz nehmen. Die Zapfanlage führt direkt ins Becken. Frieren müssen Sie beim Bad nicht. Das Bier hat eine Temperatur zwischen 35 und 36 °C. Abtauchen können Sie auch in der ostböhmischen Pension U Čtyřlístku (Hořelec 1, Seč) und in dem Minibrauhaus Novosad & Syn (Harrachov 95, Harrachov).

Kunstgenuss?
Provokativ und extravagant

Mit diesen Worten könnte man die aktuelle Kunstszene im Land beschreiben. Manche fühlen sich von Jiří Davids Werken vor der Kopf gestoßen, anderen gefallen die oft skurrilen Skulpturen, Fotocollagen und Gemälde des Künstlers. In jedem Fall regen sie zum Nachdenken an. Seine Werke sind auch an öffentlichen Plätzen wie dem Franz-Kafka-Platz in Prag zu sehen. Seine hier platzierte, aus Schlüsseln bestehende Skulptur fand sogar den Weg ins Guinness Buch der Rekorde. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Jiří David durch die Prague Biennale (www.praguebiennale.org). Ein weiteres Entfant terrible der Szene ist David Černý (www.davidcerny.cz), der mit seinen Arbeiten polarisiert. Die Galerie Futura (Holečkova 49, Prag, www.futuraproject.cz) schreckt das nicht. Sie zeigt seine Werke und die anderer vielversprechender Kreativer.

Grüner Luxus
Hotels

Biogas und -strom versorgen das Mosaic House (Odborů 4, Prag, www.mosaichouse.com), Abwasser wird wiederaufbereitet - auf 4-Sterne-Luxus müssen Sie deswegen nicht verzichten. Das Designhotel bietet Komfort ohne schlechtes Gewissen. Der Boden ist recycled, das Mobiliar aus schnell wachsendem Bambus, und die Wände des Hotel Moods (Klimentská 28, Prag, www.hotelmoods.com) leben sogar. Die mit Moos bewachsene Wand ist einer der Hingucker des schicken Boutiquehotels. Auch außerhalb der Hauptstadt geht es grün zu: wie im nachhaltig renovierten und sehr behaglichen Chateau Mcely (Mcely 61, Mcely, www.chateaumcely.com).

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Tschechien - die besten Locations und Angebote

Liste Karte

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Aktivitäten & Touren

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© Ivanko_Brnjakovic, iStock

Gastronomie

Spezialitäten

Becherovka

der Klassiker unter den Kräuterschnäpsen soll die Verdauung nach dem schweren tschechischen Essen anregen. Er stammt aus Karlsbad

Budvar

die Budweiser Bierspezialität

guláš

Gulasch - einer der Klassiker in der böhmischen Küche

kachna

Ente, die in allen Variationen auf der Speisekarte steht

knedlík

der Knödel wird als Semmel- oder Kartoffelknödel gereicht. Die süße Variante (ovocné knedlíky) ist mit Obst, meist Erdbeeren oder Zwetschgen, gespickt

kulajda

eine Kartoffel-Pilz-Suppe verfeinert mit Dill

livance

die österreichischen Liwanzen in ihrer tschechischen Ausführung: Minipfannkuchen, meistens serviert mit fruchtiger Sauce

Moravský vrabec

der "mährische Spatz" ist eine Art Roulade aus Schweinefleisch, meist serviert mit Kraut und Knödeln

palačinky

Pfannkuchen mit herzhafter oder süßer Sauce; ähnlich den österreichischen Palatschinken

Plzěnský prazdroj

Pilsner Urquell

Pražská šunka

der berühmte Prager Schinken, den Sie - im Brotteig gegart - als Hauptgericht serviert bekommen

řízek

ein Schnitzel, paniert oder natur, von Schwein, Huhn oder Pute

rohlík

ein längliches Brötchen, das vor allem zum Frühstück gereicht und nicht aufgeschnitten wird

Slivovice

typischer Zwetschgenschnaps, der vor allem in Mähren beliebt ist

svíčková

das Nationalgericht schlechthin ist der Lendenbraten vom Rind mit süßlicher Sahnesauce und böhmischen Knödeln, garniert mit Preiselbeeren

Essen & Trinken

Bei den Tschechien-Besuchern gibt es zwei Fraktionen: Die einen genießen das deftige Essen mit den reichlichen Beilagen in vollen Zügen, die anderen sind der Braten- und Schnitzelkultur bald überdrüssig und sehnen sich nach frischem Salat oder knackigem Gemüse.

Die Speisekarte in einem typischen Restaurant kann als Geschichtslektion dienen: Die jahrhundertelangen Einflüsse der österreichischen Küche lassen sich bis heute erkennen, ebenso die Tradition der herzhaft-robusten slawischen Gerichte. Eine Erscheinung der vergangenen Jahre ist die Öffnung der tschechischen Küche für exotische Spezialitäten und ausgefallenere Kombinationen. Vor allem in den großen Städten versuchen manche Köche, einen neuen Weg zu gehen. Vielerorts allerdings hält sich die Experimentierfreude noch in Grenzen.

Klassische Gasthäuser spielen in der tschechischen Alltagskultur eine wichtige Rolle: Man trifft sich abends in der hospoda, der Kneipe. Meistens sind es einfache Lokale, deren Tische mit von der örtlichen Brauerei bedruckten Tischdecken gedeckt sind und die eher an eine Bierschänke erinnern als an ein elegantes Landgasthaus. Selbst unter der Woche sind sie zumeist gut besucht, es wird gegessen, geraucht, getrunken und Neues ausgetauscht. Diese Form der Unterhaltung pflegen übrigens nicht nur ältere Stammtischbrüder: In den Kneipen werden Sie auch Jüngere antreffen. Gerade in kleineren Orten ist die Kneipe zugleich die abendliche Ausgehadresse. Von der Küche in einer hospoda dürfen Sie nichts Ausgefallenes erwarten; die meisten Tschechen mögen es bodenständig und deftig. Dafür sind die Preise ausgesprochen moderat, Hauptgerichte für 4 oder 5 Euro sind Standard. Wenn Sie genug haben von der fleischlastigen böhmischen Küche, werden Sie meist nur in den größeren Städten fündig: Dort haben sich Restaurants etabliert, deren Küchenchefs spielerisch mit den tschechischen Klassikern umgehen und sie gekonnt mit Elementen aus der Haute Cuisine kombinieren. Suchen Sie einen echten Gourmettempel, müssen Sie nach Prag fahren.

Überall im Land gibt es hingegen Verpflegungsstände mit Essen auf die Hand. Beliebt sind vor allem Grillwürstchen, klobasa, Pizzaschnitten und Hot Dogs, die auf Tschechisch parek v rohliku heißen. Fast alle Restaurants und Kneipen sind auch in der Mittagszeit geöffnet, viele bieten unter der Woche ein besonders günstiges Mittagsmenü an. Nichtraucher haben es in den böhmischen Kneipen schwer: Ein vergleichbar strenges Rauchverbot wie in Deutschland konnte sich in Tschechien noch nicht durchsetzen, viele Lokale sind gerade abends schwer verqualmt. Wenn Sie das nicht möchten, achten Sie auf die Zigaretten-Aufkleber, die jedes Restaurant am Eingang anbringen muss: Darauf ist vermerkt, ob geraucht werden darf oder nicht - und ob es getrennte Raucher- und Nichtraucher-Räume gibt.

Wenn Sie essen gehen, sollten Sie unbedingt die typischen Knödel probieren, die prägend sind für die böhmische Küche. Die knedlíky sind aber auf keinen Fall zu verwechseln mit den kugeligen deutschen Klößen: Sie sind scheibenweise geschnitten und von fester Konsistenz. Zwei Sorten gibt es: den houskový knedlík und den bramborový knedlík - den Serviettenknödel, der aus Brot und Mehl zubereitet wird, und den Kartoffelknödel, der seinem deutschen Pendant schon ähnlicher ist. Ein echter böhmischer Knödel schmeckt nach gar nichts und saugt wunderbar die würzig-deftigen Saucen auf, in denen die tschechischen Gerichte beinahe schon schwimmen. Zwei Speisen gibt es, bei denen die Knödel gar nicht wegzudenken sind: zum einen beim Gulasch, das zu den Klassikern der böhmisch-mährischen Küche zählt. Und zum anderen bei der svíčková, dem böhmischen Lendenbraten.

Die Hauptgerichte sind auf der Speisekarte üblicherweise ohne Beilage aufgeführt. Jeder Gast kann sich seine Mahlzeit also selbst zusammenstellen. Groß ist vor allem die Auswahl an Kartoffelbeilagen. Neben den üblichen Pommes frites, Bratkartoffeln und Kroketten (die hier übrigens kugelrund sind) gibt es häufig Kartoffelbrei oder eine Art Kartoffelauflauf, der typisch tschechisch ist, interessanterweise aber francouzské brambory, also französische Kartoffeln, heißt. Kartoffelschnitze dagegen heißen americké brambory, amerikanische Kartoffeln. St'ouchané brambory ist ein köstliches Püree, zu dem die Kartoffeln üblicherweise mit Lauch und einem Schuss Sahne verarbeitet werden.

Obligatorisch zu jeder Mahlzeit ist das Bier, sogar schon mittags. Viele Kneipen bieten inzwischen auch alkoholfreies Bier vom Fass an. Dabei ist Bier nicht gleich Bier: Jeder Kenner hat seine eigene Lieblingsmarke, schließlich gibt es in Tschechien reichlich Auswahl. In jüngerer Zeit erleben zahlreiche Regional- und Familienbrauereien eine regelrechte Renaissance. Die Tschechen teilen ihr Bier nach Grad ein, diese Kennzahl gibt die Stammwürze an. Ein zehngradiges Bier ist leichter als etwa ein zwölfgradiges. Weintrinker kommen im Land genauso auf ihre Kosten: Sie finden vor allem in den besseren Restaurants ein großes Angebot, in dem besonders die böhmischen und mährischen Weine stark vertreten sind.

Die landestypischen Desserts lassen die Herzen aller Süßmäuler höher schlagen: Buchteln, Torten und karamelisierte Pfannkuchen erinnern an die österreichische Mehlspeisentradition. Dazu trinken die Tschechen gern Kaffee - entweder den Wiener Kaffee (videnska kava), der mit einer Haube aus süßer Schlagsahne serviert wird, oder den rabenschwarzen und sehr starken türkischen Kaffee (Turek).

© Oleg_P, shutterstock

Wetter & Klima

Aktuelles Wetter

kachelmannwetter.com
Mittwoch / 18.07.2018
Vormittags
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Nachmittags
-- °C
Abends
-- °C
Donnerstag / 19.07.2018
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-- °C
Nachmittags
-- °C
Abends
-- °C
Samstag / 21.07.2018
Vormittags
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Nachmittags
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Abends
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Mehr Wetterinfos

Klima

Tagestemperaturen in °C
  1. Jan 1
  2. Feb 3
  3. März 9
  4. April 14
  5. Mai 19
  6. Juni 23
  7. Juli 25
  8. Aug 24
  9. Sept 21
  10. Okt 13
  11. Nov 7
  12. Dez 2
Nachttemperaturen in °C
  1. Jan -4
  2. Feb -3
  3. März 0
  4. April 4
  5. Mai 9
  6. Juni 12
  7. Juli 14
  8. Aug 14
  9. Sept 10
  10. Okt 6
  11. Nov 2
  12. Dez -2
Sonnenschein Stunden/Tag
  1. Jan 2
  2. Feb 3
  3. März 4
  4. April 6
  5. Mai 8
  6. Juni 8
  7. Juli 8
  8. Aug 8
  9. Sept 6
  10. Okt 4
  11. Nov 1
  12. Dez 1
Niederschlag Tage/Monat
  1. Jan 6
  2. Feb 5
  3. März 6
  4. April 8
  5. Mai 9
  6. Juni 9
  7. Juli 9
  8. Aug 9
  9. Sept 7
  10. Okt 7
  11. Nov 6
  12. Dez 7
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Anreise

Flugzeug

Von mehreren deutschen Flughäfen gibt es Direktverbindungen zum Prager Flughafen Ruzyně. Anbieter sind die tschechische Fluglinie Czech Airlines und die Lufthansa, aber auch Ryanair und Germanwings fliegen die tschechische Hauptstadt an.

Auto

Von der Oberpfalz und von Dresden aus führt eine Autobahn bis in die tschechische Hauptstadt.

Bahn

Auf der Bahnstrecke Berlin-Dresden-Prag-Brünn verkehrt alle zwei Stunden ein Eurocity. Von München und Nürnberg aus setzt die Bahn statt Direktverbindungen auf der Schiene mehrmals täglich Express-Busse nach Prag ein. Tickets können Sie im Internet, am Schalter oder am Automaten buchen.

Anreisezeit

5h 22min
6h 36min
1h 5min
Frankfurt am Main
Tschechien
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In Kooperation mit unserem Partner Rome2Rio
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Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Jan.

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Tag der Befreiung vom Faschismus (1945)

5. Juli

Feiertag der slawischen Apostel Kyrill und Method

6. Juli

Todestag des böhmischen Reformators Jan Hus (1415)

28. Sept.

Tag der tschechischen Staatlichkeit

28. Okt.

Gründung des selbstständigen tschechoslowakischen Staates (1918)

17. Nov.

Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie (1989)

24. Dez.-26. Dez.

Weihnachten

Feste & Veranstaltungen
Januar

Der Skimarathon Jizerská 50 im Isergebirge nahe Liberec lockt jedes Jahr einige Hundert Langlauffans an die 50 km lange Strecke. www.jiz50.cz

Mai

Für den Prager Marathon wird die halbe Altstadt gesperrt. Die Athleten laufen auf einer wunderschönen Strecke entlang der Moldau. www.pim.cz

Mai/Juni

Der Prager Frühling ist das bedeutendste Klassikfestival des Landes, bei dem hochkarätige Solisten aus aller Welt aufspielen. www.festival.cz

Juni

Am zweiten Juniwochenende findet in Pelhřimov das Festival der Rekorde statt. Hier gibt es ein Museum der Rekorde und Kuriositäten, in dem die verrücktesten Ideen dokumentiert sind (tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 25 Kč | Nábřeží rekordů a kuriozit 811 | www.dobryden.cz) .

Das internationale Folklorefestival in Strážnice findet immer am letzten Juniwochenende statt. www.nulk.cz

Juni/Juli

Beim Opernfestival Litomyšl blüht die Geburtsstadt von Bedřich Smetana für drei Wochen auf. Es ist Tschechiens größtes Klassik-Open-Air-Festival. Die Konzerte mit Starbesetzung locken Zuschauer von weither an. www.smetanovalitomysl.cz

Juli/August

Wenn in Karlsbad das internationale Filmfestival anläuft, platzt die Stadt aus allen Nähten: Hollywoodprominenz und Zuschauer aus ganz Europa drängen sich in Dutzenden Festsälen. www.iffkv.cz

Das Rock-for-people-Festival in Hradec Králové ist zum Dauerbrenner für ein junges Publikum geworden. Ein kleiner Flughafen wird zum Festivalgelände. www.rockforpeople.cz

Das Weltmusikfestival Colours of Ostrava dauert vier Tage, auf der Bühne stehen Bands von allen Kontinenten. www.colours.cz

Zur Erinnerung an das erste Fass Bier, das 1842 nach Pilsner Brauart gebraut wurde, wird ein Wochenende lang in Pilsen gefeiert. Dabei handelt es sich um das größte Bierfest im ganzen Land, bei dem natürlich vor allem verkostet werden darf. www.pilsnerfest.cz

September/Oktober

Das Festival Mährischer Herbst in Brünn ist der klassischen Musik gewidmet. Die zweiwöchigen Feierlichkeiten sind der Höhepunkt des Internationalen Musikfestivals in Brünn, in dessen Rahmen übers ganze Jahr verteilt eine Reihe von kleineren Festspielen stattfinden. www.mhf-brno.cz

Oktober

Das Steeplechase-Pferderennen in Pardubice gilt als das härteste Galopprennen in ganz Europa. Es wird seit 1874 veranstaltet. www.pardubice-racecourse.cz

© Creative Travel Projects , shutterstock

Gut zu wissen

Auskunft
Fremdenverkehrsämter

Alle: www.czechtourism.com

- Wilhelmstr. 44 | 10117 Berlin | Tel. 030 2044770 | info1-de@czechtourism.com

- Herrengasse 17 | 1010 Wien | Tel. 01 53321933 | info-at@czechtourism.com

- Michelstr. 5 | 8049 Zürich | info-ch@czechtourism.com

Auto

Das Tempolimit in geschlossenen Ortschaften beträgt 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Das Abblendlicht muss ganzjährig auch tagsüber angeschaltet sein. Ab November bis Ende März gilt bei ungünstigen Wetterverhälnissen stets Winterreifenpflicht. Am besten also nur mit geeigneter Bereifung einreisen, um Ärger mit der Polizei zu verhindern, die bei Verstößen empfindliche Strafen verhängen kann. Es gilt die Null-Promille-Grenze. Telefonieren am Steuer ist verboten.

Für die Benutzung von Autobahnen benötigen Sie eine gültige Vignette, die Sie an den Grenzübergängen, an fast allen Tankstellen und in Postämtern kaufen können. Die Preise für die Vignetten ändern sich häufig, am besten erkundigen Sie sich vor der Reise bei einem Automobilclub nach den aktuell gültigen Tarifen.

Je weiter man in Richtung Osten unterwegs ist, desto dünner wird die Autobahndichte. Auf den Landstraßen ist die Beschilderung nicht immer eindeutig: Häufig stehen auf den Hinweistafeln die nächsten Ortschaften verzeichnet, die übergeordneten Städte hingegen fehlen. Einzige Ausnahme ist Prag; die Hauptstadt ist auch in den entlegeneren Winkeln des Landes gut ausgeschildert. Hilfreich ist es, sich anhand der Straßennummern zu orientieren, die fast alle größeren Verbindungsstraßen tragen. Sie finden diese Nummern sowohl auf den Landkarten als auch auf den Verkehrsschildern am Straßenrand. Etwas schwer zu erkennen sind bisweilen auch die Ortseingangsschilder, hinter denen Tempo 50 gilt - es sind längliche weiße Tafeln, auf denen der Ortsname verzeichnet ist. Sie sind allerdings deutlich kleiner und wegen der weißen Farbe weniger markant als in Deutschland.

Diesel heißt nafta, für Benziner ist die Oktanzahl an der Zapfpistole ausgewiesen. In den meisten Orten kann man auf dem zentralen Marktplatz für eine geringe Gebühr parken, in Prag ist der Innenstadtbereich fast komplett für die Autos von Anwohnern reserviert.

Banken & Geld

Die tschechische Krone (Koruna česká) unterteilt sich in 100 Heller. Die kleinste Münze ist aber die 1-Krone-Münze. An der Kasse wird automatisch auf- oder abgerundet. Lassen Sie Ihr Geld am besten bei einer Bank wechseln, oder gehen Sie mit Ihrer Karte an einen Geldautomaten. Banken und Geldautomaten gibt es selbst in kleinen Orten. Wechselstuben erheben teilweise versteckte Umtauschgebühren. Auf keinen Fall auf der Straße wechseln!

Diplomatische Vertretungen
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Vlašská 19 | 11801 Prag 1 | Tel. 257113111 | www.prag.diplo.de

Botschaft der Republik Österreich

Viktora Huga 10 | 15115 Prag 5 | Tel. 257090511 | www.bmeia.gv.at/botschaft/prag.html

Botschaft der Schweiz

Pevnostni 9 | 16201 Prag | Tel. 220400611 | www.eda.admin.ch/prag

Einreise

Für Schengen-Bürger gibt es keine regulären Grenzkontrollen mehr, den Reisepass benötigen Sie also nicht. Sie sollten dennoch immer Ihren Personalausweis dabei haben und auch Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument.

Eintritt & Führungen

Viele Schlösser und Burgen sind nur mit Führung zugänglich, meist in tschechischer Sprache. Bei größeren Anlagen werden auch englische oder deutsche Führungen angeboten, die allerdings deutlich mehr kosten, meist das Doppelte des regulären Eintrittspreises. Bei weniger frequentierten Sehenswürdigkeiten können Sie sich tschechischen Gruppen anschließen und bekommen auf Nachfrage ein kleines Büchlein mit Informationen in deutscher Sprache ausgehändigt.

Gesundheit

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte ist die Behandlung kein Problem. Es gibt nur wenige Arztpraxen, das tschechische Gesundheitswesen ist stark auf die Krankenhäuser konzentriert, in denen auch Allgemeinmediziner praktizieren. Die Adressen von deutschsprachigen Ärzten sind bei den Botschaften erhältlich. In Notfällen wenden Sie sich am besten an eines der Krankenhäuser in den größeren Städten, die mit dem Rot-Kreuz-Symbol ausgeschildert sind. Krankenhaus heißt auf Tschechisch nemocnice. Für die Einreise sind keine speziellen Impfungen erforderlich, das Leitungswasser können Sie überall bedenkenlos trinken.

Internetcafés & WLAN

Selbst in kleinen Orten bieten viele Cafés, Hotels und Restaurants einen drahtlosen Internetzugang an. Auch Internetcafés sind verbreitet. Wenn Sie sich mit Ihrem eigenen Notebook per Wlan ins Netz einwählen, ist dieser Service häufig kostenlos. Im Internetcafé bezahlen Sie für eine Stunde bisweilen lediglich 1 Euro; entlang der Touristenstrecken sind die Preise teils um ein Mehrfaches höher.

Medien

Fremdsprachige Zeitungen erscheinen nur in Prag. Aktuelle Veranstaltungshinweise (Rubrik: Stadtmagazin) finden sich in der deutschsprachigen Prager Zeitung (www.pragerzeitung.cz) und der englischen Prague Post (www.praguepost.com). Diese beiden wöchentlich erscheinenden Zeitungen liegen im ganzen Land an gut sortierten Kiosken aus.

Mietwagen

Die großen internationalen Firmen haben in Prag Niederlassungen, die Preise liegen aber häufig über dem deutschen Niveau. Außerhalb Prags ist die Dichte ihrer Mietwagen-Stationen extrem dünn! Etwas besser verteilt und oft auch günstiger sind die großen tschechischen Anbieter, etwa Alimex (www.alimexcr.cz) oder Czechocar (www.czechocar.cz). Kleinwagen können Sie dort ab etwa 40 Euro pro Tag mieten. Achten Sie auf guten Versicherungsschutz, den Sie manchmal separat abschließen müssen.

Notruf

Notarzt und Feuerwehr: Tel. 112; Polizei: Tel. 156

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Nahverkehr ist auch in kleineren Städten sehr gut ausgebaut. Das Schienennetz der tschechischen Bahn ist das dichteste in ganz Europa, Überlandbusse verbinden größere und kleinere Städte miteinander, sodass oft selbst kleine Orte auch ohne Auto erreichbar sind. Manchmal setzen die Verkehrsunternehmen sehr betagte Busmodelle ein, häufig aber auch moderne Reisebusse - das ist weitgehend Glückssache. Ausschließlich mit modernen Bussen fährt der Anbieter StudentAgency (www.studentagency.cz). Neben internationalen Verbindungen nach Prag bedient er die meistfrequentierten Strecken innerhalb des Landes. Fahrpläne von Bahnen und Bussen finden Sie unter www.idos.cz. Fahrten mit Bahn und Bus sind immer noch sehr preiswert.

Öffnungszeiten

Einheitliche Öffnungszeiten gibt es nicht, das Ladenschlussgesetz ist sehr liberal. Auf der sicheren Seite sind Sie meistens werktags von 10 bis 18 Uhr, häufig gibt es bei kleineren Geschäften eine Mittagspause. Dafür ist manchmal auch am Sonntag geöffnet. In großen Städten finden Sie sogar Supermärkte mit 24-Stunden-Betrieb. Auch Sehenswürdigkeiten und Museen werden z. T. über Mittag für eine Stunde geschlossen.

Preise

Generell gilt, dass die Lebenshaltungskosten etwas günstiger sind als in Deutschland, sie haben aber in den vergangenen Jahren stark angezogen. Öffentliche Verkehrsmittel von der U-Bahn bis zum Fernzug sind durchweg günstiger, auch in der Gastronomie ist es in Tschechien oft billiger. Wer auf Schnäppchen beim Einkaufen hofft, kann sich allerdings verspekulieren: Gerade international bekannte Markenprodukte sind oft deutlich teurer - das gilt für Lebensmittel und Kosmetika ebenso wie für Kleidung, Schuhe und Elektrogeräte. Viele Tschechen, die in der Nähe der Grenze leben, erledigen deshalb ihre Großeinkäufe regelmäßig in Deutschland.

Reisezeit

Tschechien hat in jeder Jahreszeit seine schönen Seiten. Wenn Sie allerdings viele Museen, Schlösser und Burgen besichtigen möchten, sollten Sie zwischen April und Oktober fahren - außerhalb dieser Hauptsaison sind viele Einrichtungen entweder ganz geschlossen oder haben stark eingeschränkte Öffnungszeiten.

Sicherheit

Tschechien ist ein sehr sicheres Land. Allerdings tummeln sich vor allem in Prag viele Taschendiebe, Nepper und Bauernfänger, die sich bevorzugt Touristen als Opfer auswählen. Vorsicht auch mit neueren und teureren Automodellen: Trotz rückgängiger Fallzahlen bevorzugen Diebe Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Eine Lenkradkralle reicht oftmals aus, um Langfinger abzuschrecken. Luxusautos sollten Sie über Nacht lieber in einer Hotelgarage parken.

Strom

Die elektrische Spannung beträgt 230 V. Für Geräte mit dem schmalen Eurostecker brauchen Sie keinen Adapter, für Schutzkontaktstecker ist im Regelfall ein Adapter für Mittel- und Osteuropa nötig.

Taxi

Taxis gibt es auch in kleineren Städten. Vor allem in Prag sollten Sie nicht in ein beliebiges Taxi einsteigen - einige zwielichtige Chauffeure berechnen weit überzogene Preise. Lassen Sie sich Ihr Taxi am besten im Hotel bestellen. In Prag gibt es Taxistellplätze mit der englischsprachigen Aufschrift "Fair place"; auch dort können Sie im Normalfall problemlos einsteigen. Wichtige Grundregel dabei: Die Taxifahrer müssen ihre Preise von außen sichtbar am Auto befestigen, meist hängen sie an der Einstiegstür im Fond. Die Grundgebühr liegt bei bis zu 40 Kč, ein Kilometer sollte nicht mehr als 28 Kč kosten. Achten Sie darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird! Sie können sich auch vor der Fahrt nach dem ungefähren Preis erkundigen. Viele Taxifahrer sprechen Englisch oder sogar Deutsch.

Telefon & Handy

In Tschechien gibt es drei Mobilfunk-Anbieter, die allesamt Tochtergesellschaften von internationalen Firmen sind: Telefónica O2, T-Mobile und Vodafone. Wenn Sie viel telefonieren möchten, lohnt sich der Kauf einer tschechischen Prepaid-Karte: Für weniger als 10 Euro finden Sie bei jedem der Anbieter eine solche Karte für Ihr eigenes Handy, in den meisten Fällen entspricht der Kaufpreis dem bereits aufgeladenen Guthaben. Die Mobilfunk-Provider unterhalten Filialen in allen größeren Städten. Guthabenkarten gibt es dann auch am Kiosk. Die Vorwahl nach Deutschland lautet 0049, nach Österreich 0043, in die Schweiz 0041, nach Tschechien 00420.

Trinkgeld

In Restaurants wird der Rechnungsbetrag meistens aufgerundet; üblich sind wie in Deutschland zwischen fünf und zehn Prozent.

Unterkunft

In Prag ist die Auswahl an Quartieren unerschöpflich, abseits der Touristenpfade wird es z. T. schwierig. Internationale Hotelketten etwa sind fast nur in Prag und größeren Städten aktiv, in kleineren Orten sind stattdessen größere Pensionen oder Hotels in Familienbesitz verbreitet. In den meisten Städten sind die angebotenen Unterkünfte in den vergangenen Jahren renoviert worden, Sie werden aber auch auf Quartiere im Plattenbau mit niedrigem Standard stoßen. Eine Glückssache ist die Unterkunft in Privatzimmern, die überall mit "Zimmer frei"-Schildern angepriesen wird. Schauen Sie sich das Zimmer vorher unverbindlich an.

Zeit

Es gilt wie in Deutschland die MEZ - inklusive der Zeitumstellungen im Frühling und im Herbst.

Zoll

Waren für den privaten Konsum sind innerhalb der EU zollfrei. Als privater Bedarf gelten bis zu 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen, 20 l Likör, 90 l Wein und 110 l Bier.

Stichworte

Autoindustrie

Tschechien ist stolz auf seine Tradition als Automobilstandort: Neben dem heimischen Hersteller Škoda produzieren hier Hyundai sowie Toyota, Peugeot und Citroën. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden nirgendwo sonst auf der Welt mehr Autos hergestellt. Hauptstadt der Automobilindustrie ist übrigens die Stadt Mladá Boleslav, der Sitz der Škoda-Werke.

Bier

Bier ist das Nationalgetränk der Tschechen, das in ihrem Land seinen Ursprung hat: Im böhmischen Pilsen wurde das erste Bier gebraut, das der Pilsner Brauart ihren Namen gegeben hat. Und die Tschechen sind nicht nur erfolgreiche Braumeister, sondern auch überaus begeisterte Konsumenten: Bei 159 l liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch pro Jahr und damit ganze 47 l über dem deutschen. In vielen Kneipen kostet der halbe Liter Bier trotz zahlreicher Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren immer noch etwa 1 Euro. Seit Kurzem entstehen neben den berühmten Brauereien überall im Land auch regionale Brauhäuser. Sie verschreiben sich einer Renaissance der handwerklichen Tradition und kehren den großen industriellen Brauereie ganz bewusst n den Rücken zu. Einige Bier-Enthusiasten brauen sich zu Hause sogar ihren eigenen Gerstensaft - und probieren dabei bisweilen so abenteuerlichen Geschmacksrichtungen wie Kirsche, Schokolade oder Ingwer aus.

Chata

Die Liebe der Tschechen zu ihrem Wochenendhaus, der chata, ist ein Überbleibsel aus sozialistischer Zeit: Damals betrieben die Städter den Rückzug ins Private, um sich von den Niederungen der Parteipolitik fernzuhalten. Im Sommer brechen freitags nach Feierabend Tausende auf, um das Wochenende auf dem Land zu verbringen. Fast jede Familie hat eine chata. Die Wochenendhäuser sind so beliebt, dass es sogar zwei verschiedene Begriffe für sie gibt: Eine chata ist die bescheidenere Variante, meist aus Holz und nur ein oder zwei Zimmer groß. Die chalupa ist luxuriöser; häufig sind es frühere Bauernhäuser, die jetzt der Erholung am Wochenende dienen.

Filme

Als "Hollywood des Ostens" wird Tschechien oft bezeichnet. Blockbuster wie "Mission Impossible" oder der James-Bond-Streifen "Casino Royale" sind in den Prager Barrandov-Studios entstanden. In der sozialistischen Zeit haben sich die kreativsten Filmemacher auf das Trickfilmgenre gestürzt: "Der kleine Maulwurf" und "Pan Tau" etwa stammen aus Prag, berühmt sind auch die Märchenfilme wie z. B. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Heute ist die Filmszene eine der rührigsten in Europa, tschechische Beiträge gewinnen regelmäßig wichtige internationale Filmpreise. Miloš Forman, der mit seinen Oscar-gekrönten Streifen wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" in Hollywood in die erste Regisseursriege aufgestiegen ist, ist Tscheche. Auch als Besucher können Sie in Tschechien Filmkunst genießen. Ausländische Filme werden üblicherweise nicht synchronisiert, sodass die Hollywood-Schauspieler im Originalton zu hören sind, ebenso wie die Darsteller von Filmen aus Deutschland oder Frankreich. Für das tschechische Publikum gibt es dann Untertitel. Im Programmheft sind diese Filme üblicherweise als originalní verze (OV) gekennzeichnet. Am sichersten ist es, sich an der Kasse noch einmal rückzuversichern.

Václav Havel

Der Schriftsteller, der erst Dissident war und dann zum Politiker geworden ist, gilt weltweit als Symbolfigur für die Freiheitsbestrebungen im früheren Ostblock. In den Freiheitskämpfen um das Jahr 1968 herum betrat er erstmals als politischer Schriftsteller und Dramatiker eine größere Bühne. Über das Land hinaus bekannt wurde er 1977 als einer der Initiatoren der Charta 77 - einer Bewegung von Intellektuellen, die sich offen für mehr Bürgerrechte einsetzten. Havel selbst saß lange in kommunistischer Haft, gab seinen Kampf gegen das Regime aber nicht auf. 1989 wurde er zum ersten frei gewählten tschechoslowakischen Staatspräsidenten nach vier Jahrzehnten der Diktatur. 2003 lief seine zweite Amtszeit aus. Sein Tod 2011 war für die Tschechen ein Schock: Sie beerdigten ihn so feierlich wie einst die böhmischen Könige. Für sie wird er wohl für immer ein Nationalheld bleiben.

Literatur

Prag wurde zu Beginn des 20. Jhs. als "Paris des Ostens" gerühmt, die freiheitliche Atmosphäre und legendäre Künstlercafés lockten Talente aus ganz Europa an. Der berühmteste Autor aus Prag ist Franz Kafka - und er ist zugleich kennzeichnend für die damalige literarische Szene, an der deutsch- und tschechischsprachige Autoren ihren Anteil hatten. Neben Kafka sind vor allem Max Brod, Egon Erwin Kisch und Franz Werfel berühmt geworden; sie alle stammten aus dem jüdisch-intellektuellen Milieu der Hauptstadt. Auf Tschechisch schrieben z. B. Karel Čapek, Jan Neruda, Nobelpreisträger Jaroslav Seifert und Jaroslav Hašek, der sich mit seinem Roman vom braven Soldaten Schwejk unsterblich gemacht hat. Unter kommunistischer Herrschaft wurden vor allem literarische Widerstandskämpfer bekannt: Milan Kundera etwa, Ludvik Vaculík oder Jiří Gruša. Zu den hoffnungsvollsten Talenten der heutigen Generation zählen Petra Hůlová, von der einige Romane auch auf Deutsch erschienen sind, und Jaroslav Rudiš, der sich in seinen viel beachteten Werken mit einem frischen Zugang der deutsch-tschechischen Themen annimmt.

Musik

In Deutschland denken viele zuerst an Karel Gott, wenn von tschechischer Musik die Rede ist. In Prag ist der Sänger kein Schlagerinterpret, sondern ein Superstar. In den 60er-Jahren begann sein Aufstieg als Rock-'n'-Roll-Sänger, er wurde zum Idol einer ganzen Generation. Obwohl es keine anderen Interpreten zu solch internationalem Ruhm gebracht haben, ist die tschechische Musikszene ausgesprochen lebendig. Rockbands wie Tři sestry, die sich dem Punkrock verschrieben haben, oder Kryštof, deren Musik an der Grenze zur Popmusik angesiedelt ist, sind im Land besonders beliebt. Eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte ist der Aufstieg der Gruppe Gipsy.cz, die Roma-Musik mit Hip-Hop-Elementen mischt. Die Musikbegeisterung hat in Tschechien Tradition: Die großen Komponisten Bedřich Smetana und Antonín Dvořák werden bis heute verehrt und als musikalische Botschafter Tschechiens gesehen. Für Musikliebhaber ist auch Bohuslav Martinů ein Spitzenvertreter der tschechischen Klassik.

Politik

Das tschechische Parlament ist seit der politischen Wende zweigeteilt in ein wirtschaftsliberales und ein linksorientiertes Lager. Beide Seiten sind ideologisch unversöhnlich; einen Kampf um die politische Mitte gibt es so gut wie gar nicht. Wegen der meist knappen Mehrheitsverhältnisse neigen viele Regierungen zur Instabilität. Ein unbestrittener Fixpunkt in der Politik ist allerdings die Bindung an die Europäische Union. Mit deutlicher Mehrheit haben die Tschechen in einem Referendum für ihren EU-Beitritt von 2004 votiert. Obwohl immer wieder kritische Stimmen aus der Politik zu hören sind, die vor allem eine zu starke Abhängigkeit Tschechiens fürchten, herrscht sowohl in der Bevölkerung als auch im Parlament eine breite Zustimmung zur EU. Im politischen System sind zwei Kammern vorgesehen: Neben dem Abgeordnetenhaus gibt es den Senat; die Senatoren werden als Delegierte für einzelne Regionen gewählt. Die Stellung des Präsidenten ist wie in Deutschland eher repräsentativ. Die beiden bisherigen Amtsinhaber allerdings, Václav Havel und Václav Klaus, haben ihre Funktion sehr aktiv ausgeübt und immer wieder auch in die Tagespolitik eingegriffen.

Prager Frühling

Es war der Versuch, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zu schaffen, wie es die Regierung Alexander Dubčeks formulierte. Das von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützte Ziel war, die Gesellschaft zu öffnen und den sowjetischen Einfluss zu reduzieren. In den Zeitungen erschienen kritische Artikel, Schriftsteller publizierten unzensiert, und westliche Rock-'n'-Roll-Musik wurde zum letzten Schrei. Am 21. August 1968 endeten die Träume der Tschechoslowaken: Den Verbündeten im Warschauer Pakt ging das politische Tauwetter zu weit, sie schickten bewaffnete Truppen, die das ganze Land besetzten. Aus dem Prager Frühling wurde über Nacht ein Prager Herbst - bis zur Samtenen Revolution im Jahr 1989 griff das Regime unbarmherzig gegen vermeintliche Staatsfeinde durch.

Religion

Mit Ausnahme einiger mährischer Landesteile spielt der Glaube kaum eine Rolle. Das hat historische Gründe: Die Habsburger, die oft als ungeliebte Fremdherrscher empfunden wurden, brachte man mit dem Katholizismus in Verbindung - die Absetzbewegung vom Herrscherhaus bedeutete auch die Loslösung von der katholischen Kirche. Historisch gesehen sind die Tschechen durchaus streitbare Christen: Jan Hus, der später als Ketzer verbrannte Reformator, stammte aus Böhmen. Bis heute beruft sich die tschechische hussitische Kirche auf seine Lehre, allerdings hat sie mit ihren weniger als 100000 Mitgliedern nur geringen Einfluss. Wie wichtig der Glaube dagegen früher war, lässt sich noch heute an den Mariensäulen und Jan-Hus-Denkmälern ablesen, die es in zahlreichen Orten gibt.

Roma

Die Roma stellen eine große Minderheit in Tschechien. Schätzungen zufolge leben bis zu 300000 Roma hier, viele von ihnen in den ehemaligen sudetendeutschen Gebieten entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Dort wurden sie nach der Vertreibung gezielt angesiedelt. Ihre Situation ist problematisch; oft sind sie schlecht integriert, die Kinder haben statistisch gesehen miserable Bildungsperspektiven. Noch hat es keine Regierung geschafft, ein Programm für eine gelingende Integration aufzulegen.

Sport

Nationalsport in Tschechien ist Eishockey. Wenn die Nationalmannschaft spielt, sitzt das ganze Land vor den Bildschirmen. Die meisten Anhänger haben die Eishockeyteams von Sparta Prag, Slavia Prag, PSG Zlín und Plzeň 1929. Regelmäßig holen die Tschechen den Weltmeistertitel - und diese Siege haben bisweilen historische Bedeutung: Als das tschechoslowakische Team zu sozialistischen Zeiten zweimal die UdSSR im Finale der Weltmeisterschaft bezwang (1972 und 1976), war das ganze Land tagelang im Siegestaumel. Nach der verhassten Besetzung durch die Warschauer-Pakt-Truppen zum Prager Frühling waren die sportlichen Erfolge Großereignisse von politischem Rang. Leicht abgeschlagen in der Popularität ist der Fußball. International bekannt sind die beiden Prager Teams Slavia und Sparta.

Sudetendeutsche

Die Vertreibung der Sudetendeutschen ist bis heute ein sensibles Thema. Als Rache für die Gräueltaten der Nazis sind nach dem Zweiten Weltkrieg die Sudetendeutschen gewaltsam und mit vielen Opfern aus dem Land getrieben worden - eine Volksgruppe, die über Jahrhunderte hinweg gerade im tschechisch-deutsch-österreichischen Grenzland die Kultur geprägt hat. Heute leben noch einige Tausend Sudetendeutsche im Land, die als deutsche Minderheit bezeichnet werden. In den Beneš-Dekreten, die häufig als gesetzliche Rechtfertigung der Vertreibung verstanden werden, ist die entschädigungslose Enteignung der Sudetendeutschen verankert. Die Sorge vor Entschädigungsansprüchen der Vertriebenen belastet bis heute die offiziellen Beziehungen. Die Gräueltaten gegen Sudetendeutsche sind in Tschechien noch oft ein Tabuthema. Trotzdem wird die Vertriebenenfrage in der tschechischen Bevölkerung weniger emotional gesehen als z. B. in Polen. Auf kommunaler Ebene haben sich im Grenzland längst funktionierende Partnerschaften etabliert.

Tschechoslowakei

Bis 1993 lebten Tschechen und Slowaken in einem gemeinsamen Staat - obwohl sie sich selbst als zwei Völker wahrnehmen. Nach dem Ende der Habsburger Monarchie taten sie sich 1918 wegen ihrer vergleichbaren Interessen und ihrer großen kulturellen Nähe zusammen. Die Verbindung überdauerte die kommunistische Zeit und zerbrach erst, als Tschechen und Slowaken nach der politischen Wende unterschiedliche Vorstellungen über ihre Zukunft hatten. Heute sind die Bewohner beider Länder einander herzlich verbunden, viele Familien haben Wurzeln auf beiden Seiten der Grenze - und die Tschechoslowakei gilt als eines der raren Beispiele für eine friedliche und einvernehmliche Trennung zweier Staaten.

Wirtschaft

Kein anderes Land in Mittel- und Osteuropa hat einen so rasanten Aufstieg hingelegt wie Tschechien: Innerhalb weniger Jahre hat die Volkswirtschaft zum alten Europa aufgeschlossen - und erreicht inzwischen rund 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttosozialprodukts der EU. Derzeit entwickelt sich das Land zum gefragten Standort für moderne Dienstleistungen etwa im IT-Bereich. Das Ausbildungsniveau der Arbeitnehmer nämlich ist hoch - und die Lohnkosten sind immer noch vergleichsweise niedrig. Zwischen 800 und 1000 Euro liegt der durchschnittliche Monatsverdienst.

Bloss nicht

Knödel zum Schnitzel bestellen

Auch wenn die Tschechen beides als Errungenschaften ihrer nationalen Küche feiern - bestellen Sie nicht beides zusammen! Die Tschechen werden Sie für einen kulinarischen Barbaren halten. Sie selbst ordern Knödel nur zu Hauptgerichten mit reichlich Sauce, etwa zu svíčková oder zu Gulasch. In den meisten Restaurants können Sie die Beilagen separat bestellen.

"Tschechei" sagen

Umgangssprachlich hat sich in vielen deutschen Regionen der Begriff "Tschechei" eingebürgert - politisch korrekt ist er nicht. Er hat seinen Ursprung im Dritten Reich, als Hitler das Land verächtlich als "Rest-Tschechei" bezeichnete. Sagen Sie lieber Tschechien, das ist die offizielle Bezeichnung.

Polizisten bestechen

Bei Verkehrskontrollen sollten Sie besser nicht versuchen, kleine Regelverstöße mit einem dezent überreichten Geldschein ungeschehen zu machen. Die meisten Polizisten werden darauf nicht eingehen - und Sie haben zusätzlich noch eine Anzeige wegen Korruptionsversuchs am Hals.

Taxis auf der Straße anhalten

Vor allem in Prag sind betrügerische Taxifahrer immer noch anzutreffen. Warum es den Behörden nicht gelingt, dieses Übel wirkungsvoll einzudämmen, ist schleierhaft. Also: Lassen Sie es nicht darauf ankommen! Bestellen Sie lieber ein Taxi an der Hotelrezeption.

Sich in dubiose Bars locken lassen

Wo Touristen sind, finden sich auch häufig aktive Werber, die Sie in eine Disko, eine Bar oder einen Club locken wollen. Gehen Sie lieber nicht darauf ein, viele der angepriesenen Etablissements haben hoffnungslos überteuerte Preise - und das gilt nicht nur in Prag.

Souvenirkitsch kaufen

Gerade in Prag lauern sie zu Hunderten entlang der beliebtesten Touristenstraßen: die Nepper und Bauernfänger, die vermeintlich böhmisches Kristall, Marionetten und Ähnliches verkaufen wollen. Wenn Sie schöne Mitbringsel suchen, schauen Sie lieber etwas abseits vom Trubel in kleinere Geschäfte - da ist üblicherweise die Qualität besser und der Preis niedriger.

Anhalter über die Grenze mitnehmen

Das Trampen ist in Tschechien immer noch verbreitet - vor allem Studenten warten oft am Straßenrand auf eine Mitfahrgelegenheit. Im Regelfall ist das unproblematisch und oft für eine nette Unterhaltung gut. Über die Grenze nach Deutschland sollten Sie aber keine Unbekannten mitnehmen, weil Sie dann bei Problemen mit dem Zoll selbst haftbar gemacht werden könnten.

Reiseadapter

In Tschechien sind unten abgebildete Steckertypen im Einsatz, für die gegebenenfalls enstprechende Reiseadapter für eigene Geräte benötigt werden.

Spannung 230 Volt und Frequenz 50 Hertz vor Ort sind analog zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz, somit wird kein spezieller Transformator zusätzlicher zum Adapter benötigt.

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