Botanische Gärten & Parks Tokio

Kokyo Higashi Gyoen

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Adresse
Chiyoda 1-1
Tokyo, Japan
Kontakt
Telefon: +81 3-3213-1111
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Nach: Kokyo Higashi Gyoen, Tokyo

Informationen zu Kokyo Higashi Gyoen
Zugänglich ist auf der Anlage im Prinzip nur der Ostgarten, ehemals Standort der mächtigen Burg von Edo, in der von 1603 bis 1868 die Shōgune residierten. Nur zu Kaisers Geburtstag und an Neujahr werden die Tore zum Palastareal - wiederum nur zu einem bestimmten - Teil geöffnet. Das Palastgelände umfasst 110.000 m2 und war im Preisboom Anfang der 1990er-Jahre schon einmal ebenso viel wert wie der gesamte US-Staat Kalifornien. Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang entlang den Palastmauern an: Am Sakuradamon, dem "Kirschblütenfeld-Tor", ereignete sich am 24. März 1860 der Mordanschlag auf den starken Mann der Shogunatsregierung, Ii Naosuke, der den Aufstand gegen die Militärregierung in ganz Japan einleitete und 1868 den Kaiser wieder an die Macht brachte. Den Haupteingang zum Kaiserpalast erkennt man leicht: nicht nur an den beiden Brücken oder am Fushimi-Turm, einem der drei erhaltenen Originalgebäude der alten Edo-Burganlage, sondern an den Horden von uniformierten Schulkindern, die sich brav in Reih und Glied dem Fotografen fürs Klassenfoto stellen. Mit dem Rücken zum Kaiserpalast schauen die Schüler direkt auf die Skyline von Marunouchi, dem Banken- und Geschäftsviertel, dem modernen Machtzentrum der Hauptstadt. Nur wenige von ihnen werden wissen, dass das gesamte Viertel dem Mitsubishi-Konzern gehört. Für rund 7000 Euro, damals eine recht stattliche Summe, hatte einer der Gründer des Konzerns der Meiji-Regierung das ehemalige Exerziergelände abgekauft und sich damit dem Spott der Geschäftswelt ausgesetzt, die das offensichtlich nutzlose Grundstück "Mitsubishi-Brachland" taufte. Heute lacht niemand mehr. Der Spaziergang endet im Ostgarten: Durch das Ōte-Mon, das vollständig erhaltene Haupttor der Edo-Burg, führt der Weg an einem alten Wachhaus vorbei hinauf zum Hon-no-maru, dem Hauptteil der Burg. Hinter dem Bergfried, doch nicht mehr im Ostgarten, liegt der Kitanomaru-Park mit der Budōkan, wo 1964 die olympischen Judowettkämpfe stattfanden.

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