Thüringen Alle

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Essen & Trinken

Nationalgericht sind die Thüringer Klöße. Wer die "echten" auf den Tisch bringt, darüber streitet man sich schon seit ewigen Zeiten. Denn die Beimischungen sind regional unterschiedlich. Das Grundrezept aber ist so gut wie einheitlich: Thüringer Klöße bestehen zu einem Drittel aus gekochten und zu zwei Dritteln aus rohen Kartoffeln, in die Mitte kommen geröstete Semmelwürfel. Das Rezept für die wirklich echten Thüringer Klöße besitzen, so behaupten sie selbst, die Meininger. Denn der Sage nach soll es Frau Holle an ihren Bürgermeister mit den Worten übergeben haben: "Bewahr es und hüt es." Seitdem werden in Meiningen die Klöße "Hütes" genannt. Die besten Klöße sind wohl jene, bei denen die Gäste sich nicht einigen können, ob sie die Beilage oder das Hauptgericht sind. Man serviert die Klöße mit Braten und viel Soße. Damit sie recht viel von der Soße aufnehmen können, werden die Klöße nicht geschnitten, man reißt sie auseinander.

Das typische Sonntagsgericht, von Ort zu Ort immer ein wenig anders zubereitet, sind Klöße mit Sauerbraten. Mancher schwört aber auch auf die Roulade oder gebratene Entenkeule mit Rotkohl. Bleiben Klöße übrig, werden sie in fingerdicke Scheiben geschnitten und in der Pfanne von beiden Seiten goldgelb gebraten. Dazu gibt es das restliche Fleisch vom Mittag.

Auch die "Erdäpfel" oder "Arpfel", wie südlich des Rennsteigs zur Kartoffel gesagt wird, bestimmen den Speisezettel. Die Hausfrauen und viele Köche in den Restaurants setzen sie phantasievoll ein, wovon die vielseitigen Kartoffelsuppen zeugen. Sogar in den Hefekuchen knetet man gekochte und zerdrückte Kartoffeln. Ein solcher Kartoffelkuchen - frisch muss er allerdings sein - ist eine Delikatesse.

Zu Ruhm über die Landesgrenzen hinaus gelangte die Thüringer Bratwurst, deren würziger Duft vielerorts durch die Gassen zieht. Die EU-geschützte Wurst kommt vom Holzkohlegrill, wird im aufgeschnittenen Brötchen gereicht und mit viel Senf gegessen. Nur zwischen Eisenach, Altenburg, Nordhausen und Sonneberg gibt es die echten Thüringer: Pikant gewürztes Rind-, Kalb- und Schweinefleisch wird locker in Schweinedarm gestopft. Locker deshalb, damit sich die Wurst beim Knusprigbraten über dem Holzkohlenfeuer blähen kann. Kümmel, Knoblauch, Pfeffer, Salz, Zwiebel und Senf machen den thüringischen Grundgeschmack aus, auch in der Rostbratwurst. Der Legende nach ist die Thüringer Volksspeise Nummer eins so entstanden: Im 7. Jh. sollen die im östlichen Thüringen siedelnden Sorben in Därme gefülltes Hackfleisch als Wegzehrung mit sich geführt haben. Als ein starker Regen sie zu plötzlicher Rast zwang, hätten sie in der Schnelle die gefüllten Därme über das Feuer gehalten - und fertig war die erste Thüringer Bratwurst. Oft wird auf dem Holzkohlegrill auch das Thüringer Rostbrätl (Schweinekammscheiben) gebraten.

In Ostthüringen mag man den Mutzbraten. Das sind mit Schwarzbier begossene faustgroße Schweinekammstücke, die mindestens zwölf Stunden mariniert und im Birkenholzrauch gegart werden. Serviert bekommen Sie den Mutzbraten meist mit Brot und Sauerkraut.

Im Eichsfeld ist der Eintopf "Saure Klebchen" sehr beliebt. Er wird im Anschluss an eine Hausschlachtung zubereitet. Wenn im Eichsfeld vom "Feldgieker" die Rede ist, dann handelt es sich um eine harte Mettwurst aus bestem Schweinefleisch, die erst nach einer Lufttrocknung von mindestens sechs Monaten ihre richtige Reife und Würze erlangt. Der Volksmund gab den Würsten ihren Namen, denn sie sind so groß, dass sie - an den Häusern aufgehängt - vom Feld aus zu sehen waren.

Am Nachmittag gibt es Kuchen. Ganz vorn rangiert in zahlreichen Regionen der Zwiebelkuchen, der zum Weimarer Zwiebelmarkt ebenso gehört wie die Zwiebelrispen. Aber frisch muss er sein - deshalb ist er in vielen Konditoreien nur an bestimmten Tagen zu haben. Zur Kirmes (Kirchweihfest) werden vor allem verschiedene Blechkuchen gebacken, die man in kleine Stückchen teilt und mehrere Sorten auf den Tellern serviert. Zu Weihnachten bereitet die Hausfrau Stollen zu, der "Scheit" oder "Chressamel" genannt wird.

Traditionell stillen die Thüringer ihren Durst mit frischem Bier aus den einheimischen Brauereien, gern wird z. B. das dunkle Köstritzer getrunken. Wer zu viel gegessen hat, der lässt sich einen Nordhäuser Doppelkorn oder einen Aromatique servieren, einen Magenbitter aus der Neudietendorfer Spirituosenfabrik.

Auch die Thüringer Küche hat in den letzten Jahrzehnten Neues aus anderen Regionen in ihren Speisezettel aufgenommen. Aber Pizza, Jägerschnitzel und Hamburger werden Rostbratwurst, Rostbrätel und Thüringer Klöße nicht verdrängen. Darauf achten die Thüringer Köche. Sie bereiten ihre Gerichte immer phantasievoller zu, haben in alten Kochbüchern nachgeschlagen und Rezepte aus der Goethezeit hervorgekramt. Was man in zahlreichen Restaurants serviert, sind wahre Gaumenfreuden. Die Tester der Restaurantführer würdigen dies zunehmend mit den begehrten Kochlöffeln, Hauben oder Sternen.

Einkaufen

Thüringen ist reich an kunsthandwerklichen Traditionen, seit Jahrhunderten wird geschnitzt und getöpfert, Glas geblasen und Porzellan geformt. Die Auswahl an schönen Souvenirs ist entsprechend groß. Beliebte Mitbringsel sind auch Trachtenpuppen und Nachdrucke historischer Skatspiele aus Altenburg, der Geburtsstadt des Skats. Wer in der Thüringischen Rhön gewandert ist, hat bei der Heimreise oft die Holzfigur des Rhönpaulus im Gepäck, des Robin Hood dieser Gegend. Und alle, die etwas tiefer in den Geldbeutel greifen können, fahren nach Wurzbach: Im dortigen Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte werden auf persönlichen Wunsch gusseiserne Öfen wie im 18. Jh. gefertigt.

Blaudruck

Blau ist seit dem Anbau der Blaufärbepflanze Waid im Mittelalter die Thüringer Modefarbe. Der Blaudruck hatte vor mehr als 300 Jahren Hochkonjunktur. An diese Tradition erinnerte man sich, deshalb entstanden in jüngster Zeit handwerkliche Blaudruckwerkstätten, beispielsweise in Erfurt. Eine echte, mit Druckmodeln entstandene Blaudruckdecke ist deshalb etwas Besonderes.

Gartenzwerge

Gräfenroda gehört zu den Orten, die behaupten, die Wiege der Gartenzwerge in Deutschland zu sein. In der Gemeinde an der B88 kann man heute unter mehr als 200 Modellen wählen, die zum Teil aufwendig von Hand bemalt wurden. Der kleinste Gartenzwerg misst 2 cm, der größte 68 cm, darunter "Susi im Dessous" und "Michel der Spanner".

Ginkgo

Weimar-Besucher nehmen als Erinnerung häufig ein silbernes oder goldenes Ginkgoblatt mit, dem ein Gedicht beiliegt, das Goethe dem zweilappigen Blatt widmete. Der Dichter soll den Ginkgobaum in seinem Weimarer Hausgarten angepflanzt haben. Auch Ginkgolikör und Ginkgotee sind im Angebot, und wer meint, ein glückliches Händchen zu haben, kauft sich einen kleinen Ginkgoableger für daheim.

Glas

Thüringer Glas ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, so das feuerfeste aus Jena und die kunstvollen Arbeiten der Lauschaer Glasbläser. Ziergläser und Tierplastiken werden vielfach nach Wunsch mundgeblasen oder aus massivem Glas geformt. Christbaumschmuck steht in großer Auswahl bereit, denn Lauscha ist die Wiege des Thüringer Christbaumschmucks. In den Glasboutiquen des Städtchens ist die Auswahl besonders groß.

Porzellan & Keramik

Ab 1770 entwickelte sich Thüringen zu einem Zentrum der Porzellanherstellung in Deutschland. Beliebt ist das seit 1790 in Blankenhain hergestellte Weimar-Porzellan, besonders das Dekor "Rose von Weimar", das eine Liebeserklärung an die Romantik der Weimarer Gärten sein soll. Wie vor 200 Jahren werden auch heute noch Porzellanfiguren per Hand gefertigt, beispielsweise in Rudolstadt-Volkstedt. Die 340 km lange Thüringer Porzellanstraße im Süden des Landes verbindet rund 20 Produktionsstätten und zehn Orte mit Porzellanmalereien. Bei den Keramiken rangieren die Arbeiten aus Bürgel in der Beliebtheitsskala ganz vorn. Charakteristisch sind die weißen Punkte auf blauem Grund. Die Palette reicht vom Kerzenständer über den Krug bis zum Teeservice.

Wurstwaren

Eine echte Thüringer Rostbratwurst vom Holzekohlegrill gehört wohl stets zu einem Besuch in dem Freistaat. Gern werden zum Abschied einige Bratwürste mitgenommen. Die Wurst genießt EU-Schutz. Europaweit darf sie nicht nachgemacht werden: Was als Thüringer Rostbratwurst angeboten wird, muss wirklich aus dem Land kommen. Das Logo "Thüringer Original" dient Käufern der Spezialität als Orientierung. EU-Schutz genießen auch die ebenfalls als Mitbringsel beliebte Greußener Salami, die Thüringer Leberwurst und die Thüringer Rotwurst.

Freizeit & Sport

Gemütlich dagegen sind Bootsfahrten auf Saale und Werra, Elster und Unstrut. Zur Angebotspalette gehören auch Tennis, Sportschießen, Klettern, Ballon fahren, Segway- und Quadtouren. Im Winter sind die Berge das Paradies für Skifahrer, Snowboarder und Rodler.

Angeln

Thüringen gilt als Anglerparadies. Geangelt wird in den Talsperren Heyda, Schönbrunn, Ohra, Hohenfelden, Scheibe-Alsbach, Engerda und Walsburg, im Hohenwarte- und Bleilochstausee, im Bergsee Ratscher, in der Werra und der Saale. Fangen kann man vor allem Aal, Hecht, Barsch und Karpfen. Die Hohenwarte-Talsperre ist berühmt für ihre Zanderfänge, die Bleichlochtalsperre steht ihr kaum nach. Wie überall in Deutschland ist freier Fischfang nicht gestattet. Angler benötigen einen auf ihren Namen lautenden Fischereischein, mit dem sie die Angelgenehmigung für das jeweilige Gewässer erhalten. Auskunft: Tourist Information Thüringen | www.thueringen-tourismus.de

Baden

In dem supermodernen Badetempel Toskana Therme in Bad Sulza baden die Gäste nicht nur im Wasser, sondern auch in Musik und Licht. Liquid Sound, flüssiger Klang - so wird die Entspannung pur bezeichnet. So-Do 10-22, Fr, Sa bis 24 Uhr, bei Vollmondbaden bis 1 Uhr. Tel. 036461 91085 | www.toskana-therme.de | www.liquid-sound.com

Neben der Toskana Therme gibt es in Thüringen weitere Erlebnisbäder, z. B. in Mühlhausen im Norden und in Suhl und Tabarz im Süden. Viele Ferienorte haben idyllisch gelegene Freibäder. Baden kann man aber auch in Talsperren.

Bobfahren & Rodeln

Wer den Nervenkitzel mag und wie ein Olympiasieger oder Weltmeister durch den Eiskanal jagen möchte, besucht die Oberhofer Bob- und Rennrodelbahn. Von April/Mai bis September fährt der Sommerbob auf Rädern mit einer Geschwindigkeit von über 80 km/h durch elf Kurven, ein erfahrener Pilot steuert das Gefährt. Von Oktober bis Februar jagen die Bobs mit Pilot und drei Gästen durch den Eiskanal. Gaudi pur sind Schlauchboot-Fahrten für bis zu 10 Personen (Ice-Rafting) oder mit Ice-Tubes. Auskunft über Gästebobfahrten: Tel. 036842 520810 | www.bob-icerafting.de

Auch Ilmenau ist durch den Bob- und Rodelsport international bekannt. Auf der Rennschlittenbahn "Wolfram Fiedler" erleben Besucher im Sommer und Winter das faszinierende Gefühl, auf einer Rennschlittenbahn zu rodeln, auf der auch Spitzensportler trainieren. Auskunft: Ilmenau-Information | Tel. 03677 202358 | www.ilmenau.de

Golfen

Golfanlagen in landschaftlich reizvoller gibt es in Mühlberg, Jena-Münchenroda, bei Blankenhain, Erfurt, Eisenach und Gera. Die Golfschule in Mühlberg bietet Schnupperkurse, Grund- und Aufbaukurse sowie die Abnahme der Platzreife an. Auskunft: Golfschule | Tel. 036256 21740 | www.burgengolf.de

Radfahren

1700 km lang ist das Radfernwegenetz in Thüringen, das alle Regionen von Thüringer Wald und Schiefergebirge über die Städte bis zu den Flusstälern von Werra, Ilm, Unstrut, Gera, Saale und Elster erschließt. Dazu kommt ein umfangreiches örtliches Radwegenetz, das immer noch weiter ausgebaut wird. Mancher der gut ausgeschilderten Wege, so der 520 km lange Saale-Radwanderweg, ist eher für sportliche Radfahrer und nicht für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Das trifft auch auf den Höhenradwanderweg Rennsteig zu, der mit 195 km sogar noch etwas länger als der berühmte Wanderweg ist.

Für Familien und Kulturinteressierte ist der Ilmtal-Radweg gut geeignet. 125 km führt er durch die liebliche Flusslandschaft vom Rennsteig bis zur Mündung in die Saale und passiert dabei auch Ilmenau und Weimar.

In einigen Städten wie Erfurt, Weimar, Jena, Greiz, Gotha sind Stadtführungen per Rad möglich. Infos: Tourist Information Thüringen (www.thueringen-tourismus.de)

Reiten

Durch Wiesen, Felder und Wald zu reiten, das bereitet immer mehr Touristen Freude. Die Zahl der Reiterhöfe hat stark zugenommen, allein in Ostthüringen gibt es mehr als 40 Höfe, etwa die Hälfte davon haben eine Reithalle. Für alle, die noch nie auf dem Rücken eines Pferdes gesessen haben, gibt es Schnupperkurse, für Könner Gelände- und Wanderritte. In Thüringen einen Kremser oder eine Kutsche für die Fahrt durch das reizvolle Land zu mieten ist mittlerweile ebenso unkompliziert möglich wie eine Taxibestellung. Besonders erlebnisreich sind Pferdeschlittenfahrten im Winter. Auskunft: Tourist Information Thüringen | www.thueringen-tourismus.de

Skifahren

Thüringens Berge sind in der weißen Jahreszeit ein Paradies für Skifahrer. 1800 km Skiwanderwege und rund 200 km Loipen durchziehen die Höhen und Täler. Beleuchtete Pisten gibt es u. a. in Oberhof, Ilmenau, Schmiedefeld, Steinbach-Hallenberg, Brotterode und Tabarz, Loipengärten (für Langlaufanfänger) in Ruhla, Brotterode, Fehrenbach, Heubach und Masserberg. Für Abfahrtsski beliebt ist neben Oberhof das kleine Steinach am Südwestrand des Thüringer Schiefergebirges mit seiner "Skiarena am Silbersattel". Hier gibt es Thüringens steilste Piste mit einer Neigung von 63 Prozent. Ein anspruchsvoller Rundkurs von 1200 m mit 12 Prozent Steigung in der neuen DKB-Skisport-Halle in Oberhof macht Skilaufen auch im Sommer möglich (tgl. Juni bis März | www.oberhof-skisporthalle.de). Infos rund um den Winterurlaub: Tourist Information Thüringen | Tel. 0361 37420 | www.thueringen-tourismus.de

Wandern

Ein Markenzeichen von Thüringen sind Wald und Wandern. Allein im Thüringer Wald gibt es ein gut ausgeschildertes Wanderwegenetz von mehr als 16000 km. Mit 21 zertifizierten Wanderrouten und zahlreichen Themenwanderwegen in abwechslungsreicher Landschaft punktet Thüringen bei allen, die gern zu Fuß unterwegs sind. Der bekannteste und beliebteste Wanderweg dürfte der 168 km lange Rennsteig sein. Wer unbeschwert dahinziehen möchte, der vertraut Rucksack und Gepäck dem Veranstalter an. Wandern ohne Gepäck ist sowohl individuell als auch in der Gruppe möglich. Beliebt ist der Thüringer Wandersommer von Mitte Juni bis Anfang Sept. Auskunft: Tourist Information Thüringen | Tel. 0361 37420 | www.thueringen-tourismus.de

Wassersport

Rudern, paddeln, segeln, surfen, flößen - in Thüringen ist auf dem Wasser vieles möglich. Denn an Talsperren und Flüssen mangelt es dem Bundesland nicht. Ein Eldorado für Wassersportler sind der Bleiloch- und der Hohenwartestausee. Früher wurde auf der Saale und der Werra viel geflößt, jetzt werden touristische Touren angeboten. Wer es ein wenig abenteuerlich mag, fährt Schlauchboot oder Kanu auf Saale, Werra, Unstrut oder Weißer Elster. Auskunft: Tourist Information Thüringen | Tel. 0361 37420 | www.thueringen-tourismus.de

Mit Kindern unterwegs

Doch Thüringen hat noch mehr Attraktionen für junge Gäste zu bieten. Viele Tipps finden Sie im Familienfreizeitatlas (www.thueringen-fuer-kinder.de).

Nordthüringen

Bären- und Wolfspark in Worbis

Meister Petz trottet durch die 4 ha große Freianlage mit Teichen, Mischwald und Höhlen. Er fühlt sich hier am Rand von Worbis wohl, wie auch das Rudel Wölfe. Bei den Bären handelt es sich um in Not geratene Tiere, beispielsweise aus Zirkussen, die schließen mussten. Durch den alternativen Bärenpark führt ein Gittertunnel, von dem aus man die Bären und Wölfe beobachten kann. April-Sep. tgl. 10-19, März, Okt. 10-18, Nov. 10-17, Dez.-Feb. 10-16 Uhr | Eintritt 6 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 17 Euro | www.baer.de

Modellbahnschau in Wiehe

Hunderte von Zügen rattern auf den Gleisanlagen einer der größten Modellbahnschauen der Welt. In einer Ausstellungshalle ist Thüringen im Maßstab 1:87 nachgebaut. Gezeigt wird das Land, wie es in den 1960er- und 1970er-Jahren aussah, als noch Dampflokomotiven durch die Landschaft fauchten.

In einer anderen Halle rollen Modelle der Harzquerbahn und der Brockenbahn durch den im Maßstab 1:22,5 nachgebauten Harz. Neben den zahlreichen Minizügen und großartigen Landschaftsbildern begeistern auch tolle Sehenswürdigkeiten große und kleine Besucher. Tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 10 Euro, Kinder 5,50 Euro, Familien 25 Euro | www.modellbahn-wiehe.de

Landesmitte

Freilichtmuseum Funkenburg bei Westgreussen

Manchmal gibt es frisch Gebackenes aus dem Tonofen - zubereitet wie vor 2000 Jahren. Ob es wirklich so schmeckt wie damals, weiß niemand, doch der einfache Backofen soll eine fast originalgetreue Nachbildung sein. Wissenschaftler haben 2 km westlich von Greußen die Spuren von 60 Hütten, einem Backofen sowie einer Verteidigungsanlage entdeckt. Heute befindet sich hier das Ärchäologische Freilichtmuseum Funkenburg, in dem Leben und Wohnen unserer germanischen Vorfahren lebendig werden. Nov.-März Mo-Fr 9-17, April-Okt. Mo-Fr 9-17, Sa, So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro, Kinder 1,50 Euro | www.funkenburg-westgreussen.de

Freizeitspass Eckartsberga

Der Sprung über die Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt lohnt: auf der Sommerrodelbahn 850 m bergab sausen, sich im Irrgarten nicht in die Irre führen lassen, sich im Miniatur-Burgenland an Burgen und Schlössern der nahen Umgebung im Maßstab 1:75 erfreuen, auf der Minigolfanlage erste Schläge probieren, sich im Dinoweltwäldchen auf die Spuren der Dinosaurier begeben, beim Bungee-Trampolin einen Adrenalinkick erhalten und schließlich vom Turm der Eckartsburg schauen. Diese Attraktionen gibt es für Große und Kleine auf dem Schlossberg der Eckartsburg. April-Okt. tgl. 10-18 Uhr, Eckartsburg auch Nov., Dez., Feb., März Sa, So 10-16 Uhr | Eintritt Kombiticket für alle Attraktionen 8 Euro, Kinder 5,50 Euro | www.freizeitspass-eckartsberga.de

Thüringer Wald

Erlebnispark Meeres-Aquariumzella-Mehlis

Willkommen in der Unterwasserwelt der Tropen. In 60 Aquarien leben Korallen, Seeanemonen sowie Haie, Muränen und Piranhas; die Krokodile wohnen in einem separatem Haus. Die besondere Attraktion ist das Eine-Million-Liter-Haibecken mit einer Länge von 20 m und einer Breite von 10 m. Dort tummeln sich Zitronenhaie, Ammenhaie, Sandtigerhaie und Leopardenhaie. Friedlich geht es bei den Koi-Karpfen zu, die sich sogar streicheln lassen. Tgl. 10-18 Uhr | Beethovenstr. 16 | Eintritt 10 Euro, Kinder 5 Euro, Familien ab 24 Euro | www.meeresaquarium-zella-mehlis.de

Miniaturenpark in Ruhla

Nur ein Katzensprung ist es von Goethes Gartenhaus in Weimar bis zum Lutherhaus in Eisenach: Im Miniaturenpark "Mini-a-thür" laufen Sie mit Siebenmeilenstiefeln durch Thüringen. In der Anlage stehen die 100 bedeutendsten kunsthistorischen Bauwerke Thüringens. Alle wurden detailgetreu nachgebaut im Maßstab 1:25. Eine weitere Attraktion ist die Erlebnisrodelbahn, mit 40 km/h geht es 900 m den Berg hinunter. April bis 3. Okt. tgl. 10-18, 4. Okt.-31. Okt. 10-17 Uhr | Karolinenstr. 46 | Eintritt 6,50 Euro, Kinder 4 Euro | www.mini-a-thuer.de

Zwergenpark in Trusetal

Rund 2500 große und kleine Gartenzwerge hocken zwischen Holz, Wasser, Steinen und Blumen. Den besten Platz hat der 1,40 m große Zwerg Richard bekommen. Er wurde auf einen 7 m hohen Kletterfelsen gesetzt. Wer zu ihm hoch möchte, darf sich ein Klettergeschirr ausleihen. Wer nicht mehr laufen kann, setzt sich in die kleine Bimmelbahn und lässt sich durch den 5000 m2 großen Zwergenpark fahren. Ostern-Okt. tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro, Kinder 3 Euro | www.zwergenpark.de

Vorderrhön und Werratal

Märchenhöhle in Walldorf

Rotkäppchen, Frau Holle, Schneewittchen und Aschenputtel, aber auch die Bremer Stadtmusikanten sowie der Wolf und die sieben Geißlein sind in dem Sandsteingewölbe in Walldorf zu sehen. Insgesamt sind in dem unterirdischen Labyrinth über 30 Märchenbilder dargestellt. Die Höhle, in der seit dem Mittelalter bis 1914 Sand gewonnen wurde, ist die größte ihrer Art in Europa. März-Okt. tgl. 10-17 Uhr, Juni-Aug. bis 18 Uhr | Eintritt 5 Euro, Kinder 2,50 Euro | www.sandsteinhoehle.de

An Saale, Elster und Pleisse

Feenweltchen in Saalfeld

Im kleinen Wald neben den berühmten Feengrotten haben es sich Kobolde, Feen und Elfen gemütlich gemacht. Sie laden zum Besuch ihrer geheimnisvollen "Anderswelt" ein. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn die Waldfee große und kleine Gäste mit Feenstaub verzaubert. Im Garten der Feenpflanzen, im Hain der Lichtfeen und im Reich der Waldgeister werden spannende und unterhaltsame, einfach zauberhafte Geschichten erzählt. April tgl. 10.30-15 Uhr, Mai-Okt. tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt 6,60 Euro, Kinder 4,40 Euro, Familien 10 % Ermäßigung | www.feengrotten.de

Flugschau in Kranichfeld

Lautlos schwebt der Uhu dicht über den Köpfen der Zuschauer. Adlerbussard, Andenkondor, Weißkopfseeadler und Wanderfalke ziehen majestätisch ihre Kreise hoch über der Niederburg von Kranichfeld, um plötzlich auf den Handschuh des Falkners herabzustürzen. Im Sturzflug erreichen die beeindruckenden Vögel Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Während der Darbietung der Falknerei Schütz wird viel über die Lebens- und Verhaltensweisen der Greifvögel erzählt. April-Okt. Di-So 15-16 Uhr | Eintritt 5 Euro, Kinder 3,50 Euro | www.falkenhof-kranichfeld.de

Sehenswertes

Thüringen ist ein Land mit vielen Sehenswürdigkeiten. Um sie alle zu erkunden, sollte man ein bisschen Zeit mitbringen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Thüringen gehört das Kyffhäuser-Denkmal, errichtet zu Ehren von Friedrich I. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Bummel durch die thüringische Hauptstadt Erfurt mit ihrem imposanten Dom oder einen Besuch in der Fachwerkstadt Schmalkalden.

Freizeit

Bei einer Reise nach Thüringen haben viele Touristen in ihrer Freizeit vor allem das sportliche Vergnügen im Auge. Schließlich führt der fast 170 km lange Rennsteig durch Thüringen, einer der wohl bekanntesten Höhenwanderwege Deutschlands. Etwas ganz Besonderes bietet der Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich. Und wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, auf den warten in Deutschlands Mitte gut ausgebaute Radwege.

Übernachten

Soll es ein luxuriöses Wellnesshotel mit eigenem Spabereich sein oder eine kleinere private Unterkunft? Übernachten in Thüringer Hotels wird auch dem schmalen Geldbeutel gerecht. Auch das Angebot an Pensionen ist in Thüringen sehr breit. Besonders flexibel ist man bei einem Urlaub in Thüringen mit einer Ferienwohnung, die eher in ländlichen Regionen des Bundeslandes zu finden sind.

Am Abend

Beim Ausgehen in Thüringen hat man vor allem in den größeren Städten Spaß. Hier kann man sich nicht nur in Clubs und Discos, sondern auch in Cafés und Restaurants vergnügen. Wer beim Essen in Thüringen auf echte Spezialitäten setzen will, der kommt in Thüringen natürlich um die berühmte Rostbratwurst und die mindestens ebenso berühmten Klöße nicht herum – einfach lecker!