Tessin Essen & Trinken

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In Ludiano, auf der beschaulicheren, rechten Seite des unteren Bleniotals, finden Sie noch urige Grottoromantik unter einem mächtigen Granitblock mit hausgemachten Würsten und keiner in Plastik…
Versteckt in einem Wohnviertel im Vorort Massagno. Modernisierter Grotto, aber mit Stil, mehrstöckige Gartenterrasse und ausgezeichnete Küche.
Von den Strapazen des Aufstiegs auf den Monte Generoso kann man sich in Bellavista im Grotto La Baldovana erholen.
Ein Palazzo in der Altstadt, der schon im 18. Jh. eine Poststation und ein Gasthaus beherbergte, wurde liebevoll in einen Weinkeller mit Restaurantbetrieb umgewandelt. Die Weinkarte umfasst 600…
Eine historische Eisenbahnerkneipe hinter dem Bahnhof (nördliche Passerelle benützen) wurde zu einer intimen, gepflegten Trattoria: stilvoll und mit einem sehr persönlichen Touch gestaltet. Die…
Dieses ist eines der stimmungsvollsten Grotti der Gegend.
In dieser Pizzeria am Fluss Ticino gibt es die wohl größten und leckersten Pizzas der Stadt zu moderaten Preisen.
Das Restaurant ist für seine authentische Küche bekannt. Hier genießt man Buchweizenpolenta, Wildspezialitäten oder hausgemachte Würste.
Gönnen Sie sich ein unvergessliches Erlebnis hoch über Mendrisio: Nehmen Sie die schmale Straße, die auf den Monte Generoso führt, bis rund 2 km hinter dem Dörfchen Somazzo. Über einem…
Annemarie Emch und Tiziano Canonica führen den Betrieb in Olivone so, wie man das von einem Haus erwartet, dessen Geschichte bis ins Jahr 1834 zurückreicht: traditionsbewusst und umsichtig. Im…
In diesem "Grotto" (Gaststätte im Grünen, ursprünglich ein kellerartiges Gewölbe zur Lagerung von Wein und verderblichen Nahrungsmitteln) speisen auch viele Einheimische.
Ein Augenschmaus: Das Grotto in Peccia liegt malerisch an einem kristallklaren, tiefgrünen Bergbach. Serviert wird an großen Granitplatten: Käse, Salami, Mortadella aus dem Tal. Und die Polenta…
Dieses "Grotto" (Gaststätte im Grünen, ursprünglich ein kellerartiges Gewölbe zur Lagerung von Wein und verderblichen Nahrungsmitteln) trotzt hartnäckig der Kommerzialisierung. Außerhalb des Dö…
In dieser Berghütte bekommen die Gäste hervorragenden Käse serviert, der aus der Milch der Kühe des Pioratals hergestellt wird.
Hier empfiehlt es sich, mit Polenta vor dem Kamin einzukehren oder bei einer "gazzosa" (Zitronenlimonade) unter 1000-jährigen, knorrigen Kastanienbäumen zu entspannen.
Der kreative Gourmetkoch Luca Brughelli interpretiert alte Rezepte auf moderne Art. Das Dreigangmenü Petit Mistral gibt es am Mittag für 40 Franken.
Einem Test des Tessiner Fernsehens RSI zufolge produziert Marco Carletto das beste Gelato im Kanton. 24 Sorten bietet er an – alle hausgemacht. Bis 23 Uhr herrscht in seiner gelateria in Muralto…
Das Mehl mahlt eine Tessiner Mühle, gebacken wird im Holzofen, das Teigrezept ist geheim – kein Wunder,dass die Pizza hier einmalig schmeckt. Für 25 Franken gibts mittags ein Menü inklusive Getr…

Essen & Trinken

Die berühmte Minestrone beispielsweise war ursprünglich nichts anderes als eine Verwertung von Gemüseresten. Die kärglichen Mahlzeiten der Bauern bestanden aus Polenta, Kartoffeln, Käse und Brot aus Kastanienmehl. Je früher damals die Sonne hinter den Bergen verschwand, desto eintöniger wurden die Menüs: „Im Herbst gab es Kastanien, die aßen wir drei Monate lang, früh, mittags und abends“, erinnert sich der 1979 gestorbene Schriftsteller Plinio Martini in seinem autobiografisch gefärbten Roman „Nicht Anfang und nicht Ende“, der im Maggiatal der 1920er-Jahre spielt.

Nichts prägte den bäuerlichen Alltag mehr als die Esskastanie, die einst von den Römern aus dem Kaukasus in die Voralpen gebracht worden war. Wer weiß, wie viele Familien in den kargen Tälern verhungert wären, wenn es keine Kastanien – die gedörrt sehr lange haltbar sind – gegeben hätte? So sehr war der Esskastanienbaum eine Selbstverständlichkeit ihres Lebens, dass ihn die Tessiner nicht castagno nannten, sondern einfach albero, „Baum“.

Als mit dem Tourismus im 20. Jh. der Wohlstand kam, war die Kastanie als Armeleuteessen lange Zeit verpönt. Erst in jüngster Zeit feiert sie ein Comeback. Und was für eines! Mittlerweile gibt es eine ganze Palette von Bioprodukten, die aus Kastanien hergestellt werden: Marmelade, Honig, Teigwaren, Püree, Brot, Torten, Bier, Grappa und natürlich die marrons glacés, kandierte Kastanien, eine feine Nachspeise.

Auf keinen Fall entgehen lassen dürfen Sie sich den Genuss einer herzhaften Polenta. Sie ist weit mehr, als die profane deutsche Bezeichnung Maisbrei vermuten lässt. Polenta ist ein Stück Tessiner Kultur – und vor allem ein Werk geduldigen Rührens. Vor dem 19. Jh. wurde die Tessiner Polenta mit einheimischen Feldfrüchten wie Hirse oder Buchweizen angerührt und im letzteren Fall polenta negra („schwarzer Brei“) genannt. Erst mit dem Import des granoturco, wie der Mais auf Italienisch heißt, wurde die Polenta zur heutigen Maisgrießspeise. Nahrhaft, wie sie ist, kann Polenta ohne Weiteres nur mit etwas Käse gegessen werden. Im Winter kann man sie auf Wochenmärkten portionsweise und heiß kaufen.

Zu der Basis dieser einfachen Tessiner Kochkunst gesellen sich noch die frischen Fische aus den Seen, Würste und Braten sowie Wildspezialitäten im Herbst. Der erwähnte Einfluss der lombardischen Küche hat zudem zu einer Erweiterung des Speiseplans geführt. Risotto, eigentlich eine Mailänder Spezialität, Ravioli und andere Teigwaren sind längst fester Bestandteil der Tessiner Küche und werden oft auch in den Grotti aufgetischt.

In einem authentischen Grotto degustiert man jedoch vor allem einheimische Produkte: etwa den Zincarlin, den weichen Käse aus dem Muggiotal. Oder die cicitt, die einzigartige Ziegenwurst aus dem Maggiatal. Oder den roten Mais, der seit Kurzem im Tessin wieder angepflanzt wird und so gefragt ist wie die schwarzen Trüffeln aus den Wäldern des Monte San Giorgio.

Letztere stehen selbstredend auf den Speisekarten der Gourmetrestaurants, die in der jüngeren Vergangenheit einen wahren Boom erlebt haben. In Ascona und Lugano gibt es mittlerweile Feinschmeckerlokale, die in jeder internationalen Metropole bestehen könnten. Oft ist deren Küche von mediterranen Einflüssen geprägt. Doch viele Küchenchefs verwenden auch Rezepte, die teils seit Generationen vererbt werden. Sie interpretieren diese Gerichte neu und zeigen damit, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind – auch wenn die Zeiten der Not längst Vergangenheit sind.

Dieser aus der Not geborene Erfindergeist kam auch dem Tessiner Weinbau zugute: Gegen Ende des 19. Jhs. mussten die Weinbauern hilflos mit ansehen, wie Reblaus und Mehltau fast alle Weinstöcke vernichteten. Viele Winzer wanderten in der Folge nach Amerika aus. Die Tessiner wollten sich jedoch nicht untätig dem Schicksal beugen. Man betraute den italienischen Agrarwissenschaftler Alderige Fantuzzi mit dem Neubeginn. Dieser testete Rebsorten wie Merlot, Pinot Noir, Cabernet, Barbera und Nebbiolo. 1906 war er überzeugt, mit dem Merlot aus Bordeaux die Sorte gefunden zu haben, die den Tessiner Weinbau aus seiner schweren Krise führen würde. Er sollte recht behalten!

Heute wird der Merlot auf über 80 Prozent der Rebflächen im Tessin angebaut. Der größte Teil der Produktion entfällt auf hervorragende, lagerfähige Merlotweine, die oft in kleinen Eichenfässern ausgebaut werden. Auch Roséweine werden aus Merlot gekeltert, außerdem gibt es als Spezialität den Bianco di Merlot, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Die Tessiner Weine gehören seit Jahren zu den besten des Landes und erreichen internationales Niveau.

Die mittelgroßen, kugelrunden, blauschwarzen Trauben werden gegen Mitte September reif. Ihre Vinifizierung ergibt einen ziemlich intensiven, rubinroten, ausgeglichenen, vollen Wein. Der Geschmack ist trocken, mit einem angenehmen, leicht bitteren Abgang. Dank seiner Struktur passt der Merlot ideal zu Minestrone, Käse, Polenta und den rustikalen Hauptgängen der Tessiner Küche ganz allgemein.

Spezialitäten

amaretti

mundgerechte Mandelbiskuits

brasato al merlot

Rinderbraten in Rotweinsauce

bülbora

Kürbissuppe, auch zuppa di zucca genannt

camoscio in salmì

Gamspfeffer, nur zur Zeit der Jagd im Herbst auf den Speisekarten

capretto

gebratenes Zicklein, ein traditionelles Ostergericht

cicitt

traditionelle Ziegenfleischwürste

coniglio arrosto

gebackenes Kaninchen

coregone in carpione

Felchen (ein Süßwasserfisch) in Kräuteressigmarinade, kalt als Vorspeise serviert

funghi sott’olio

in Öl eingelegte Pilze

gnocchi

aus Kartoffeln oder Grieß und Mehl geformte Klößchen, serviert meist mit Salbeibutter (al burro e salvia) oder einer Tomatensauce

minestrone

Gemüsesuppe mit Getreide, Reis, Kartoffeln und Teigwaren

oss da mort

harte Mandelbiskuits

ossibuchi in gremolata

Kalbshaxen in Tomatenmarinade

pan cöcc

Brotsuppe

ratafià

Nusslikör aus in Grappa eingelegten Walnüssen, mit Zimt, Nelken und Vanille gewürzt

risotto

Als Tessiner Spezialität wird der Reis mit einem Glas Rotwein anstelle des Weißweins im klassischen Mailänder Rezept abgeschmeckt. Ein Genuss ist die in der Karnevalszeit auf vielen Tessiner Dorfplätzen gefeierte risottata: Da gibt es Unmengen erstklassigen Risotto samt den würzigen lokalen Grillwürsten luganighe

torta di pane

Kuchen aus altbackenem Brot mit Eiern, amaretti-Keksen, Milch, Zucker, Butter, Pinienkernen, Sultaninen und einem Schuss Grappa

tortelli di San Giuseppe

in heißem Öl gebackene, süße Teigtaschen

trota al forno

im Ofen gebackene Forelle