© Dmitry Tkachenko Photo/shutterstock

Tallinn

Check-in

Am Sonntagmorgen sitzt ganz Tallinn auf seiner Bühne: dem blitzblanken Rathausplatz mit den pastellfarbenen Zuckerbäckerfassaden. Schon werktags gilt: Jeder, der in der Stadt zu tun hat, hat hier irgendwann seinen Auftritt, vom Botschafter bis zum Fernsehkoch. Am Sonntag flaniert halb Estland über diesen Präsentierteller. Von den gut 1,3 Mio. Esten leben immerhin rund 430 000 in der Hauptstadt. Die Menschen blinzeln auf den Terrassen der Cafés vor ihren Kaffeetassen, Eisbechern und Biergläsern in die Sonne und betrachten das Defilee. In Tallinn sitzt man unter freiem Himmel, wann immer keine Eisschollen im Weg liegen. 

Tallinn ist zwar eine kleine Stadt, aber reich an Geschichte. Sie besitzt eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Innenstädte Europas und ist voller romantischem Zauber. Mit ihren spitzen Kirchtürmen, schmalen Altstadtgassen und grobem Kopfsteinpflaster, mit einer alten Stadtmauer und den anmutigen Kuppeln der Alexander-Newski-Kathedrale lädt Tallinn zum entspannten Spaziergang ein. Doch unter der historischen Fassade schlägt ein junges und ehrgeiziges Herz. Seit Estland im Jahr 1991 unabhängig wurde, fährt Tallinn auf der Überholspur. Musik und Mode, Design und IT – zu allem fällt den kreativen Bewohnern etwas ein. Das zeigten sie auch schon zwischen 1987 und 1991. Im Windschatten der Perestroika verwiesen die Esten – wie ihre baltischen Nachbarn – mit dem Singen traditioneller (und von den Sowjets verbotener) Freiheitslieder knapp vier Jahrzehnte sowjetischer Besatzung in die Geschichtsbücher. 1990 sangen 300 000 Esten in der Tallinner Sängerfestarena ihre verbotene Nationalhymne – ein scheinbar harmloser Akt, der aber große Symbolkraft besaß. 

Ein Jahr später war Estland endlich unabhängig. Wenn Ihnen auffällt, wie gelassen und tiefenentspannt die Esten auftreten: Jahrhunderte dänischer, deutscher, schwedischer, russischer und sowjetischer Fremdherrschaft haben diese Haltung bewirkt. Sie wissen: Was das Leben auch bringen mag, sich aufzuregen bringt niemanden weiter. Und meist fügt sich alles zum Guten. Nach der „singenden Revolution“ flogen Hämmer, Sichel und Leninbüsten auf den Müll, Tallinn stürzte sich auf die Zukunft. Eine demokratische Regierung formierte sich, deren Minister in einigen Fällen nicht mal die 30 überschritten hatten. Die schrägsten Restaurants und Clubs machten von sich reden, eine avantgardistische Kunstszene trat an die Öffentlichkeit. Die Vitalität ist geblieben. Eine so innovative Gastroszene, ein ähnlich kreatives Klima wie in Tallinn ist in Städten vergleichbarer Größe kaum zu finden. 

In nur 13 Jahren wurde Estland EU- und Nato-Mitglied. Auch äußerlich ist Tallinn aufgeblüht: Die Stadt, die zu Beginn der 1990er-Jahre von tristem Grau, blätterndem Putz und zerfallenden Bauten geprägt war, hat sich in eine farbenfrohe, lebhafte Kapitale mit liebevoll restaurierter Altstadt verwandelt. Die UNESCO erklärte den gesamten historischen Kern (Vanalinn) als einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Europas 1997 zum Welterbe. Zwei steile Gassen führen auf den Domberg und in die Geschichte von Tallinn. Der Name knüpft an die Ära der Dänen im Mittelalter an; im Estnischen bedeutet taani linn dänische Stadt. So heißt die Stadt übrigens erst seit der Unabhängigkeit Estlands von Russland, bis 1918 wurde sie Reval genannt. 

Wussten Sie, dass Tallinn Hansestadt ist? Im 13. Jh. lud der Schwertbrüderorden deutsche Kaufleute nach Reval ein, um hier einen Handelsplatz aufzubauen. Bereits wenige Jahre später war Reval mit der Hanse verbunden und nutzte die Privilegien des Handels- und Städtebunds. „Mauer des Misstrauens“ hieß die Grenze zwischen den Welten, die Sie noch heute sehen können: Auf dem Hügel verschanzten sich die deutsche Oberschicht und der Bischof vor dem Volk unten – und die reichen Kaufleute unten vor dem armen Klerus oben. Zur Sicherheit verschloss man oben am Abend die Wege, die Ober- und Unterstadt miteinander verbinden. 

Heute residieren auf dem Domberg im Schatten der pittoresken russischorthodoxen Alexander-Newski-Kathedrale und des pinkfarbenen Barockschlosses Tompeea, in dem das Parlament tagt, diverse Botschafter. Zwei Aussichtsterrassen bieten Ihnen wunderschöne Blicke auf die spitzen Kirchtürme, roten Ziegeldächer und verschlungenen Gassen der Unterstadt, auf verstreute Hochhäuser dahinter und schließlich das tiefblaue Meer und den Hafen, wo die Fähren aus Helsinki und im Sommer fast jeden Tag Kreuzfahrtschiffe anlegen. 

Seinen ganz besonderen Charme bezieht Tallinn aus dem Nebeneinander von Historie und Moderne, von gemütlicher Ruhe und Weltläufigkeit, von russischen Einflüssen und skandinavischem Flair. Letzteres ist den estnischen Tallinnern lieb und teuer. Denn nur 53 Prozent der Hauptstadtbewohner sind Esten; die restliche Bevölkerung besteht zu 44 Prozent aus russischen Muttersprachlern (von denen immer mehr die estnische Staatsbürgerschaft besitzen) und zu knapp 3 Prozent aus Angehörigen anderer Nationen. Dies ist eine Folge der Politik der Sowjetunion, Estland großzügig mit eigenen Bürgern zu besiedeln, um das System zu  festigen. Nicht unbedingt mit Erfolg, denn die Beziehung zwischen Besetzten und Besatzern blieb kompliziert. Nach der Unabhängigkeit machte vor allem die Erschöpfung, die viele im Land gebliebene Russen beim bloßen Gedanken ans Erlernen der estnischen Sprache verspürten, das Miteinander bisweilen holperig. Mittlerweile kommen beide Gruppen aber ganz gut miteinander aus. 

Schon die fünf bis zehn Sorten eingelegten Herings, die zu einem üppigen Frühstück gehören, beweisen: Estland sieht sich als nordisches Land, nicht als osteuropäisches. Die innere Ausrichtung nach Norden hat auch geografische Gründe. Gerade mal 80 km trennen Tallinn von Helsinki, die finnischen Nachbarn stellen die größte Besuchergruppe. Zudem gehört die komplizierte estnische Sprache nicht zur indogermanischen, sondern zur finnougrischen Sprachfamilie. Was bedeutet, dass Esten und Finnen sich gut miteinander verständigen können – auch in der Sauna. Die ist in beiden Ländern Kulturgut. 

Einkaufen gehört zu den schönsten Nebensächlichkeiten der Hauptstadtbewohner. Das war schon immer so. Über Jahrhunderte war Tallinn ein Handelsplatz an der Schnittstelle von Ost und West. Eine Stadt des Handels ist sie bis heute geblieben.  Neben internationalen Ketten blüht immer noch der echte, eigenständige Einzelhandel. In der Altstadt drängen sich neben verwinkelten Ladenlokalen auch Kunstgalerien und Fachgeschäfte für Kristallgläser, Kronleuchter oder Quilts. Freuen Sie sich aufs Shopping, vor allem auf Kunsthandwerk und Schönes fürs Zuhause. 

Und aufs Ausgehen. Gemütliche Cafés finden Sie an jeder Ecke, und für den Abend gibt es reichlich Bars und Clubs. Tallinns Nachtleben ist ebenso wie die bunte Restaurantszene einer Hauptstadt würdig. Als Hafenstadt und wichtiger Stützpunkt für Moskau war sie immer weltoffener als andere Regionen hinter dem Eisernen Vorhang. Die Aufgeschlossenheit und Weltoffenheit der Tallinner spiegelt sich auch in ihrer Restaurantszene. Kaum eine Landesküche ist hier nicht vertreten, gewagte Crossover-Cuisine ebenso wie russische Kochkunst. 

2011 war die estnische Kapitale europäische Kulturhauptstadt. Unter dem Motto „Geschichten von der Meeresküste“ feierte die Stadt sich und ihr wechselvolles Verhältnis zum Meer. Ihre Lage an der Kreuzung der Seewege zwischen Ost und West bot nicht nur den Stoff für eine wechselvolle Geschichte, sondern auch für eine Fülle von Geschichten. Während der Sowjetzeit hatte die alte Hafenstadt der Küste regelrecht den Rücken gekehrt; es gab kaum Stellen, an denen sie für die Bevölkerung zugänglich war. 2011 begann die Öffnung zum Meer, die seitdem langsam, aber sicher fortgesetzt wird. Tallinns Traum ist eine Promenade mit Radweg, die an der ganzen Seeseite der Stadt entlangführt. Bislang gibt es nur ein kleines Stück, das den Hafen und das Meeresmuseum im alten Wasserflughafen verbindet. Doch die Hauptstadtbewohner wissen, dass ihre Träume meist in Erfüllung gehen – auch wenn das manchmal dauert. 

Seit dem 1. Januar 2011 ist der Euro in Estland Zahlungsmittel – und er rollt. Von der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008, die auch das kleine Land traf, hat es sich schnell erholt. Und Sie sehen es schon bei der Ankunft am Flughafen, wo Schilder auf die flächendeckende Internetversorgung hinweisen: Estland ist eine IT-Nation, innovativ und technikverliebt. Hier wurde der Internet-Telefondienst Skype entwickelt. Drahtloser Internetzugang ist fast überall in der Stadt verfügbar: Wo immer Sie das schwarz-orangefarbene Wifi-Schild sehen, können Sie lossurfen. Sichtbar ist die IT-Affinität auch im Stadtbild – in allen Cafés und an jeder Straßenecke schauen Menschen auf ihr Smartphone. 

Trotz des entschlossenen Blicks der Bewohner nach vorn können Sie in der baltischen Boomtown Geschichte und Geschichten live erleben – vom mittelalterlichen Kopfsteinpflaster der Altstadt über das pinkfarbene Schloss Katharinental, das der russische Zar Peter I. für seine Ehefrau errichten ließ, bis zu den sowjetischen Plattenbauten im Stadtteil Lasnamäe. Lassen Sie sich treiben und Tallinn erzählen. Sie werden feststellen: Die kleine Stadt steckt voller Zauber.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Zar Peter I. ließ das pinkfarbene Barockschloss von 1718 an errichten, damit seine Gattin Katharina I. - und mit ihr die ganze Zarenfamilie - für sommerliche Aufenthalte in Tallinn eine angemessene…
Die lutherische Domkirche ist eine von drei noch bestehenden Kirchen aus dem Mittelalter in Estland und somit eine der ältesten im ganzen Land. Im 13. Jh. wurde hier für die deutschen Ritter die…
Tallinns Domberg – Wahrzeichen der Stadt – ist ein wichtiger Schauplatz des estnischen Gründungsepos Kalevipoeg: Der Sage nach soll der Kalkberg die Grabstätte der finnisch-estnischen Gestalt…
Den spätgotischen Bau (13. Jh.) spendierten westfälische Kaufleute, Nikolaus ist Schutzpatron der Kaufleute und Seefahrer. Heute ist es ein Museum, dessen Prunkstücke die besondere Verbindung zu L…
Der Rathausplatz ist damals wie heute Schnittpunkt des städtischen Lebens. Im Sommer finden Feste statt, Cafés stellen Tische ins Freie. Das Rathaus selbst ist das einzig erhaltene gotische Rathaus…
Vom 13. Jh. an wurde die Unterstadt in die Burgbefestigung auf dem Domberg integriert, die Mauer dafür erweitert. Am Ende stand eines der größten Bollwerke des nordeuropäischen Mittelalters: 3 m…
Seit 800 Jahren ist dieser mittelalterliche Marktplatz das Herz der Stadt. Ihn säumen einige der schönsten gotischen Fassaden Tallinns. Mit seinen Kneipen und Cafés ist er bis heute zentraler…
Die Aussichtsterrassen Tallinns prägen die Erinnerung eines jeden Besuchers an die Stadt. Die Aussicht von dieser frei zugänglichen Terrasse über die roten Ziegeldächer der Unterstadt vor dem Meer…
Die Aussichtsterrassen Tallinns prägen die Erinnerung eines jeden Besuchers an die Stadt. Die Aussicht von dieser frei zugänglichen Terrasse über die roten Ziegeldächer der Unterstadt vor dem Meer…
Kadriorg, das Viertel Katharinental, entstand in der Zeit, als Tallinn Teil des russischen Zarenreichs war. Während dieser Epoche folgte die russische Aristokratie den Mitgliedern der Zarenfamilie im…
Das kreative Herz Tallinns schlägt nordöstlich der Altstadt im Kalamaja-Viertel, auch Hipsterville genannt. Die früher von Fischern bewohnten Holzhäuser zogen erst Studenten und Weltverbesserer an…
Kumu heißt der Hotspot der Tallinner Kulturlandschaft. Schon äußerlich zieht der futuristisch-spitzwinklige Bau, ein Werk des Finnen Pekka Vapaavuori, alle Blicke auf sich. Hinter der…
Die 1913 eingeweihte Nationaloper glänzt mit eigenen Inszenierungen und internationalen Gastspielen. Opern werden in der Originalsprache gesungen, Musicals und Operetten auf Estnisch (meist mit…
Das Estnische Meeresmuseum ist in den alten Hangars des Tallinner Seeflughafens aus der Zarenzeit untergebracht. Historische Flugzeuge und Schiffe, wie das Wrack eines Frachtseglers aus dem 16. Jh.…
Schöne inhabergeführte Läden für nachhaltige estnische Produkte – verstreut übers alte Industriegelände: z. B. hochwertige Mode von Ellen Richard und Nordhale, beide in Estland genäht. Schuhe…

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Praktische Hinweise

Anreise

Der Landweg über Polen, Litauen und Lettland ist aufgrund der großen Entfernungen nur für Rundreisende durchs Baltikum zu empfehlen. Es gibt zwei Grenzübergänge von Polen nach Litauen: bei Kalvarija an der Via Baltica und bei Lazdijai weiter südlich. Die Via Baltica führt von Vilnius über Riga nach Tallinn.

Eurolines (Retourticket ab 171 Euro | www.eurolines.de) bietet mehrere Verbindungen pro Woche von diversen deutschen Städten (Dauer ab Berlin 24 Stunden); ebenso Ecolines (ab 106 Euro | www.ecolines.net). Vom Busbahnhof (Tallinna Bussiterminal | Lastekodu 46) geht es mit der Straßenbahn 2 und 4 oder den Buslinien 17, 17a und 23 in die wenige Autominuten entfernte Altstadt. Per Bus können Sie außerdem fast jeden anderen Ort in Estland erreichen.

Per Fähre kommen Sie mit Finnlines (Mo–Sa | www.finnlines.com) ab Travemünde nach Helsinki. Fahrpreis in der Hauptsaison 170 Euro, Kabine ab 398 Euro, Fahrzeug ab 155 Euro, Fahrzeit rund 30 Stunden. Ab Helsinki fahren Fähren der Eckerö Line (www.eckeroline.ee), Tallink (www.tallink.ee) und Viking Line (www.vikingline.ee) in 2 bis 2,5 Stunden nach Tallinn. Das Paket mit Rückfahrkarte kostet für vier Personen und ein Auto bei Tallink in der Hauptreisezeit 260 Euro.

Von allen deutschen Flughäfen sowie von Wien und Zürich gibt es Umsteigeverbindungen (z. B. mit Air Baltic oder LOT Polish Airways via Warschau), dazu diverse Nonstopflüge mit Lufthansa oder Swiss. Der Flughafen von Tallinn (Tallinna Lennujaam) liegt 4 km außerhalb, das Taxi in die City kostet 10 Euro. Die Buslinie 2 fährt alle 20 bis 30 Minuten zur Haltestelle Laikmaa zwischen dem Tallink Hotel und dem Viru Shopping Centre. Seit 2017 ist die City (z. B. Viru väljak und Vabaduse väljak; Fahrtzeit 18 Minuten) außerdem zwischen 5 und 24 Uhr per Straßenbahn zu erreichen. Tagsüber verkehrt die Linie 4 alle 6 bis 10 Minuten, sonst zwei- bis dreimal pro Stunde.

Auskunft

Estonian Tourist Board/Enterprise Estonia

Hier bekommen Sie Hotelverzeichnisse und Broschüren. Kleine Reichenstr. 6 | 20457 Hamburg | Tel. 040 30 38 79 82 | www.visitestonia.com

Tallinn Tourist Information Centre

Infos, auch zu Veranstaltungen und Hotelbuchungen, auf www.visittallin.ee (auch auf Deutsch) zudem interaktiver Stadtplan. Niguliste 2 | Tel. 6 45 77 77

Auto

Wer das Umland per Auto erkunden möchte, muss Fahrzeugschein, EU-Führerschein und einen Ausweis sowie den Mietvertrag des Leihwagens dabeihaben. Im Ort gilt 50 km/h, außerhalb von Ortschaften 90 km/h, falls nicht anders angegeben (auf Schnellstraßen auch 110 km/h). Abblendlicht und Gurt sind Pflicht, bei Alkohol gilt 0,0 Promille. Telefonieren dürfen Sie nur mit Freisprechanlage. An der Ampel entspricht blinkendes Grün deutschem Gelb, bei Gelb muss man halten. Vom 1. Dezember bis 1. März sind Winterreifen Pflicht. Einige Hotels haben Stellplätze, ansonsten steht das Auto im Parkhaus oder auf einem bewachten Platz am sichersten.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Toom-Kuninga 11 | Tel. 6 27 53 00 | www.tallinn.diplo.de

Österreichische Botschaft

Vambola 6 | 5. Stock | Tel. 6 27 87 40 | www.bmeia.gv.at/botschaft/tallinn.html

Schweizer Vertretung

Die Botschaft der Schweiz in Schweden betreut die Belange von Schweizern in den baltischen Staaten. Eine Help-Line der Konsularischen Direktion in Bern (Tel. +41 8 00 24 73 65) ist zudem rund um die Uhr erreichbar.

Einreise

Für Estland gilt das Schengener Abkommen. An den Grenzen zu anderen Schengen- Staaten (viele Mitgliedsländer der EU sowie Island und Norwegen) werden keine Pässe kontrolliert. Trotzdem müssen Sie einen gültigen Ausweis bei sich haben.

Geld & Kreditkarten

Banken öffnen zumeist Mo–Fr 9–17 Uhr. Bargeld gibt es auch an den zahlreichen Geldautomaten (EC- und Kreditkarten). Kreditkarten werden in vielen Restaurants, Hotels und Geschäften akzeptiert.

Gesundheit

Die medizinische Versorgung ist sehr gut. Ihre Krankenkasse stellt eine Auslandskrankenversicherungskarte (EHIC) aus. Die Kosten für eine Behandlung werden am Ort oder von der Kasse in Deutschland nach deutschem Leistungskatalog erstattet. Eine zusätzliche private Krankenversicherung deckt Mehrkosten und einen eventuellen Rücktransport ab. In der Regel sind Apotheken tgl. 10–19 Uhr geöffnet; einige (z. B. Apotheka im Viru Shopping Centre) schließen erst um 21 Uhr. 24 Stunden geöffnet ist die Apotheke Tõnismäe Apteek (116 B5) (f B5) (Tõnismägi 5 | Tel. 6 44 22 82 | www.sudameapteek.ee).

Internetzugang & WLAN

Fast flächendeckend gibt es gebührenfreies WLAN in Hotels, Cafés, Restaurants und jedem Ort, der durch ein schwarz-orangefarbenes „Wifi“-Schild gekennzeichnet ist – insgesamt knapp 400 WLAN-Hotspots. Eine Übersicht (nach Stadtteilen geordnet) finden Sie unter wifispc.com/estonia/harjumaa/ tallinn.html.

Klima & Reisezeit

Das Klima ist maritim bis mäßig kontinental. Im Februar ist es im Schnitt minus 4 Grad kalt, die Sommer sind mit Durchschnittstemperaturen von 20 Grad im Juli mäßig warm. Die „weißen“ Dämmernächte des Juni sind schön zum nächtelangen Flanieren, auch der späte Frühling ist eine gute Reisezeit. Auch die frostigen Monate haben mit verschneiten Fassaden ihren Reiz.

Mietwagen

Am Flughafen sind die gängigen Mietwagenfirmen vertreten. Am besten buchen Sie schon von zu Hause aus; Extras wie Kindersitze und GPS sollten vor allem in der Hauptsaison reserviert werden. Für einen Kleinwagen zahlt man pro Woche mit allen Versicherungen inklusive Vollkaskoschutz, Erstattung der Selbstbeteiligung und unbegrenzten Kilometern beim Mitwagenbroker Sunny Cars ab 188 Euro, für ein Familienauto ab 220 Euro.

Mücken

In der Stadt hält sich die Belästigung in Grenzen, doch an der Küste und auf dem Land, z. B. bei Ausflügen in den Lahemaa-Nationalpark, ist ein Mückenschutzmittel unverzichtbar. Zwischen April und Oktober sollten Sie außerdem auf Zecken achten.

Notruf

Feuerwehr und Ambulanz: Tel. 1 12 

Polizei: Tel. 1 10

Öffentliche Verkehrsmittel

Fahrscheine aus Papier sind in Tallinn seit Jahren Geschichte. Stattdessen gibt es an diversen Verkaufspunkten überall in der Stadt (Postfilialen, Stockmann, Stadtverwaltung, R-Kiosks) sowie am Flughafen für zwei Euro eine Smartcard für 1, 3, 5 oder 30 Tage, auf die man ein Guthaben lädt (tallinn.pilet.ee/buy). Ein Ticket für eine Stunde kostet 1,10 Euro. Zudem besteht die Möglichkeit, für je einen Euro einzelne, sogenannte QRTickets zu kaufen: unter tallinn.pilet.ee/ buy oder mit der App Pilet.ee. Es ist auch möglich, einzelne Tickets beim Fahrer zu erwerben – in bar und für 2 Euro. Wer gleich am Flughafen eine Tallinn Card kauft, nutzt öffentliche Verkehrsmittel fortan kostenfrei. Achtung: Beide Kartentypen müssen Sie im Verkehrsmittel vor den Scanner halten – also das, was früher der Fahrschein-Entwerter war. Die Smartcard können Sie vor der Abreise (RKiosk am Airport) zurückgeben und die 2 Euro Gebühr erstattet bekommen. In Tallinn fahren Busse und Straßenbahnen tagsüber im Schnitt alle 10 Minuten; für alle gelten dieselben Tickets. Die wichtigsten Busbahnhöfe: Viru keskus und Vabaduse väljak. Englischsprachige Fahrpläne unter transport.tallinn. ee/#tallinna-linn/en; einen Plan der öffentlichen Verkehrsmittel zum Ausdrucken finden Sie hier: www.visittallinn.ee/static/files/029/2017_transportation_ map_eng.jpg.

Öffnungszeiten

In der Regel sind Geschäfte Mo–Fr 10–20 Uhr geöffnet, Sa bis 17 Uhr, So geschl. Große Supermärkte öffnen bis 23 Uhr, viele Souvenirläden auch sonntags.

Post

Postkarten und Briefe brauchen etwa fünf Tage nach Deutschland. Die Hauptpost (Omniva) (Narva mnt. 1 | www.omniva.ee) öffnet Mo–Fr 9–20 und Sa 10–17 Uhr.

Sicherheit

Fußgänger müssen nachts und in der dunklen Jahreszeit bei schlechter Sicht Lichtreflektoren (im Supermarkt erhältlich) auf der rechten Seite ihrer Oberbekleidung tragen – das schreibt der Gesetzgeber vor. Die Kriminalitätsrate in Tallinn ist niedrig. Achten Sie im Gedränge der Altstadt aber darauf, Handtaschen und Rucksäcke immer verschlossen und eng am Körper zu tragen (Taschendiebe sind in Tallinn keine Seltenheit!). Das Auto gehört auf einen der Parkplätze rings um die Stadtmauer. Natürlich sollte man nichts offen im Wagen herumliegen lassen. Sollte dennoch etwas passieren, wenden Sie sich an die Polizei (Paldiski mnt. 48 a | Tel. 1 44 10 oder 6 61 98 60).

Preise

Nur wenige Hauptstädte bieten ein vergleichbares gastronomisches Angebot zu so günstigen Preisen. Auch die Hotels kosten vor allem am oberen Ende der Preisskala nur etwa die Hälfte von dem, was Sie in anderen europäischen Metropolen bezahlen. Bus- und Taxifahren ist ebenfalls preiswert. Anders sieht es bei westlicher Markenkleidung aus. Die bekommen Sie kaum billiger als in Deutschland. Es lohnt sich, nach einheimischer Ware Ausschau zu halten.

Stadterkundung

Audioguides

Deutschsprachige Audioguides für die Altstadt können Sie beim Tallinn Tourist Information Center (9,90 Euro für einen Tag | Niguliste 2 | www.audioguide.ee) leihen.

Busse

Eine Flotte Hop on, hop off-Busse fährt vier verschiedene Routen ab. Sie können einen ganzen Tag lang nach Belieben aus- und später wieder einsteigen. Über Kopfhörer erhalten Sie Informationen auf Deutsch. Startpunkt ist Viru väljak (Ticket 21 Euro | Tel. 6 27 90 80 | www.citytour.ee).

Fahrradverleih & Fahrradtouren

In der Altstadt ist das Radeln aufgrund des Kopfsteinpflasters eine holperige Angelegenheit. Radwege sind noch immer eher die Ausnahme in der Neustadt, weshalb erhöhte Wachsamkeit geboten ist. Bei City Bike in der Altstadt können Sie Räder mieten. Für 19 Euro wird dort auch eine zweieinhalbstündige, 16 km lange englischsprachige Fahrradtour in gemütlichem Tempo nach Kalamaja, zum Wasserflughafen, nach Kopli und zu den Stränden Stroomi und Pelgulinn angeboten (tgl. 15 Uhr | ab City Bike Office | Vene 33 | Voranmeldung mindestens 1 Std. vor Start unter Tel. 5 11 18 19 | www.citybike.ee). Bei der „Funky Bike Tour to Kalamaja“ zeigen in 3,5 Stunden die (englischsprachigen) Guides von Tallinn Traveller Tours die schönsten Ecken Katharinentals (Kadriorgs) mit dem Museum KUMU und dem Präsidentenpalast, außerdem geht es nach Pirita und zum Sängerfestplatz (19 Euro, gegen Aufpreis auch als private Tour – deutschsprachig – buchbar | Tel. 58 37 48 00 | www.traveller.ee). Beide Touren sind auch für Kinder geeignet. Helme werden gestellt.

Rundflüge

Wenn es einmal eine andere Perspektive sein soll: Balloon Tallinn (Sadama 25a | Tel. 54 56 68 66 | www.balloontallinn.ee/en/ helicopter-flights) bietet fünfminütige Helikopter-Rundflüge über Tallinn an. Drei Passagiere passen in den Hubschrauber, die pro Person 45 Euro zahlen (wetterabhängig; Start zwischen Passagier- und Kreuzfahrt-Terminal im Hafen).

Segway-Touren

Segway Rent (Viru 7 | Tel. 5 28 62 43 | www.segwayrent.ee) bietet tgl. um 9.30 und 15.30 Uhr eine eineinhalbstündige geführte Tour durch Unterund Oberstadt (50 Euro pro Person), tgl. um 12 Uhr eine zweistündige Tour durchs Hafen- und Küstengebiet (70 Euro) sowie um 11 und 17 Uhr eine zweistündige Tour durch Neustadt, Katharinental und zum Sängerfestplatz an (70 Euro).

Taxi

Am preiswertesten fahren Sie, wenn Sie Ihr Taxi telefonisch bestellen und vor Antritt der Fahrt den Preis absprechen. Die Tarife stehen auf dem Rückfenster. Die Grundgebühr liegt bei 3,50–5,50 Euro; pro Kilometer werden 50 Cent bis 1,10 Euro berechnet. Nachts liegt der Kilometerpreis etwa zehn Prozent über dem Tagessatz. Ein Dutzend Unternehmen sind im Einsatz, z. B. Tallink Takso (Tel. 6 40 89 21) oder Tulika Taxi (Tel. 6 12 00 00).

Telefon & Handy

Die Vorwahl nach Deutschland ist +49, nach Österreich +43, in die Schweiz +41. Es folgt die Ortsvorwahl ohne Null und die Teilnehmernummer. Estland hat die Landesvorwahl +372. In Estland gibt es keine Vorwahlen. Da es dort auch keine öffentlichen Fernsprecher mehr gibt, ist man aufs Mobiltelefon (oder das Telefon im Hotel) angewiesen. 2017 wurden die Roaming-Gebühren fürs mobile Telefonieren innerhalb der EU abgeschafft. Schicken Sie also einen stillen Dank an Brüssel, und telefonieren (und surfen) Sie innerhalb Estlands und nach Hause ohne zusätzliche Gebühren. Englischsprachige Auskunft: Tel. 11 82.

Trinkgeld

Trinkgeld hat in Estland keine Tradition. In Restaurants, Hotels etc. hat es sich aber in den letzten Jahren eingebürgert, guten Service mit Trinkgeld in Höhe von bis zu zehn Prozent zu honorieren.

Veranstaltungskalender

Eine Jahresübersicht von interessanten Terminen finden Sie auf der Website des Fremdenverkehrsamtes (www.visittallinn. ee), Aktuelles in der Gratisbroschüre „Tallinn this Week“.

Zeit

In Estland ist es eine Stunde später als in Deutschland; es wird zeitgleich auf Sommerzeit umgestellt.

Zeitungen

Die englischsprachige Monatszeitung „The Baltic Times“ berichtet aus den drei baltischen Staaten auch online (www. baltictimes.com). Ebenfalls auf Englisch erscheint elfmal im Jahr das „City Paper“ (www.citypaper.lv) mit Berichten aus Kultur und Politik.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Reisende Waren zum persönlichen Gebrauch frei ein- und ausführen. Das umfasst 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen und 90 l Wein. Schweizer dürfen 200 Zigaretten, einen Liter Spirituosen oder zwei Liter alkoholische Getränke mit weniger als 22 Prozent Alkohol sowie Arzneimittel für den persönlichen Gebrauch in die EU einführen.

Events, Feste & mehr

Veranstaltungen

April

Internationales Jazzfestival: über 10 Tage lang Konzerte in ganz Estland (www. jazzkaar.ee); in Tallinn u. a. in der Estnischen Konzerthalle, in der Kunstakademie, im KUMU und im Von Krahl Theater

Mai

Tallinn Tag: Mitte des Monats wird mit Kostümierung und diversen Veranstaltungen in der Altstadt die Erlangung der Stadtrechte im Jahr 1248 gefeiert.

Juni

Altstadttage: Straßenmärkte, singendes Volk und Gaukler bevölkern die Altstadt fünf Tage zu Beginn des Monats. www.vanalinnapaevad.ee

Nargen-Festival: von Juni bis September klassische Konzerte an unterschiedlichen Spielorten. www.nargenfestival.ee

Johannisfest: In der Nacht zum 24. Juni lodern überall im Land die Sonnwendfeuer, in Tallinn im Estnischen Freilichtmuseum . www.evm.ee

Juli

Großes Sängerfest: Legendär ist das in wechselnden baltischen Hauptstädten stattfindende Fest mit tausendstimmigen Chören und Tanzgruppen, das die Unesco zum Welterbe zählt. Nächster Termin in Tallinns Riesenarena Lauluväljak: Großes Sängerfest 5.–7. Juli 2019. www. laulupidu.ee

Ollesummer: 80 000 Gäste kommen jedes Jahr in der ersten Monatshälfte nach Lauluväljak zu einem der größten Musikfeste des Nordens, von Pop bis Jazz. www.ollesummer.ee

Mittelalterliche Markttage: In der ersten kompletten Juliwoche (Do–So) präsentieren sich auf dem Rathausplatz vier Tage lang alte Handwerke und Künste. www.folkart.ee

Tallinner Maritimtage: Beim Meeresfestival stehen Boote, Regatten und Konzerte auf dem Programm. www.tal linnamerepaevad.ee

August

Internationales Orgel-Festival: Höhepunkt des stimmungsvollen Festivals, das im August in der Nikolaikirche ( Niguliste Kirik) und anderen Kirchen stattfindet, ist die Orgelnacht von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. www.concert.ee

Birgitta Festival: Klassische Musik vor romantischer Kulisse spielt das Tallinner Symphonieorchester in den Ruinen des Brigittenklosters in der ersten Augusthälfte. www.birgitta.ee

Kammermusikfestival: Um die Monatsmitte beginnt die zehntägige Konzertreihe in historischen Spielorten, darunter das Rathaus und das Haus der Schwarzhäupter- Bruderschaft. www.plmf.ee

September

Tallinn Marathon: Am zweiten September- Wochenende kommen Läufer aus über 50 Ländern zum Voll-, Halb- und Kids-Marathon. www.jooks.ee

DisainiÖÖ: Zur Designnacht, Höhepunkt des einwöchigen Design Night Festival, wird estnisches Design in drei Türmen der Stadtmauer und in Galerien präsentiert, dazu Lichtdesign in der Altstadt. www. disainioo.ee

November

Mardilaat (Martinstag): größtes Folklore- Event mit Folkmusik, Kunsthandwerk und estnischen Spezialitäten – in der Saku Suurhall um den 11. Nov. (Do–So).

Filmfestival Schwarze Nächte: in der zweiten Novemberhälfte. www.poff.ee

Dezember

Weihnachtsjazz: bis Mitte Dezember Konzerte in Clubs und Kirchen. www.jazzkaar.ee

Weihnachtsmarkt: Mitte November bis 6. Jan. auf dem Rathausplatz

Feiertage

1. Jan.

Neujahr

24. Feb.

Nationalfeiertag

März/April

Karfreitag

1. Mai

Maifeiertag

23. Juni

Siegestag

24. Juni

Johannistag (Mittsommer)

20. Aug.

Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit

24. Dez.

Heiligabend

25./26. Dez.

Weihnachten

Bloß nicht

Über die Ära der Sowjetunion witzeln

Viele Menschen verbinden damit schmerzliche Erinnerungen. Russenwitze sind jedenfalls unbedingt fehl am Platz. In Tallinn landet Ihr Witz mit 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit an der falschen Adresse, nämlich bei einem Russen.

Mit westlichem Wohlstand protzen

Die Kriminalität ist zwar gering, doch sie hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Man hört gelegentlich von Touristen, die ausgeraubt wurden, nachdem sie allzu lässig mit Bündeln von Bargeld gewedelt haben. Bedenken Sie, dass der Mehrheit der Esten weniger Geld zur Verfügung steht als Westeuropäern.

Die falsche To ilettentür öffnen

Ein Dreieck, dessen Spitze nach unten zeigt, wendet sich an Männer (Meeste). Zeigt die Spitze nach oben, sind Frauen (Naiste) richtig. Die Symbole haben in abstrahierter Form mit dem Körperbau von Männern und Frauen zu tun.

Sich vom Taxifahrer abzocken lassen

An sich ist Taxifahren in Tallinn preiswert. Vor allem auf der Strecke vom Flughafen in die Stadt versuchen aber manche Chauffeure, ein schnelles Zubrot einzufahren. Die Strecke sollte maximal 10 Euro kosten. Am besten schon vor der Fahrt über den Preis sprechen.

Mit Highheels durch die Altstadt

Nur einheimische Frauen schaffen es, in Stilettos über den Rathausplatz zu laufen – oder gar auf den Domberg. Die Altstadt ist zu ca. 80 Prozent mit mittelalterlichem Kopfstein gepflastert. Das sieht zwar wunderschön aus, aber ohne bequeme Schuhe werden Sie daran keine Freude haben.

Ohne Blumen Besuche machen

Die Esten lieben Blumen und verschenken sie bei jeder Gelegenheit. Vor allem zu Geburtstagen sollten Sie nicht ohne erscheinen. Eine einzige genügt, bei einem Strauß wählen Sie eine ungerade Zahl Blumen. Gerade Zahlen sind ebenso wie weiße Blüten Beerdigungen vorbehalten, rote Rosen sind das Privileg des oder der Liebsten.

Wild parken

Ihr Auto sollten Sie möglichst nur auf bewachten Parkplätzen (valvega autoparkla) abstellen. Rund um die Stadtmauer gibt es einige davon.

Im Lahemaa-Nationalpark wild campen

Zwar ist das Zelten und Campen außerhalb von ausgewiesenen Campingplätzen in Estland grundsätzlich erlaubt – dies gilt jedoch nicht für Nationalparks.

Special Bücher & Filme

Lesehunger & Augenfutter

Der Verrückte des Zaren

Jaan Kross (1920–2007), der wichtigste estnische Schriftsteller, schildert das Leben des Deutschbalten Timotheus von Bock, der sich im 19. Jh. durch Kritik an der absolutistischen Monarchie mit seinem Gönner, dem Zaren Alexander I., überwirft 

Apotheker Melchior und das Rätsel der Olaikirche

Indrek Hargla entführt in seinem „Hansekrimi aus dem alten Reval“ (2014) ins mittelalterliche Tallinn, das von einer Mordserie erschüttert wird

Die Kinder des Fechters

Die Geschichte eines estnischen Lehrers, der zur Zeit der Terrorherrschaft Stalins für seine Schüler alles riskiert – spannend verfilmt von Klaus Härös (2015)

Mandarinen

2015 für den Oscar nominiert, beschreibt die estnisch-georgische Produktion (Regie: Zaza Urušadze), wie Angehörige der estnischen Minderheit in Georgien im Herbst 1992 zwischen die Fronten des georgisch-abchasischen Konflikts geraten

-11--1 °C
3 °C

Fakten

Einwohner 437.619
Fläche 159 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 23:50 Uhr
Zeitverschiebung 1 h (zu MEZ)

Anreise

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