Tallinn Alle

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Die Aussichtsterrassen Tallinns prägen die Erinnerung eines jeden Besuchers an die Stadt. Die Aussicht von dieser frei zugänglichen Terrasse über die roten Ziegeldächer der Unterstadt vor dem Meer…
Die Aussichtsterrassen Tallinns prägen die Erinnerung eines jeden Besuchers an die Stadt. Die Aussicht von dieser frei zugänglichen Terrasse über die roten Ziegeldächer der Unterstadt vor dem Meer…
Kadriorg, das Viertel Katharinental, entstand in der Zeit, als Tallinn Teil des russischen Zarenreichs war. Während dieser Epoche folgte die russische Aristokratie den Mitgliedern der Zarenfamilie im…
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Mit Kindern unterwegs

Einen Kinderwagen durch die Altstadt zu lenken ist schwierig: hohe Bordsteine, schmale Bürgersteige und Kopfsteinpflaster. Ansonsten kann sich Ihr Nachwuchs auf einen herzlichen Empfang freuen. Restaurants haben Angebote für Kinder, Einkaufszentren verfügen über Spielzimmer und Wickeleinrichtungen. Für größere Kinder gibt es in Tallinn eine Menge zu entdecken: das Mittelalter zum Beispiel, das beim Spaziergang über die Stadtmauer lebendig wird, oder das 19. Jh., das im Estnischen Freilichtmuseum ( Eesti Vabahõhumuuseum) durch kostümierte Handwerker anschaulich dargestellt wird. Die außerhalb gelegenen Strände eignen sich als große Sandkästen für Kinder aller Altersstufen.

Sehenswertes

Doch Tallinn ist mehr als Mittelalter: Da sind die neuen Hochhäuser der City mit schicken Hotels und funkelnden Einkaufszentren und der lebhafte Hafen, in dem die Fähren aus Helsinki und die Kreuzfahrtschiffe auf Nordeuropareise anlegen. Mittlerweile besitzt Tallinn auch einen Uferweg, der in wenigen Gehminuten von der Altstadt aus erreichbar ist und bis zum spannenden Meeresmuseum im alten Wasserflughafen führt. Und schließlich sind da die weiter entfernten Viertel Kadriorg und Pirita mit dem Barockschloss Katharinental und dem Kunstmuseum KUMU sowie den stimmungsvollen mittelalterlichen Ruinen des Brigittenklosters.

Katharinental (Kadriorg) entstand in der Zeit, als Tallinn Teil des russischen Zarenreichs war. Während dieser Epoche folgte die russische Aristokratie der Zarenfamilie im Sommer nach Estland. In reizvoller Umgebung am Meer ließ der Adel seine Sommerhäuser, Palästchen und Datschen errichten. Viele dieser Bauten sind heute erhalten und liebevoll restauriert. Das Straßennetz der Altstadt stammt aus der Zeit der dänischen Herrschaft (1238–1346), die Gebäude wurden zum großen Teil in der nachfolgenden Epoche errichtet, als deutsche Kaufleute hier ihren Geschäften nachgingen. Ihre schönen Handels- und Gildehäuser können Sie heute noch sehen.

Trotz einer Vielzahl an Museen ist Tallinns nicht für international bedeutende Kunstschätze bekannt, die Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen, den gotischen Türmen und barocken Bauten ist selbst ein Gesamtkunstwerk. Lassen Sie trotzdem die Stadtmauern auch mal hinter sich. Außerhalb der restaurierten Altstadt werden Sie auch Straßenzüge sehen, in denen die sozialistische Ära wesentlich näher erscheint als die Konsumpaläste am Viru- Platz. Graue Fassaden und triste Hinterhöfe gibt es noch, und sie beweisen ebenso wie die Plattenbauten in Lasnamäe, dass der estnische Boom nicht die gesamte Bevölkerung erreicht hat. Das Stadtviertel Lasnamäe hatten die Sowjets östlich von Kadriorg für die arbeitende Bevölkerung bauen lassen. Am liebsten würde man es heute abreißen – allerdings wäre dann ein Viertel der Tallinner ohne Wohnung. Alt- und Innenstadt erobern Sie am besten und schnellsten zu Fuß. Parkplätze innerhalb der Stadtmauern sind nahezu unmöglich zu bekommen. Nach Pirita, Kadriorg sowie zu den an der Peripherie verstreuten Sehenswürdigkeiten kommen Sie unkompliziert und schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Sightseeing- Bussen oder mit dem Taxi.

Übernachten

Am beliebtesten sind die kleineren Häuser in der Altstadt. Dort ist es im Sommer – und ganz besonders vor populären Veranstaltungen wie den Altstadttagen – dringend angeraten, rechtzeitig zu buchen. Kleiner Trost, wenn’s doch nicht klappt: Weil Tallinn so übersichtlich ist, wohnen Sie auch außerhalb der Stadtmauern nicht wirklich abgelegen. Mit Bus und Straßenbahn geht es schnell in die Altstadt, auch zu Fuß ist es meist nicht weit ins Zentrum. Bis auf die absoluten Luxusadressen ist das Preisgefüge im Vergleich zu anderen Hauptstädten recht moderat. Sogar im Vier-Sterne-Segment wohnt man in der estnischen Hauptstadt deutlich günstiger als in anderen europäischen Metropolen. Zugleich haben sich originelle Hotelkonzepte etablieren können. Dazu gehört das funktionale und modern ausgestattete Budgethotel, das in allen Räumen Zugang zum Netz bietet – wie sollte es anders sein in der Hauptstadt des Landes, dessen Verfassung seinen Bürgern die Nutzung des Internets garantiert. Ausnahmslos verfügen die hier aufgeführten Hotels über draht- und kostenlosen Internetzugang. Auch die Sauna gehört als Teil der estnischen Alltagskultur fast überall zum Angebot und kann in der Regel von Hotelgästen kostenlos genutzt werden. Die Website des Tourismusbüros (www.visittallinn.ee) listet alle Hotels in Tallinn auf und ist auch mit deren eigenen Websites verlinkt.

Am Abend

Im Juni sinkt die Sonne erst kurz vor Mitternacht, um vier Uhr geht sie schon wieder auf. Jetzt ist es besonders reizvoll, die Nächte durchzufeiern. Auf der 2 km langen Promenade von Pirita treffen Nachtschwärmer, die ihren Kopf noch mal durchlüften, auf die ersten Jogger beim Frühsport. Beide genießen den Sonnenaufgang und den phantastischen Blick aufs Meer.

Und wenn die Nächte wieder länger werden, geht es vor allem an den Donnerstag-, Freitag- und Samstagabenden in Tallinns Bars und Clubs rund, der Freitag ist der Höhepunkt. Für eine Stadt dieser Größe gibt es erstaunlich viele Kneipen und Tanzpaläste. Weil die meisten Schauplätze des Nachtlebens nahe beieinanderliegen, ist Tallinn das ganze Jahr über ein perfektes Pflaster für ausgedehntes Bar- und Club-Hopping. Nur wenige Tallinner verbringen den ganzen Abend an einem Ort; der Szenenwechsel gehört zum Ausgehen dazu.

Drei Gruppen von Nachtschwärmern sind unterwegs: Esten, Russen und Expats, in Tallinn lebende Ausländer. Zur letzten Gruppe zählen viele Finnen, aber auch Briten, die aus beruflichen Gründen in Tallinn wohnen, außerdem Studenten aus dem europäischen Ausland. Natürlich mischen sich die Gruppen, doch hat jede auch ihre bevorzugten Treffpunkte. In der Regel beginnt die typische Abendunterhaltung am Wochenende mit einem Zug durch die Bars der Altstadt. Die sind während der Woche bis Mitternacht, am Wochenende ein paar Stunden länger geöffnet. Einige schließen konsequent erst, wenn der letzte Gast bezahlt hat. Zu späterer Stunde verteilt man sich auf die zahlreichen Clubs. Dort wird es erst nach Mitternacht interessant, getanzt wird am Wochenende bis 5 Uhr morgens. Und nicht immer ist es leicht, am Türsteher vorbeizukommen. Ziehen Sie also Ihr schickstes Outfit aus dem Koffer, bevor Sie auf die Piste gehen. Außer Kneipenzügen, Clubbesuchen im Morgengrauen und Nachtschwärmerfrühstücken vor Sonnenaufgang können Sie in der Hauptstadt natürlich auch ins Theater oder Konzert gehen. Sprachbarrieren erschweren zwar einen Theaterbesuch; unbedingt empfehlenswert sind aber Oper und Konzert.

Rauchen dürfen Sie in Tallinn per Gesetz nur noch draußen vor der Tür, nicht aber an Bushaltestellen, die zu öffentlichen Einrichtungen zählen. Häufig werden aber separate Raucherzimmer angeboten. Umgekehrt ist Alkoholkonsum im Freien verboten. Einheimische versorgen sich ergänzend mit alkoholischen Getränken aus Geschäften – für den Aperitif und Absacker daheim. Die Preise sind im Vergleich zu Mitteleuropa niedrig. Allerdings darf Alkohol nur bis 20 Uhr (am Hafen bis 22 Uhr) verkauft werden.

Die Stadt bemüht sich, durch straffere Gesetze gegen die weit verbreiteten Alkoholprobleme vorzugehen. So dürfen an Tankstellen, in Geschäften unter 150 m² sowie im 50-m-Radius von Schulen keine alkoholischen Getränke verkauft werden. Außerdem ist geplant, den Verkauf von Alkohol an Sonntagen zu verbieten.

Die meisten Bars und Lounges bieten Internetnutzung bzw. WLAN an. Über Konzerte, sonstige Veranstaltungen in Clubs und Bars sowie Theaterpremieren informieren zwei in Cafés, Kneipen, Hotels und Läden ausliegende Gratisbroschüren: „Tallinn this Week“ sowie der monatlich erscheinende Guide „Heat“.

Einkaufen

Kleine Boutiquen finden Sie im Kalamaja- Viertel, das durch die Telliskivi Creative City und die neue Markthalle zu einem Publikumsmagnet außerhalb der Stadtmauer geworden ist. Typische Mitbringsel wie Strick- und Leinenwaren, schöne Textilien fürs Heim, Keramik und bunte Babuschkas – die zwar eher russisches denn originär estnisches Kulturgut repräsentieren, aber nicht nur bei Kindern auf Begeisterung stoßen – und Bernsteinschmuck finden Sie in den wichtigsten Einkaufsstraßen Viru, Müürivahe, Kullassepa, Suur-Karja und Väike-Karja. Bernstein wird heute im Baltikum meist nur verarbeitet. Seit der früher sehr ergiebige Bernsteintagebau bei Kaliningrad, dem früheren Königsberg, 2002 aufgegeben und geflutet wurde, sind die Preise zudem gestiegen. Vermeintliche Superschnäppchen sollten Sie deshalb misstrauisch machen. Meiden Sie auch westliche Marken, die sind nicht günstiger als zu Hause. Estnisches Design hat sich einen Namen gemacht – im Bereich der Wohnaccessoires und Gebrauchsgegenstände ebenso wie in der Mode.

Antiquitäten

Das Angebot wird vom russischen Erbteil geprägt. Wenn Sie einen Samowar oder Ikonen suchen, haben Sie beste Aussichten, fündig zu werden. Zwischen echten Schätzen liegen Kisten voller sowjetischer Abzeichen und sonstiger militärischer Memorabilia. Für estnische Objekte, die vor 1945, sowie Gegenstände jeder Herkunft, die vor 1850 angefertigt wurden, braucht man eine Ausfuhrerlaubnis. Sprechen Sie den Händler darauf an.

Essen & Trinken

Tallinns ambitionierte Köche versuchen, die Fusionküche und einheimische Gerichte zu einer Art estnischer Nouvelle Cuisine zu verschmelzen, die auf regionale und saisonale Zutaten setzt und klassische Spezialitäten modern – das heißt vor allem: leichter – interpretiert. Traditionell kocht man in Estland deftig. Es gibt beinahe alles, was auch als typisch deutsch gilt: Sauerkraut – gerne zum geschmorten Schweinebraten –, Sülze und Blutwurst, und ohne Kartoffeln ist warmes Essen kaum denkbar. Derlei Vorlieben sind noch auf Tallinns Vergangenheit als Hansestadt mit hohem deutschen Bevölkerungsanteil zurückzuführen. Auch die Sowjetzeit blieb für die estnische Küche nicht folgenlos. Borschtsch, die Suppe aus Roter Bete, Ei, Buttermilch und Kartoffeln, wird ebenso in Ehren gehalten wie Blini, vorzugsweise mit Kaviar gefüllte Pfannkuchen.

Deutliche Berührungspunkte gibt es zudem mit der skandinavischen Küche. Preiselbeermarmelade kommt nicht nur aufs Brötchen, sondern verleiht auch deftigen Speisen eine süße Note. Lieblingsgerichte der Esten sind Kalbfleisch in Aspik und Heringssalat mit Roter Bete und Rindfleisch. Fisch, vor allem Hering und Strömling (der kleinere Ostseehering), wird kreativ zubereitet, etwa als Heringsparfait zum Dessert.

Die Restaurants passen sich an den Tagesplan viel beschäftigter Hauptstadtbewohner an: Die meisten sind vom Vormittag an bis Mitternacht durchgehend geöffnet. Viele Restaurants sind mit Bars oder Lounges kombiniert und federn so den Übergang zwischen Abendessen und Clubbesuch ab. Wenn die Tallinner schick ausgehen, entscheiden sie sich zumeist für ein klassisches Menü aus drei Gängen à la carte. Doch es wird sich niemand daran stören, wenn Sie nur einen Gang wählen – oder nur eine Vorspeise.

Vegetarier werden meist fündig auf der Karte; es gibt auch vegane Restaurants. Wein ist in großer Auswahl vorhanden, auch wenn die Esten im Herzen Biertrinker sind – mit sehr guten heimischen Bieren. Bevorzugte Sorten sind A. le Coq Premium und Saku Originaal. Nutzen Sie die Gelegenheit, relativ günstig ausgezeichnet zu speisen (in den teuren Gourmettempeln ist die Mittagskarte eine preiswerte Option). Speisekarten in englischer (und russischer) Sprache erleichtern die Menüwahl. Eine große Leidenschaft der Tallinner ist der Cafébesuch. Insbesondere in der Altstadt gibt es zahlreiche, stark frequentierte Cafés.