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Die schönsten Städte und Ortschaften, die man auf Sylt gesehen haben sollte

Auf Sylt gibt es zwölf Orte, wobei sich sieben davon, nämlich Archsum, Munkmarsch, Rantum, Tinnum, Keitum, Morsum und Westerland, 2009 zur Gemeinde Sylt zusammengeschlossen haben. Sie werden seitdem gemeinsam verwaltet und teilen sich sowohl den Bürgermeister als auch die Postleitzahl.

Archsum

Archsum ist das wahrscheinlich unbekannteste Dorf Sylts und mit nicht einmal 250 Einwohnern auch eines der kleinsten. Hier im Inselosten gibt es weder Strand und Meer noch Shoppingmöglichkeiten oder angesagte Restaurants. Stattdessen ganz viel Natur und noch mehr Ruhe. Die Landschaft rund um Archsum ist geprägt von Marsch- und Salzwiesen, in denen rund 2.000 verschiedene Tierarten leben. Für gestresste Großstädter, die im Urlaub einfach mal abschalten und die Seele baumeln lassen wollen, ist Archsum der perfekte Ort. Ebenso für Geschichtsinteressierte, denn im Rahmen von Dorfführungen können die Reste einer etwa 2.000 Jahre alten Ringwallanlage besichtigt werden, die aus über 60 Findlingen bestand und den Dorfbewohnern als Versammlungs- und Veranstaltungsort diente.

Braderup

Das kleine Dorf auf der Wattseite ist vor allem bei Fans von Nachhaltigkeit und Naturprodukten beliebt. Hier sind verschiedene landwirtschaftliche Betriebe und mit dem "Körnerladen" auch der nördlichste Naturkostladen Deutschlands ansässig. Eingekauft werden kann auch in mehreren Hofläden und übernachtet wird ganz idyllisch auf dem Bauernhof. Tagesbesucher zieht es vor allem wegen der wunderschönen Heidelandschaft nach Braderup, die seit 1920 unter Naturschutz steht und direkt ans Wattenmeer und das Weiße Kliff grenzt, zu dessen Füßen bei Ebbe die Reste eines gesunkenen Dreimasters zu sehen sind.

Hörnum

Wie List ganz im Norden war auch Hörnum am Südende der Insel lange Zeit so etwas wie das "hässliche Entlein" der Insel. Dies hat sich mit dem Bau des neuen Golfplatzes und dem Entstehen neuer Hotels, Geschäfte und Restaurants rund um den Hafen jedoch geändert. Heute zählt Hörnum vor allem bei Familien zu den beliebtesten Orten der Insel. Hier ist es nicht so überfüllt wie in Westerland und nicht so teuer wie in Kampen, sondern herrlich normal und entspannt. Lohnend sind vor allem ein Bummel durch den Hafen, ein Spaziergang um die von Sturmfluten gebeutelte Hörnum Odde und ein Ausflug zu den Seehundsbänken.

Kampen

Kampen ist Inselklischee pur und trotzdem überraschend anders. Hier stehen millionenteure Reetdachanwesen am Watt und auf der so genannten Whiskeymeile reihen sich Luxusboutiquen an Edelrestaurants, legendäre Bars und Juweliere. Besonders an den Sommerwochenenden wird Kampens bekannteste Straße zum Laufsteg der Eitelkeiten für die Schönen und Reichen. Aber Kampen ist auch Ruhe und Natur. Wer die sucht, wird am Roten Kliff, dem kleinen Leuchtturm in den Dünen oder dem Avenarius Park mit Ententeich und Bouleplatz fündig. Außerdem steht in Kampen Sylts "Hausberg", die Uwe-Düne. Mit 52,5 Metern ist sie die höchste Erhebung der Insel und bietet von ihrer Aussichtsplattform einen traumhaften Blick bis nach List.

Keitum

Für viele ist Keitum der schönste Ort der Insel. Das Preisniveau ist hier ähnlich hoch wie in Kampen, dafür bekommt man aber auch einiges geboten: Enge Kopfsteinpflaster-Gassen führen durch das Dorf, in dessen hübschen Reetdachhäusern einst die reichen Sylter Kapitäne lebten. Heute sind hier Boutiquen, Galerien und Ateliers verschiedener Kunsthandwerker untergebracht. Außerdem gibt es hervorragende Restaurants und Cafés, mehrere interessante Museen und natürlich das Wattenmeer, das zu endlosen Spaziergängen einlädt.

List

Die nördlichste Gemeinde Deutschlands war lange Zeit von der Marine geprägt und hat sich erst in den vergangenen Jahren einen Namen als Urlaubsort gemacht. Seitdem hat sich viel getan: Neue Geschäfte und Hotels sind entstanden, Kasernen wurden abgerissen oder umgebaut und rund um den Hafen entstand eine kleine maritime Vergnügungsmeile mit Indoor-Einkaufszentrum und verschiedenen Restaurants. Von dort ist es nur einen Katzensprung zum "Erlebniszentrum Naturgewalten", das anschaulich über Sturmfluten, Gezeiten und das Leben im Watt informiert. Die Lister Highlights aber sind die riesigen Wanderdünen und die Halbinsel Ellenbogen mit ihren endlosen Stränden, den beiden rot-weißen Leuchttürmen und den unzähligen freilaufenden Schafen.

Morsum

In Morsum werden Landwirtschaft und Tradition großgeschrieben. Hier gibt es Deutschlands kleinste Molkerei und den einzigen Hühnerhof der Insel. Im Sommer locken die traditionellen Ringreitturniere tausende Besucher nach Morsum, wo heute noch Söl’ring, das Insel-Friesisch, gesprochen wird. Am Rande des Wattenmeeres erhebt sich mit dem 1.800 Kilometer langen Morsum Kliff eines der wichtigsten geologischen Denkmäler Deutschlands, das einen beeindruckenden Einblick in zehn Millionen Jahre Erdgeschichte bietet. Das rund 21 Meter hohe Kliff kann auf verschiedenen Spazierwegen entdeckt werden.

Munkmarsch

Vor dem Bau des Hindenburgdamms war Munkmarsch das Tor zur Insel. Hier kamen die Touristendampfer und die Postboote vom Festland an. Heute leben in dem beschaulichen Ort am Wattenmeer nur noch rund 100 Menschen. Es gibt eine Handvoll Restaurants und Hotels, von denen das "Fährhaus" am kleinen Jachthafen das luxuriöseste und geschichtsträchtigste ist. Bis in die 1920er Jahre diente das damals noch recht einfache Holzhaus als Wartestation für die Urlauber, die mit dem Dampfschiff aus Dänemark ankamen und von Munkmarsch aus mit der Pferdekutsche in ihre Inselquartiere gebracht wurden. Munkmarsch ist bekannt für sein Surfrevier in der kleinen Bucht am Weißen Kliff, in der auch Anfänger perfekte Bedingungen vorfinden. Wer es etwas weniger sportlich mag, kann auf den idyllischen Wattwegen rund um Munkmarsch ausgedehnte Spaziergänge in wunderschöner Natur und absoluter Ruhe unternehmen.

Rantum

Rantum ist geprägt vom Meer, beziehungsweise von beiden Meeren, denn die Entfernung zwischen Wattenmeer und Nordsee beträgt hier an der schmalsten Stelle der Insel nur wenige hundert Meter. Nach Rantum kommt, wer es ruhig und gemütlich mag, oder wer der legendären Sansibar einen Besuch abstatten möchte. Auch Vogelfans zieht es in den kleinen Ort, denn hier befindet sich eines der größten und artenreichsten Vogelschutzgebiete Europas, das Rantumbecken. Im Sommer gastiert das "Meerkabarett" auf dem Gelände der Sylt-Quelle und macht das kleine Dorf zum kulturellen Anziehungspunkt der Insel.

Tinnum

Inselromantik sucht man in Tinnum vergebens. Stattdessen ist der Ort im Inselinneren geprägt von Industrie und Gewerbe. Hier gibt es Autohäuser, Möbelgeschäfte, Outlets, Bau- und Supermärkte sowie den nördlichsten Flughafen Deutschlands, auf dem Flieger aus ganz Europa landen. Im Tinnumer Tierpark leben auf 45.000 Quadratmetern rund 400 Tiere und im Gewerbegebiet produziert die Sylter Schokoladenmanufaktur süße Köstlichkeiten.

Wenningstedt

In Wenningstedt finden Familien einen perfekten Urlaubsort. Hier gibt es – für Sylter Verhältnisse – bezahlbare Ferienunterkünfte und viele tolle Angebote für die kleinen Gäste wie zum Beispiel den InselCircus, der jeden Sommer auf einer Wiese am Ortseingang campiert und die Sylt4Fun-Halle, in der verschiedene Sportarten und -geräte ausprobiert werden können. Rund um den idyllischen Dorfteich findet man mit der kleinen Friesenkapelle und dem über 5.000 Jahre alten Steinzeitgrab "Denghoog" zwei der bekanntesten Sylter Sehenswürdigkeiten. Abends treffen sich Urlauber und Insulaner auf der neu gestalteten Promenade – erst zum Essen in einem der Restaurants, anschließend zum gemeinsamen Sonnenuntergangsgucken.

Westerland

Westerland ist die heimliche Hauptstadt Sylts und genau wie die Insel selbst voller Kontraste: Direkt an der Promenade entstand in den 1960er Jahren das "Neue Kurzentrum" mit seinen drei Hochhäusern, die eher Plattenbau-Charme als Insel-Idylle vermitteln. Dahinter verlaufen parallel zueinander die beiden Fußgängerzonen Strand- und Friedrichstraße. Hier gibt es alles, was das Shoppingherz begehrt: Designerboutiquen und Modediscounter, Juweliere und fliegende Schmuckhändler, Buch- und Souvenirläden und und und. Außerdem findet man in Westerland mehrere Nachtclubs und Kneipen, Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel sowie das Inselkino und das Spielcasino – übrigens das kleinste Deutschlands. Wer es etwas ruhiger mag und Lust auf das ursprüngliche Sylt hat, ist in Westerland ebenfalls richtig. Rund um die Dorfkirche St. Niels befindet sich der alte Ortskern mit zahlreichen historischen Reetdachhäusern aus einer Zeit, in der Sylt noch vom Walfang lebte. Hier ist alles etwas langsamer und idyllischer als im übrigen trubeligen Westerland, in dem rund die Hälfte aller Sylter lebt.

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