Suzhou

Chinas größtes Zentrum der Seidenkultur setzte einst die Maßstäbe für feine Lebensart. Eine Ahnung davon geben bis heute die Literatengärten - über ein Dutzend sind zu besichtigen. Die besten zählen zum Welterbe der Unesco. Suzhou war bis ins 19. Jh. nach Peking die zweitgrößte Stadt des Landes. Von hier kamen besonders viele konfuzianische Beamte, denn dank der Seidenindustrie herrschte ein Wohlstand, der es mehr Familien als anderswo erlaubte, mindestens einem Sohn eine gute Ausbildung zu finanzieren. Wenn sich die Beamten dann als Pensionäre zur Ruhe setzten, pflegten sie ihre Gärten als irdische, politikferne Paradiese. Eine riesige Entwicklungszone außerhalb der Altstadt macht den von vielen Kanälen durchzogenen Ort heute zu einem Hightechstandort. Die berühmtesten Gärten sind meist überlaufen.

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