Südafrika Essen & Trinken

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Es gibt kaum einen schöneren Ort für ein Dinner als die Terrasse des Hotels Twelve-Apostels in Camps Bay. Besonders zu empfehlen: Fynbosmenüs, in denen die im Hotelgarten wachsenden Fynbosblätter…
Reuben Riffel ist ein Star der südafrikanischen Küche, sein Restaurant gewann schon etliche Auszeichnungen. Riffel verbindet einheimische Kochkunst mit internationalen Küchenstilen.
Das Lieblingsrestaurant der Kapstädter jeden Alters. Die Älteren bleiben nach delikatem Fisch sitzen und genießen einen Brandy, die Jüngeren gehen zur Bar und anschließend auf die Tanzfläche.
Von Bombai bis Bo-Kaap: Der Eastern Food Bazaar im Stadtzentrum bietet die ganze Palette der östlichen Küche. Trete vom afrikanischen Sommer in den dämmrigen Schein von Tausendundeiner Nacht. Unter…
Das kleine Restaurant liegt neben dem Fußballstadion, das zur Weltmeisterschaft 2010 gebaut wurde, und serviert leckere Gerichte aus Portugal.
Die Atmosphäre auf der Wiese vor dem Restaurant gleicht v.a. am Wochenende der eines gemütlichen Après-Ski-Abends bei 20 °C: Kapstädter stoßen mit Urlaubern auf einen traumhaften Tag am Strand…
Wer nur in Ruhe essen möchte, sollte um diesen Ort einen weiten Bogen machen, denn es gibt kein Restaurant, das geselliger wäre. Und genau das ist der Grund, warum viele Kapstädter hier so gerne…
In diesem kleinen Hotel kochen die Besitzer jeden Abend ein erlesenes Menü.
Omas Spitzendeckchen und Blümchentassen kamen noch nie so selbstverständlich daher wie in diesem von außen unscheinbaren Schuppen. Innen: gemütlich, holzig, grün und kreativ. Die Besitzer Garth…
Eine der besten Eisdielen der Stadt: Die Eissorten sind so außergewöhnlich wie lecker.
Der Besitzer hat in Spitzenrestaurants gekocht, bevor er sein eigenes in der ländlichen Umgebung von Noordhoek eröffnete. Die Zutaten sind organisch und die Gerichte delikat.
Der Markt hat nur samstags geöffnet. Für eine Stärkung mit einem leckeren Flammkuchen in der Essenshalle, lohnt sich der Besuch allerdings immer.
Das Restaurant befindet sich in einem der ehemaligen Herrenhäuser von Boschendal.
Indische Eintöpfe und die besten "Bunny Chows", mit Curry gefüllte Brötchen (gibt es nur in KwaZulu-Natal), der Stadt.
In diesem Restaurant sitzt man auf den Felsen direkt am Meer. Die Wale scheinen zum Greifen nah.
Eins der Spitzenrestaurants Südafrikas. Ein Genuss: Straußen- und Lammfleisch, kombiniert mit regionalen Gewürzen. Unbedingt reservieren.
Kein Café, sondern ein populäreres Township-Restaurant in Gugulethu. Der Besuch empfiehlt sich nur bis nachmittags, um unnötiges Risiko zu vermeiden. Am besten fragt man einen Fremdenführer, ob er…
Das kleine Café versteckt sich zwischen großen Bäumen.

Essen & Trinken

Viele Köche ...

Je nach Region, Kultur und Ethnie gibt es andere Spezialitäten, deren Portionsgrößen meist überwältigend sind. Am Kap ist der Einfluss der Malaien besonders in den Eintöpfen nachzuschmecken, den potjies (gesprochen: Poikies). In Natal bestellt man scharfe Seafood-Currys oder würzt mit Chutney. Zum Braai einzuladen ist am Wochenende fast schon Nationalsport. Gegrillt werden dabei die Boerewors genannten Bratwürste und Rindersteaks, deren Beschaffenheit wiederum von der grillenden Bevölkerung abhängt. Dick geschnitten und medium rare gibt’s sie bei der weißen Oberschicht, die meisten dunkelhäutigen Familien bevorzugen es dünn und well done. Beides ist köstlich. Standardbeilagen sind Spinat, Kürbis und Pap, ein Maisbrei, der nach kaum etwas schmeckt, aber satt macht.

Fish and more

Fisch ist auch im Inland kein Ding, mit paniertem Hake & Chips kann man kaum danebengreifen. Mehr Spaß auf dem Teller machen die Meerestierchen natürlich an den Küsten, der Line Fish ist das jeweils tagesfrische Angebot. Köstlich: der Kingklip mit festem, weißem Fleisch. Und selbst nach dem Genuss von Austern und Hummer – in Südafrika der Crayfish – ist der Geldbeutel nicht komplett leergeräubert. Und was machen die Vegetarier? Die halten sich an die großen Städte, in denen ein vegetarisches oder veganes Restaurant nach dem anderen aufploppt. Oder man lebt von Beilagen: Obst und Gemüse sind saftig, sonnengereift und nicht teuer. Lecker: die als Grenadillas bezeichneten Maracujas und Mangos. Auch in Avocados schmeckt man die Extraportion Sonne. Top-Mitbringsel: Gooseberry-Marmelade aus Physalis (Kap-Stachelbeere).

Zum Runterspülen

Leitungswasser ist fast überall sauber und trinkbar. Fragen schadet trotzdem nie. Mineralwasser in Flaschen gibt's in jedem Restaurant. Große Auswahl gibt es bei cold drinks, also bei dem, was an gekühlten Limonaden im Regal steht. Seit der Einführung einer Zuckersteuer sind die meisten Getränke auch als Light-Produkte erhältlich. Besonders empfehlenswert: Eiskaltes Ingwerbier. Auch das echte Bier ist meist eisig. Während der Favorit an den Bars früher Brandy/Cola war, bildet sich jetzt eine neue Szene um handgemachte Getränke: Craft Beer und Craft Liquor wie Gin, Rum, Wodka und Whisky.

Das Ende der Apartheid hat auch die Weinindustrie gepusht. Obwohl in Südafrika seit 300 Jahren Wein angebaut wird, kam der Durchbruch erst in den 2000ern. Das Angebot im deutschen Supermarkt ist nur ein müder Seufzer im Vergleich zum Weinwunderland am Westkap. Die Weinrouten von Constantia, Franschhoek, Stellenbosch, um Hermanus und das Robertson Valley sind eine ,Freude; mehr als drei Weinproben pro Tag überfordern aber die Geschmacksnerven. Weingut- Empfehlungen: Constantia Glen, La Motte, Holden Manz, Jordan, Hamilton Russell, Springfield, Tokara.

Kaffee ist mal so, mal so. Einerseits überschwemmt der Boom das Land mit aromatischem Brühgenuss; Kaffeehausketten wie Mug & Beans werden bei der wachsenden Mittelschicht immer beliebter. Andererseits findet sich auf ländlichen Frühstückstischen immer noch oft nur Instantkaffee. Der ist im Idealfall pur, meist jedoch mit Traubenzucker, Malz und Zichorie gestreckt. Hier hat der Rooibostee seine Nische gefunden. Überhaupt ist Südafrika mehr Tee- als Kaffeenation. Egal welches Heißgetränk – morgens oder abends beim Fernsehen liebt es der Südafrikaner, seinen Rusk darin einzutauchen. Dabei handelt es sich um staubtrockene Kekse, die eingeweicht essbar und lecker werden. Erfunden wurden sie (Lieblingsmarke „Ouma“) von den weißen Siedlern, die ihr süßes Brot haltbar machen wollten. Das gilt auch für Biltong. Um länger etwas davon zu haben, schnitten Buren ihr Fleisch in Streifen, würzten es mit Salz und Kräutern und trockneten es. Heute ist das Dörrfleisch der beliebteste Snack des Landes.

Gastrovielfalt

Generall hat sich die Gastronomie in Südafrika seit der Jahrtausendwende neu erfunden. Die Auswahl an Restaurants und Bistros in den Städten ist irre, ständig kommen neue Food-Konzepte dazu. Und das Beste: Alles ist für Europäer sehr erschwinglich. Südafrika hat keine Sterne-Kategorien wie in Europa – gäbe es sie, wäre hier die Milchstraße. Der Tourist muss sich wohl oder übel durchprobieren. Zusätzliche Kilos bei der Rückkehr sind garantiert, die Loblieder auf das „Kulinarien“ der Südhalbkugel allerdings auch. Achtung, manche Restaurants haben keine Schanklizenz, verlangen dann aber nur eine geringe corkage fee für mitgebrachten Alkohol! Die beste Zeit für Lunch ist 12–14.30 Uhr, zum Dinner geht man 18.30–21 Uhr. Für Nordeuropäer gewöhnungsbedürftig: Die Südafrikaner leben mit dem Sonnenlicht, morgens um fünf ist Rush Hour im Fitnessstudio, dafür leeren sich die Lokale schlagartig schon um 22 Uhr. Rechtzeitig reservieren ist wichtig! Und sonntag- bzw. montagabends haben viele Restaurants geschlossen. Den besten Überblick liefert die Food-Bibel Eat Out. Als Druckausgabe am Flughafen kaufen oder online unter eatout.co.za.

Spezialitäten

Vorspeisen

Samoosas

Dreieckige Blätterteigtaschen mit Gemüse- oder Fleischfüllung

Biltong

Luftgetrocknetes und gesalzenes Filet vom Rind oder Wild; serviert in dünnen Scheiben

Fish cakes

Frikadellen aus Kap-Seehecht, Kräutern und Teig – beliebte Vorspeise im Seafood-Restaurant

Hauptgerichte

Bobotie

Auflauf aus Hackfleisch, gewürzt mit Curry und Aprikosen; Safranreis als Beilage

Bunny chow

Mit Curry gefüllter Toastbrotlaib aus Durban

Boerewors mit pap

Spiralförmige Grillwurst mit einzigartiger Gewürzmischung; dazu gibt's Maisbrei

Crayfish

Kleine Hummerart, die am Kap gefangen wird

Desserts

Malva pudding

Kuchen mit karamellisierter Aprikosenkonfitüre, serviert mit Eis oder Vanillesauce

Koeksis ters

In Öl ausgebackene und in Sirup getauchte Teigspirale

Pampoentert

Klebrig-durchtränkter Kürbiskuchen

Getränke

Pinotage

Südafrikas Nationalwein, dessen Traube 1925 in Stellenbosch gezüchtet wurde

Stoney

Alkoholfreie Ingwerbier-Limonade

Castle Lager

Südafrikas Nationalbier

Amarula

Likör aus der Frucht des Marula-Baums (fruchtige Karamellnote)