Ágios Spirídonas

Die von Gläubigen mit wertvollen Weihgaben überhäufte Kirche ist dem Inselschutzheiligen gewidmet. Ihr kostbarster Besitz sind die Gebeine des heiligen Spiridon, eines zypriotischen Märtyrers aus der Zeit um 300. Die Reliquie gelangte 1456 durch Kauf nach Korfu, wo der Heilige im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche kleine und große Wunder bewirkt haben soll. Das Kircheninnere wurde im 18. und 19. Jh. ganz im Stil der Ionischen Malschule ausgeschmückt - also mit Deckenmalereien und Ikonen, die nicht mehr in der Tradition von Byzanz stehen, sondern sich ganz an westlichen Vorbildern orientieren. In der rechten Seitenkapelle hinter der Ikonostase steht der mit getriebenem Silber verkleidete Ebenholzsarkophag des heiligen Spiridon. Den ganzen Tag über kommen Gläubige jeden Alters, entzünden eine Kerze, küssen den Sarkophag und schreiben einen Wunsch oder Dank an den Heiligen in ein ausliegendes Buch. Über dem Sarkophag hängen von Gläubigen gestiftete silberne Öllampen. Einige davon sind deutlich als Gaben von Seeleuten und Reedern zu erkennen: Silberne Schiffsmodelle oder Votivtäfelchen mit Schiffsreliefs zieren sie.

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