Architektonische Highlights Sinai

Serabit el-Khadim

0 0 5 0 0 (0)
Adresse
Yehia St.
Qesm Abu Rdis, Ägypten
Kontakt
Route planen
Nach: Serabit el-Khadim, Qesm Abu Rdis

Informationen zu Serabit el-Khadim
In den Minen förderten die Pharaonen ein Mineral, das für sie ein Symbol des Lebens war: den Edelstein Türkis. Während der 12. Dynastie, vor knapp 4000 Jahren, wurde hier auch Kupfererz abgebaut. In dieser Zeit entstanden Teile eines Tempels, der der Göttin Hathor gewidmet war und später erweitert wurde. Zu sehen sind seine Ruinen, Stelen mit Inschriften. Die zu besichtigenden Reste dieses einzigen bekannten pharaonischen Tempels auf dem Sinai stammen überwiegend aus der Zeit des Neuen Reichs, sind also höchstens 3500 Jahre alt. An den Tempelwänden sind die Namen von 387 Männern verewigt, die einst die Expeditionen mit dem Ziel der Ausbeutung der Minen leiteten. Das gesamte Areal begeisterte Wissenschaftler immer wieder mit eindrucksvollen Zeugnissen von der frühen Besiedlung und Nutzbarmachung. Bereits 1906 wurden hier geritzte Zeichnungen entdeckt, die später als eine der ersten semitischen Formen eines Alphabets identifiziert wurden. Die Schriftform wird als protosinaitisch bezeichnet. Viele Stollen- und Tunnelwände sind mit Flachreliefs und Inschriften verziert, die einen religiösen Zweck erfüllen und beweisen, dass die Arbeiter und die Abgesandten der Pharaonen ähnliche Kulte betrieben. Vermutlich arbeiteten in den Minen keine Sklaven, sondern semitische Halb- nomaden aus der Region um Serabit Al-Khadem. Die ägyptische Verwaltung stellte vor einigen Jahren 12 Mio. £ für die Sanierung des Geländes bereit. Unter anderem soll eine Straße gebaut werden, die die Minen und den Tempel auch für Touristenbusse erreichbar macht. Bislang war ein geländegängiger Wagen nötig. Der Weg auf das 850 m hohe Plateau beginnt 2 km südlich der Tankstelle in Abu Zenima. Zu Fuß dauert der Aufstieg zum Tempel zwei Stunden, aber die Besucher werden mit pharaonischen Stätten abseits des großen Touristentrubels, wie er in Luxor und Kairo herrscht, belohnt. West- und Zentralsinai

Nach oben