Sevilla

Auf der Avenida de la Constitución schlängeln sich junge Mopedfahrer in Jeans und T-Shirt durch den nachmittäglichen Verkehr. Das nicht abreißende Knattern der Zweitaktmotoren gehört zur Musik der Stadt wie das Trappeln der Kutschpferde, der Flamenco aus den Lautsprechern der Bars und die lang gezogenen Rufe der blinden Losverkäufer. Die Stadt vibriert. Doch nie verfallen die Sevillaner in Hektik. Die Sonne, die mittags gnadenlos weiß am Himmel steht und abends ihren sanften rötlichen Schleier über die Straßen legt, dämpft jede Unrast. Rund um die Giralda - das Wahrzeichen der Stadt - liegt ein Puzzle aus Gassen, Plätzen, Monumenten, üppigen Gärten und von Dachterrassen gekrönten Wohnhäusern. Seine stolzesten Tage erlebte Sevilla unter der Herrschaft des Berbervolkes der Almohaden um die erste Jahrtausendwende und gut 500 Jahre später im Fieber der Entdeckung und Ausbeutung Lateinamerikas. Doch die Stadt lebt nicht allein von vergangener Größe. Mit der Expo 1992 zog Sevilla die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. Für die Ausstellung wurde auf der Halbinsel La Cartuja ein neuer Stadtteil geschaffen. Dort findet seit 2004 auch die Biennale für zeitgenössische Kunst (BIACS) statt. Unter den alten Gassen rollt seit 2009 eine Metro durch den Untergrund, während darüber die Sevillaner dank praktischer Mieträder das Radfahren gelernt haben. Außerhalb der Stadt speist ein neuartiges Thermosolarkraftwerk Sonnenenergie ins Netz. Es gibt viele beliebte Bars und Szeneläden, v.a. in La Macarena oder im Stadtteil Triana, die auch immer mehr junge Reisenden in die Hauptstadt ziehen.
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