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Die besten Aktivitäten im Schwarzwald

Im Sommer wandert man auf die höchsten Berge des Hochschwarzwaldes, in die tiefsten Täler und durch die urigsten Schluchten wie die Wutachschlucht. Soll es ein bisschen schneller und weiter gehen, schwingt man sich auf das Fahrrad. Mountainbiketrails führen durch schattige Waldabschnitte und Rennradstrecken über sonnige, freie Höhen. Um den ganzen Schwarzwald sportlich zu erleben, eignen sich die Fernwanderwege und Fernradwege, die ihn auf unterschiedlichen, mehrtägigen Wegen queren.

Noch rasanter ist man natürlich auf dem Motorrad unterwegs – die Kurven des Schwarzwaldes sind ein großartiger Spaß. Zwei Wildwasserstrecken locken auch Rafter an. Der Wintersport steht dem Sommersport glücklicherweise in nichts nach: In 84 Skigebieten kann man Ski- und Snowboardfahren und die Rodelhänge mit Schlitten oder Snow-Tubes hinuntersausen. Auf Schneeschuhwanderungen ist man fast alleine im weißen Märchenwald.

Wandern

Der Schwarzwald ist ein Wanderparadies und Deutschlands größtes Wandergebiet. Ein fast 24.000 km großes Wanderwegnetz führt gut beschildert auf die höchsten Gipfel, die tiefsten Täler, über Hochmoore und durch Schluchten hindurch. Im Hochschwarzwald stehen die höchsten Berge fast nebeneinander – egal, ob man sich für den Feldberg, den Belchen oder Schauinsland entscheidet, die Ausblicke erstrecken sich weit über den Schwarzwald hinweg bis hin zu den Alpen an schönen Tagen. Im Nordschwarzwald locken der Mehliskopf und die Hornisgrinde zu aussichtsreichen Wanderausflügen.

Wenn man nicht hoch über dem Schwarzwald sein möchte, sondern mitten drin im Herzen des deutschen Mittelgebirges, empfiehlt sich die Wutachschlucht. Die 170 m tiefe Schlucht wird gerne als Deutschlands größter Canyon bezeichnet, durch den man auf einem schmalen Pfad zwischen steilen Felswänden und einem rauschenden Fluss läuft. Quer durch den Schwarzwald führen auch 19 Fernwanderwege. Der bekannteste ist der 285 km lange Westweg, der von Nord nach Süd verläuft. Auch der 119 km lange Schluchtensteig Schwarzwald ist beliebt und führt durch den Naturpark Südschwarzwald – und durch die Wutachschlucht.

Motorradtouren

Vor allem an sonnigen Wochenenden sind die Schwarzwaldstraßen gefüllt mit Motorradfahrern. Das stetige Auf und Ab, die vielen Kurven und das Panorama an Seen, dichtem Wald und Bergen ist besonders reizvoll auf den Zweirädern. Legendär ist die Strecke auf den Schauinsland, auf der 173 Kurven auf 12 km zu bewältigen sind. Aussichtsreich und steil ist die Schwarzwaldhochstraße zwischen Baden-Baden und Freudenstadt, auf der man an den höchsten Bergen des Nordschwarzwaldes und idyllischen Seen vorbeikommt.

Schneeschuhwandern

Auf verschneiten Wegen ist der Schwarzwald ganz still und idyllisch. Um ihn so zu erleben, schnallt man sich am besten die Schneeschuhe unter die Wanderschuhe, ergreift die Stöcke und stapft los. Geführte Halbtages- und Nachttouren werden im Hochschwarzwald angeboten. Man kann zwischen Gipfeltouren am Feldberg, Seebuck oder Herzogenhorn wählen – oder gleich den Tag zur Nacht machen und an einer mystischen Mondscheintour in Hinterzarten teilnehmen. Nachts wirken der Wald und die weiten Wiesenflächen noch viel stiller. In der Pause bestaunt man mit einem Becher Glühwein in der Hand den Mond und den Sternenhimmel. Genauso magisch und sportlich ist auch eine Sonnenaufgangstour auf dem Belchen – da himmelt man die Sonne regelrecht an, wenn sie über der verschneiten Landschaft empor steigt.

Skifahren & Langlauf

Im Schwarzwald gibt es 84 Skigebiete mit 157 Skiliften und 151 Pistenkilometer – da schlägt das Herz der Wintersportler höher, egal ob Novizen oder Profis. Im Skigebiet Altglashütten zwischen Titisee und Schluchsee lockt eine 700 m lange Abfahrt Anfänger für ihre ersten Versuche an, und schwarze Pisten fortgeschrittene Skifahrer und Snowboarder. Genauso spannende Abfahrten für Jedermann erlebt man im Skigebiet Menzenschwand. Waldau trotzt mit einer Kunstschneemaschine dem Klimawandel und bietet noch dazu eine gemütliche, familienfreundliche Abfahrt.

Die Langlaufstrecken im Schwarzwald sind alle ein wenig anspruchsvoll, da sie teilweise steil bergauf und bergab geht. Das brennt in den Oberschenkeln, weckt den sportlichen Ehrgeiz – und belohnt mit einem wunderbar verschneiten Schwarzwald. Im Südschwarzwald ist Furtwangen am schneesichersten – hier findet man auch dann noch Schnee, wenn er im restlichen Schwarzwald bereits wegtaut. Die Loipen bei der Martinskapelle verlaufen 50 km über die Schwarzwaldhöhen und eignen sich für klassische Langläufer und Skater. Auf der Panoramastrecke sieht man nicht nur schneebedeckte Tannen, sondern hat auch wunderbare Aussichten ins Rheintal, zu den Vogesen und bei klarer Winterluft bis zu den Alpen. Die blaue Loipe ist auch für Anfänger geeignet.

Auf dem Schauinsland befindet sich das Loipenzentrum Notschrei, das drei Loipen von 3,5 km bis 19,6 km spurt. Auf dem Gelände befindet sich auch das Biathlon-Zentrum. Eine besonders schöne Loipe befindet sich am Turner, die durch ihre Höhenlage von 1.100 m ebenfalls zu den schneesicheren gehört. Die 15 km lange Loipe führt durch stille Wälder, über Höhen mit Aussicht und vorbei an Schwarzwaldhöfen. Anfänger kürzen die Loipe auf 5 oder 7 km ab. Selbst unter der Woche hat man die Möglichkeit, nach Feierabend die 3,5 km beleuchtete Nachtloipe zu benutzen. Auch im Nordschwarzwald findet man Loipen – beispielsweise auf dem Kniebis-Plateau. Flutlicht taucht die Langlaufloipen nachts in ein mystisches Licht.

Schlittenfahren & Rodeln

Breite Berghänge und schmale, kurvige Wege verwandeln den Schwarzwald in ein Rodelgebiet. Man bringt seine eigenen Schlitten und Snow-Tubes mit oder leiht sich welche aus. Auf der Webseite des Hochschwarzwaldes sieht man, welche Rodelhänge genug Schnee haben und offen sind. Die längste Abfahrt mit insgesamt 4,1 km bietet der Todtnauer Hüttenweg. Hinauf geht es zu Fuß. Für die Abfahrt muss man auf jeden Fall Kurvenfahren und Bremsen beherrschen – und wenn genug Schnee vorhanden ist, steht dem flinken Spaß nichts im Wege.

Nicht immer muss man nach einer Rodelabfahrt wieder hinaufstapfen. Schlittenfahrer können sich von Skiliften wie in Herrischried oder Transport-Förderbändern wie im Skigebiet der Skilifte Notschrei hinauf bringen lassen. Oder wie wäre es mit Nachrodeln? In Freudenstadt befährt man die 400 m steile Rodelbahn bei Fluchtlicht bis 22 Uhr.

Rafting

Zwei Wildwasserstrecken im Schwarzwald eignen sich ziemlich gut fürs Rafting. Die 72 km lange Murg fließt durch den Nordschwarzwald. Auf einigen Strecken verwandelt sie sich in einen Wildfluss. In der Adventure-World Murgtal-Arena paddelt man gegen Stromschnellen an und hüpft auf dem Raftboot mit den Mitpaddlern auf und ab. Leichtes Wildwasser findet man auch auf dem oberen Altrhein – zwischen Istein und Bad Bellingen verspricht eine 12 km lange Raftingstrecke wildes Wasservergnügen.

Radweg

Egal, ob Mountainbiken, Rennradeln, Genussradfahren oder Tourenradler – im Schwarzwald findet jeder Fahrradfahrer seine Strecke. Die vielen Höhenmeter fordern natürlich heraus, belohnen jedoch mit weiten Aussichten und rasanten Abfahrten. Etliche Trails für Mountainbiker ziehen sich durch den Schwarzwald. Im Hochsommer findet man auf verschlungenen Waldpfaden Unterschlupf vor der Hitze. Rasant bergauf und bergab geht es auf dem Kandel-Höhenweg, von Freiburg zum Schauinsland. Als Startpunkt zu den höhen Gipfeln des Hochschwarzwaldes eignet sich Freiburg sehr gut. Gute Übungsplätze sind die Bike-Parks in Todtnau, Wolfach und Bad Säckingen.

Auch Rennradler können sich im Schwarzwald verausgaben. Bergpässe wie der hohe Belchen, der Feldberg mit seinen 20 Prozent Steigung und die schweißtreibende Hornisgrinde fordern heraus, halten aber weite Aussichten und lange Abfahrten parat. Man nutzt jedes Ritzel der Gangschaltung. Dank der vielen Nebenstraßen kann man dem Autoverkehr größtenteils entkommen und hat den Schwarzwald – bis auf andere Radfahrer – gefühlt für sich alleine. Trainieren lässt es sich fast das ganze Jahr über, dank dem Kaiserstuhl, Deutschlands wärmster Region.

Auf dem Bähnle-Radweg kommt man mit erstaunlich wenig Höhenmetern über den Schwarzwald – das geht man ganz entspannt oder auch sportlich an. Sprich: mit dem Tourenrad oder dem Rennrad. Der Radweg verläuft teilweise auf einer historischen Bahntrasse zwischen Kappel-Gutachbrücke über Lenzkirch nach Bonndorf. Auf 27 km kommen nur 70 Höhenmeter.

Auf den Fernradwegen lässt sich der Schwarzwaldes in seiner ganzen Größe erleben. Sei es der 370 km lange Schwarzwald-Radweg von Karlsruhe nach Lörrach, der 280 km lange Schwarzwald-Panorama-Radweg von Pforzheim nach Waldshut-Tingen oder der 240 km lange Südschwarzwald-Radweg – sie eignen sich alle für mehrtägige Fahrradurlaube. Zum Einstieg lassen sich natürlich auch einzelne Strecken herauspicken und in Tagestouren verwandeln.

Für Mountainbiker ist die 435 km lange MTB-Route Bike Crossing Schwarzwald, die dem Fernwanderweg Westweg von Pforzheim nach Bad Säckingen folgt und dabei 14.000 Höhenmeter bewältigt.

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