Sardinien

Überblick

Willkommen auf Sardinien

Verbringe deinen Urlaub auf Sardinien und lasse dich von der zweitgrößten Insel des Mittelmeers mit ihren herrlichen Badebuchten und lebendigen Küstenorten begeistern. Die zu Italien gehörende Insel liegt etwa 200 km vom italienischen Festland entfernt, südlich der französischen Insel Korsika. Hauptstadt und mit rund 150.000 Einwohner auch die größte Stadt Sardiniens ist Cagliari an der Südküste der Insel. Die offizielle Sprache Sardiniens ist italienisch, jedoch spricht ein Großteil der Bevölkerung auch sardisch. Sonne dich an den unzähligen Stränden entlang der rund 1.850 km langen Küstenlinien Sardiniens und unternimm Ausflüge ins malerische Bergland im Inselinneren.

Ganz im Norden Sardiniens liegt eine der Attraktionen der Mittelmeerinsel, die Halbinsel Capo Testa. Erfreue dich an bizarren Felsformationen, umspült von türkisblauem Wasser und unterbrochen von idyllischen Badebuchten. Zu den Must-Sees gehört auch das hübsche Städtchen Tempio Pausania im Nordosten der Insel. Der charmante Ort mit Granithäusern und kleinen Gässchen wird dich in seinen Bann ziehen. Auch die Stadt Siniscola an der Ostküste Sardiniens lockt mit einigen Sehenswürdigkeiten, darunter prähistorische Turmbauten und spannende Höhlen am Fuße des Berges Monte Albo.

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Hauptreisezeit der italienischen Touristen
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Wetter & Klima

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Anreise

21h 54min
1h 50min
Frankfurt am Main
Sardinien
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Planschen und entspannen

Natürlich ist Sardinien dank seines mediterranen Klimas und seiner 1900 km langen Küste mit unzähligen bilderbuchschönen Stränden und Buchten vor allem eine wundervolle Badeinsel. Doch gibt es hier viel mehr als nur Strand: Die wilde Welt der Berge mit ihrer unberührten Natur ist ein Paradies für Outdoorfans und Mountainbiker, dank ihrer Einsamkeit und Stille aber auch ideal zum Entschleunigen. Ständiger Begleiter auf der Entspannungstour: das helle Bimmeln der Glöckchen der Schaf- und Ziegenherden, die tagein, tagaus durch die Landschaft ziehen. Diese Landschaft – und das macht Sardinien so spannend – präsentiert sich immer wieder anders: zerklüftete Granithaufen und -klötze in der Gallura, zerfressene Kalkfelsen im Supramonte, vom Wind zerzauste, uralte Ginsterbüsche an der stürmischen Westküste, die bis in die Gipfelregionen dicht bewaldeten Berge des Gennargentu ... Und wenn dann der Sonnenuntergang die rot leuchtenden Küstenklippen der Costa Paradiso noch röter scheinen lässt, dann – war es das noch lange nicht. Wie wär’ es jetzt mit einem Sundowner auf den Bastionen von Alghero: Wer die Sonne hinter den Karstfelsen des Capo Caccia, dessen Silhouette dann einem liegenden alten Mann mit Bäuchlein gleicht, untergehen sieht, für den ist der Sardinien-Erlebnistag noch längst nicht vorüber. Denn die Einwohner dieser Trauminsel lernst du am besten in den Abendstunden kennen.

Begegnung mit den Sarden

Gerade die Begegnung mit den Sarden ist ein prägender Teil deines Sardinienurlaubs – ob das am Wochenende die Familie am Strand ist, der Hirte unterwegs in den Bergen oder der Weinbauer, die Köchin, der Barmann: Ihre stolze Zurückhaltung und ihre unübertreffliche Gastfreundschaft spiegeln den Charakter der Insel ebenso wider wie ihre archaischen Gesänge und fremdartigen Melodien oder ihre schwermütig anmutenden, uralten Rundtänze. So viel Stolz und Hingabe, wie die Sarden in die Pflege ihrer Traditionen legen, so viel Aufmerksamkeit und Liebe lassen sie ihrer Küche angedeihen, die du im Inselinneren viel besser kennenlernst als an der Küste. Ganz selbstverständlich werden Reisende bei den zahllosen Dorffesten eingeladen und herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Und die Gelegenheit dazu ist gar nicht selten, denn übers Jahr finden stattliche tausend Ernte-, Schafschur-, Heiligen- oder Reiterfeste statt. Wenn dann die Sarden zu ihrem schweren Rotwein beginnen, ihre alten Weisen zu singen, kommt irgendwann der große Hunger durch. Und da hat Sardinien einiges mehr zu bieten als Pizza und Spaghetti!

Das echte Sardinien liegt im Inland

Sardinien wurde immer wieder erobert. Seit im 9. Jh. v. Chr. mit den Phöniziern die ersten Eindringlinge an ihren Küsten landeten, sah sich das Inselvolk fremden Herrschern ausgesetzt, die nichts anderes im Sinn hatten, als die Bevölkerung zu versklaven und die Reichtümer und Bodenschätze ihrer Insel auszubeuten. Die Sarden zogen sich von den Küsten in die wilden, unzugänglichen Berge zurück und wandten dem Meer und der Welt den Rücken zu. So wurden die Sarden ein Volk von Bauern und Hirten, deren Dörfer bis weit ins 20. Jh. hinein so einsam und isoliert voneinander lagen, dass sich zahllose lokale Dialekte ausbildeten. Und bis ins späte 20. Jh. war die Insel ein gefürchteter Verbannungsort: Das italienische Alcatraz, die abgelegene Gefängnisinsel Asinara, wurde erst 1998 geschlossen.

Vom Luxusziel zum Urlaubsparadies für alle

Als Anfang der 1960er-Jahre der Aga Khan, einer der reichsten Männer der Erde, die wunderschöne Nordostspitze der Insel für den Jetset entdeckte, brach er in eine archaische Welt ein, in der immer noch die alten Prinzipien von Ehre, Familie und Dorfgemeinschaft galten. Und so blieben die Luxusresorts für lange Zeit isolierte Welten, die kaum etwas mit Sardinien und den Sarden zu tun hatten – und sowieso nur ein paar kurze Wochen Saison. Der Name Costa Smeralda wurde in den Marketingabteilungen internationaler Investmenthäuser geboren und wie eine Kapitalanlage wurde das Promireservat auch gepflegt. Doch dank der sanften, naturnahen Küstenbebauung bleiben Sardinien bis heute die schlimmsten Auswüchse des Betonwahns weitgehend erspart: Zementierte und zersiedelte Küsten finden sich hier nur ganz selten. Mit dem Aufkommen der Billigflieger wurde Sardinien als Urlaubsziel dann immer beliebter. Natürlich gibt es heute auch hier ein paar Auswüchse des Tourismus, verdrängen auch in Alghero und Cagliari Airbnb-Apartments wie in Berlin und Barcelona mehr und mehr Altstadtbewohner. Doch noch immer achtet eine in ihren Traditionen tief verwurzelte Bevölkerung die Gastfreundschaft als eines der höchsten Güter und begreift es als Ehrensache, dich als Gast mit Aufrichtigkeit und Respekt zu behandeln.

Praktische Hinweise

Anreise
Auto

Das Gros der deutschen Urlauber reist via Schweiz und Gotthardtunnel oder via Österreich und Brennerpass an und nimmt ab Genua oder Livorno die Fähre. Weniger wichtig sind die Häfen La Spezia und Piombino und das mit einer deutlich längeren Anfahrt verbundene Civitavecchia. Wer in der Hochsaison reist, sollte unbedingt rechtzeitig buchen, da in dieser Zeit ganz Italien Ferien macht und die Fähren meist restlos ausgebucht sind. Außerhalb der Hochsaison werden zahlreiche teils sehr günstige Tarife angeboten, meist jedoch nur in kleinen Kontingenten, nur für kurze Zeit oder über Korsika - sich rechtzeitig zu informieren kann sich auszahlen!

Bahn

Die Hafenstädte auf dem Festland haben alle Bahnanschluss, auf Sardinien die Häfen Olbia, Golfo Aranci, Cagliari und Porto Torres. Auf Sardinien ist das Bahnnetz nur rudimentär: Es existiert nur eine Hauptlinie von Olbia nach Cagliari mit Abzweig nach Porto Torres und Iglesias. Für den Wechsel vom Zug zum Schiff und andersherum sollten Sie mindestens zwei Stunden einplanen. www.bahn.de, www.trenitalia.com

Flugzeug

Teils sehr preiswerte Direktflüge bieten Airberlin (Cagliari, Olbia), Easyjet (Cagliari, Olbia), Germanwings (Cagliari) und Ryanair (Alghero, Cagliari). Außerhalb der Saison werden sehr viel weniger Direktverbindungen angeboten. Die Preise variieren stark und ständig. Rechtzeitiges Buchen lohnt sich!

Schiff

Auf allen Strecken werden Tag- und Nachtpassagen angeboten (sieben bis zehn Stunden), von den wichtigen Häfen zusätzlich Schnellfähren (drei bis fünf Stunden) ohne Kabinen. Ideal ist eine Nachtfahrt mit Kabine, da Sie so ausgeschlafen früh am Morgen ankommen. Marktbeherrschend sind neben der streikanfälligen staatlichen Tirrenia die Reedereien Moby Lines, Sardinia Ferries und GNV. Um deren Preisdiktat zu begegnen, hat die Region Sardinien 2011 die preisgünstige "Flotta Sarda" gegründet. www.ok-ferry.de.

Auskunft
Staatliches Italienisches Fremdenvekehrsamt ENIT

- Barckhausstr. 10 | 60325 Frankfurt | Tel. 069 237434 | www.enit.de

- Mariahilfer Str. 1 b | 1060 Wien | Tel. 01 5051639 | www.enit.at

- Uraniastr. 32 | 8001 Zürich | Tel. 0434664040 | www.enit.ch

Informative Websites

www.sardegnaturismo.it, die offizielle Tourismussite der Region Sardinien, wartet mit sehr detaillierten Infos zu Unterkunft, Kultur, öffentlichen Verkehrsmitteln, Events u. a. auf. Besonders gut und praktisch sind die Verzeichnisse wie das jährlich aktualisierte Unterkunftsverzeichnis, Museen, Veranstaltungskalender, Bikeatlas etc. www.sardinien.com ist eine der besten deutschsprachigen Websites zu Sardinien mit sehr umfassenden, detaillierten und ebenso aktuellen wie gut strukturierten Informationen zu zahlreichen Facetten Sardiniens in deutscher Sprache. Reisepraktische Informationen aller Art findet man unter www.sardinien-information.de.

Auskunft auf Sardinien

Neben der Zentrale (Sardegna Turismo | Viale Trieste 105 | 09123 Cagliari | Tel. 0706067226 | www.sardegnaturismo.it) hat jede der acht Provinzen ihr regionales Büro (ufficio turismo):

- Cagliari: Tel. 070604241 | www.provincia.cagliari.it

- Carbonia-Iglesias: Tel. 07816695238 | www.provincia.carboniaiglesias.it

- Medio Campidano: Tel. 0709356700 | www.provincia.mediocampidano.it

- Nuoro: Tel. 0784238878 | www.provincia.nuoro.it

- Ogliastra: Tel. 0782660000 | www.provincia.ogliasta.it

- Olbia-Tempio: Tel. 0789557732 | www.provincia.olbia-tempio.it

- Oristano: Tel. 078336831 | www.provincia.or.it

- Sassari: Tel. 079299544 | www.provincia.sassari.it

Größere Städte und viel besuchte Touristenorte besitzen außerdem eine Stadtinformation, und fast jede Gemeinde hat ein meist ehrenamtlich arbeitendes, Pro Loco genanntes Infobüro.

Auto

Die italienischen Verkehrsvorschriften sind weitgehend mit den deutschen identisch. Wichtige Ausnahmen: Außerorts muss immer mit Licht gefahren werden, und für jeden Mitfahrer ist im Fahrgastraum eine Warnweste mitzuführen, die im Pannenfall beim Verlassen des Autos angelegt werden muss. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 50, auf Landstraßen 90, auf Schnellstraßen 110, auf Autobahnen 130 km/h.

Tankstellen haben meist von 7.30 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr geöffnet und sind sonntags geschlossen. Fast immer steht für diese Zeiten jedoch ein Tankautomat bereit, der mit Karte oder mit Geldscheinen nach dem Prinzip "Erst Geld, dann Sprit" funktioniert. Deshalb im Fall einer Fehlfunktion unbedingt die Quittung aufbewahren!

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Konsulat in Cagliari

Via Garzia Raffa 9 | Tel. 070307229

Österreichisches Konsulat in Rom

Viale Liegi 32 | Tel. 068418212

Schweizer Konsulat in Cagliari

Via XX Settembre 16 | Tel. 070663661

Geld & Kreditkarten

Bankautomaten (bancomat) sind zahlreich vorhanden; Kreditkarten werden von sehr vielen Hotels, Restaurants, Tankstellen und Geschäften akzeptiert.

Gesundheit

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte EHIC haben Sie im selben Maß Anspruch auf kostenlose medizinische Versorgung wie zu Hause, jedoch nur bei Ärzten und Krankenhäusern der USL (Unità Sanitaria Locale). Lassen Sie sich ggf. bei Barzahlung Leistungen unbedingt genau quittieren, um sie von der Kasse erstattet zu bekommen. Größere Ferienorte haben während der Saison die Guardia Medica Turistica, eine Ambulanz für Feriengäste.

Internetzugang & WLAN

Internetcafés sind flächendeckend zu finden. Zahlreiche Hotels und Campingplätze verfügen über WLAN (2-5 Euro pro Stunde). Kostenfreie Hotspots finden Sie auf Flughäfen und manchen Fähren.

Mietwagen

Meist ist es am günstigsten, bereits vor der Reise über einen großen Reiseanbieter oder im Internet über einen Mietwagenbroker zu buchen. In der Hochsaison frühzeitg buchen, da sind oft die Fahrzeuge knapp! Eine Kleinwagen bekommen Sie ab ca. 200 Euro für eine Woche.

Notruf

- Polizei Tel. 112

- Notarzt und Rettungswagen Tel. 118

- Pannenhilfe (Festnetz) Tel. 800 116800

- Pannenhilfe (vom deutschen Handy) Tel. 0039 03921041

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Busnetz ist sehr dicht. Die staatliche ARST (www.arst.sardegna.it) fährt fast jedes Dorf an. Daneben gibt es zahlreiche Privatlinien. Leider gibt es weder einen Gesamtfahrplan, noch sind die Linien zeitlich aufeinander abgestimmt. In den großen Städten verkehren Stadtbusse. Alle größeren Orte besitzen eine zentrale Busstation (stazione autobus), in Dörfern ist die Haltestelle meist in der Ortsmitte. Tickets erhält man in Bars, an Kiosken oder in Tabakläden im Umfeld der Haltestelle (fermata).

Öffnungszeiten

Läden sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 20 Uhr geöffnet, Märkte nur vormittags. In der Saison haben zahlreiche Geschäfte bis 22 oder gar 24 Uhr geöffnet. Supermärkte und mindestens eine Bäckerei am Ort sind oft auch am Sonntagmorgen geöffnet.

Post

Briefmarken bekommen Sie auch im Tabakladen. Porto für Briefe und Postkarten ins europäische Ausland 75 Cent.

Telefon & Handy

Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Italien 0039. Innerhalb Italiens gibt es keine Vorwahlen, bei Anrufen in Italien muss die Null am Beginn von Festnetznummern daher immer mitgewählt werden. Für Vieltelefonierer lohnt sich eine italienische Prepaidkarte. Die Simkarte erhalten Sie bei Netzbetreibern wie Tim, Vodafone oder Wind, Guthabenkarten in zahlreichen Bars, Kiosken, Supermärkten, Hotels etc.

Zoll

Frei ein- und ausgeführt werden dürfen innerhalb der EU alle Waren für den persönlichen Gebrauch. Richtmengen hierfür sind u. a. 800 Zigaretten, 90 l Wein und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten erheblich geringere Freimengen.

Was kostet wie viel?

Espresso

1-1,50 Euro im Stehen am Tresen

Imbiss

2,50-4 Euro für ein panino mit Käse

Wein

2-4 Euro für eine Karaffe (0,25 l) vino die casa

Liegestuhl

5–20 Euro/Tag in der Hochsaison und an der Costa Smeralda zum Teil drastisch mehr

Benzin

1,50-1,75 Euro für 1 l Super 95

Bus

6-10 Euro für 100 km Überlandfahrt

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Jan.

Capodanno

6. Jan.

Epifania

März/April

Ostermontag Pasquetta

25. April

Liberazione (Jahrestag der Befreiung vom Faschismus)

1. Mai

Festa del Lavoro

2. Juni

Festa della Repubblica (Tag der Republik)

15. Aug.

Ferragosto

1. Nov.

Ognissanti

8. Dez.

Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis)

25. Dez.

Natale

26. Dez.

Santo Stefano

Feste
Februar/März

Carnevale: In der Barbagia findet ein wilder Mummenschanz statt, mit wüsten Kerlen und grimmigen Masken, wie in Mamoiada und Ottana: ein Kampf zwischen Mensch und Naturmächten, die Vertreibung des Winters.

Die sartiglia in Oristano ist ein farbenfrohes Reiterfest zur Karnevalszeit. Seit einigen Jahren wiederholt man es im Sommer.

März/April

Settimana Santa: Die Osterwoche ist auf Sardinien auch in unseren Tagen ein immer noch tief empfundenes religiöses Ereignis. In vielen Dörfern werden Leiden und Auferstehung Christi in Passionsspielen mitgelitten.

Mai

An der größten Prozession Sardiniens vom 1. bis 5. Mai von der Kirche Sant'Efisio in Cagliari nach Santa Margherita di Pula nehmen Tausende in Trachten teil, dazu viele Festwagen und Reiter. Von Cagliari zieht die Prozession am Meer entlang ins 30 km entfernte Städtchen.

1.-10. Mai: San Francesco in Lula am Monte Albo über der Ostküste, wo immer noch zahlreiche Nuoresen hinreiten und ganze Familien und Sippen aus der Stadt zum Feiern herkommen. Essen und Trinken dieses zehntägigen Fests stammen aus Spenden und werden jedem angeboten.

Vorletzter Sonntag: cavalcata sarda in Sassari, nach Sant'Efisio die größte Trachtenschau Sardiniens

Juni

Anfang des Monats: Sardinia Cup an der Costa Smeralda, internationale Segelregatta

Juli

An der ardia am 6. und 7. nehmen Hunderte von Reitern und Tausende von Zuschauern teil. Es ist ein halsbrecherisches Wettreiten rund um die Landkirche Sant'Antine bei Sedilo.

August

Madonnenwallfahrten: Mitte August (und im September) finden die großen Wallfahrten zu den einsam in den Bergen gelegenen Landkirchen statt. Einmal angekommen, werden die Steinhäuser um die Kirche bezogen, Zelte und Laubhütten aufgebaut, und es beginnt ein tagelanges Picknick zu Ehren der Jungfrau.

15. Aug.: Mariä Himmelfahrt, in Italien Ferragosto genannt, ganz Italien feiert, Feste in Trachten gibt es in fast allen Dörfern der Barbagia.

In Sassari und im nahen Nulvi die Candelieri-Prozessionen mit meterhohen Holzkerzen. Sie beginnen am Abend des 14.

In Bosa: Santa Maria del Mare, Bootsprozession in Trachten von der Stadt auf dem Fluss bis zur Mündung

Vorletztes Augustwochenende: Auf dem Monte Ortobene bei Nuoro wird die Festa del Redentore gefeiert. Zu dem Fest unter der Christusstatue auf dem Gipfel kommen Sarden in farbenprächtigen Trachten aus ganz Innersardinien.

September

Erster Sonntag im September: San Salvatore in Cabras. Junge Leute tragen im Lauf und barfuß das Heiligenbild zur 12 km entfernten Landkirche. Das Fest erinnert an die Rettung vor einem Sarazeneneinfall.

Im Trend

Porto Cervos Hafen
Das Kulturdorf

Pop-up-Shops, lauschige Cafés, Galerien und angesagte Bars. Die Promenade du Port (www.promenadeduport.com) ist Porto Cervos angesagtestes Flanierdorado. Hier stolpern Sie jeden Sommer über cooles Möbeldesign von Rossana Orlandi (www.rossanaorlandi.com) oder zeitgenössische Kunst in den Galerien Fumi (www.galleryfumi.com) und Louise Alexander (www.louise-alexander.com). Zur Erfrischung geht es in die Ruinart Champagneria in der dritten Etage über dem MdM-Museum. Meerblick inklusive!

Kreative Insel
Vielseitig

Abseits des Festlands entwickeln Sardiniens Künstler ihren ganz eigenen Look. So wie Gavino Ganau (www.gavinoganau.com), der Schwarz-Weiß-Fotografie und Malerei verschmilzt. Für Experimente ist der "Project Space" Askos Arte (Via Trento 16, www.askosarte.it) in Solarussa bei Oristano genau richtig. Hier toben sich die Inselkünstler aus und zeigen ihre Werke. Wie vielseitig die Szene ist, sehen Sie auch in der Galerie La Bacheca (Via dei Pisani 1) in Cagliari.

Gut aufgelegt
Dub

Sardiniens DJs bringen den Reggae auf die Tanzfläche - als tanzbare Dub-Version. Für seine Remixes verwendet Arrogalla (www.myspace.com/arrogalla) nicht nur jamaikanische Rhythmen, sondern auch sardische Beats und erobert damit die Herzen der Einheimischen im Nu. An den Plattentellern steht der DJ u. a. im Club Caracol (Via San Giovanni 251, www.myspace.com/caracolclubcagliari) in Cagliari. Eine weitere exzellente Dub-Anlaufstelle ist der Z-One Fashion Club (Via Ghilarza, www.zone-fashionclub.it) in Oristano.

Doppelt sportlich
2 in 1

In sportlicher Hinsicht hat die Region viel zu bieten. Wieso also nicht zwei Lieblingssportarten verknüpfen und damit den ganzen Körper mit viel Abwechslung auf Trab halten? Genau das ist das Rezept von Yoga on the Rock (www.yogaontherock.at). Rund um Cala Gonone geht es zuerst in die yogische Kriegerstellung und dann an die Felswand. Statt sich zu verbiegen, legen Sie sich lieber in die Riemen? Dann ist das Kletter- und Kajakprogramm der Kanuschule Noris (www.kanuschule-noris.de) genau das Richtige für Sie. Oder möchten Sie während Ihres Aufenthalts in Sachen Sportprogramm lieber flexibel bleiben? Im Nyce Club Sport Village (im Baia delle Mimose, www.nyceclub.it) in Badesi an der Nordküste gibt es ein riesiges Sportangebot, aus dem Sie nach Lust und Laune auswählen können.

Bio Sardegna
Zurück zum Ursprung

Genug von Sardiniens Glamourseite? Dann lassen Sie es sich in einem der vielen agriturismi schmecken. Auf der Biofarm Cucchè (www.bio-farmcucche.it) in Dorgali gibt es jeden Abend ein neues, typisch sardisches Menü. In den Topf kommen die Erzeugnisse des Hofs. Besonders lecker: die Schmorbraten. Auch im Agriturismo Biologico Santa Lucia (www.agrislucia.it) in Tratalias bei Carbonia wird eine authentische sardische Küche mit Produkten der Saison serviert. Über heißen Kohlen geröstetes Spanferkel, süße Ravioli mit Rosinen, ein Salat mit Maronen: Im Sa Corte (Via Nuoro, www.sacorte.it) in Oliena kommen Liebhaber der Inselküche voll auf ihre Kosten.

Bloss nicht

Überall Nepp und Betrügerei befürchten

Die beim Besuch von Mittelmeerländern üblichen und oft ziemlich übertriebenen Ängste vor Dieben, Räubern, Betrügern und Machos sind in den ländlichen Gegenden Sardiniens unbegründet. Die Sarden sind fast immer herzlich und hilfsbereit, sofern ihnen Respekt entgegengebracht wird. Nepp und Betrügereien sind selten, denn sie widersprechen dem sardischen Ehrenkodex. Besonders in den Dörfern und Kleinstädten leben die Menschen noch immer sehr stark in ihrem traditionellen Wertesystem, wo persönliche Ehre, Familie, Sippe und Freundschaft unantastbar sind. Touristenfallen gibt es am ehesten dort, wo die potenziellen Opfer besonders zahlreich auftreten.

Am Strand Gepäck im Auto lassen

Am Strand - und in den wenigen größeren Städten - gelten andere Gesetze als in der Welt der sardischen Dörfer oder in der Weite des Hirtenlands. Sarden, die sonst ihr Auto nicht einmal abschließen, räumen dort alles aus, was auch nur annähernd für wertvoll gehalten werden könnte. Fensterglassplitter an solchen Orten, etwa auf Strandparkplätzen, sind ein deutliches Indiz. Folgen Sie also dem Vorbild der Einheimischen, und lassen Sie keine Wertsachen im Wagen. Kleinkriminalität, Drogenszene und organisierte Banden, zum Teil "Gastarbeiter" vom Festland, sind im Sommer aktiver als außerhalb der Saison.

Organisierte Busausflüge

Wie fast überall auf der Welt bekommen Sie bei organisierten Bustouren häufig nur sehr oberflächliche Informationen - und meist in Verbindung mit vielen Nebengeschäften, an denen nur der Reiseleiter und der Veranstalter verdienen. Billig sind diese Touren keinesfalls. Sehr viel weniger zahlen Sie in Bus und Eisenbahn, und da erleben Sie wesentlich mehr. Einzige Anstrengung ist das Studium der Fahrpläne.

Mit dem Feuer spielen

Jedes Jahr zerstören mit Absicht oder durch Unachtsamkeit gelegte Feuer riesige Flächen Wald und Macchia. Meist bleiben nur kahle Steinwüsten zurück. Glimmende Zigarettenstummel, der heiße Katalysator und Auspuff des Autos über trockenem Gras, Laub oder Nadeln, Funkenflug von Picknickfeuern können verheerende Folgen haben.

In der Saison einfach drauflosfahren

Einfach draufloszufahren klappt gut, wenn Sie außerhalb der Hauptreisezeit von Juli bis Mitte September kreuz und quer auf der Insel unterwegs sind. Vor Mitte April und ab Ende Oktober haben jedoch die meisten Hotels an der Küste Winterruhe! Buchen Sie zu Hause, egal ob Strandhotel oder Ferienwohnung, ob Flug, Schiff oder den Mietwagen: Sie sparen viel Geld, besonders in der Vor- und Nachsaison.

Stichworte

Autonomie

Graffiti längs der Schnellstraße: A foras sos Italianos - Italiener raus. Ganz so heiß wie auf der Nachbarinsel Korsika geht es nicht zu, der Frust über die Bevormundung durch Rom ist bisher gewaltlos geblieben. Es sprechen noch murales statt Bomben. Sie fordern das, was die Südtiroler genießen, nämlich Schul- und Kulturhoheit, Entscheidung über die Finanzen und das Recht auf die eigene Sprache. Die Regionalregierung in Cagliari konnte bei der Ansiedlung der großen, wenig umweltverträglichen Industrien ebenso wenig mitreden wie bei der Schaffung riesiger militärischer Sperrgebiete, die Sardinien zum mit Elektronik und Waffen vollgestopften "unsinkbaren Flugzeugträger" gemacht haben. An einen (sicherlich nicht überlebensfähigen) Kleinstaat Sardinien denkt so gut wie niemand.

Hirten & Schafe

Hirten und ihre Herden prägen die Landschaft. Mit mehr als 5 Mio. Schafen liegt Sardinien weit an der Spitze der italienischen Regionen. Aus der groben, kratzigen Wolle werden in den Bergdörfern u. a. Teppiche und Decken gewebt. Lammfleisch ist gefragt und bringt nach Pecorino, dem Schafskäse, den meisten Ertrag. Vor der Motorisierung blieben die Hirten oft für Wochen draußen auf der Weide. Der Hirte muss Krankheiten heilen, Käse und Ricotta, eine Art Quark, herstellen. Auch heute wird ein guter Teil des Käses nicht in den Molkereien zubereitet, sondern in der Einöde. Im Winter geht es dann hinunter in die Ebenen, wo die Herden in der Macchia weiden oder auf den Stoppelfeldern. Pacht kostet nicht nur die Winterweide, auch die kargen Bergweiden sind meist nicht mehr Gemeindeländereien, sondern tancas, mit Mauern eingefriedetes Privatland, im 19. Jh. angeeignet, als der Gemeinbesitz per Dekret aufgelöst wurde. Junge Hirten arbeiten heute meist mit Käsereien zusammen, die den Abtransport und die Verarbeitung der Milch besorgen. Sie sind dank Auto und Straßen nicht mehr vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Ihre Hütten sind zwar oft noch die pinettas, die Miniaturausgaben der Nuraghen, aber mit Fernseher und DVD-Spieler. Mit den alten Hirten verschwinden die malerischen Gestalten im Anzug aus festem Samt und mit der knappen Schirmmütze auf dem Kopf. Der Nachwuchs steckt lieber in Jeans oder auch in Secondhandklamotten aus Beständen des italienischen Militärs.

Kathedralen in der Wüste

Dieses treffende Wort bezeichnet all jene großen Industrialisierungsprojekte, mit denen Politiker und staatliche Institutionen den raschen Aufschwung von Problemgebieten versprachen und fast immer nur den Freunden der Freunde gefüllte Taschen und Karrieren brachten. Bei den Planern in Rom haben kleine Genossenschaften und Familienbetriebe kaum eine Chance. Für Wahlversprechen taugen eher Riesenbetriebe wie die großen Erdölraffinerien in Porto Torres und im Golf von Cagliari, die Faserchemie von Ottana und die Papierfabrik von Arbatax. Sie haben alle kaum Arbeitsplätze geschaffen, beziehen ihre Rohstoffe von außerhalb und produzieren kaum oder gar nicht für den sardischen Markt, belasten die Umwelt und sind mehr oder weniger akut von der Schließung bedroht.

Kork

Fast die gesamte italienische Korkproduktion kommt aus Sardinien und davon der Löwenanteil aus der Gallura. Die Rinde einer Korkeiche kann nur alle neun Jahre geschält werden. Die Stämme leuchten dann rot, bis der neue Kork nachwächst.

Murales

Die ersten Anstöße kamen aus der italienischen Studenten- und Stadtindianerbewegung nach 1968: Politisch engagierte junge Künstler lernten die Wandmalereien Mexikos und Chiles kennen und übernahmen das spanische Wort murales. Die Themen kamen von der sardischen Autonomiebewegung, dem zunehmenden Protest gegen den Ausverkauf der Insel an Militärs und Tourismusunternehmen, aber auch aus der sardischen Geschichte, der Welt der immer Unterlegenen, aus den harten Auseinandersetzungen zwischen Herren und Knechten in den Hirtendörfern. Plakativ und verständlich sind die Texte auf Sardisch. In San Sperate, Serramanna, Villagrande Strisaili, Oliena und Orgosolo wurden in kurzer Zeit die Hauswände zu Bildergeschichten über die leidvolle sardische Vergangenheit, mit der Hoffnung auf eine bessere, aber unbedingt sardische Zukunft. An den murales arbeiteten neben Berufskünstlern auch Laien mit.

Naturschutz

Ein zweischneidiges Thema auf Sardinien. Während hier staatlicherseits in den letzten Jahren ein gewaltiger Fortschritt zu verzeichnen ist, lässt das ökologische Bewusstsein der meisten Sarden noch manche Wünsche offen, was unschwer an den achtlos in die Macchia geworfenen Autowracks, Kühlschränken oder Fernsehapparaten zu erkennen ist. Auffällig ist auch, wie viele Familien ausschließlich von Wegwerfgeschirr aus Plastik essen, das wie so vieles andere dann oft auch noch der Einfachheit halber im Küchenherd verbrannt wird. Auch die alljährlichen Waldbrände, die wertvolles Grün vernichten, entstehen oft aus unachtsamem Umgang mit Feuer oder sind gar vorsätzlich gelegt. Dieses noch sehr unterentwickelte ökologische Bewusstsein versuchen viele von jungen Sarden gegründete Kooperativen aktiv durch Aufklärung und Weiterbildung zu fördern.

Ein Übriges tragen die staatlichen Maßnahmen dazu bei. So ist Mülltrennung nun fast inselweit Pflicht (auch für Urlauber!), und selbst am abgelegensten Strandparkplatz stehen Müllcontainer; Verstöße gegen den Naturschutz, das Verbot von offenem Feuer oder illegaler Müllentsorgung werden streng geahndet. Ein weiteres Verdienst der Region ist die Einrichtung zahlreicher großer Schutzgebiete zu Wasser und auf dem Land, die inzwischen auch überwacht werden, nachdem sie jahrelang unkontrolliert sich selbst überlassen waren.

Nuraghen

Mehr als 8000 von den Steintürmen stehen einsam in der weiten Landschaft. Von vielen sind nur noch die Grundmauern zu sehen, andere erreichen mit bis zu drei Stockwerken Höhen von über 12 m. Nicht selten bilden sie mit Nebentürmen und meterdicken Mauerringen richtige Burgen. Längs den Bergrücken oder an den Rändern von Hochebenen stehen sie in langen Reihen in Sichtkontakt. Sie bildeten Verteidigungslinien, was gut bei Macomer und um die Giara di Gesturi zu erkennen ist. Die Steinmassen und die oft tonnenschweren Steinblöcke sind beeindruckend. Die Herkunft ihrer Baumeister, die um 1800 v. Chr. über das Meer nach Sardinien kamen, ist unbekannt. Sie lebten in zahlreichen Stammesfürstentümern, die untereinander ständig in Krieg lagen und etwa ab 700 v. Chr. erst von den Puniern und dann von den Römern unterworfen wurden.

Sarazenentürme

Von den Nuraghen sind sie leicht zu unterscheiden. Sie stehen stets direkt an der Küste, und das Mauerwerk ist weniger massig. Gebaut wurden sie zwischen dem 15. und 18. Jh. auf Anordnung der spanischen Vizekönige, um Angriffe der Piraten ("Sarazenen") abzuwehren, die Dörfer auch weitab von der Küste plünderten und die Einwohner in die Sklaverei verschleppten. 56 Türme stehen noch, von weiteren 25 sind Reste erhalten. Ihre Gesamtzahl dürfte einmal bei ungefähr 100 gelegen haben. Sie waren ständig bemannt und standen untereinander in Sichtkontakt.

Sprache

Donzi populu tenet su derittu a faeddare sa sua limba - jedes Volk hat das Recht, seine Sprache zu sprechen. Die Herrschenden taten sich zu fast allen Zeiten schwer mit der Volkssprache. Auf Sardischsprechen stand während der spanischen Herrschaft zeitweilig die Todesstrafe. Im ländlichen Sardinien lernen noch heute die meisten Kinder zunächst die Muttersprache Sardisch und Italienisch erst vom Fernseher und in der Schule. Fremden gegenüber sprechen sie korrektestes Schriftitalienisch, wie man es auf dem Festland nur selten hört. Untereinander, besonders wenn Fremde nicht mithören sollen, wird Sardisch gesprochen. Seit 1999 wurde von Sprachwissenschaftlern als Mix der sardischen Dialekte die sardische Schriftsprache geschaffen, die seit 2006 auch Amtssprache ist, im Alltag aber kaum gebraucht wird. Zweisprachige Ortsschilder und Internetseiten sind hingegen stark im Kommen.

Strände

Sardiniens Strände sind das erste und wichtigste Ziel aller Urlauber. Tatsächlich sind sie von so großer Zahl und Schönheit, dass der Vergleich mit karibischen Inseln keinesfalls übertrieben ist. 1870 km Küste besitzt Sardinien. Davon sind zwar etliche Kilometer unzugängliche Steilküste, der größte Teil aber sind Strände, vielfach noch ganz einsam. Bis auf wenige, begrenzte Schmutzecken um die großen Häfen und Industriezonen (besonders Cagliari bis Sarroch, Portovesme und Porto Torres) ist das Meer sauber und sind viele Strände unberührte Natur. Nord- und Westküste sind stark den Winden ausgesetzt. Ost- und Südküste sind wesentlich ruhiger, obwohl es auch hier kräftig blasen kann. Die Badesaison beginnt im Mai, für Abgehärtete auch schon früher. Angenehme Wassertemperaturen herrschen dann bis in den Oktober, in warmen Jahren werden sogar noch bis weit in den November 18 Grad erreicht.

Viele Strände sind nicht ausgeschildert und schwer zu finden. Um in diesem Überangebot, das von intim in einsamen Robinsonbuchten bis zum endlosen breiten Sandband reicht, seinen persönlichen Lieblingsstrand zu finden, ist der Strandführer "Strände Sardiniens" sehr hilfreich, der 240 der schönsten in Text und Bild mit genauer Anfahrt beschreibt (erhältlich unter www.sardinienshop.de). Die Umweltschutzorganisation Legambiente verleiht in ihrem jährlich aktualisierten "Guida Blu" (www.legambiente.it/guida-blu-2012) Dutzenden von Stränden ihre Qualitätssiegel. Spitzenreiter sind die Strände von Domus de Maria an der Costa del Sud, Baunei an der mittleren Ostküste und Posada, ebenfalls an der Ostküste, bei Siniscola südlich von San Teodoro und Budoni.

Wasser

Monatelange Trockenheit, die in vielen Jahren die Quellen versiegen, Felder und Weiden verdorren lässt, gehört zusammen mit den Wald- und Macchiabränden zu den Plagen Sardiniens. In den meisten Ferienorten ist wenig davon zu spüren, trockene Wasserhähne sind selten, Sparsamkeit aber bleibt ein Gebot, das auch Touristen beherzigen sollten. In den Städten und in vielen Dörfern Innersardiniens fließt das Wasser im Sommer und Herbst nur für ein paar Stunden am Tag. Die Quellen in Berg- und Waldgebieten sind oft umlagert von Leuten mit Kanistern und großen Korbflaschen, denn ihr frisches Wasser schmeckt besser als das oft mit Chlor aufbereitete aus dem Hahn.

Bücher & Filme

Padre Padrone

Die authentische Lebensgeschichte von Gavino Ledda aus Siligo, der als Kind von seinem Vater von der Schule genommen wurde und ein hartes Leben als Hirtenjunge führte, erst beim Militär Lesen lernte und später Universitätsdozent wurde. Der Bestseller wurde 1977 von den Brüdern Paolo und Vittorio Taviani mit Nanni Moretti an Originalschauplätzen verfilmt

Marianna Sirca

Der Roman von Grazia Deledda aus dem Jahr 1915 erzählt von der leidenschaftlichen Liebe einer jungen Frau aus reicher Familie und dem stolzen Banditen Simone Sole in der rauen Bergwelt der Insel. Die meisten sardischen Autoren blieben bisher außerhalb Italiens unentdeckt. Lediglich einige Romane der aus Nuoro stammenden Nobelpreisträgerin von 1926 wurden ins Deutsche übersetzt

Die blaue Zunge. Ein Fall für Avvocato Bustianu

Der geheimnisvolle Mord an einer jungen Frau lässt dem eigenwilligen Anwalt Bustianu keine Ruhe. Einer der spannenden Krimis von Marcello Fois, dessen Advokat in und um Nuoro aktiv ist

Die Banditen von Orgosolo - Porträt eines sardischen Dorfes

dokumentarisch gehaltener, einfühlsamer Bericht (1961) in der Tradition des italienischen Neorealismus von Vittorio de Seta über Menschen und ihre Lebensbedingungen in den Bergdörfern Sardiniens

Fakten

Einwohner
1.639.591
Fläche
23.949 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Hauptstadt
Cagliari
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
14:11 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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