Santa Maria Maggiore

Die Patriarchalsbasilika auf dem Esquilin ist die größte der 80 Marienkirchen Roms (daher maggiore genannt), ihr Glockenturm von 1377 der höchste der Stadt. Hinter der beschwingten Rokokofassade findet man frühchristliche Schätze. Die goldenen Mosaiken im Mittelschiff und im Triumphbogen sowie der Fußboden mit Kosmatenarbeiten gehören zu den schönsten Roms. Die Kassettendecke aus der Zeit des Borgia-Papsts Alexander VI. (1492-1503) ist mit Gold überzogen, das die Spanier den Indianern im eben entdeckten Amerika geraubt hatten. Jedes Jahr wird am Abend des 5. August auf dem Esquilin mit Blüten, Papierschnitzeln oder Laserstrahlen eine weiße Illusion erzeugt, um an die Gründungslegende zu erinnern. In dieser Nacht soll im Jahr 352 die Gottesmutter Papst Liberius aufgetragen haben, an der Stelle, wo er am Morgen Schnee finde, eine Kirche zu bauen.

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