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Essen & Trinken in Rom

An Rom kann man sich kaum satt sehen, sich satt zu essen ist jedoch leicht: Auf die Teller kommt traditionelle Hausmannskost vom Feinsten. Viele Lokale in Rom sind seit Generationen in Familienbesitz. Sogar die berühmteste Eisdiele in ganz Italien wurde 1880 in Rom gegründet. Und an der Piazza Navona wird seit 1938 selbstgerösteter Kaffee nach einem Geheimrezept aufgebrüht. Halb Rom steht dafür Schlange.

Typisch Rom: Deftige Hausmannskost vom Feinsten

In Roms Küchen liebt man es schlicht, traditionelle Gerichte kommen in großen Portionen und ohne Schnickschnack auf den Tisch. Zum Beispiel „Pasta all'amatriciana" (Nudeln mit Tomatensauce und Speck) oder das minimalistische Gericht „Spaghetti Cacio e pepe". Das sind Nudeln mit einer Sauce aus Pfeffer und Käse - die Römer schwören auf Pecorino romano. Frittierte Zucchini-Blüten und Artischocken sind geschätzte Gemüse, und Chicorée kommt als „Puntarelle alla ro¬mana“ mit Öl, Knoblauch und Anchovis daher. Bis heute stehen Ochsenschwanz, und Innereien wie Kutteln und Leber auf der Karte in Lokalen mit echter „cucina romana“.

Gegessen wird mittags zwischen 13 und 15 Uhr, abends öffnen die Restaurants gegen 19:30 Uhr. Viele Römer haben mittags jedoch keine Zeit für die vollständige Mahlzeit. Deshalb ist Street Food in Rom der Renner. Eine echt römische Spezialität sind Suppli, Kroketten aus frittiertem Reis. Und jeder Imbisswagen bietet Porchetta, knusprigen Spanferkelbraten, im Brötchen. Nach der Arbeit strömen die Römer auf einen Aperitivo in die Bar. Seit einigen Jahren werden zum Cocktail oder Wein gratis Häppchen serviert. Während man sich hierzulande mit Nüssen begnügt, biegen sich die Tische in Rom unter Platten und Schüsseln voller Pasta, Pizza und Gemüse. Berühmt für einen gepflegten Aperitivo-Platz sind „Rosati“ an der Piazza del Popolo oder das Kunstcafé „Momart“ in der Viale XXI Aprile 19. Bezahlt wird am Ende nur das Getränk. Der Aperitivo ist in Rom die schönste Art, in Italien einen Abend zu beginnen und kann durchaus das Abendessen ersetzen.

Gelato

Eis essen gehört zu Rom wie überall in Italien. Die berühmteste Eisdiele im Land wurde 1880 von der Familie Fassi gegründet. Sie befindet sich im „Palazzo del Freddo", im Viertel Esquilino. Doch die meistbegehrte Gelateria Roms ist das altehrwürdige „Giolitti". Seit 1930er-Jahren wird in dem holzvertäfelten Salon unweit des Pantheons hervorragendes Gelato verkauft. Wer ankommt, trifft erstmal auf eine lange Schlange.

Kaffee

Kaffee hat in Italien eine lange Tradition. Besonders guten Caffè, Espresso sagt kein Italiener, gibt es im berühmten Café „Sant'Eustachio" an der Piazza di S. Eustachio. Seit 1938 wird der Kaffee dort geröstet und nach Geheimrezept aufgebrüht. Die ungewöhnliche Konsistenz erinnert an Sahne. Andere schwören auf den Capuccino der Rösterei „Tazza d'Oro“ in der Via Degli Orfani 84, hinter dem Pantheon.

Pizza

Pizzerien gibt es in Rom wie Sand am Meer. Typisch für die Stadt ist jedoch die pizza al taglio, die Pizza vom Blech, gebacken in den unzähligen Imbissen oder größeren Bäckereien. Sie wird dünn gerollt und kreativ mit Mortadella, Zucchiniblüten, Parmaschinken oder sogar Feigen belegt. Zu den Top-Adressen gehört das „Pizzarium“ in der Via della Meloria 43 beim Vatikan. Als kulinarisches Highlight gilt in Rom auch die Pizza Bianca, nur mit Olivenöl, Meersalz und etwas Rosmarin gewürzt.

Weinlokale

Über die Stadt verteilt gibt es zahllose Cocktailbars und Irish Pubs. Eine Besonderheit sind die vielen Weinlokale, in denen die Römer zum Apertif zusammensitzen oder den Abend ausklingen lassen. Einheimische treffen sich mit Vorliebe im „Il Vinaietto“, unweit des Campo de' Fiori, einer Mischung aus Weinbar und Geschäft. Hier steht man mit seinem Glas in der Via del Monte della Farina draußen vor dem Lokal. Im Stadtteil Monti ist die kleine Weinbar Fafiuché mit ihrer beachtlichen Auswahl die Adresse für Italiener.

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