Riesengebirge

Riesengebirge Essen & Trinken

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Vor den Augen der Gäste wird das Hausbier gebraut. Besonders beliebt ist das dunkle, 12-prozentige Certák. Auf der Karte stehen vorwiegend deftige Speisen.
Das Restaurant des gleichnamigen Hotels darf sich rühmen, zu den besten der Region zu gehören. Vorbildlich zubereitete Speisen und ein aufmerksamer Service.
Der Küchenchef interpretiert altpolnische Küche und überrascht dabei mit interessanten Einfällen. Wer eselegant-historisch möchte, reserviert im kleinen Danziger Saal einen Tisch.
Internationale Küche, beispielsweise Schweinelendchen in Kapernsoße auf gegrillter Tomate mit Bratkartoffeln.
Seit Jahren gleich bleibende gute Qualität. Auf den Tisch kommt traditionelle böhmische Küche.
Helles, dunkles und Hefebier sind selbst gebraut. Dazu munden in der stimmungsvollen Gaststube mit dem Kachelofen typisch tschechische Gerichte.
Traditionelle böhmische Spezialitäten wie gefüllte Kartoffelpuffer und hausgemachte Obstknödel. Für Schleckermäuler empfehlenswert:die Honigtorte. Schön ist der Blick in der warmen Jahreszeit…
Böhmische Küche, beispielsweise Omas hausgemachter Lendenbraten in Rahmsoße mit Preiselbeeren und Semmelknödel.
Preiswert und gut essen im ältesten Gasthaus von Pec.
Wer sich verwöhnen lassen möchte, geht hierher essen. Vorzüglich:Wildlachsschnitte auf Kartoffelpüree mit Waldpilzen und Spinat oder gegrilltes Kalbsfilet mit Entenleber auf Risotto mit Waldpilzen…
Die Auswahl an Kuchen und Eis ist groß, das Angebot an Plätzen jedoch klein.
Polnische Küche, viele Wildspezialitäten von Tieren aus den heimischen Wäldern.
Breites Speiseangebot, exzellent sinddie Wildgerichte. Große Auswahl an Pfannkuchen mit Quark-, Gulasch-,Erdbeer- oder Champignonfüllung.
Rustikal eingerichtetes Restaurant, indem gute polnische Hausmannskost serviert wird.
In dem rustikalen Restaurant wird polnische Küche serviert.
Eines der wenigen modernen Cafésin der Region.
Weinstube, vor allem mährische Weine vom Fass, und heimische Küche.
Rund um den alten grünen Kachelofender seit Jahrzehnten bekannten Baude lässt man sich Heidelbeerkuchen, Lendenbraten oder Steaks schmecken.

Essen und Trinken

Wer zum Mittag- oder Abendessen plötzlich Lust auf eine andere Küche verspürt, kann seinen Wünschen problemlos nachgeben. Die Grenze ist nah, und ruck, zuck sitzt man in einem Restaurant des Nachbarlandes.

Noch einfacher haben es die Wanderer auf dem Gebirgskamm. Je nach Appetit lenken sie ihre Schritte in eine Baude auf polnischem oder tschechischem Gebiet und können mit Złoty oder Kronen bezahlen, je nachdem, was sie gerade in der Tasche haben. Ein polnisches Restaurant ist am Nationalgericht bigos zu erkennen, ein tschechisches an den Semmelknödeln. Proviant braucht niemand mitzunehmen: Das Angebot mag in manchen Bauden nicht gerade umfangreich sein, doch mit knurrendem Magen und durstiger Kehle muss kein Wanderer weiterziehen.

Die Polen - die Küche in Niederschlesien macht da keine Ausnahme - essen sehr deftig, Süßsaures ist beliebt. Schweinefleisch- und Kartoffelgerichte bestimmen die Speisekarte. Schweinekotelett und Rinderroulade zählen zum Standard und natürlich der Eintopf bigos, für den jeder Koch und jede Hausfrau ihre eigenen Rezepte haben. Guter Bigos wird mehrere Tage vor dem Servieren zubereitet, er mundet - behaupten die Polen - erst richtig, wenn er mehrmals aufgewärmt wurde.

Zu einem guten polnischen Essen gehören neben dem Hauptgericht noch Suppe und Nachspeise. Als Suppe können Sie barszcz probieren, eine klare, gesäuerte Suppe aus Roten Beten, oder flaki, fein geschnittene Kutteln in scharfer gewürzter Fleischbrühe. Wer dazu landestypisch trinken möchte, bestellt sich Wodka. Einen vorher, um den Magen zu wärmen, und einen hinterher, um die Verdauung anzuregen.

Die Brauereien in Tschechien haben Tradition, ihre Biere sind weithin bekannt. Bier gilt hierzulande als Nahrungsmittel. Nach einem frisch gezapften Bier geht man zur Suppe über, fabelhaft schmeckt die Riesengebirgszwiebelsuppe mit Waldpilzen, Fleischstückchen, Kartoffeln und gerösteten Weißbrotwürfeln. Und dann kommt das Hauptgericht - Schweinebraten mit Knödeln und Kraut. Mittlerweile hat es sich bis nach Amerika herumgesprochen: Das ist das Leib- und Magengericht der Einheimischen. Leider haben sich in jüngster Zeit nicht wenige Gaststätten von diesem Synonym für böhmische Küche getrennt, weil sie meinen, mit Schnitzel und Steaks weltoffene Küche präsentieren zu müssen. Anstelle der Knödel reicht man Pommes, Kroketten oder Reis, obwohl es unzählige Knödelvariationen gibt. Wer übrigens den Namen Knödel aufgebracht hat, vermag niemand zu sagen. Eins weiß man jedoch: Sie dampften bereits aus den Schüsseln, als man noch keine Kartoffeln kannte. Sie sind weich und locker - sofern es sie denn gibt. Im Unterschied zum bayerischen Knödel sind die tschechischen knedlíky nicht rund, sondern werden in Scheiben geschnitten serviert.

Die Mehlspeisen in Böhmen sind traditionell hervorragend, und so sollte ein echt böhmisches Essen mit einer Mehlspeise als Nachtisch enden, doch auch hier ist im Riesengebirge die Auswahl neuerdings nicht mehr üppig. Palatschinken, also Eierkuchen, werden fast immer angeboten. Buchteln dagegen, das süß gefüllte Hefegebäck, nur noch selten. Wer mit der deftigen und fetten böhmischen Küche seine Probleme hat, sollte einen Becherovka verlangen, den aus 19 Kräutern in Karlsbad hergestellten Magenbitter.

Pilze isst man in beiden Gebirgsteilen gern. Sobald die ersten aus dem Waldboden schauen, ziehen die Menschen mit Körben zum Sammeln los. Was nicht in den Restaurants oder auf dem heimischen Herd landet, bieten - zumindest in Polen - die fleißigen Sammler auf den Märkten zum Verkauf an.

In den letzten Jahren öffneten auch Restaurants, die sich die Küche anderer Länder zum Vorbild nehmen. Im polnischen Teil des Riesengebirges ist das häufiger der Fall als im tschechischen. Am häufigsten sind Pizzerias. Cappuccino, italienisches Eis und westliche Alkoholika haben inzwischen auch die Gaumen der Polen und Tschechen erobert. Stilvolle Cafés gibt es aber in beiden Ländern immer noch viel zu wenige. Den Kaffee trinkt man in Polen überwiegend türkisch, also mit Kaffeesatz, in Tschechien wird er meist gefiltert.

Für Deutsch sprechende Gäste gibt es in beiden Ländern in der Mehrzahl der Restaurants zweisprachige Speisekarten, selbst in den Gebirgsbauden. Auch spricht das Bedienungspersonal fast immer ein wenig Deutsch.

Spezialitäten

Polnische Gerichte

Barszcz

kräftige Rote-Bete-Suppe, abgeschmeckt mit Essig - dazu eine fleischgefüllte Pastete

Bigos

Eintopf aus Weißkohl und Sauerkraut mit verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten, dazu gibt es Brot

Czernina

Gänse- oder Enten-Schwarzsauer, das mit Nudeln oder Klößen serviert wird

Gołąbki

mit Reis oder Buchweizen und Schweine- oder Lammfleisch gefüllte Kohlrouladen

Kapuśniak

Sauerkrautsuppe mit gewürfelten Kartoffelstückchen und Schweinebauch

Karp po polsku

Karpfen mit einer würzigen braunen Pfefferkuchensoße mit Mandeln, Rosinen und Bier

Pierogi

Teigtaschen (Piroggen), gefüllt mit Sauerkraut, Pilzen, Gehacktem oder Sauerkraut; auch süß mit Quark

Placki ziemniaczane

Kartoffelpuffer mit Zucker oder Sahne

Tschechische Gerichte

Bramborová polevka

dickflüssige, sättigende Kartoffelsuppe in vielen Variationen

Buchty

ein auch Buchtel genannter, goldbraun gebackener Kuchen, gefüllt mit Blaubeeren, Mohn, Quark oder Pflaumenmus, dazu warme Vanillesoße

Drstková polevka

fein geschnittene, in einer kräftigen Brühe gekochte Rindermägen, bekannt als Kuttelflecke

Houbová smažnica

Pilzpfanne sagt man im Deutschen zu den mit Tomate und Zwiebel geschmorten Waldpilzen

Karlovarsky knedlík

in einer Serviette gekochter, mit einem Zwirnsfaden in dicke Scheiben geschnittener, länglicher Mehlkloß - der Serviettenknödel

Palačinky

Palatschinken sind süß gefüllte Eierkuchen mit übergesiebtem Puderzucker

Vepřová pecená

mit Kümmelgewürzter Schweinebraten, dazu gibt es Knödel, Sauerkraut und Soße