Rhodos (Insel)

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Willkommen auf Rhodos!

Auf Rhodos ist die Sonne zu Hause. Die alten Hellenen glaubten, Göttervater Zeus habe Griechenlands viertgrößte Insel bei der Verteilung der Welt dem Sonnengott Helios zugesprochen. Die Meteorologen zählen hier 270 Sonnentage im Jahr, Niederschläge fallen vor allem im Winter. Sie machen Rhodos im Zusammenwirken mit zwei neuen Stauseen zu einer grünen und fruchtbaren Insel.

Viele Hügel und Berge sind mit Wäldern bedeckt. Weintrauben, Olivenbäume und Orangen gedeihen prächtig, auch Getreide wird angebaut. In den kahleren Regionen weiden Schafe und Ziegen, Imker stellen überall in der Landschaft ihre bunten Kästen auf. Wirtschaftlich bedeutsamer ist freilich schon seit langem der Fremdenverkehr. Schon während der italienischen Besatzungszeit in der ersten Hälfte des 20. Jhs. entstanden komfortable Hotels. Heute zählt außer Kreta keine andere der fast 100 bewohnten griechischen Inseln mehr Touristen als das 1396 km2 große Rhodos. Zu Strandurlaubern und Kulturreisenden kommen noch Hunderttausende Kreuzfahrttouristen hinzu, deren Luxusschiffe im Sommerhalbjahr täglich zu mehreren im Hafen von Rhodos-Stadt vor den mittelalterlichen Stadtmauern liegen.

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Erhöhte Regenwahrscheinlichkeit
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sehr gut
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August
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gut
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November
mittel
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Dezember
mittel
17°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Freitag / 03.04.2020
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Samstag / 04.04.2020
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Anreise

1d 13h 42min
2d 3h 2min
3h
Frankfurt am Main
Rhodos (Insel)
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Entdecken Sie Rhodos!

Auf Rhodos ist die Sonne zu Hause. Die alten Hellenen glaubten, Göttervater Zeus habe Griechenlands viertgrößte Insel bei der Verteilung der Welt dem Sonnengott Helios zugesprochen. Die Meteorologen zählen hier 270 Sonnentage im Jahr, Niederschläge fallen vor allem im Winter. Sie machen Rhodos im Zusammenwirken mit zwei neuen Stauseen zu einer grünen und fruchtbaren Insel.

Viele Hügel und Berge sind mit Wäldern bedeckt. Weintrauben, Olivenbäume und Orangen gedeihen prächtig, auch Getreide wird angebaut. In den kahleren Regionen weiden Schafe und Ziegen, Imker stellen überall in der Landschaft ihre bunten Kästen auf. Wirtschaftlich bedeutsamer ist freilich schon seit langem der Fremdenverkehr. Schon während der italienischen Besatzungszeit in der ersten Hälfte des 20. Jhs. entstanden komfortable Hotels. Heute zählt außer Kreta keine andere der fast 100 bewohnten griechischen Inseln mehr Touristen als das 1396 km2 große Rhodos. Zu Strandurlaubern und Kulturreisenden kommen noch Hunderttausende Kreuzfahrttouristen hinzu, deren Luxusschiffe im Sommerhalbjahr täglich zu mehreren im Hafen von Rhodos-Stadt vor den mittelalterlichen Stadtmauern liegen.

Diese kleine, auf drei Seiten vom Meer umgebene Metropole an der Nordspitze des Eilands ist allein schon eine Reise nach Rhodos wert. Die nahe Türkei hat man von ihren Ufern aus immer im Blick. Sie prägte das Antlitz von Stadt und Insel entscheidend mit. Die Johanniterritter, die Rhodos im Mittelalter über 300 Jahre lang beherrschten, errichteten Stadtmauern und Burgen zum Schutz vor den Truppen des Sultans. Danach war Rhodos fast 400 Jahre lang Teil des Osmanischen Reichs, das außer Griechenland und der heutigen Türkei weite Teile des östlichen Mittelmeerraums umfasste. Und selbst die Italiener, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts den Dodekanes regierten, waren von der islamischen Welt fasziniert und schmückten die Insel mit fotogenen Bauten in einem von Tausendundeiner Nacht inspirierten Stil. So finden Sie in der einzigartigen Altstadt von Rhodos und in der Uferzone am Mandráki-Hafen die Gelegenheit zu einem Bummel durch vergangene Jahrhunderte. Die ausgedehnte Neustadt hingegen liefert einmal mehr den Beweis für die Einfallslosigkeit moderner griechischer Architektur und das Fehlen jedweder Stadtplanung. Dafür bietet sie mit ihren unzähligen Restaurants, Cafés, Bars und Diskotheken Zerstreuung für strand- und besichtigungsfreie Stunden. Hier sind auch die hauptsächlich von einheimischer Klientel lebenden Geschäfte zu finden, die die aktuelle Mode aus Athen und vor allem Italien präsentieren und eine unglaubliche Auswahl mutigen griechischen Schuhdesigns ausstellen.

Von der Stadt Rhodos aus hat sich der Tourismus in den letzten Jahrzehnten immer weiter nach Süden ausgedehnt. Ixiá und Ialissós an der Westküste sind schon ganz in den städtischen Bereich einbezogen, an der Ostküste ist mit Faliráki der bedeutendste Badeurlaubsort der Insel entstanden. Danach nimmt die Hoteldichte etwas ab, doch bis zum Flughafen an der Westküste und bis Gennádi tief drunten im Südosten bleiben die strandreichen Küsten touristisch geprägt. Als zeitlose Oase liegt das Bilderbuchdorf Líndos zwischen Stränden und antik-mittelalterlicher Akropolis an der Ostküste: Tagsüber drängen sich Menschenmassen durch seine Hauptgassen, abends, wenn es wieder ruhig geworden ist, genießen die hier untergekommenen Urlauber das Flair eines historischen Inseldorfs.

Wer einsame und dennoch gute Strände sucht, wird ganz im Inselsüden fündig. Zwischen Gennádi und Plimmíri an der Ost- sowie zwischen Kattaviá und Monólithos an der Westküste sind lange Abschnitte noch völlig frei von Sonnenschirmen und Strandliegen. Nur an der äußersten Südspitze herrscht mehr Trubel: Da hat sich der riesige Sandstrand von Prassoníssi zu einem Treffpunkt der Starkwindsurfer aus aller Welt entwickelt, die hier nicht nur in Pensionen, sondern auch in Zelten und Wohnwagen übernachten. Eigentlich ist das nicht erlaubt, doch mit der so sympathischen, typisch griechischen Ungezwungenheit lässt man auch sie gewähren. Die meisten Rhodier können staatlicher Autorität wenig abgewinnen und schätzen jede Art von individueller Freiheit.

Das etwa 120 000 Einwohner zählende Rhodos hat aber nicht nur eine 220 km lange Küstenlinie zu bieten. Im Inselinnern enthüllt sich die Schönheit der Insel auf andere Art. Dort liegen noch viele stille Dörfer, von denen die meisten stark unter der Abwanderung in die Stadt und in die Touristenzentren leiden. Umso gastfreundlicher geben sich ihre zumeist älteren Bewohner. Wer das Ungewöhnliche sucht, findet selbst in diesen Oasen der Ruhe kleine Pensionen und Hotels – und auf jeden Fall Tavernen, in denen regionale Küche und exzellente Hausmannskost mit Olivenöl aus familieneigenem Anbau gepflegt werden.

Rhodos ist im Gegensatz zu vielen anderen ägäischen Inseln grün. Milde, regenreiche Winter sorgen für eine überaus artenreiche Flora. Rund ein Drittel der Insel ist zudem mit Wäldern bedeckt, ein nach mediterranen Maßstäben ungewöhnlich hoher Prozentsatz. Kulturell hat Rhodos auch außerhalb seiner Hauptstadt sehr viel zu bieten. Eine Reihe mittelalterlicher Kreuzritterburgen säumen die Küsten. Archäologen stießen nicht nur in der Metropole auf die Spuren antiker Siedlungen, sondern legten auch die antike Stadt Kamirós sowie die Akropolis von Ialissós frei. Auf dem markanten Fels von Líndos ragen aus den mittelalterlichen Burgmauern sogar die zierlichen Säulen eines antiken Tempels auf. Von der frühchristlichen Zeit zeugen die Grundmauern großer Basiliken. Mittelalterliche Kirchen sind mit wertvollen Fresken geschmückt oder bergen kostbare Ikonen. Immer mehr alte Klöster werden nach längerer Pause wieder von Mönchen und Nonnen bewohnt. Doch auch Rhodos geht mit der Zeit: Auf kaum einer anderen griechischen Insel gibt es mehr (von den Einheimischen mit sehr gemischten Gefühlen gesehene) All-inclusive-Anlagen, das Wassersportangebot reicht vom Tauchen bis zum Kitesurfen, sogar ein Golfplatz ist vorhanden. Spezialisten bieten geführte Mountainbiketouren und Wanderwochen an, kulinarisch können Sie sich vor allem in der Metropole auf Weltreise begeben. Und dann sind da ja noch die vielen kleinen Nachbarinseln – und die Türkei. Rhodos ist die Hauptinsel des aus 19 ständig bewohnten Inseln bestehenden Archipels des Dodekanes. Mit Fähren, Ausflugsdampfern und Katamaranen kann man viele von ihnen auf Tagestouren besuchen. Zudem sorgt das in den letzten Jahren recht entspannte Verhältnis Griechenlands zur Türkei dafür, dass man Touren in verschiedene Orte an der anatolischen Küste unternehmen kann, die fast zwei Jahrtausende lang das natürliche Hinterland der Insel waren.

Praktische Hinweise

Anreise

Direkte Charterflüge werden vom Beginn der Osterferien bis Ende Oktober von vielen Flughäfen in Deutschland und Österreich aus angeboten (ab Hamburg beträgt die Flugzeit 3 Std. 30 Min., ab Salzburg 2 Std. 50 Min.). Linienflüge sind fast immer mit Umsteigen in Athen verbunden. Der Flughafen von Rhodos liegt 14 km südlich der Hauptstadt. Linienbusse fahren etwa halbstündlich in den Ort.

Auskunft
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Holzgraben 31, 60313 Frankfurt/ M., Tel. 069 2578270, info@visitgreece.com.de

Opernring, 1010 Wien, Tel. 01 5125317, grect@vienna.at

Auto

Es genügt der nationale Führerschein. Die Mitnahme einer internationalen grünen Versicherungskarte für das eigene Fahrzeug ist empfehlenswert. Pannenhilfe leistet der griechische Automobilclub ELPA insel- und landesweit: 10400. Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften beträgt  50 km/h, auf Landstraßen sind maximal 90 km/h erlaubt. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 für  Autofahrer, bei 0,2 für Motorradfahrer.

Banken & Geld

Banken und Postämter wechseln Geld und lösen Reiseschecks ein. Öffnungszeiten: Banken Mo–Do 8–14, Fr 8–13.30 Uhr; Postämter s. unter Post. An Geldautomaten sind Abhebungen mit einer EC- oder
Kreditkarte sowie mit der Postsparcard möglich.

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Honorarkonsulat

Amerikís55Rhodos-Stadt2241037125rhodos@hk-diplo.de

Österreichisches Konsulat

Iróon Politechníou21Rhodos-Stadt2241075738savvaspapageorgiou@gmail.com

Schweizer Konsulat

Georgíou Efstathíou 8 Rhodos-Stadt2241036155rhodos@honrep.ch

Einreise

Ein gültiger Personalausweis ist ausreichend (auch für Türkeiausflüge). Kinder unter 12 Jahren benötigen einen Kinderreisepass.

Gesundheit

Allgemeines Krankenhaus (Jenikó Nossokomío): Rhodos-StadtLeof. Georgíou Papandréou, Menkávli2241080000. Die Apotheken (farmakíon) sind offiziell samstags und sonntags geschlossen. Der Notdienstplan hängt im Fenster aus. Eine Auslandskrankenversicherung ist zu empfehlen.

Internet & Wlan

Das Internet ist in Griechenland ebenso schnell und modern wie in Mitteleuropa. Besser als an vielen anderen Orten auf der Welt sind die Möglichkeiten, kostenlos über WLAN ins Netz zu kommen. Freies WLAN (hier WiFi – sprich WaiFai – genannt) bieten nicht nur fast alle Hotels und Pensionen, sondern auch nahezu alle Tavernen, Bars und Kaffeehäuser selbst in den entlegendsten Dörfern.

Notruf

Polizei: 112; Touristenpolizei Rhodos-Stadt: 2241023329Odós Papágou/Odós Makaríou

Öffnungszeiten

Geschäfte für den touristischen Bedarf sind täglich von etwa 10 bis 23 Uhr geöffnet, Supermärkte meist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr. Viele nichttouristische Geschäfte bleiben montags und mittwochs nachmittags geschlossen. Die in diesem Reiseführer angegebenen Öffnungszeiten für Museen und Ausgrabungen sind Kernöffnungszeiten; manchmal werden sie in der Hochsaison ausgedehnt. Die meisten Restaurants auf Rhodos haben in der Hochsaison täglich geöffnet.

Post

Die Postämter sind normalerweise Mo–Fr 7.30–15 Uhr geöffnet, das Hauptpostamt Rhodos-Stadt (Platía DimarchíouMandráki) Mo–Fr 7.30–20 Uhr. Briefmarken gibt es gegen Aufpreis auch an manchen Kiosken und Hotelrezeptionen sowie in vielen Souvenirläden.

Preise

Das Preisniveau auf Rhodos entspricht in etwa dem deutschen. Öffentliche Verkehrsmittel sind deutlich preiswerter, Lebensmittel deutlich teurer. Zu allen staatlichen Museen und archäologischen Stätten haben Jugendliche unter 18 Jahren sowie ältere Schüler und Studenten aus Mitgliedsländern der Europäischen Union freien Eintritt. Senioren aus EU-Ländern ab 65 Jahren erhalten dort bei Vorlage ihres Ausweises ermäßigten Eintritt.

Reisezeit

Mit Ausnahme der regnerischen und stürmischen Zeit von Dezember bis Mitte März herrscht immer Urlaubsklima. Besonders grün und blütenreich präsentiert sich die Insel im Frühjahr zwischen März und Mai. Als Ausgleich für weniger Farbenpracht bieten der Oktober und November angenehme Meerwassertemperaturen. Juli und August sind wegen der Hitze für Wanderer und Kulturreisende am wenigsten geeignet.

Strom

220 Volt Wechselstrom, Mitteleuropäische Stecker passen meist.

Taxi

Die Taxis stehen am Flughafen, vor den großen Hotels und am Taxistand in Rhodos-Stadt (Mandráki). Telefonische Bestellung unter 2241064734 oder 2241064712. Man kann Taxen auch auf der Straße anhalten. Die Taxitarife liegen trotz höherer Benzinkosten noch erheblich unter den deutschen.

Telefon & Handy

Am günstigsten telefonieren Sie von den vielen Kartentelefonen aus, die selbst im kleinsten Dorf zu finden, aber nicht immer intakt sind. Telefonkarten für 4 Euro gibt es an Kiosken und in vielen Supermärkten. Handys sind weit verbreitet; die Flächendeckung ist gut. In einigen Gebieten der Insel sind türkische Netze stärker als die griechischen und bieten sich zuerst an – wer nicht über die Türkei telefonieren will, muss sich also einen anderen Roamingpartner suchen.

Die Vorwahl für Griechenland lautet 0030, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041; anschließend für Griechenland die zehnstellige Rufnummer, für Deutschland, Österreich und die Schweiz die Ortsnetzkennzahl ohne die Anfangsnull.

Toiletten

Außer in sehr guten Hotels und Restaurants darf benutztes Toilettenpapier nicht ins Klobecken, sondern wegen der Verstopfungsgefahr nur in dafür bereitstehende Eimer oder Papierkörbe geworfen werden.

Trinkgeld

Es ist üblich, den Rechnungsbetrag um 5–10 Prozent aufzurunden, je nach Zufriedenheit. Man lässt das Trinkgeld auf dem Tisch liegen; Beträge unter 50 Cent sind beleidigend.

Zeit

In Griechenland ist es ganzjährig eine Stunde später als in Mitteleuropa.

Zeitungen

Ausländische Tageszeitungen, Magazine und Zeitschriften können Sie überall auf der Insel schon am Erscheinungstag bekommen. In Griechenland selbst wird das gute deutschsprachige Wochenblatt
„Griechenland-Zeitung“ (www.griechenland.net) herausgegeben. Unter www.ekathimerini.com finden Sie die englische Onlineausgabe der großen griechischen Tageszeitung „Kathimeriní“.

Zoll

Für den privaten Verbrauch bestimmte Waren dürfen zwischen Deutschland, Österreich und Griechenland frei ein- und ausgeführt werden. Die Obergrenzen liegen bei 800 Zigaretten, 110 l Bier, 90 l Wein und 10 l Spirituosen pro Person. Auskünfte unter www.zoll.de. Für Schweizer gelten andere Obergrenzen (www.ezv.admin.ch): 250 Zigaretten und 5 l Wein.

Was kostet wie viel?

Mietwagen

Ab 20 Euro/Tag für einen Kleinwagen

Kaffee

1,50–2,50 Euro für eine Tasse Mokka

Wasser

1 Euro für 1 l Mineralwasser

Schirm

6–8 Euro für Schirm und zwei Liegen am Strand

Benzin

Etwa 1,80 Euro für 1 l Super

Imbiss

2,30 Euro für ein Giros mit Pitta

Eselsritt

5 Euro pro Person in Líndos

Events, Feste & mehr

Feste Feiertage
1. Januar

Neujahr

6. Januar

Epiphanias

25. März

Nationalfeiertag

1. Mai

Tag der Arbeit

15. August

Mariä Entschlafung

28. Oktober

Nationalfeiertag

25./26. Dezember

Weihnachten

Bewegliche Feiertage
27. Februar 2017

Rosenmontag

14. April 2017

Karfreitag

16./17. April 2017

Ostern

4./5. Juni 2017

Pfingsten

Feste & Veranstaltungen
März–Mai

Rosenmontag: Großer Karnevalsumzug in Kremastí. Überall auf Rhodos fahren Familien und Freundeskreise aufs Land, machen Picknick und lassen Drachen steigen. In der Stadt Rhodos ist der Rodíni-Park der Schauplatz dafür.

25. März: Nationalfeiertag zur Erinnerung an die griechische Erhebung gegen die türkische Fremdherrschaft 1821; Kranzniederlegungen und Paraden, bei denen Schulkinder oft Trachten tragen

Karfreitag: gegen 21 Uhr Prozession in allen Orten (außer in Archángelos, dort erst gegen Mitternacht)

Ostersamstag: Ostermesse ab 23 Uhr. Kurz vor Mitternacht erlöschen in den Kirchen alle Lichter bis auf das ewige Licht. Um 24 Uhr verkündet der Priester die Auferstehung Christi. Alle Kirchenbesucher entzünden Kerzen, die Jugend veranstaltet mit Krachern, Böllern und Raketen ein lautstarkes Feuerwerk.

Juni

Dritte Juniwoche: Internationales Ecofilms-Festival in Rhodos-Stadt mit umweltbezogenen Filmen jeder Art

Juli

16./17. Juli: Kirchweihfest in Koskinóu mit viel Folklore.

19. Juli: Abends großes Kirchweihfet mit volkstümlichem Jahrmarkt an den ehemaligen Hotels auf dem Profítis Ilías

25.–27. Juli: Kirchweihfest in Kattaviá mit Volksmusik und -tanz

29. Juli: Abends Kirchweihfest am Kloster Ágios Syllas bei Soróni mit Musik, Tanz und Eselsrennen

August

Erste Augusthälfte: Ialísia, Kultur- und Folklorefestival in Ialissós mit Volkstänzen, Konzerten, Kunstausstellungen und Sportwettkämpfen

14.–23. Aug.: Muttergottesfest in Kremastí mit einem Jahrmarkt, Kunsthandwerksausstellungen, Tanz und Musik

September

7./8. Sept.: Massenwallfahrt zum Gipfelkloster Tsambíka. Der Weg hinauf ist abends beleuchtet.

13.–15. Sept.: großes Kirchweihfest in Kallithies mit viel Folklore in Kallithiés

Zweite Septemberhälfte: Weinfest in Émbonas mit Volkstanzgruppen aus ganz Rhodos

Im Trend

Bergauf
Fels-Dorado

Rhodos zieht Kletterer magisch an. Die Ausrüstung gibt es bei Adventure and NatureOdós Karpáthou3Rhodos-Stadt und von dort geht es nach Kallithéa. Nach dem abwechslungsreichen Aufstieg belohnt der Blick aufs Meer. Größere Herausforderungen bieten die präparierten Felswände von Ladikó. Wer lieber in Poolnähe bleibt, ist im Esperides Beach HotelFalirákiwww.esperia-hotels.gr richtig. Die Kletterwand liegt über dem Schwimmbecken.

Landestypisch
Griechisch für Anfänger

Auf Rhodos gibt es immer mehr Kurse, mit denen die Gäste die Inselküche kennen lernen können. Das Hotel Irene PalaceKolímbiawww.irenepalace.gr verrät das Geheimnis des zuckersüßen Gebäcks . In den Holiday VillagesKolímbiawww.holidayvillagerodos.com werden ebenfalls Rezepte ausprobiert . Enjoy Rhodeswww.enjoyrhodes.gr bietet eine Reihe von Kochkurse an – selbst die Oliven für das Essen können Sie selbst ernten.

Wo man sich bettet
Das i-Tüpfelchen

Auf Rhodos schießen haufenweise neue, coole Hotels aus dem Boden. So wie das Aquagrandwww.aquagrand.gr in Líndos, das es trotz seiner fünf Sterne geschafft hat, nur lokale Baumaterialien zu verwenden. Mit besonderem Service punktet das The Kresten Royal Villas & SpaLeofóros Kallithéaswww.thekrestenroyal.gr in Kallithéa. Privatpool und Butlerservice sind hier ganz normal! Extrem stylish ist das Nikos Takis Fashion HotelLeofóros Panetíou26Rhodos-Stadt . Die Herberge ist ja schließlich auch das Baby der namensgebenden Designer.

Nächtlicher Treffpunkt
Platía Aríonos

Ehemals ein ruhiger Platz, wandelt sich die Platía Aríonos langsam zum Szenetreff. Tagsüber zieht es Touristen vorallem wegen des Türkischen Bads hierher, dabei lohnt sich ein Besuch gerade auch nach Sonnenuntergang. Rund um den Platz treffen sich die jungen und schönen Einwohner; zum Smalltalk unter den alten Bäumen, auf den Stufen oder aber in einem der Lokale am Aríonos-Platz. Beliebtester Treff ist das BelonAríonos Platía2, das sich dem Fortschreiten der Nacht von einer Bar zum Club wandelt. Solch eine gute Mischung bietet auch das Rogmi Tou ChronouAríonos Platía4rogmitouxronou.gr. Im Erdgeschoss kann man mit einem Glas Wein entspannt den Abend einläuten, während eine Etage höher der DJ für eine volle Tanzfläche sorgt. Regelmäßg finden hier auch Konzerte statt.

Rhodische Verkostung
Soúma

Am Fuß des Atáviros wachsen nicht nur Trauben für den rhodischen Wein, sondern auch die Zutaten für den Diesen Tresterschnaps können Sie in der Weinkelterei Merkourisan der Straße Émbonas-Monólithos oder bei der Familie Kounaki in Émbonas K. Ydraíou25 probieren. Seit 1928 keltern die Weinbauern aus den Inseltrauben Soúma und vergären den Wein zu hochwertigem Essig. Siána ist die Hauptstadt des Getränks. In dem Ort im Inselinnern wird jeden Sommer ein großes Fest zu Ehren des hochprozentigen Drinks gefeiert. Die Anwohner servieren dann auch ihre selbstgebrannten Schätze. Einen der besten bekommen Sie in der gemütlichen Tavérna Elafia direkt am Kirchplatz!

Bloss nicht

Einschüchtern lassen

Reiseleiter leben auch von Provisionen, große Reiseveranstalter kalkulieren sie von vornherein mit ein. Die meisten Reiseleiter informieren ihre Gäste zwar offen und ehrlich übers Reiseziel – manch schwarze Schafe versuchen den Reisenden jedoch Angst einzuflößen, damit sie den Mietwagen bei ihnen buchen und an organisierten Ausflügen teilnehmen, statt mit dem Linienbus oder Taxi zu fahren. Rhodos ist in jeder Hinsicht eine ungefährliche Insel – Angst vor Einheimischen braucht hier niemand zu haben. Nur im Zentrum von Faliráki sollten Sie sich spätabends vor zumeist jungen britischen Hooligans in acht nehmen, die leider viel zu oft betrunken Schlägereien anfangen.

Drauflosfotografieren

Viele Rhodier lassen sich gern fotografieren, hassen aber Urlauber, die sich wie Jäger aufführen. Bevor Sie auf den Auslöser drücken, sollten Sie daher mit einem Lächeln das Einverständnis des „Motivs“ einholen.

Zu spärlich bekleidet sein

Am Strand und in den Badeorten haben sich die Griechen an viel nackte Haut gewöhnt. In den Binnendörfern und in der Altstadt aber macht man sich durch allzu knappe Bekleidung lächerlich. In Kirchen und Klöstern müssen Knie und Schultern bedeckt sein; ein Kopftuch ist nicht erforderlich.

Sich vom Fischpreis überraschen lassen

Frischer Fisch ist in Griechenland in Restaurants und Tavernen unverschämt teuer. Man sollte sich den Kilopreis nennen lassen und beim Auswiegen dabei sein, um beim Bezahlen unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Brandgefahr unterschätzen

Die Waldbrandgefahr auf Rhodos ist groß. Raucher werden um besondere Vorsicht gebeten.

Das Hupen vergessen

Griechen sind Meister im Kurvenschneiden. Halten Sie sich rechts und hupen Sie an unübersichtlichen Stellen.

Dem Kir Royal verfallen

Schmuck- und Pelzhändler laden ihre Ladenbesucher gern zu einem Glas Kir Royal, Whisky, Ouzo oder Sekt während des Verkaufsgesprächs ein. Wer sich darauf einlässt, sollte seine Kaufentscheidung vielleicht auf einen zweiten Besuch verschieben.

Anzahlungen leisten

Rhodische Hoteliers und Ferienhausanbieter verlangen von Kunden, die bei ihnen direkt buchen, oft hohe An- oder sogar Vorauszahlungen. Wer das Quartier nicht persönlich kennt, sollte sich höchstens auf eine Kreditkartengarantie für die erste Nacht einlassen.

Stichworte

Alternative Energien

Rhodos wird nicht nur von der Sonne verwöhnt, sondern auch vom Wind. Während die Solarenergie bisher aber von Privatleuten und Hoteliers fast ausschließlich zur Warmwasserbereitung genutzt wird, drehen sich vermehrt große Windräder zur Stromerzeugung auf der Insel. Seit 1994 nämlich ist die bisher noch staatliche Elektrizitätsgesellschaft DEI verpflichtet, von Privatunternehmen eingespeiste Windenergie abzunehmen. Damit ergänzt sie die Kapazitäten ihres Inselkraftwerks bei Soróni, das mit Masut, einem besonders billigen und schadstoffreichen Erdölderivat, betrieben wird, das vor allem aus der Ukraine angeliefert wird.

Fauna

Katzen sind in Dörfern und Städten allgegenwärtig, Schafe und Ziegen sind die am häufigsten zu sehenden Nutztiere. Esel und Maultiere werden fast nur noch zum Touristentransport in Líndos benötigt, Traktoren haben die Maultiere ersetzt. Die frei lebenden Säugetiere der Insel wie Wiesel, Marder, Fuchs und Dachs bekommt man fast nie zu sehen. Anders die etwa 70 Stück Damwild, die als Hirsch und Hirschkuh zugleich die Wappentiere von Rhodos sind. Sie leben noch in freier Wildbahn sowie in einem 70 000 m2 großen Freigelände im Rodíni-Park.

Besonders groß ist die Artenvielfalt bei Insekten und Schmetterlingen. Beim Bergwandern können Sie – meist harmlosen – Schlangen begegnen. Traurig sieht es heute in ganz Griechenland mit dem Fischbestand aus. Jahrzehntelanges Fischen mit Dynamit hat die Schwärme dezimiert, und die fortschreitende Verschmutzung des Meers trägt ebenfalls ihren Teil zur Verringerung der Bestände bei. Außerdem nehmen es manche Fischer mit den Fangzeiten nicht so genau und holen etwa die kleinen marídes (Weißfische) vor dem ersten Laichen aus dem Wasser, weil sie da angeblich am besten schmecken.

Flora

Für Botaniker ist Rhodos eine Fundgrube: 29 Pflanzenarten kommen nur hier vor. Im Norden und im Innern gibt es noch viel Wald, mit italienischen Zypressen und Aleppokiefern. Auch Edelkastanien und Dattelpalmen kommen vor.

Typisch für die griechischen Inseln sind die vielen verschiedenen, oft stacheligen und ineinander verhakten Sträucher an den Berghängen und in trockenen Ebenen – z. B. Wacholder, Ginster, Mastixstrauch – und die manchmal fast betäubend duftenden Kräuter wie Oregano, Thymian und Lavendel. Den Zitrusfrüchten und Weintrauben können Sie geradezu beim Wachsen und Reifen zusehen. Allerdings ernten die Bauern nur noch für den einheimischen Bedarf Obst und Gemüse.

Griechischer Kaffee

Die schwarze Brühe in der weißen Mini-Mokkatasse hieß jahrzehntelang völlig korrekt „türkischer Kaffee“ – die Art der Zubereitung stammt nämlich aus der Türkei. Die Umbenennung hat eine Kaffeefirma mit einer nach griechischen Maßstäben gigantischen Werbekampagne in den 1970er-Jahren durchgesetzt. Zur Zubereitung braucht man fein gemahlenen, hellbraunen Mokka, Zucker, ein spezielles Gefäß aus Aluminium, Messing oder Kupfer mit langem Stiel, bríki genannt, einen Löffel, Wasser, eine kleine Gasflamme und etwas Fingerspitzengefühl. Kaffee und Zucker werden zusammen aufgekocht, für einen métrio (mittelstark und -süß) je ein Löffel. Kenner behaupten, es gebe eine zweistellige Zahl von Varianten. Einsteiger können sich außer dem métrio zunächst die Bezeichnungen skétos (schwarz), glikós (süß) und varíglikos (süß und stark) merken.

Ikonen

Sie sind auf Rhodos allgegenwärtig. Man findet sie in Kirchen und Privathäusern, in Souvenirgeschäften und Diskotheken – überall dort, wo etwas geschützt werden soll. Ikonen sind nämlich etwas ganz anderes als fromme Bilder in unseren Kirchen. Sie sind „Tore zum Himmel“, sie bringen den Heiligen ins Haus. Darum werden Ikonen behandelt, als wären sie der oder die Heilige selbst.

Kamáki

Kamáki heißt „Harpune“, und in der neugriechischen Umgangssprache bedeutet „Harpune machen“ so viel wie „Frauen aufreißen“. Der Kamáki (Plural: kamákia) ist ein Kollege des italienischen Papagallo. Lange Hosen mit messerscharfer Bügelfalte oder eine schicke Jeans und blitzblanke Schuhe sind seine Dienstkleidung, dazu ein frisches Hemd in der Modefarbe der Saison und ein Goldkettchen mit Kreuz auf möglichst behaarter, halb entblößter Brust.

Die rhodischen Adonisse gelten als die Champions unter den griechischen „Harpunen“. Sicher sind vor ihnen nur die einheimischen Mädchen, deren „Tugend“ immer noch von strengen Vätern, Brüdern und Onkeln überwacht wird.

Koloss von Rhodos

Er war eines der sieben Weltwunder der Antike und wurde von Chares von Líndos 294 bis 282 v. Chr. in Bronze gegossen. 50 Jahre später wurde er bei einem Erdbeben zerstört. Die Statue des Sonnengotts Helios soll 33 m hoch gewesen sein, doch leider wissen wir nicht, wie sie ausgesehen hat. Aber wahrscheinlich hat der Koloss nicht breitbeinig über der Hafeneinfahrt gestanden, wie die Überlieferung lange behauptete.

Komboloia

Viele rhodische Männer halten gern eine Art Perlenkette in der Hand. Sie hat keinerlei religiöse Bedeutung wie etwa der Rosenkranz oder die islamische Gebetskette, sondern dient einzig und allein dem Zeitvertreib.

Müllbeseitigung

In ganz Griechenland gibt es bisher keine einzige moderne Müllverbrennungsanlage. Wie fast überall wird der Müll auch auf Rhodos auf kommunale Müllhalden gebracht und immer wieder schichtweise mit Erde bedeckt. Auch die getrennte Sammlung wieder verwertbaren Mülls steckt noch in den Anfängen und ist sehr kostenaufwendig, da der gesammelte Papier-, Metall- und Glasmüll in Containern per Schiff aufs Festland gebracht werden muss.

Musik & Tanz

Auf Rhodos hört man im Wesentlichen das, was in ganz Griechenland gerade Mode ist. Auf Volksfesten wird die für die meisten griechischen Inseln typische Musik gespielt (wichtige Instrumente: Geige und laoúto, ein großes Saiteninstrument mit dickem Bauch, das mit einem langen Plektron gespielt wird). Seit der Film „Alexis Sorbas“ um die Welt ging, weiß man überall, wie gern – und gut – Griechen tanzen. Auf den griechischen Abenden der Reiseveranstalter versuchen Urlauber, es ihnen nachzutun, und proben nach der berühmten Melodie die ersten Schritte des Syrtáki. Dabei ist der Syrtáki nichts weiter als eine eigens für den „Sorbas“-Film kreierte, einfachere Version des „Klassikers“ Chassápiko – und wer dessen Schritte und Figuren erlernen will, wird mit einem Rhodosurlaub bei weitem nicht auskommen.

Es gibt traditionelle Reigentänze, die entweder nur Männer oder nur Frauen tanzen. Aus den gebirgigen Teilen des Landes kommt der Tsámikos mit seinen schweren, stampfenden Schritten; auf den Inseln tanzen Männer und Frauen zusammen Syrtós oder, paarweise, den unbeschwerten, fröhlichen Bállos.

Im Ausland ist die griechische Musik in erster Linie durch Míkis Theodorákis bekannt geworden, später auch durch den Film „Rembétiko“, der eine Musikrichtung vorstellt, die oft als das griechische Pendant zum Blues bezeichnet wird: Die einfachen Texte handeln von Liebe, Armut, harter Arbeit und der Flucht in den Rausch. Wichtigste Soloinstrumente sind die Bouzoúki und ihr kleinerer Verwandter, der Baglamás.

Orthodoxe Gottesdienste

Fast alle Griechen bekennen sich zum griechisch-orthodoxen Christentum. Sie fühlen sich den Aposteln und den frühen Christen eng verbunden, weil sich ihre Glaubensgrundsätze seit dem 9. Jh. nicht mehr verändert haben. Orthodoxe Gottesdienste dauern häufig zwei oder drei Stunden. Jedoch harren nur wenige Kirchenbesucher diese lange Zeit über aus. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, und man plaudert auch während des Gottesdienstes gelegentlich miteinander. Predigten sind kaum üblich. Hauptmerkmal des orthodoxen Gottesdiensts ist der Wechselgesang der täglich unterschiedlichen Liturgie, die vom Priester und einigen Laien zelebriert wird. Gesangbücher gibt es nicht.

Palmensterben

In der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts haben viele griechische Inseln ihre spezielle Art des Baumsterbens erlebt. Hoteliers, die ihre Swimmingpools und Hotelgärten verschönern wollten, führten ausgewachsene Palmen aus Nordafrika ein – und damit auch den Palmrüssler, einen roten Käfer, ein wenig unserem Marienkäfer ähnlich. Er kann Palmen auf 20 km Entfernung riechen, gräbt Gänge in den Stamm und legt Eier darin ab. Die Palmwedel werden gelb, müssen abgeschnitten werden. Ob die Bekämpfungsmaßnahmen Erfolg zeigen werden, steht noch in den Sternen.

Strandleben

Für die Rhodier gibt es im Hochsommer nichts Schöneres, als täglich zumindest ein Stündchen an einem Strand zu verbringen. Am Ende des Sommers fragen sich viele Einheimische gegenseitig, wie oft sie baden waren. Die Qualität des Strands spielt für sie nicht unbedingt die größte Rolle, denn nach dem Baden setzen sich viele Rhodier am liebsten gleich in eine Taverne – oder lassen sich in einer der modernen Beach Bars Drink und Snack gleich am Liegestuhl servieren. Eine Baywatch, also Rettungsschwimmer, gibt es nur an wenigen, besonders gut besuchten Stränden und auch dort oft nur während der Hauptsaison. Liegestühle und Sonnenschirme werden zwar an vielen Stränden zu einem auf der ganzen Insel gültigen Einheitspreis vermietet; wer mag, kann sich aber auch gern dazwischen aufs eigene Handtuch legen. Um die Strandreinigung kümmern sich Liegestuhlvermieter und Tavernenbesitzer – und, falls Geld zur Verfügung steht, auch die Gemeinden.

Távli

Zwei Männer sitzen am Tisch, ein Spielbrett mit zwei Würfeln und dicken, runden Plastikknöpfen zwischen sich, die Köpfe gesenkt, alle Muskeln angespannt – bitte nicht stören! Távli ist viel mehr als nur die griechische Version des Backgammon. Távli gehört genauso zum Leben der traditionellen griechischen Männer wie die Mutter, der Militärdienst und der starke Mokka am Morgen.

Tierschutz

Streunende Hunde und herrenlose Katzen sind auf Rhodos ein häufiger Anblick. Die Tiere sind harmlos und völlig ungefährlich, haben aber viel zu ertragen und leiden vor allem im Winter oft Hunger. Neue Würfe werden häufig gleich getötet oder einfach am Straßenrand ausgesetzt. Die Finanzkrise führt dazu, dass auch immer mehr edle Rassehunde sich in der Wildnis oder auf Müllhalden wiederfinden. Zwei Organisationen kümmern sich auf der Insel um den Tierschutz, organisieren auch Tiertransporte und Flugpatenschaften: www.pfoetchenhilfe-rhodos.de und www.noahsarkrhodes.com.

Trinkwasser

Das Trinkwasser der Insel stammt überwiegend aus zahllosen Grundwasserbohrungen. Der einzige Stausee im Süden der Insel versorgt nur die Bauern jener Region mit Wasser für ihre Felder, Meerwasserentsalzungsanlagen gibt es nicht. Wassernot herrscht bisher selbst in Hochsommern nicht, doch führt der durch höhere Komfortbedürfnisse und die zahlreichen Hotels gestiegene Verbrauch zu einer steten Absenkung des Grundwasserspiegels.

Waldbrände

Jahr für Jahr erlebt Griechenland furchtbare Waldbrände. Nicht immer ist das sprichwörtliche weggeworfene Streichholz die Ursache. Häufig helfen Grundstücksspekulanten ein wenig nach. Leider bleibt auch Rhodos nicht verschont. In den vergangenen Jahren zerstörten mehrere Brände große Flächen in der Mitte und im Süden der Insel.

Bücher & Filme

Leuchtende Orangen

Klassiker der Rhodosliteratur. Darin schildert der berühmte britische Romancier Lawrence Durrell anschaulich seine Erlebnisse auf Rhodos kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die Johanniter von Rhodos

Die Kreuzritter sind Thema des gleichnamigen Sachbuchs von Ernst Staehle.

Die Mauern von Rhodos

Wer über Geschichte lieber einen historischen Roman liest, kann auf den Anthony Goodmans zurückgreifen, der während der türkischen Belagerung 1522 spielt.

Die Kanonen von Navarone

Kriegs- und Spionagethriller nach dem gleichnamigen Roman von Alistair MacLean. In den Hauptrollen spielten David Niven, Gregory Peck, Anthony Quinn und Irene Papas, Regie führte J. Lee Thompson (1961). Als 30-minütiges Bonusmaterial auf DVD gibt es zeitgenössische Aufnahmen aus Rhodos dazu.

Urlaub auf Rhodos

In den Thermen von Kallithéa wurden 1989 Teile des Eifersuchtdramas aus der englischen Krimiserie „Die Abenteuer des Hercule Poirot“ unter der Regie von Renny Rye gedreht (ebenfalls als DVD erhältlich).

Fakten

Fläche
1.587 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Hauptstadt
Rhodos
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
14:19 Uhr
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