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Stadttour: Burgromantik auf der Kleinseite Prags

Sehenswürdigkeiten der Stadttour

  • Karlsbrücke
  • Kleinseitner Ring
  • Sankt-Nikolaus-Kirche
  • Nerudagasse
  • Hradčany (Hradschin)
  • Veitsdom
  • Goldenes Gässchen
  • Königspalast
  • St.-Georg-Basilika
  • Loretoheiligtum
  • Kloster Strahov
  • Laurenziberg
  • Prager Eiffelturm
  • Kirche St. Laurentius
  • Volkssternwarte
  • Standseilbahn
  • John-Lennon-Mauer

Wir beginnen den Stadtspaziergang zur Prager Kleinseite auf der Karlsbrücke (1). Mit einem Blick hinauf auf die Prager Burg und den Veitsdom lässt sich der Krönungsweg der Könige nachempfinden. In Laufrichtung rechts befindet sich im hinteren Brückendrittel der Heilige Nepomuk. Seine Statue zu berühren, soll Glück bringen.

Von der Karlsbrücke aus geht es geradewegs zum Kleinseitner Ring (2), dem pittoresken Zentrum der Kleinseite. In den 20er Jahren trafen sich hier im Kleinseitner Kaffeehaus Franz Kafka und seine Schriftstellerkollegen zum Austausch. Heute gibt’s den Kaffee an gleicher Stelle bei Starbucks.

Die Sankt-Nikolaus-Kirche (3) zählt zu den prachtvollsten Barockbauten Europas. Der Aufstieg über 215 Treppenstufen belohnt mit einem fantastischen Ausblick über die Dächer Prags. Auch das Innere der Kirche ist umwerfend – Barock pur, es gibt keine Ecke ohne Putte.

Weiter geht’s vorbei an kleinen Geschäften und Cafés durch die Nerudagasse (4), die ihren Namen dem Schriftsteller Jan Neruda verdankt, dem Autor der „Kleinseitner Geschichten“. Man geht weiter bergan durch die Ke Hradu in Richtung Burg. Am Ende befindet sich ein bezauberndes kleines Marionettengeschäft, in dem werden auch die berühmtesten Marionetten Tschechiens verkauft: Hurvínek und Spejbel.

Von dort aus steigt man die Treppen zur Prager Burg hinauf, dem Hradschin (5). Die Aussicht über das Dächergewirr Prags ist bezaubernd. Einst war die Prager Burg Domizil böhmischer Fürsten und Könige, heute sind dort Museen und der Sitz des Staatspräsidenten untergebracht. Es lohnt sich, um 12 Uhr das Spektakel der Wachablösung am ersten Tor des Burghofes anzusehen.

Für die Besichtigung des Veitsdomes, der St. Georg-Basilika, des Königspalastes und der urigen, winzigen Häuser des Goldenen Gässchens sollte man genügend Zeit einplanen.

Aber vielleicht soll es heute nur ein Rundgang sein? Dann geht der Spaziergang einfach weiter durch die Loretogasse zum Loretoheiligtum (6), der berühmtesten Loretowallfahrtsstätte Böhmens. Hier wird es bereits etwas ruhiger, weil sich die meisten Touristen rund um den Veitsdom und Königspalast aufhalten.

Von dort geht es Richtung Kloster Strahov (7). Wer schon müde ist, steigt kurz vorm Kloster in die Straßenbahnlinie 22 und fährt hinab zur Moldau und weiter in die Neustadt. Die berühmte Linie fährt an beinahe allen Sehenswürdigkeiten Prags vorbei. Aber es lohnt sich, an dieser Stelle noch weiter zu gehen. Der theologische und der philosophische Bibliothekssaal des Klosters sind beeindruckend: Fresken, antike Bücher, historische Globen und Statuen, soweit das Auge reicht.

Gegenüber dem Klostereingang liegt das Lokal Klášterní pivovar Strahov (8) – der perfekte Ort für eine Stärkung mit frischem, naturtrübem Gambrinus-Bier und böhmischen Speisen.

Vom Kloster ist es nicht mehr weit zum Laurenziberg (9). Vorbei an zwei kleinen Tennisplätzen windet sich der Weg noch ein Stück im Grünen bergan, dann bietet sich eine herrliche Aussicht hinab auf die Stadt.

Der Prager Eiffelturm (10) mit seinen 60 Metern Höhe ist zwar nicht so spektakulär wie der große Bruder in Paris, dafür aber auch nicht ganz so von Menschenmassen überrannt.

Auch das historische Spiegelkabinett in einem Pavillon aus dem Jahr 1891 ist sehenswert. Wer mag, kann noch die Volkssternwarte und die Kirche St. Laurentius besichtigen, alles liegt nahe beieinander.

Mit der Standseilbahn (11)  oder auch wahlweise zu Fuß geht es wieder hinab zur Moldau. Auf halbem Wege steht ein altes Winzerhaus, das heute Panoramarestaurant ist. Früher waren es Weinberge, heute stehen viele Obstbäume am Hang.

Unten angekommen, kann man auf dem Rückweg zur Karlsbrücke noch an der John-Lennon-Mauer (12) haltmachen und den Spirit der Auflehnung der Prager gegen das kommunistische System erspüren – und ihre Liebe zur verbotenen westlichen Musik und versagten Freiheit.

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