Polnische Ostseeküste

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Essen & Trinken

Jahrhundertelang war Polen eine Vielvölkerrepublik. Das schmeckt man: Russlands Piroggen sind hierzulande beliebt, aus der Ukraine kommt die berühmte Rote-Bete-Suppe. Der litauischen Tradition werden die gefüllten Pfannkuchen, der jüdischen Kochkunst süß-saure Fischspezialitäten zugeschrieben. Auch die deutsche Küche hinterließ kulinarische Spuren, wie Eisbein, das hier golonka heißt.

80 Liter Suppe pro Kopf und Jahr

Suppen und Eintöpfe werden in Polen liebend gern gegessen, und es gibt eine große Auswahl – von kaschubischer Nuss- bis zur klassischen Sauerampfersuppe (zupaorzechowa bzw. szczawiowa). Exotisch muten auch kapuśniak und ogórkowa an, Suppen aus Sauerkraut bzw. sauren Gurken. Auf keiner Karte fehlt barszcz, eine klare, köstliche und leicht säuerliche Rote- Bete-Suppe. Damit sie stärker sättigt, schwimmen „Öhrchen“ (barszcz z uszkami) darin, mit pikanter Fleischfarce gefüllte Mini-Teigtaschen. Oder es wird eine gefüllte Krokette (barszcz z krokietkiem) zur Suppe gereicht, die an eine Frühlingsrolle erinnert. Im Sommer wird barszcz mit Joghurt oder Buttermilch zur herrlich erfrischenden Kaltschale (chłodnik). Überhaupt fehlt bei kaum einer Suppe ein Schuss Sahne zur Geschmacksabrundung. Frische Kräuter, am liebsten Dill, sorgen für Farbe und Frische.

Frisches vom Fischer

Polen sind keine großen Fischesser. Gemäß katholischer Fasten-Tradition kommen Meeres- und Flusstiere bestenfalls freitags auf den Tisch. An der Ostsee, wo vielerorts täglich Kutter anlanden, ist das naturgemäß anders. Hier gibt es Fisch in Hülle und Fülle und auf vielerlei Art: gebraten (ryba smażona) oder geräuchert (ryba wędzona), gekocht, gedämpft oder in Aspik (ryba w galarecie). Das beste Aroma hat „Fisch im Wettermantel” (ryba w sztormiaku), d. h. in Pergamentpapier gebacken, damit er schön zart bleibt. Beliebt sind Dorsch (dorsz), Lachs (łosoś), Heilbutt (halibut) und Aal (węgorz). Allgegenwärtig ist Hering – in saurer Sahne, in Öl oder mit Knoblauch, Gurken und Zwiebeln. Gern landet Fisch auch in einem der vielen Sushi-Lokale – die polnischen Meister stehen ihren asiatischen Kollegen mittlerweile kaum nach.

Fleischeslust

„Von allen Gemüsesorten mag ich am liebsten Kotelett“, sagen die Polen scherzhaft, denn sie sind große Fleischesser. Dabei schwimmen Rind, Schwein und Geflügel gern in schwerer Soße. Beliebt sind Kohlrouladen (gołąbki) mit einer Füllung aus Hackfleisch und Reis, mit Tomatensoße. Rinderrouladen (zrazy) kommen im gut gewürzten Fond daher. Im Herbst werden viele Wildgerichte serviert, häufig Wildschwein und Reh (dzik bzw. sarnina). Ein Danziger Klassiker ist Ente mit Äpfeln und exotischen Gewürzen (kaczka z jabłkami).

Für Irritation sorgen übrigens sznycel und kotlet mielony: Beim ersten handelt sich keineswegs um ein paniertes Fleischstück, sondern um eine platte Frikadelle, und auch das zweite Gericht besteht aus Hackfleisch!

Nicht zu vergessen: Veggies!

Zu Fisch und Fleisch werden traditionell Kartoffeln gereicht. Gemüse als Beilage ist traditionell nicht so populär, doch gibt es oft Kohl (kapusta), klein geschnittene Rote Bete (buraczki), Möhren (marchewka) und Gurkenscheiben in saurer Sahne (mizeria) – gern auch alles zusammen als Rohkostteller (surówka). Bei einem so fleischlastigen Volk mag es erstaunen, dass es so viele Veggie-Lokale gibt. Die Töchter und Söhne der Fleischesser pflegen eine andere Esskultur, sie mögen’s leicht, kalorienarm und gesund. Lifestyle-Magazine sind voll von Veggie-Diäten, Bioläden boomen.

Craft Beer und Wodka

Gern trinken die Polen zum Essen Bier. Bekannte, im Land produzierte Marken – die längst internationalen Konzernen gehören – sind Żywiec, Okocim und Tyskie. Noch beliebter ist naturtrübes, nicht pasteurisiertes Craft Beer kleinerer, pommerscher Brauereien wie Alebrowar und Amber. Auch in Danzig wird gebraut: Im PG4, im Browar Piwa, im Browar Spółdzielczy oder in der Brovarnia kannst du tolle Hopfensäfte probieren.

Nachdem Wodka viele Jahre als Absturzdrink verpönt war, ist er heute wieder groß im Kommen: Das hochprozentige „Wässerchen“ wird in einem aufwendigen Destillationsprozess aus vergorenen Kartoffeln oder Getreide hergestellt. Es gibt klaren und mit Kräutern gewürzten Wodka, es gibt z. B. den „Auserwählten“ (Wyborowa) und als stärksten den 75-prozentigen Pajsachówka. Kult sind Pijalnia Wódki, Wodka-Trinkstuben, wo du für wenig Geld und zusammen mit einem pikanten Happen unterschiedliche Wodka- Sorten probieren kannst.

Den Gürtel lockern ...

Die Mahlzeiten sind reichlich. Schon zum Frühstück gibt’s Rührei und Würstchen, Käse, Wurst, schnittfesten Schichtkäse (biały ser), Tomaten oder Gurken, dazu Tee oder Kaffee. Bis zum Mittagessen hilft man sich mit einem Stück Hefekuchen (drożdżówka) und Tee weiter. Mittags, zwischen 13 und 14 Uhr, wird warm gegessen. Die Mahlzeit besteht meist aus Suppe, Hauptgang und Nachtisch. Als Getränk reicht man traditionell meist lauwarmes, verdünntes Kompott aus Erdbeeren oder Kirschen im Glas (kompot). Zu Abend isst man zwischen 19 und 20 Uhr. Auf den Tisch kommt normalerweise eine ähnliche Speisenauswahl wie beim Frühstück.

Shoppen & stöbern

Shoppen nonstop

Shoppingmalls boomen. In Stettin locken Kaskada (al. Niepodległości 38 | galeriakaskada.pl) und das Galaxy’s (al. Wyzwolenia | galaxy-centrum.pl) Käufer aller Generationen und Schichten an. Eine der größten und neuesten Malls, nicht nur Danzigs, sondern ganz Polens ist das Forum neben dem Hauptbahnhof. Hier werden sowohl polnische Markenkleidung als auch Kollektionen internationaler Designer angeboten. Bei jedem Wechsel der Jahreszeit gibt es Rabattaktionen. Weitere Malls – zum Beispiel Madison und Manhattan – liegen am Stadtrand. Einkaufszentren sind montags bis samstags 9–21 Uhr geöffnet. In Sopot wird gern auf der Flanierstraße Monte Cassino geshoppt und in Gdynia auf der Ulica Świętojańska.

Frisch aus der Halle

Riesige Discounter an Ausfallstraßen machen ihr Konkurrenz – und dennoch: Die Obst- und Gemüsestände vor und in Danzigs historischer Markthalle (Hala Targowa | Mo–Fr 7–18, Sa 7 bis mindestens 15 Uhr) haben ihre Stammkunden, denn oft sind hier die Früchte „bio“ und „regional”, auch wenn’s nicht explizit draufsteht. Kommen sie von kleinen Höfen, von denen es noch immer etliche gibt, kann man davon ausgehen, dass sie keine Insektizide oder Pestizide enthalten – für diese Chemiekeulen fehlt Kleinbauern schlicht das Geld. Manchmal sind an den Ständen auch eingelegte Gurken und Pilze im Angebot, eingeweckte Früchte und hausgemachte Säfte … Und die neugotische Markthalle von 1896 mit den Fundamenten einer 1000-jährigen Kirche unter Plexiglas ist allemal einen Blick wert!

Kein Gold, aber glänzend

Am „Gold der Ostsee“ scheiden sich die Geister. Man kann es mögen oder altmodisch finden: Noch immer ist Bernstein beliebtestes Mitbringsel von der Ostsee. Und wer dabei an Omas Broschen denkt, wird eines Besseren belehrt. Vor allem Danzigs Bernsteinmeister rings um die Marienkirche gelten als die Besten ihrer Zunft weltweit und verstehen sich auf moderne Schmuckstücke ebenso wie auf Ausgefallenes vom Bilderrahmen bis zum Schachspiel. An Kitsch herrscht allerdings auch kein Mangel …

Nicht nur Maritimes

Die Danziger Rechtstadt ist eine Fundgrube für Schiffsmodelle und maritimen Nippes. Zwar sind echte Raritäten seit dem Boomen des Tourismus selten geworden. Und auch auf dem Dominikanermarkt Anfang August siegt Kitsch immer mehr über Kunst. Aber mit etwas Glück findest du etwas Rares und Wahres …

Moda polska

Auf Schauen wie der Danziger „Open Mind“ werden die neuesten Modekreationen vorgestellt. Immer mit von der Partie ist Michał Starost (mostrami.pl/pl/projektant-ufufu-by-michal-starost). Der Modestar aus Sopot mischt seit Jahren mit wagemutigen Schnitten die Designerszene auf. Ebenfalls extravagant, aber betont feminin und verspielt ist die Kleidung von Małgorzata Wasiks Emwudesign (emwudesign.com/). Dagegen präsentiert Magda Hasiak (magdahasiak.com) alltagstauglichen Chic aus hochwertigen Naturmaterialien.

Sport

Wer seine Ferien nicht nur am Strand in der Sonne liegend verbringen will, kann Segeltörns buchen, surfen, tauchen oder im Kanu auf der Seenplatte paddeln. Wanderwege laden ein, die Nebenstraßen eignen sich gut zum Radwandern. Touristenbüros geben Routentipps heraus, denn der Outdoor- Tourismus boomt auch in Polen.

Schwimmen

Weiße Strände, feiner Sand, geringer Tidenhub und wenig Salz im Wasser – Baden an der Ostsee macht einen Riesenspaß! Allerdings kann das Wetter auch im Sommer manchmal ganz schön uncool sein. Dann bieten sich Aquaparks als Alternative an. In Darłówko gibt’s für solche Tage ein großes Schwimmbad, den Park Wodny Jan (tgl. 10–21 Uhr | 2 Std. 20 Zł. | ul. Pólnocna 11 | parkwodny.net), für Kinder mit Riesenrutschen und Sprungbecken.

Auch in Kołobrzeg muss man bei Regen auf Badespaß nicht verzichten. Morska Odyseja (tgl. 7–22 Uhr | Tageskarte 35 Zł. | ul. Rodziewidczowny 1 | subaltyk.pl), der öffentliche Aquapark des Hotels Baltyk, hat künstliche Wasserfälle und einen schönen großen Whirlpool.

Mit 70 Attraktionen von Wasserfällen bis zum „größten Whirlpool Polens“ bietet auch der Aquapark (tgl. 8–22 Uhr | ab 24 Zł./Std., Kinder bis 16 Jahre 18 Zł./Std. | ul. Zamkowa Góra 3 | aquaparksopot.pl) in Sopot jede Menge Wasserspaß. Außerdem gibt es einen großen Nichtschwimmerbereich und ein Außenbecken, das selbst im Winter geöffnet ist. Wer es richtig heiß mag: Die Saunawelt hält neun verschiedene Saunen bereit.

Golfen

Die Golfparks an der Polnischen Ostseeküste zählen zu den besten des ganzen Landes. In den Klubs wird in angeschlossenen Akademien auch Unterricht auf Englisch bzw. Deutsch angeboten, für Anfänger gibt es Übungsbereiche, Practice Bunker und Driving Ranges.

Anspruchsvolle 18-Loch-Parcours inklusive Driving Range bieten der Amber Baltic Golf Club (ul. Baltycka 13 | Kolczewo/Wolin | Tel. 9 13 26 51 10 | abgc.pl) auf der Insel Wollin und der Golfclub Binowo (Tel. 9 14 04 15 33 | binowopark.pl) in Stare Czarnowo, 20 km südwestlich von Stettin.

Bei Danzig gelten der Gdansk Golf & Country Club (Postołowo | Tel. 5 86 83 71 00 | golf.com.pl) und der landschaftlich schön gelegene Sierra Golf Club (Pętkowice/Wejherowo | Tel. 6 63 66 66 20 | sierragolf.pl) als derzeitiges Maß der Dinge. Mehr über das Golfen in Polen: golfparkcity.pl und pzgolf.pl

Kanu- & Kajakfahren

Reizvolle, auch für Ungeübte machbare Kanustrecken bietet die Küstenregion auf den Flüssen im Hinterland. Beliebt bei Paddlern sind die kaschubische Radunia, die Drawa und Parsęta. Auch die Seen laden mit wundervollen geschützten Revieren zum Kajakwandern ein – traumhaft schön ist der Drawsko-See in der Pommerschen Seenplatte. Boote ausleihen kann man von Mai bis September in vielen PTTK-Stationen (pttk.pl), die Touristikgesellschaft bietet auch organisierte Kajaktouren an und betreibt unterwegs kleine Biwakplätze. Tipp: die mehrtägige Tour auf der Słupia (slupia.info). Routenvorschläge hat der Polnische Kanutenverband (Polski Związek Kajakowy | ul. Erazma Ciołka 17 | Warszawa | kajaki.pl).

Radfahren

Der Radtourismus wird in Polen immer beliebter, ein Radwegenetz wächst allerdings erst. Regional verlaufen ausgewiesene Radrouten oft auf vielbefahrenen Straßen, das ist kein Vergnügen und auch nicht ungefährlich. Umso schöner radelt es sich auf den Nebenstrecken, so am Słowiński- Nationalpark entlang – in Sichtweite der Dünen – von Smołdzino nach Łeba (30 km). Die Strecke ist Teil des Eurovelo 10, der einmal rund um die gesamte Ostseeküste führt. Die polnische, 480 km lange Etappe gehört zu den attraktivsten Abschnitten und ist vor Ort als Radweg R10 (de.eurovelo.com/ev10) markiert.

Attraktiv ist auch die 62-km-Tour von Biały Bór über Grzmiąca nach Połczyn Zdrój und von dort weiter auf dem Damm einer stillgelegten Bahnstrecke nach Złocieniec.

Einen wunderbaren Radweg gibt es auf der Halbinsel Hel zwischen Władysławowo und Hel.

Einige Anbieter organisieren geführte Fahrradreisen durch das nördliche Polen, zum Beispiel der deutsche Bike-Spezialist DNV-Tours (fahrradund-reisen.de) und Aktivtours (aktivtours.com.pl). Fahrräder ausleihen kannst du aber auch in jedem größeren Ferienort.

Reiten

In Polen gibt es etwa 1000 Gestüte und Reiterhöfe, das Land ist berühmt für seine Pferdezucht. Der Reiterhof in Białogóra (Stadnina Koni Białogóra | Tel. 5 87 38 39 69 | stadninabialogora.pl) an der kaschubischen Küste veranstaltet Ausritte entlang des Strandes. Ferien im Sattel an der polnischen Ostseeküste bucht man am besten über den deutschen Veranstalter Pferd & Reiter (pferdreiter.de).

Segeln & Surfen

Wind- und Kitesurfing, Polens Küste ist in die Topliga der Ostsee-Surfspots aufgestiegen. Die Szene trifft sich v. a. in Dębki und auf Hel. Dort gibt es etliche Surfclubs und -schulen (auch Verleih von Boards). Baywind (baywind.pl) hilft bei ersten Wellenritten, mit Wake (wake.pl) kommen noch ein paar Stundenkilometer dazu – die Sportschule bietet Kitesurfkurse an. Beide liegen am Campingplatz Ekolaguna (ekolaguna.com.pl), dem bevorzugten Spot der Surfer.

Auch Segeln steht hoch im Kurs – etwa 20 Häfen bieten Liegeplätze für Yachten; Voraussetzung fürs Bootchartern ist ein internationaler Sportbootführerschein. Polnischer Seglerverband | pya.org.pl

Tauchen & Wracktauchen

Vor der Küste Polens liegen mehr als 100 Schiffswracks auf dem Grund der Ostsee – spannende Tauchspots. Für Anfänger geeigneter sind die klaren kaschubischen Eiszeitseen. Es gibt im Land etwa 250 Clubs und Tauchschulen, in denen man seinen Urlaub auch mit dem Erwerb eines internationalen Tauchscheins (CMAS) verbinden kann (kdp-pttk.org.pl).

Kurse und Tauchgänge zu den Wracks in der Ostsee veranstaltet das Centrum Nurkowania Ticada (ul. Chwaszyńska 70 | Gdynia | Tel. 5 86 29 48 46 | ticada.pl).

Urban Climbing

Das Erklimmen von Brücken und Gebäuden ist der Sporttrend rund um Danzig. Eine Eisenbahnbrücke aus Backstein bei Lubowidz ist das erklärte Lieblingsziel der Kletterszene. Nach dem anspruchsvollen Aufstieg wartet die Abkühlung im nahen See. Welche weiteren murki – so nennen die Einheimischen ihre Kletterwände – einen Besuch wert sind, verrät die Kletterschule elewator.com, die zugleich mit Polens höchster künstlicher Kletterwand (19 m) aufwartet. Die nötige Outdoorausrüstung – auch Kletterschuhe – gibt es bei Trek (ul. Szeroka 97 | Gdańsk | Facebook: Sklep TREK).

Wandern

Wandern ist in Polen ein Volkssport. Entsprechend gut ist auch das Angebot an ausgewiesenen Routen. Der Europäische Fernwanderweg E9 führt auf einer Länge von 537 km an der Küste entlang. Die reizvollsten Abschnitte dieses Wegs verlaufen durch die Nationalparks Woliński und Słowiński. Alle Wanderwege sind mit einem weiß-blau-weiß gestreiften Viereck markiert. Die Touristinfos und die Büros der Gesellschaft für Touristik und Heimatkunde PTTK (pttk.pl) bieten gute Wanderkarten (mapa turystyczna) an und geben Routentipps.

Mit Kindern unterwegs

Wo Wasser ist, gibt es für den Nachwuchs immer wieder Neues zu entdecken. Zum Beispiel in Sachern Bernstein: Die Suche nach dem Gold der Ostsee verspricht v. a. östlich von Danzig gute Funde. Oder wie wäre es mit einer Fahrt im Ausflugsdampfer? Von Kołobrzeg aus fahren sogar Wikingerboote - und wer nicht bloß mitfahren will, geht im Kanu auf Flüssen und Seen auf Entdeckungsreise. Auf wissbegierige Kids warten interaktive Museen, alte Segelschiffe oder die Robbenforschungsstation auf der Halbinsel Hel.

Danzig und Umgebung

Aquapark Sopot Wodny

Mit insgesamt 70 Attraktionen von Wasserfällen, Kaskaden, Rutschen und Wildwasserfluss bis zum angeblich "größten Whirlpool Polens" bietet der Aquapark in Sopot jede Menge Wasserspaß. Außerdem gibt es einen großen Nichtschwimmerbereich und ein Außenschwimmbecken, das selbst im Winter geöffnet ist. Wer es richtig heiß mag: Die Saunawelt hält neun verschiedene Saunen bereit. Außerdem: Bowlingbahn, Restaurant und Café. Tgl. 8-22 Uhr | ul. Zamkowa Góra 3 | Eintritt Erw. 24 Zł./Std., Kinder (bis 16 Jahre) 18 Zł./Std. | www.aquaparksopot.pl

Centrum Hewelianum Gdańsk

In dieser Erlebniswelt der physikalisch-technischen Experimente und kosmischen Wunder verbringen viele Danziger Familien ganze Tage! Das Centrum Hewelianum zählt zu den neuen großen Attraktionen in der Metropole. Auf drei Etagen gibt es Ausstellungen und viele Stationen zum Ausprobieren manches physikalischen Phänomens. Nebenbei erfährt man viel über Johannes Hewelius, Danzigs genialen Astronomen, Reisenden, Maler, Erfinder von Navigationsgeräten und - Bierbrauer. Sept.-Juni Di-Fr 8.30-15.30, Sa/So 10-16, Juli-Aug. Di-So 10-17 Uhr | 3 Maja 9a | Eintritt 7 Zł., Kinder 5 Zł. | Tel. +48 583000842 | www.hewelianum.pl

Museumsschiff Dar Pomorza

Für Museen sind Kinder selten zu begeistern, doch wie wäre es mit einem Museumsschiff? Noch dazu ein echter Großsegler oder Windjammer. In Gdynia liegt die seit 1979 ausgemusterte Dar Pomorza an der Pier, das einstige Segelschulschiff der polnischen Hochschule für Nautik: Das 1909 in Hamburg gebaute, 91 m lange Vollschiff mit seinen drei 41 m hohen Masten und dem mächtigen Doppelsteuerrad fordert zum Entdecken geradezu auf. An Bord sieht es immer noch aus, als wolle das Schiff gleich ablegen, und alles kann besichtigt werden - sogar die Kapitänskajüte. Di-So 10-16 Uhr | al. Zjednoczenia (Südmole) | Eintritt Erw. 6 Zł., Kinder 4 Zł.

Zoologischer Garten Danzig Ogród Zoologiczny Gdańksa

Pinguine, Nilpferde, Mähnenwölfe - all diese Tiere gibt es im größten und schönsten Zoo des Landes in Danzig. Er liegt ein bisschen außerhalb, idyllisch eingepasst in den Naturpark Trójmiejski in Oliwa, und ist mit seinen 136 ha so groß, dass man sich fast darin verlaufen kann. Aber keine Gefahr, die 1218 Tiere (220 Arten) sind ja zum Glück alle in ihren Gehegen - jedenfalls fast alle. Denn es gibt auch einen Streichelzoo. Mo-Fr 9-17, Sa/So 9-18 Uhr | ul. Karwieska 3 | Erw. 8 Zł., Kinder 4 Zł. | Tel. +48 58 5521751 | www.zoo.gd.pl

Kolberg bis Rügenwalde

Spaßbäder

Das Wetter kann auch im Sommer ganz schön uncool sein an der Ostsee. In Darlowko gibt's für solche Tage ein cooles Schwimmbad (Park Wodny Jan | ul. Polnocna 11 | Tel. +48 943144910 | www.parkwodny.net) mit Riesenrutschen und Sprungbecken. Auch in Kołobrzeg müssen Kinder und Familien bei Regenzeit auf ihren Badespaß nicht verzichten. Morska Odyseja (ul. Rodziewidczowny 1 | Tel. +48 943553442 | www.subaltyk.decom.com.pl), der öffentliche Aquapark des Hotel Baltyk, hat künstliche Wasserfälle und einen schönen Whirlpool - da kann die Ostsee nicht mithalten.

Stettin und Wollin

Schmalspurbahn Rewal Kolejka Wąskotorowa

Eine Kleinbahn, gezogen von einer schnaufenden Dampflok, kennen viele Kinder nur aus Büchern. Zwischen Pogorzelica, Niechorze, Trzęsacz und dem Seebad Rewal an der pommerschen Küste verkehrt im Sommer so ein Unikum, "Chiuchia" genannt. Es ist das letzte Teilstück eines Kleinbahnnetzes, das vor dem Krieg mehr als 500 km lang war. Die Bäderbahn fährt im Sommer (Juni-Sept.) fünfmal täglich (aktueller Fahrplan: www.schmalspurbahn-in-polen.de).

Besonders lohnend ist ein Ausflug mit der kleinen Bahn bis in das idyllische Gryfice (Greifenberg) 18 km südlich von Trzebiatów. Dort gibt es im Pommerschen Schmalspurbahnmuseum (Muzeum Koleji Wąskotorowej | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt Erw. 4 Zł., Kinder 2 Zł.) noch eine ganze Schar der kleinen historischen Loks zu bestaunen.

Wisentgehege Wolin Pokazy Żubrów

Sie sind echte Urzeitriesen, mit zotteligem Fell, bulligen Schädeln und sanft blinzelnden braunen Augen: Wisente, die größten Wildrinder der Welt, Verwandte des amerikanischen Bisons. In einem großen Freilandgehege im Nationalpark auf der Insel Wollin kann man die buckligen Büffel heute wieder frei beobachten, am besten zur Fütterungszeit. Sie wurden hier in der Küstenwildnis in tiefen Buchenwäldern künstlich angesiedelt, denn der Mensch hatte sie bis zu Beginn des 20. Jhs. rücksichtslos ausgerottet. Heute leben in Polen wieder rund 3000 Wisente, im Wolin-Reservat sind es ca. 60 Exemplare. Mai-Okt. Di-So 10-18 Uhr | Tel. +48 91 3280737

Stolp und Kaschubien

Robbenkindergarten Hel Fokarium Hel

Es ist gar nicht so lange her, da lebten an der Ostseeküste noch viele Kegelrobben, doch das Zusammenspiel von hemmungsloser Jagd, der Verschmutzung des Meerwassers und des starken Schiffsverkehrs haben die Seehunde fast ausgerottet. Die Meeresbiologen der Universität Danzig betreiben auf der Halbinsel Hel eine Forschungsstation, um den Bestand der Robben wieder aufzubauen. Hier werden verwaiste Jungrobben aufgezogen und später kontrolliert wieder freigelassen. Man kann den munteren Tieren beim Spielen und bei der Fütterung zusehen. Tgl. 9-20 Uhr | ul. Morska 2 | Tel. +48 58 6750836 | www.ug.edu.pl

Elbing und Frisches Haff

Foucaultsches Pendel Frombork

Woran merkt man eigentlich, dass sich die Erde dreht? Ein Physiker namens Leon Foucault hatte im 19. Jh. eine Idee: Er band eine Eisenkugel an ein 67 m langes Seil, hängte es so in einem Kirchturm auf, dass die Kugel knapp über dem Boden schwebte, versetzte sie in Schwingungen und beobachtete 24 Stunden lang die Bewegung des Pendels. Daraus ließ sich tatsächlich erkennen, dass die Erde sich dreht.

Auf der Domburg in Frombork, wo im 16.Jh. der Astronom Kopernikus lebte, hängt so ein berühmtes Foucaultsches Pendel. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Pendelbewegungen verändern. Besonders, weil es einem von den Museumsmitarbeitern gut erklärt wird. Planetarium im Turm. Mai-Sept. tgl. 9-16 Uhr

Sehenswertes

Die polnische Ostseeküste hat viele Sehenswürdigkeiten vorzuweisen. Sie sind Naturliebhaber? Fahren Sie in den Slowinski Park in Narodowy und in den angrenzenden Slowinzischer Nationalpark. Hier gibt es eines der schönsten Wanderdünengebiete Europas. Besuchen Sie auch das multikulturelle Kaschuben, das geschichtlich von vielen Herrschern geprägt wurde und zu den schönsten Sehenswürdigkeiten an der polnischen Ostseeküste gehört. Machen Sie auch einen Abstecher nach Rowy und Leba.

Freizeit

Die Freizeit an der polnischen Ostseeküste wird von Aktivurlaub bestimmt. Wanderer und Trekking-Freunde können sich in die einsamen Wälder zurückziehen. Für Angler gibt es viele fischreiche Seen. In den Seebädern werden alle gängigen Wassersportarten angeboten. Von hier fahren auch Fähren nach Skandinavien. Eine Reise an die polnische Ostseeküste ist auch etwas für Radfahrer und Golfer.

Übernachten

Die Hotels an der polnischen Ostseeküste könnten unterschiedlicher nicht sein. Wer hier übernachten will, kann zwischen kleinem Familienhotel und luxuriösem Bettentempel auswählen. Es gibt auch einige schöne Campingplätze direkt an der polnischen Ostseeküste. Hinzu kommen Ferienhäuser im gehobenen Stil und kleine, einfach eingerichtete Fischerhütten für Angler oder Naturliebhaber. Auch mit dem Wohnmobil kann man die Region entdecken.

Am Abend

Ausgehen an der polnischen Ostseeküste bietet für jeden Geschmack etwas. Ziehen Sie sich in die kleinen Landrestaurants zurück und genießen Sie den fangfrischen Fisch. Wer was erleben will, kann in das Nachtleben der großen Seebäder wie zum Beispiel in Kolberg eintauchen. Oder besuchen Sie ein Café an der Persante. Das Essen an der polnischen Ostseeküste ist nicht nur schmackhaft, sondern auch preisgünstig.