Paris

Überblick

Willkommen in Paris

Paris ist die Stadt der Liebe, der Literatur, der Lebensfreude, des feinen Essens und der ausgeprägten Café-Kultur. Die Seine, der Fluss, der durch Paris fließt, unterteilt die Stadt in zwei unterschiedliche Bereiche. Auf der rive droite, dem rechten Ufer der Seine, befinden sich Wirtschaft, Handel und elegante Einkaufsviertel, auf der rive gauche, dem linken Ufer, prägen Kultur, Universitäten, Literaturcafés und die Intellektuellenszene das Stadtbild. Paris ist eine Stadt für Genießer. In einem Café sitzend lässt sich das bunte Treiben besonders gut beobachten. Prächtige Boulevards und versteckte Nebenstraßen laden ein zum Schlendern und zum Schaufensterbummel.

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Links und rechts der Seine

Paris besteht insgesamt aus 20 Bezirken, Arrondissements genannt, die schneckenförmig um das 1. Arrondissement im Herzen der Stadt angeordnet sind. Mit der Nummer eines Arrondissements verbinden die Pariser ganz bestimmte Klischees. So steht das 16. Arrondissement zum Beispiel für Bürgertum, während das 11. die Coolness in Person ist. In welchem Bezirk du dich gerade befindest, steht praktischerweise auf den Straßenschildern. Welches Klischee den einzelnen Vierteln zuzuordnen ist, wirst du schnell selbst erkennen. Mit 105,4 km² umfasst Paris weniger als ein Achtel der Fläche von Berlin. Viele Entfernungen lassen sich daher bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Seine teilt die Stadt in rive gauche im Süden und rive droite im Norden. Eine gesellschaftliche Trennlinie verläuft zwischen den gutbürgerlichen Bezirken im Westen und den weniger wohlhabenden Stadtteilen im Osten.

Aus der Vogelperspektive 

Einen ersten Überblick kannst du dir beispielsweise von der Aussichtsplattform in der sechsten Etage des Centre Georges Pompidou verschaffen. Du bist hier mitten im Zentrum von Paris und hoch genug, um das ganze Häusermeer zu überblicken. Die Stadt liegt wie ein offenes Geschichtsbuch unter dir. Zu deinen Füßen treibt das knallige Mobile des Strawinsky-Brunnens ein Wasserspiel an. Weiter oben rücken die Türme der berühmten Kathedrale Notre-Dame in dein Blickfeld. Sie steht auf der Île de la Cité, der eigentlichen Keimzelle der Stadt, auf der sich im 3. Jh. v. Chr. die Parisii ansiedelten. Ein bisschen weiter vorne sind die trutzigen Türme des ehemaligen Gefängnisses Conciergerie zu erkennen. Noch weiter vorn, leicht rechts, erstreckt sich der riesige Komplex des Louvre, des einstigen Königsschlosses, das heute das größte Museum der Welt beherbergt. Rechts hinten funkelt die goldene Kuppel des Invalidendoms, in dem Napoleon seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Nicht weit davon entfernt ragt das Symbol der Stadt, der Eiffelturm, in die Höhe. Ganz rechts endlich, weit im Westen, erheben sich die Wolkenkratzer von La Défense, der größten Bürostadt Europas. Schau noch weiter nach rechts, nach Norden – dort krönt die weiß blendende Kirche Sacré-Coeur den höchsten Punkt des einstigen Künstlerhügels Montmartre.

Das Herz des Zentralismus

Seit vielen Jahrhunderten ist Paris lebendiger politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt Frankreichs und eine der großen Metropolen dieser Welt. Zumeist Sitz des Königs und der Regierung, war die Stadt mit ihren zahlreichen Hochschulen seit dem Mittelalter ein geistiges Zentrum Europas, Schaffensstätte unzähliger Künstler, Schriftsteller und Architekten und immer auch Quell der Unruhe, von Aufständen. Paris war Schauplatz vieler Revolutionen. Die eine, große, von 1789 wurde mit ihrer Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ sogar zum Symbol des Kampfs gegen die Unterdrückung, obwohl die erkämpften Rechte vor allem dem Bürgertum, nicht aber den unteren Volksschichten zugute kamen. Die Französische Revolution wurde dennoch zum Fanal für die Freiheitsbewegungen vieler Länder. Streiks und Demonstrationen gibt es in Paris noch heute häufig, und auch wenn sie keine weltgeschichtlichen Auswirkungen mehr haben, so fürchtet sich doch jede französische Regierung vor der Mobilisierung der Straße.

Von Schickimicki bis Streetart 

Was macht nun eigentlich das besondere Flair aus? Für die einen sind es die großen Boulevards, auf denen sich wunderbar flanieren lässt. Andere bummeln durch die Rue du Faubourg Saint-Honoré mit ihren Luxusboutiquen oder kaufen in weltberühmten Kaufhäusern wie den Galeries Lafayette oder Printemps ein, die sich besonders im Dezember mit ungewöhnlichen Dekorationen inszenieren. Wieder andere erkunden die schier unglaubliche Vielzahl der Museen von Weltruf, schlendern an der Seine entlang, sitzen in einem Straßencafé oder in einem der vielen Parks, picknicken am Canal Saint-Martin oder lassen sich einfach treiben. Auch das alte, das kleinstädtische, oft dörfliche, ungeschminkte Paris gibt es noch immer. Hübsche Gassen, windschiefe, niedrige Häuser mit kleinen Cafés oder gemütlichen Restaurants, Geschäfte mit ihren bunten Auslagen, vor denen geplauscht wird, die Hektik, wenn frische Ware angeliefert wird, oder die faszinierenden Märkte mit ihren bunten Lebensmittelauslagen aus Obst, Gemüse, vielerlei Käse, Wurst, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Pasteten und Gebäck, deren Händler ihre Ware oft lauthals anpreisen. Dieses volkstümliche, einfache Paris findest du im Nordosten der Stadt. In Belleville zum Beispiel, wo viele Immigranten, aber auch Künstler und junge Familien leben, da der Wohnraum noch bezahlbar ist. Kunst gibt es hier kostenlos und unter freiem Himmel: Die Rue Denoyez ist der Spot für Graffiti- und Streetartkünstler, die Farbe in das Grau des Arbeiterviertels bringen. Versteckt hinter den modernen Häuserblöcken lassen Gässchen wie die Villa de l’Ermitage und die Cité Leroy mit ihren winzigen Häusern erahnen, wie es hier im 19. Jh. aussah. Auch der innerstädtische Hügel Butte aux Cailles hat teilweise den Charme des Alten bewahrt und zieht mit seinen Bistrots und günstigen Restaurants das junge Paris an.

Einst Künstlermetropole

Es ist kein Zufall, dass wichtige Strömungen der Malerei wie Impressionismus oder Kubismus gerade hier ihren Anfang nahmen. Maler wie Auguste Renoir, Vincent van Gogh und Pablo Picasso, Schriftsteller wie Heinrich Heine, Voltaire, Victor Hugo, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire, Marcel Proust, Ernest Hemingway und Jean-Paul Sartre lebten und arbeiteten hier. Die Künstler trafen sich in heute berühmten Cafés und Brasserien links der Seine, rive gauche. Dort, rund um die Universität Sorbonne, liegt seit jeher das geistige Zentrum der Stadt. Die meisten dieser Treffpunkte wie das Café de Flore oder das Existenzialistendomizil Les Deux Magots im Viertel Saint-Germain-des-Prés und die Closerie des Lilas im einstigen Künstlerviertel Montparnasse existieren immer noch. Doch heute sind diese Lokale willkommene Ruhezonen vor allem für Touristen und Gutbetuchte. Für arme Poeten und brotlose Künstler sind sie längst zu teuer geworden, so wie die gesamte, an Attraktionen so reiche Metropole.

Multikulti 

Paris bestand schon immer aus einem bunten Gemisch von Menschen verschiedener Herkunft. Früher waren dies Bretonen, Auvergnaten, Elsässer und Basken, die auf der Suche nach einem besseren Leben kamen und die Stadt bereicherten, die Elsässer etwa mit ihren Brasserien. Später kamen Afrikaner, die heute an der Goutte d’Or täglich einen herrlich bunten Markt abhalten, oder die Chinesen, die um die Place d’Italie wohnen, dort ihre Märkte, Geschäfte und Restaurants eröffnet haben. Paris , eine Stadt, die in der Vergangenheit politisch Verfolgte, Revolutionäre wie Karl Marx oder Leo Trotzki, aber auch Flüchtlinge vor der Nazidiktatur aufgenommen hat, zeigt heute ein anderes Gesicht: Seit Ausbruch der Flüchtlingskrise in Europa 2015 hausen Tausende Migranten unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße oder in notdürftig improvisierten Zeltlagern unweit des Zentrums.

Unerschwinglich 

Die kapriziöse Schöne, die über Jahrhunderte Platz für alle gesellschaftlichen Schichten bot, ist zunehmend zu einer Kapitale der Wohlhabenden geworden. Ein Cappuccino kostet leicht mehr als 5 Euro, ein Abendessen mit Wein schnell 60 Euro und mehr. Eine gesetzliche Mietobergrenze soll zumindest den Wohnraum wieder erschwinglich machen. Dies verbessert jedoch nicht den schlechten Zustand vieler Bleiben. Hinter den edel verzierten Fassaden führen oft ehemalige Dienstbotenaufgänge zu schäbigen chambres de bonne (Dienstmädchenzimmern) unter dem Dach, in denen Studenten und weniger gut Betuchte hausen. Bemüht, die Wohnsituation zu verbessern und eine weitere Ghettoisierung zu vermeiden, kauft die Stadt Immobilien in den schicken Vierteln im Zentrum auf, um sie zu renovieren und Sozialwohnungen einzurichten.

Groß-Paris

Ehrgeizige Vorhaben sollen die Stadt wieder lebenswerter machen. Das aktuelle Großprojekt heißt Le Grand Paris. Die zu eng gewordene Museumsstadt hat ihre Arme geöffnet, um sich mit den Vorstädten zusammenzuschließen. Was Napoleon III. 1860 mit der Eingliederung von Montmartre, Belleville und neun anderen angrenzenden Gemeinden begann, wird nun weitergeführt: Seit 2016 formt Paris mit 130 Anrainerstädten die Métropole du Grand Paris, in der rund 7 Mio. Menschen leben. Um nicht im Verkehrschaos zu ersticken, sind bedeutende Infrastrukturmaßnahmen verabschiedet worden. Bis 2030 sollen zu den 14 bestehenden Métrolinien vier weitere hinzukommen, um Paris mit den umliegenden Kommunen zu verbinden. Im Hochhausviertel La Défense wird derweilen fleißig weiter gebaut, und auch am Rand der inneren Ringautobahn werden, zum Unmut vieler Pariser, Wolkenkratzer hochgezogen. Das erklärte Ziel ist kein geringeres, als den Rang als Welthauptstadt – neben Megacitys wie London, Tokio oder New York – zu verteidigen.

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Paris ist groß, es gibt kein sogenanntes Zentrum. Um sich einen Überblick zu verschaffen, fahren Sie am besten mit der Métrolinie M 2 bis zur Station Anvers. Sobald Sie ans Tageslicht gekommen sind, sehen Sie Sacré-Cœur vor sich. Jetzt müssen Sie noch die Treppen erklimmen, und schon liegt Ihnen Paris zu Füßen. Für die Erkundung der Ile de la Cité und des Louvre ist der – allerdings recht unübersichtliche – Métro-/RER-Bahnhof Châtelet-Les Halles der beste Ausgangspunkt.

Einkaufen

Wollen Sie weder Billigklamotten noch kaum tragbare Haute Couture erwerben und sich auch nicht den Stress eines Kaufhausgewühls antun, dann gehen Sie am besten ins Marais. Dort finden Sie genügend typische Läden, in denen die Französin ihre Bürokleidung kauft. Auch Männer kommen in den entsprechenden Läden auf ihre Kosten. Ausgesuchtes Kunsthandwerk und Kosmetik runden das Angebot im Viertel ab, und Straßencafés machen das Shopping zu einem echten Event.

Am Abend

Schon seit einiger Zeit tobt um die Métrostation Bastille, insbesondere in der Rue de Lappe, das abendliche Leben. Wer es noch bunter mag, fährt weiter nach Nordosten, wo abends und nachts gern am Canal Saint-Martin gepicknickt wird, oder noch weiter nach Belleville, ein ehemaliges Arbeiterviertel, das derzeit ziemlich trendy ist. Das gesetztere Publikum besucht nach wie vor eher das Traditionsviertel Saint-Germain-des-Prés.

Praktische Hinweise

Anreise

Alle Autobahnen münden auf die Ringautobahn Boulevard Périphérique. In Paris lassen Sie Ihr Auto besser in der Hotelgarage stehen. Praktisch alle Autobahnen sind gebührenpflichtig. Tempolimit 130 km/h.

Die Hochgeschwindigkeitszüge TGV und ICE aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz kommen an der Gare de l'Est an. Der Schnellzug Thalys aus Köln endet an der Gare du Nord. Beide Bahnhöfe haben Anschluss ans Métronetz, die Gare du Nord auch an die S-Bahn RER B. Wenn Sie rechtzeitig buchen, können Sie teilweise schon ab 19 Euro nach Paris fahren. Der Klassiker ist das 39-Euro-Ticket, das von den meisten Städten (etwa ab Berlin) gilt. Mit dem Nachtzug ab 43 Euro sparen Sie schon eine Übernachtung im Hotel. Über den Reiseveranstalter Ameropa (www.ameropa.de) gibt es oft auch attraktive Packages von Bahnreisen inklusive Hotel. Angebote auch unter www.bahn.de.

Angesichts der großen Konkurrenz kann man bei rechtzeitiger Buchung oftmals sehr günstig nach Paris fliegen, und manchmal lassen sich sogar kurzfristig Schnäppchen finden. Hin- und Rückflug gibt es etwa bei Lufthansa häufig schon ab 99 Euro. Vergleichen Sie die Angebote auf Internetsites wie www.swoodoo.de, www.Flug24.de oder www.billigflieger.de.

Linienflüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz landen entweder auf dem nördlich von Paris liegenden Flughafen Charles-de-Gaulle (CDG) (Lufthansa, Austrian und Air France) oder auf dem südlich der Stadt gelegenen Orly (Easyjet, Air Berlin).

Die Lufthansa kommt am Terminal 1 von CDG an. Von dort gibt es einen kostenlosen Bahnzubringer zur S-Bahn-Station (RER). Austrian Airlines und Air France fliegen Terminal 2 an. Vom dortigen RER- und TGV-Bahnhof fahren zwischen 4.56 und 23.55 Uhr Züge in die Innenstadt (Châtelet-Les Halles): 8,70 Euro.

Air-France-Busse fahren zwischen 6 und 23 Uhr von beiden Terminals alle 20 Minuten zum Etoile sowie zur Porte Maillot und zurück zum Flughafen: 15 Euro. Zur Gare de Lyon bzw. Gare Montparnasse von 6 bis 21 Uhr alle 30 Min. (umgekehrte Richtung bis 21.30 Uhr): 16,50 Euro. www.cars-airfrance.com

Der Roissy-Bus der RATP bedient die Verbindung CDG–Opéra (Rue Scribe) zwischen 5.45 und 23 Uhr (umgekehrt 6–23 Uhr) alle 15–20 Min.: 10 Euro.

Von Orly fahren RATP-Direktbusse alle 15–20 Min. zur RER-Station Denfert-Rochereau (6–23.20 Uhr, umgekehrt 5.35–23.05 Uhr). Fahrtzeit ca. 30 Min.: 6,90 Euro. Sie können ab Orly auch die Kleinbahn Orlyval (6–23 Uhr) bis zur Station Antony nehmen und dort in die RER B umsteigen. Gesamtfahrtzeit (mit Umsteigen) von bzw. ins Zentrum etwa 40 Min.: 10,90 Euro (RER plus Orlyval).

Taxis: Eine Fahrt in die Innenstadt kostet zwischen 45 und 50 Euro.

Auskunft vor der Reise
Französische Zentrale für Tourismus

– Atout France Postfach 10012860001Frankfurt/M.info@franceguide.comwww.franceguide.com

– Atout France Zürich044 2174600info.ch@franceguide.comwww.franceguide.com

– Atout France Wien15032892info.at@franceguide.comwww.franceguide.com

Auskunft in Paris
Office du Tourisme et des Congrès de Paris

Zimmervermittlung gegen geringe Gebühr (keine Vorabreservierung möglich), Tickets, Ausflugspakete, Infos. 892683000www.parisinfo.comM7, 14PyramidesRERAAuberJuni–Okt. tgl. 9–19, Nov.–Mai Mo–Sa 10–19, So 11–19 Uhr

Weitere Büros: Gare de LyonBoulevard Diderot20, Gare du NordRue de Dunkerque18, Gare de l'EstPlace du 11 novembre 1918, TrocadéroPlace du Trocadéro, Notre Dame, BastillePlace de la Bastille, Champs-ElyséesAvenue Marigny, MontmartrePlace du Tertre2118. Arrondissement

Auto

Es gelten die gleichen Verkehrsregeln wie in Deutschland. Die Pariser fahren rasant, wollen aber nicht um jeden Preis Vorfahrt haben. Falschparken kann teuer werden, weil Radkrallen angelegt (Auslöse beim nächsten Polizeirevier) oder Fahrzeuge abgeschleppt werden. Es gilt die 0,5-Promille-Grenze. Auto- und Motorradfahrer müssen ein Bußgeld von 11 Euro bezahlen, wenn sie kein Alkoholtestgerät (éthylotest) mit sich führen. Die Einweggeräte gibt es für etwa 1 Euro in Apotheken, Raststätten, Tankstellen und Supermärkten. Benzin ist etwa so teuer wie in Deutschland. Tanken Sie möglichst an den preisgünstigeren Tankstellen der großen Supermärkte.

Diplomatische Vertretungen
Konsularabteilung der Bundesrepublik Deutschland

153647670M1Porte MaillotMo–Fr 9–12 Uhr

Konsulat der Republik Österreich

140633090M8, 13InvalidesRERCInvalidesMo–Fr 9–12 Uhr

Konsulat der Schweiz

149556700M13VarenneMo–Fr 9–11.45 Uhr

Fundbüro
Bureau des objets trouvés

821002525M12ConventionMo–Do 8.30–17, Fr 8.30–16.30 Uhr

Gesundheit

EU-Staatsbürger haben mit der European Health Insurance Card (EHIC) Recht auf die gleichen Gesundheitsleistungen wie Franzosen. Sie können also Arztkosten zur Erstattung bei der französischen Sozialversicherung einreichen, die jedoch in der Regel nicht den vollen Betrag erstattet. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist daher zu empfehlen.

Apotheken (pharmacie) sind durch ein grünes Kreuz gekennzeichnet und haben meist Mo–Sa bis 20 Uhr geöffnet, oft länger. Rund um die Uhr: Pharmacie Les Champs (Dhery)av. des Champs-Elysées84Galeries des Champs-Elysées145620241M1George V.

Internetzugang & WLAN

Paris will eine digitale Metropole werden. An rund 400 öffentlichen Plätzen, Parks oder Gebäuden wie Bibliotheken oder etwa im Centre Pompidou gibt es inzwischen kostenloses WLAN, auf Französisch wifi. Zugangspunkte erkennen Sie an entsprechenden Schildern. Sie können die Verbindungen in der Regel von 7 bis 23 Uhr nutzen.

Auch immer mehr Cafés, Bars und Restaurants sowie Hotels und Jugendherbergen bieten wifi gratuit. Einige Métro- und RER-Stationen verfügen über Internetsäulen mit Gratiszugängen. Eine Zusammenstellung der Hotspots finden Sie unter www.cafes-wifi.com.

Kartenvorverkauf

Bei der Ticketsuche hilft das Office du Tourisme. Außerdem:

Fnac: Forum des Hallesrue Pierre Lescot1892683622M/RERChâtelet-Les Halles und Av. des Champs-Elysées74153536464www.fnac.comM1George V

Paris Spectacles Kartenservice Peter Müller: Willy-Brandt-Str.23Heppenheim06252 74618www.paris-spectacle.de (Ticketreservierung von Deutschland aus, Gebühr 15 Prozent und Porto, Zahlung per Überweisung)

Ticketservice auch unter www.ticketnet.fr

Notrufe

Krankenwagen (Samu): 15

Polizei: 17

Feuerwehr, erste Hilfe: 18

Notarzt (SOS Médecins): 147077777

Zahn-Notdienst: 143375100

Öffentliche Verkehrsmittel

Ergänzt durch die im Stadtgebiet unterirdisch fahrende S-Bahn (RER) und die Busse erschließt die Métro fast jeden Winkel von Paris. An allen Stationen und in den Offices du Tourisme gibt es kostenlos Streckenpläne. Beim Umsteigen müssen Sie an einigen Stationen lange Wege mit vielen Treppen in Kauf nehmen.

Métro und RER fahren 5.30–0.30 Uhr, Fr/Sa bis ca. 2 Uhr, Busse nur 6.30–20.30 Uhr. Zwischen 0.30 und 5.30 Uhr verkehren ab Châtelet jede Stunde (1.30, 2.30 Uhr usw.) Nachtbusse (noctilien).

Busfahrten können übrigens eine interessante Alternative zur Métro sein, weil man dabei auch noch viel von der Stadt sieht. Das gilt besonders für die Buslinien 73 (Arc de Triomphe, Champs-Elysées, Place de la Concorde, Musée d'Orsay) und 21 (Opéra Garnier, Louvre, Palais Royal, St-Michel, Ile de la Cité, Jardin du Luxembourg, Rue Mouffetard). Eine kleine Stadtrundfahrt kostet auf diese Weise nur 1,70 Euro!

Die weißen Fahrkarten gelten im Stadtgebiet für Métro, RER, Tram und Busse. In Métro und RER können Sie damit zwei Stunden lang beliebig oft umsteigen, solange Sie sich innerhalb der Ausgangssperren des Verkehrsnetzes aufhalten. In Bus, Métro und RER müssen Sie die Fahrkarten entwerten und für den Fall von Kontrollen bereithalten. Fahrscheine gibt es in Tabac-Geschäften mit dem Ticketzeichen, in allen Métro- und RER-Stationen sowie beim Busfahrer. Der Einzelfahrschein kostet 1,70 Euro (Nachtbus je nach Entfernung 1–3 Einzelfahrscheine). Günstiger ist ein Zehnerblock (carnet) für 12,70 Euro. Kinder bis vier Jahre fahren gratis.

Es gibt eine ganze Reihe von Verbilligungen für Touristen. Die Tageskarte Carte Mobilis kostet 6,40 Euro. Die zwei Zonen, in denen die Karte eingesetzt werden darf, decken die Innenstadt ab. Die Karte Paris Visite kostet 9,75 Euro am Tag und bietet zusätzlich Preisnachlässe etwa im Disneyland Paris. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind aber nicht enthalten. Auch die Pauschalkarte Paris Visite für 1, 2, 3 oder 5 Tage gewährt Ermäßigungen bei Besichtigungen und kostet für 2 Tage (nur Stadtgebiet) 15,85 Euro.

Bleiben Sie länger in Paris, lohnt sich die Karte Paris Navigo Decouverte (16,80 Euro, plus 5 Euro für die Karte und ein Passbild). Damit können Sie an allen Wochentagen in Zone 1 und 2 so oft fahren, wie Sie mögen. Die Karte kann jedoch nur montags gekauft werden. Erhältlich ist sie an den Métrostationen oder in den Touristenbüros, teilweise kann man sie auch schon vor der Reise im Internet erwerben. Weitere Informationen unter www.ratp.fr.

Post

Hauptpost: M4Les Hallestgl. rund um die Uhr. Postkarten und Briefe bis 20 g in die EU-Länder und die Schweiz kosten 0,70 Euro.

Seine-Fahrten

Die Touristenboote – meist verglast und mit zu öffnendem Oberdeck –, die die Seine herauf- und herunterfahren, sind nicht wegzudenken aus Paris. Seit 1949 das erste dieser bateaux mouches genannten Schiffe in Dienst gestellt wurde, sind sie ein beliebtes Fortbewegungsmittel, weil man vom Wasser aus viele Sehenswürdigkeiten bequem betrachten kann. Tag und Nacht gleiten die bis zu hundert Passagiere fassenden Schiffe unter den Brücken hindurch an den imposanten Palais vorbei. Beliebt sind auch die Abendessen, wenn die Lichterstadt in vollem Glanz erstrahlt. Etwa 50 Gesellschaften bieten heute Fahrten an, die größte ist nach wie vor der Pionier, die Bateaux Mouches, die neun Schiffe auf dem Wasser haben und jährlich 130 000 Gedecke auftischen. Fahrten in der Hochsaison: 10–22.30 Uhr, alle 20 Min.Abfahrt: Port de la Conférence, Pont de l'Alma (8. Arr.)M9Alma-MarceauFahrtdauer: 70 Min.Kosten: 12 Euro, mit Mittagessen 55 Euro, mit Abendessen 99–135 Euro. Weiterer Anbieter: www.bateauxparisiens.com.

Stadtführungen
Batobus

Auf der Seine pendelt alle 20–25 Minuten ein Fährschiff zwischen Eiffelturm und Jardin des Plantes. Sie können an jeder der acht Haltestellen zu- bzw. aussteigen. April–Aug. 10–21.30, Sept.–März 10–19 UhrTageskarte 15 Eurowww.batobus.com

Les Cars Rouges

Von 9.30 bis 18 Uhr fahren die roten Doppeldeckerbusse alle 10–20 Minuten (letzte Abfahrt Trocadéro). Beliebiges Zusteigen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten werden angefahren. Zweitagesticket 29 Euro, online 10 Prozent günstiger. 153953953www.carsrouges.com

Paris L'Open Tour

Der offene Doppeldeckerbus fährt drei verschiedene Strecken mit 30 Haltestellen ab – bei allen können Sie aus- oder einsteigen. April–Okt. tgl. 9–20, Nov.–März tgl. 9–18 UhrTageskarte 31 Euro, für zwei Tage 34 Euro Hauptabfahrtsstelle: rue Auber13M3, 9Havre-CaumartinRERAAuber142665656www.parislopentour.com

Paris à la carte

Die Kunsthistorikerin und Autorin dieses MARCO POLO Reiseführers zeigt Ihnen auf individuell zusammengestellten Touren Bekanntes und Ungewöhnliches. Erleben Sie typische Pariser Stadtviertel, Sehenswürdigkeiten oder Museen einmal anders. Sie erfahren auch vieles über das Pariser Alltagsleben, das Sie so in keinem Reiseführer nachlesen können. Tarife variieren je nach Tour. Anmeldung in Deutschland unter parisentdecken@t-online.de oder 08157 9999407, genauere Infos unter www.paris-infoweb.de.

Velord Paris

Eine charmante Art, Paris zu entdecken. Auf dem Elektrofahrrad mit Audio- und Videoführer als Navigationssystem können Sie die Stadt individuell erkunden. Ein kleines Dach schützt vor Regen. Mo 10–16, Di, Fr, So 9–16, Mi 9–17, Sa 9–12 Uhr28 Eurorue Quincampoix35M11Rambuteauwww.velord.fr

Taxi

Taxis kosten 2,20 Euro Grundgebühr und zwischen 0,89 und 1,40 Euro pro km (je nach Zeit). Nachts, an Wochenenden, mit Gepäck und von Bahnhöfen aus ist die Fahrt teurer. Eine Quittung (reçu) verlangen! Wer etwas im Taxi verloren hat, sollte sich an die Préfecture de Police, Service des Taxisrue des Morillons155762000M12Convention, wenden.

145303030

Taxi G7: 147394739

Taxis Bleus: 891701010

Aéro Taxi: 147390147

Telefon & Handy

In Café-Tabacs, an vielen Kiosken oder bei der Post gibt es Telefonkarten (télécartes) in unterschiedlicher Stückelung. In mit Glocke und Rufnummer gekennzeichneten Kabinen kann man sich zurückrufen lassen (wesentlich billiger als Handy).

Alle Pariser Nummern (außer Sondernummern) beginnen mit 01 und haben zehn Ziffern. Vorwahl für Deutschland: +49, für Österreich: +43, für die Schweiz: +41; dann die Ortskennzahl ohne Null. Aus dem Ausland muss die +331 für Paris gewählt werden (die Null für Paris entfällt), danach kommen die acht übrigen Ziffern der Telefonnummer.

Handy heißt auf Französisch portable. Mit einer französischen Prepaidkarte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe.

Veranstaltungstipps

„Pariscope“ (0,40 Euro), „L'Officiel du Spectacle“ (0,40 Euro), „Zurban“ (1 Euro) und „Nova“ erscheinen mittwochs mit einer Übersicht aller Pariser Veranstaltungen.

Zoll

Innerhalb der Europäischen Union gelten die folgenden Freimengen für den persönlichen Gebrauch: 800 Zigaretten, 1 kg Tabak, 10 l Spirituosen. Für Wein gibt es keinen Richtwert. Bei der Einfuhr aus der EU in die Schweiz können 2 l Getränke mit einem Alkoholgehalt bis 15 Prozent und 1 l mit einem höheren Alkoholgehalt sowie 200 Zigaretten zollfrei eingeführt werden.

Was kostet wie viel?

Kaffee

1-8 Euro für einen Espresso

Snack

2,50-6 Euro für ein Sandwich mit Schinken

Wein

4,50-20 Euro für ein Glas Tafelwein

Métro

1,90 Euro für die einfache Fahrt

Souvenir

17,10 Euro für 6 Macarons von Ladurée

Taxi

8,50 Euro für eine Kurzfahrt von ca. 4 km

Low Budg€t

Sehenswertes

In Cathédrale Notre-Dame de Paris gibt es jeden Sonntag um 16.30 Uhr ein kostenloses Orgelkonzert. www.cathedraledeparis.com

Unter www.paris.fr/musees finden Sie Informationen zu Museen, die das ganze Jahr freien Eintritt gewähren. Darunter das Musée Carnavalet, das Maison de Victor Hugo, das Parfummuseum Fragonard, das Musée de la Vie Romantique und das Musée d'Art Moderne.

Liebhabern moderner Architektur sei neben einer Fahrt nach La Défense und dem kostenlosen Museum zu seiner Baugeschichte eine besondere Busfahrt angeraten: Unter short.travel/par1 können Sie eine Buslinie zu Archi-Bus auswählen und sich Infoblätter zu den jeweils 15 erklärten Bauwerken der insgesamt acht vorgeschlagenen Buslinien herunterladen. Die informative Bustour kostet dann nur den normalen Ticket-T-Preis von 1,70 Euro.

Essen & Trinken

Im afrikanischen Viertel gibt es im Le Tribal CaféCour des Petites Ecuries3147705708M4Château-d'Eau in exotisch-geselliger Atmosphäre tatsächlich ein Gratisessen, nur ein Getränkebeitrag von 3,50 Euro wird erwartet: Fr/Sa couscous, Mi/Do moules frites (Muscheln mit Pommes), jeweils ab 21 Uhr.

Vegetarisches gibt's beim Inder Krishna BhavanRue Cail24142057843tgl.M2La Chapelle – köstliche Currys ab 4,50 Euro und Suppen für 3 Euro.

Sehr preisgünstige Spezialitäten aus Südwestfrankreich und dem Baskenland im einfachen Lokal Chez GladinesRue des Cinq Diamants30145807010www.gladines-restaurant-paris.frtgl.M6Corvisart im Ausgehviertel Butte-aux-Cailles.

Einkaufen

Secondhand: Gut erhaltene Markenkleidung, durch die man sich erst einmal durchwühlen muss, gibt es bei ChercheminippesRue du Cherche-Midi102, 109, 110, 111www.chercheminippes.comM10Vaneau.

In der von Abbé Pierre gegründeten sozialen Institution EmmaüsRue de Charonne54www.emmaus-france.orgMo 14.30–19, Di–Sa 11–14 u. 14.30–19 UhrM8Ledru-Rollin findet sich zwischen Gebrauchtem – Kleidung, Bücher, Geschirr, Möbel – manches Schnäppchen.

Im Schlussverkauf (soldes), der jedes Jahr je sechs Wochen ab Mitte Januar und ab Ende Juni dauert, kann man selbst große Marken zu Schnäppchenpreisen mit bis zu 70 Prozent Nachlass erwerben.

Am Abend

Jeden Freitagabend treffen sich Tausende Inlineskater auf abgesperrten Straßen von 30 km Länge. Start ist um 22 Uhr zwischen Montparnasse-Bahnhof und Montparnasse-Turm. Gare MontparnasseM4, 6, 12, 13Montparnasse-Bienvenüewww.pari-roller.com

Chansons und Kabarett in heimelig-altmodischer Atmosphäre gibt es im winzigen Bar-Restaurant Le Limonairecité Bergère18145233333tgl. ab 20.15 Uhr Restaurant, ab 22 Uhr kostenlose ShowM8, 9Grands-Boulevards.

Das Fleche d'OrRue de Bagnolet102143724244www.flechedor.frEintritt freitgl. ab 20.45 Uhr, Do–Sa bis 5 Uhr frühM2Alexandre Dumas ist ein echter Szenetreff in einem ehemaligen Bahnhof: Konzerte (Techno bis Jazz), Kleinkunst, Bar, Disko.

Übernachten

Zum MIJE142742345www.mije.com gehören drei ganz ausgezeichnete Jugendhotels in toll renovierten Stadtpalästen aus dem 16. und 17. Jh. mitten im Marais-Viertel im 4. Arrondissement. Sie befinden sich in der Rue de Fourcy6 (M1Saint-Paul), der Rue du Fauconnier11 (M1Saint-Paul) und der Rue des Barres12 (M1, 11Hôtel de Ville). Im zugehörigen Restaurant in der Rue de Fourcy können die Hotelgäste günstig essen.

Eines der preisgünstigsten Hotels im Pariser Zentrum ist das Hôtel TiquetonneRue Tiquetonne614236945848Zi.M4Etienne Marcel. Ruhig gelegen (Fußgängerzone) im belebten Quartier um die Hallen. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Ende des Zweiten Weltkriegs

Mai

Himmelfahrt

14. Juli

Nationalfeiertag

15. August

Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

11. November

Waffenstillstand 1918

25. Dezember

Weihnachten

An den wichtigsten Feiertagen sind die meisten Museen geschlossen, etliche Geschäfte und Restaurants haben aber geöffnet, ebenso wie Kinos und Theater.

Veranstaltungen
Februar

Chinesisches Neujahrsfest: farbenprächtiger Umzug um die Place d'Italie (variabler Termin)

März–April

Foire à la Brocante et au Jambon: große und hochinteressante Antiquitätenmesse (weiterer Termin im Oktober). RERAChatou-Croissy

Banlieues Bleues: Jazzfestival allerersten Ranges in Saint-Denis und anderen Vororten. www.banlieuesbleues.org

April

Paris-Marathon: am letzten Sonntag Start um 9 Uhr auf den Champs-Elysées

Printemps des Musées: Beim Museumsfrühling an einem Sonntag zwischen März und Mai haben Sie freien Eintritt in alle Museen.

Mai–Juni

Festival de Saint-Denis: Das Festival der klassischen Musik startet Ende Mai und dauert etwa vier Wochen. www.festival-saint-denis.fr

Juni

Concours International des Roses: Klassikkonzerte zur Rosenblüte im Parc de Bagatelle, einem Park im Bois de Boulogne

Fête de la Musique: An fast jeder Ecke der Stadt gibt es die ganze Nacht Gratiskonzerte (21./22. Juni).

Gay-Parade: Umzug der Schwulen und Lesben von der Porte Dorée zur Bastille (vierter Samstag)

Juni–Juli

Paris Jazz Festival: Jedes Wochenende Gratiskonzerte internationaler Jazzgrößen im Parc Floral des Bois de Vincennes. www.parisjazzfestival.fr

Juli

Nationalfeiertag: große Militärparade auf den Champs-Elysées und Feuerwerk auf der Place du Trocadéro, am Vorabend überall auf öffentlichen Plätzen Volksfeste mit Tanz (14. Juli)

Tour de France: Schlussetappe mit Ziel auf den Champs-Elysées (vorletzter oder letzter Sonntag)

Juli–August

Paris-Plages: ab Mitte Juli fünf Wochen lang Strandvergnügungen aller Art. www.paris-plages.fr

Quartier d'Eté: viele schöne Gratiskonzerte in Parks und auf kleinen Plätzen (ab Mitte Juli)

Open-Air-Kino: kostenloses Freilichtkino im Parc de la Villette (ab Mitte Juli)

August

Rock en Seine: Namhafte Rockgrößen treten drei Tage lang im Park von Saint-Cloud auf. www.rockenseine.com

September

Journée du Patrimoine: freier Eintritt in sonst fürs Publikum unzugängliche öffentliche Gebäude (3. Wochenende)

September–Dezember

Festival d'Automne: Herbstfestival mit zum Teil spektakulären zeitgenössischen Theater-, Musik- und Tanzinszenierungen. www.festival-automne.com

Oktober

Fête des Vendanges: Weinlese am Montmartre (erster Samstag)

Fiac: umfangreiche zeitgenössische Kunstmesse (fünf Tage im Monat)

Nuit Blanche: eine ganze Nacht mit Musik- und Kunst-Happenings an teilweise ungewöhnlichen Orten (meist erster Samstag). www.paris.fr

Im Trend

Auf Wiedersehen
Mode

Bei Matières à RéflexionRue de Poitou19www.matieresareflexion.com wird alten Lederjacken und Co. neues Leben eingehaucht. Laetitia Azpiroz und Cyrille Railliet schneidern daraus coole neue Taschen. Auch Alexia Hollingerrue Thérèse3www.alexiahollinger.com kreiert aus alten Stoffen und Leder Lebensbegleiter in Taschenform. Liza Arico recycelt bei Costumisée par LizaRue du Pont aux Choux11short.travel/par9 aus allerhand Materialien lebenslustige Accessoires von der Haarspange bis zur Krawatte.

Dans la ville
Sportlich

Wieso in die Ferne schweifen? Aktiv werden kann man auch in der Stadt. Beim coolsten Trendsport sehen Sie sogar noch was von Paris! Urbangolf in den Straßen der Metropole ist angesagt. Le 19ième Trouwww.19mtrou.com veranstaltet das Turnier . Im Forum des HallesPorte Berger101www.en.forumdeshalles.com kann man den Abschlag anderer Spieler abchecken. Wo Sie aktuell Holz und Eisen schwingen können, verrät www.urbangolf.fr.

Hausgemacht
Home sweet home

Beinahe wie daheim speist man bei Chez Clémentwww.chezclement.com. In Paris haben gleich mehrere solcher kuscheligen Restaurants eröffnet Place Saint-André des Arts9 . Auf Gemütlichkeit setzt auch L'AppartRue du Colisée11. Dort essen Sie zwischen Bibliothek und offenem Kamin. Le Petit KellerRue Keller13www.lepetitkeller.com ist klein und schnuckelig, die Gäste fühlen sich wie in Mutters Esszimmer.

Junge Kunst in Belleville
Galerien und Kabarett

In dem Multikultiviertel fühlen sich die Kreativen wohl. Als eine der ersten Galerien öffnete Jocelyn WolffRue Julien-Lacroix78www.galeriewolff.com ihre Pforten in Belleville. Es folgten weitere Trendgalerien wie Bugada & CargnelRue de l'Equerre7-9www.bugadacargnel.com und sogar eine Biennale nennt das Viertel nun sein Eigenwww.labiennaledebelleville.fr. Einen Überblick über das künstlerische Schaffen gibt die Vereinigung Ateliers d'Artistes de BellevilleRue Francis Picabia1www.ateliers-artistes-belleville.org, die nicht nur eine eigene Galerie besitzt, sondern auch offene Ateliertage veranstaltet. Auf der Straße findet sich in Belleville ebenso Kunst wie auf der Bühne. Unter www.paris-streetart.com kann man sich gratis eine Street-Art-Tour herunterladen. Wer bei der Tour auf ein aufblasbares Riesenzebra trifft, ist richtig bei Paris' originellstem Kabarett: Le Zèbre de BellevilleBoulevard de Belleville63www.lezebre.com .

Up-and-coming
Pigalle

Statt Rotlicht geben die Trendsetter nun grünes Licht für Pigalle. Le BoutRue Frochot6www.lebout.com ist die Adresse für modernes Theater an der einstigen Amüsiermeile. Im Hôtel AmourRue de Navarin8www.hotelamourparis.fr wird die Liebe immer noch großgeschrieben, allerdings ist es heute eher die Liebe zum Design. Jedes der 20 Zimmer wurde von einem anderen Künstler gestaltet. Bei einem Besuch des Viertels sollten Sie sich die Boutique DetailleRue Saint-Lazare10www.detaille.com nicht entgehen lassen. Dort werden Parfums nach alten Rezepten kreiert.

Bloss nicht

Selbst den Platz aussuchen

Wer in ein Restaurant kommt, sollte möglichst nicht gleich auf einen freien Tisch zustürmen. In Paris ist es üblich, darauf zu warten, vom Kellner an einen von ihm bestimmten Tisch geführt zu werden. Natürlich lässt er in der Regel mit sich reden, wenn Sie mit dem Platz dann nicht einverstanden sind.

Auf Rolltreppen links stehen

Je größer die Metropole, desto eiliger haben es die Leute, die dort arbeiten, sollte man meinen. Wenn Sie auf Rolltreppen in den Métrostationen oder in Kaufhäusern links stehen, kann es sein, dass Ihnen die Pariser besonders strafende Blicke zuwerfen.

In gefährlichen Gegenden bummeln

Vor allem spätabends sollten Sie die meisten Vororte im Norden, Osten und teilweise auch im Süden der Stadt besser meiden. Ebenso in der Gegend um die Métrostationen Strasbourg-St-Denis, Stalingrad und Châtelet-Les Halles sollten Sie dann vorsichtig sein. Auch der Bereich um die Porte Dauphine und der Bois de Boulogne (Straßenstrich) haben einen schlechten Ruf.

Bier an Touristenfallen trinken

Wer unbedingt auf den Champs-Elysées, an der Place du Tertre oder anderen Touristenzentren ein Bier trinken muss und dann auch noch ein großes, erlebt meist eine böse Überraschung. Die Rechnung ist an solchen Orten gesalzen und erreicht manchmal das Drei- bis Vierfache der Preise an anderen Plätzen. Übrigens: Ein démi ist kein halber Liter, sondern 0,25 l.

Auf den Mitleidstrick hereinfallen

Um den Eiffelturm und am Arc de Triomphe gibt es Leute, die behaupten, sie seien ausgeraubte Touristen, denen die Kreditkarte gestohlen wurde. Um wieder nach Hause zu kommen, bitten sie die ahnungslosen Touristen um Geld und bieten als Gegengabe angebliche Markenkleidung. Wer sich darauf einlässt, zahlt kräftig drauf.

Pizza essen

Es gibt Ausnahmen, aber im Allgemeinen lässt die Qualität dieser beliebten Speise in Paris zu wünschen übrig: Meist ist der Teig weich, die Pizza fett, und oft sind es auch nicht die richtigen Zutaten. Nur wenige sind im Holzofen zubereitet, die Preise sind hoch.

Mit dem Auto ins Zentrum fahren

Wie kaum eine Großstadt versinkt Paris im Verkehrschaos. Neben dem für Touristen meist gewöhnungsbedürftigen Fahrstil, bei dem das Recht des Stärkeren gilt, sind Megastaus, an denen selbst die Pariser manchmal verzweifeln, an der Tagesordnung.

Stichworte

Champs-Elysées

Die Unternehmen dieser Welt reißen sich um einen Platz auf dem oft als schönste Avenue der Welt bezeichneten Prachtboulevard. Der obere Teil um den Triumphbogen gehört den Luxusmarken: Guerlain, Cartier, Hugo Boss. Star unter den Flagships und Top-Touristenattraktion ist das Haus des Lederwarenherstellers Louis Vuitton. Ein eigens konzipierter „Spaziergang“ durch das Geschäft führt vorbei an spektakulären Licht- und Videoinstallationen und zeitgenössischen Kunstwerken. Ein neuer Publikumsmagnet vor allem für jüngere Kunden ist ein Art-déco-Palast hinter vergoldeten Toren, in dem sich die Modekette Abercrombie & Fitch niedergelassen hat. Unweit davon hat Nespresso eine 1700 m2 große Filiale mit einer Bar für Eilige, Lounge und einem VIP-Bereich eröffnet. Weiter unten, kurz vor der Haute-Couture-Straße Avenue Montaigne, liegt das ganz in Weiß und Schwarz gehaltene Vorzeigegeschäft des Sportartikelkonzerns Adidas. Konkurrent Nike ist schon länger da. Ein paar Meter entfernt hat Citroën einen avantgardistischen Showroom aus Glas und Stahl eröffnet. Auch Renault, Toyota und Daimler nutzen die exponierte Lage, um Prototypen, Formel-1-Boliden und spektakuläre Installationen zu zeigen und Gäste zu bewirten.

Les Halles

Wo einst die legendären Markthallen standen, befindet sich heute ein Schandfleck der Stadt, der vor allem nachts ein Zentrum des Drogenhandels ist. Das soll sich ändern. Die in weiten Teilen heruntergekommene vierstöckige Shoppingmall, die sich um das 13 m in die Erde gegrabene „Loch von Paris“ gruppiert, soll komplett erneuert werden. Dabei muss auf die rund 800 000 Reisenden Rücksicht genommen werden, die den Verkehrsknotenpunkt täglich nutzen. Das ganze Areal soll von einem riesigen, halb transparenten Dach überspannt werden. Parks und Spielplätze sollen deutlich erweitert werden. Doch das Projekt hat erhebliche Verspätung. Die Arbeiten wurden im Herbst 2010 begonnen und sollen nicht vor 2016 abgeschlossen sein.

Les Puces

Die Pariser Flohmärkte, vor allem der Marché aux Puces de Saint-Ouen an der Porte de Clignancourt, gehören zu den Hauptanziehungspunkten der Metropole. Mehr als 5 Mio. Menschen besuchen den wohl größten Antiquitätenmarkt der Welt, der nur von Samstag bis Montag geöffnet hat und in Wirklichkeit aus 16 Einzelmärkten besteht, jedes Jahr. In den vielen, oft mehrstöckigen Hallen, aber auch davor, werden Kleidung, Krimskrams aller Art und eine riesige Anzahl von Möbelstücken feilgeboten. Jede Halle hat ihren eigenen Schwerpunkt, wie z. B. Jugendstil oder 1970er-Jahre. Ende des 19. Jhs. aus Paris verjagt, florierte das Geschäft am nördlichen Rand der Stadt über viele Jahrzehnte. Bürgerliche Kreise, ganz besonders aber Ausländer, vor allem Amerikaner, sind die größten Kunden.

Doch seit einigen Jahren läuft das Geschäft nicht mehr so richtig. Viele der Händler haben seit Langem nichts mehr verkauft – immer mehr geben auf. Es begann mit dem Ausbleiben vieler Amerikaner infolge des Anschlags vom 11. September 2001 und setzte sich fort mit der Finanzkrise. Es kommt hinzu, dass das Premium-Segment häufig in teure Antiquitätengeschäfte in Saint-Germain-des-Prés oder ins Versteigerungshaus Drouot abgewandert ist. Das untere Segment leidet unter der Konkurrenz privater Flohmärkte und des Internets.

Für Touristen lohnt sich ein Besuch des Marktes jedoch allemal. Es macht einfach Spaß, an den bunten Ständen draußen oder durch die Hallen zu schlendern, und gerade derzeit lassen sich vielleicht ein paar Schnäppchen machen. Ein nettes Mitbringsel aus Paris macht sich schließlich auch im heimischen Wohnzimmer gut. Außerdem gibt es trotz der Diskussion um die Zukunft der Flohmärkte auch interessante neue Entwicklungen. In einigen Hallen haben sich nette Lokale eingenistet, in denen etwa Jazzmusik gespielt wird.

Métro

Nicht die älteste U-Bahn der Welt, aber sicher eins der am dichtesten geknüpften Netze. Es soll keinen Punkt in Paris geben, der mehr als 600 m von einer der knapp 300 Stationen entfernt liegt. Doch die Züge rattern nicht gerade besonders schnell über die Gleise, und das System ist extrem verwundbar. Wenn nicht wieder mal gestreikt wird, dann legen technische Defekte, Vandalismus, von Jugendlichen blockierte Türen oder Selbstmörder das S- und U-Bahn-Netz der Stadt immer häufiger lahm. Seit Jahrzehnten wurde kaum in den öffentlichen Nahverkehr investiert: Das Gleisnetz ist überlastet, das Material veraltet. Die durchschnittlich 30 Jahre alten Züge, aber auch Bahnhöfe und Gleise sind nicht ausgerichtet auf täglich 5 Mio. Reisende, davon allein 2 Mio. auf den S-Bahn-Linien RER A und RER B. Vermeiden Sie es möglichst, zwischen 8 und 10 Uhr sowie 17 und 19.30 Uhr zu fahren.

Doch trotz all ihrer Mängel ist die leider nur bis etwa 0.30 Uhr verkehrende Métro wohl das empfehlenswerteste Fortbewegungsmittel in Paris. Vereinzelt zeugen noch schöne Jugendstileingänge von Hector Guimard, beispielsweise an der Station Abbesses, von der Anfangszeit der U-Bahn. Schick und hochmodern dagegen sind die fahrerlosen Linien 1 und 14.

Moderne Kunst

Es gibt wohl kaum eine Stadt auf der Welt, die über so viele Museen verfügt wie Paris. Doch die zeitgenössische Kunst fristet bisher ein Schattendasein – auch weil sich Künstler ein Leben in der teuren Stadt kaum leisten können. Das soll sich ändern. Mit der alljährlich im Oktober stattfindenden Kunstausstellung „Fiac“ sowie Ausstellungen im Palais de Tokyo wird moderner Kunst ein Forum geboten. Ein neues Kulturzentrum soll auch den Kunstschaffenden selbst eine Heimstatt bieten. Im Centquatre (www.104.fr), einer gigantischen, von einem Glasdach überwölbten Halle aus dem 19. Jh., wurden Wohnungen und Ateliers für Künstler, Geschäfte, ein Restaurant, ein Café und Konzertsäle eingerichtet.

Nachtleben

Moulin Rouge, Cabarets, Jazzclubs, sündige Meilen wie Pigalle oder Diskotheken wie Les Bains Douches: Das Pariser Nachtleben ist legendär. Doch der Ruhm ist verblasst. Viele Touristen und Einheimische erleben stattdessen teure Abzockerei. Wer die strengen Dresscodes übersteht, der muss in den meisten Fällen eine gut gefüllte Brieftasche haben. Um die 30 Euro für den Eintritt sowie weitere 10 Euro für einen Getränkebon muss man in der Regel als absolutes Minimum hinblättern. Immer strengere Auflagen wegen Anwohnerbeschwerden sowie die frühe Einstellung des Métrobetriebs, der Mangel an Taxis und hohe Parkhausgebühren haben dazu geführt, dass meist um 2 Uhr Zapfenstreich ist.

16 000 Akteure des Pariser Nachtlebens haben deshalb eine Petition namens „Wenn die Nacht im Schweigen erstickt“ verfasst. Sie versuchen, um Verständnis für die Nachtschwärmer und die dazugehörigen Lokale zu werben. Auch die Stadtverwaltung hat das Problem erkannt und weist darauf hin, dass Paris mit über 200 Nachtclubs und mehr als 15 000 Cafés und Restaurants aufwarten kann. Da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein – günstigere Ausgehmöglichkeiten findet man vor allem um die Bastille sowie um die Rue Oberkampf.

Paris – autofrei

Paris erstickt im Verkehr. Nicht nur die Ringautobahn Boulevard Périphérique ist notorisch verstopft. Auch auf den in den 1960er- und 1970er-Jahren wie Schneisen an der Seine entlang gebauten Uferschnellstraßen geht nichts mehr. Bürgermeister Bertrand Delanoë will die Dominanz des Autos nun brechen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Paris wieder lebenswerter zu machen und den Verkehr zurückzudrängen. Ein erster Schritt dazu waren die Einrichtung von Bus- und Fahrradspuren sowie des Fahrradverleih-Systems Vélib.

Ein zweiter soll der Verleih von Elektroautos (Autolib) sein, durch den die Pariser davon abgehalten werden sollen, eigene Autos zu kaufen. 3000 Fahrzeuge mit einer Reichweite von bis zu 250 km können an mehr als 1000 Stationen in Paris und in 40 Vororten ausgeliehen werden. Das ist nicht nur für Pariser, sondern vielleicht auch für Touristen interessant. Denn es gibt Tages- (10 Euro) und Wochenabonnements (15 Euro). Für jede halbe Stunde werden zusätzlich 7 Euro berechnet. Reserviert werden kann über Internet, Telefon oder auch vor Ort. Fraglich ist allerdings, ob das System die Verkehrsprobleme der Stadt nicht noch verschärft.

Der Bürgermeister hat noch ein weiteres Projekt, das das Auto zurückdrängen soll, viele Autofahrer erbost, Touristen jedoch begeistern dürfte. Auf der linken Seine-Seite will er zwischen dem Musée d'Orsay und dem Eiffelturm 2,5 km Uferstreifen ganz vom Autoverkehr befreien, auf der rechten Seite die Straße deutlich schmaler machen. Der neu gewonnene Platz soll für Gärten mit Ruhezonen, Spielplätze, Sportmöglichkeiten, Cafés, künstliche Inseln, sogar für Kinos und Nachtclubs zur Verfügung gestellt werden. Die Pariser und Gäste der Stadt sollen endlich die einmaligen Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses genießen können. Ein Test dafür war und ist die Aktion „Paris-Plages“ (Pariser Strand), in deren Rahmen seit einigen Jahren im Sommer die Uferstraße gesperrt, reichlich Sand aufgeschüttet, Palmen aufgestellt, Kioske installiert und Konzerte gegeben werden. Auch neue Schiffslinien sind geplant, und das Piscine Josephine Baker, ein Schwimmbad auf einem Boot, wurde zu Füßen der Bibliothèque Nationale verankert.

Picknick

Pariser sitzen gern draußen. Doch angesichts der vielfach hohen Preise haben in den letzten Jahren viele Einheimische, zunehmend aber auch Touristen, die Freuden eines Picknicks entdeckt, sobald die ersten Sonnenstrahlen locken. Der bekannteste Ort ist die Fußgängerbrücke Pont des Arts mit Blick auf Louvre und Ile de la Cité. An warmen Abenden ist dort jedoch kaum noch ein Quadratzentimeter frei. Stadtparks sind keine Alternative, weil der Rasen meist nicht betreten werden darf. Anders verhält es sich nur bei den Grünanlagen um den Eiffelturm.

Noch beliebter sind aber vor allem am Nachmittag die sonnenbeschienenen Seine-Quais. Am Sonntag sind dort auch die Abschnitte, wo sonst der Autoverkehr tobt, gesperrt. Einzigartig ist die schattige westliche Inselspitze der Ile de la Cité, speziell bei Sonnenuntergang. Dann ist es jedoch meist auch sehr voll. Für Romantiker und Tanzwütige bietet sich ein Picknick am Seine-Quai Saint-Bernard an (linke Seine-Seite, zwischen Ile de la Cité und Austerlitz-Bahnhof). In kleinen Einbuchtungen kann man dort am frühen Abend anschließend direkt am Fluß Tango oder Salsa tanzen (gratis).

Nachmittags und bis länger in den Abend hinein empfehlen sich Picknicks am , nahe der Ausgehviertel Bastille, Rue Oberkampf und Belleville. Schilder entlang des romantischen und von Bäumen gesäumten Wasserlaufs weisen zwar darauf hin, dass man ab 21 Uhr vom Picknicken Abstand nehmen soll, um die Ruhe der Anwohner nicht zu stören. Doch das hält niemanden davon ab, es doch zu tun. Überall breiten die Menschen oft auch bis spät ihre Decken aus, essen Baguette und Käse, aber auch beim Traiteur oder auf dem Markt erworbene Pasteten, Quiches Lorraines bzw. Selbstgekochtes. Als Getränke besonders beliebt sind Cidre, Wein oder Bier. Ein Picknick ist ein preiswertes und romantisches Vergnügen in einer außerdem sehr pariserischen Atmosphäre.

Vélib

Paris ist nicht gerade als Fahrradmetropole bekannt. An Knotenpunkten wie dem Triumphbogen mutet es geradezu lebensgefährlich an, sich auf dem Drahtesel ins Verkehrsgetümmel zu wagen. Doch es tut sich etwas. Die Stadtverwaltung hat unter dem Namen Vélib (vélo libre service) über 1400 Fahrrad-Verleihstationen eingerichtet, an denen mehr als 20 000 Vélos ausgeliehen werden können (www.velib.paris.fr). Die schlammgrauen Räder, mit drei Gängen und einem vorne angebrachten Korb ausgestattet, sind inzwischen nicht mehr wegzudenken aus dem Stadtbild von Paris. Das Angebot ist auch für Touristen interessant. Mit einer Kreditkarte kann man ein Tages- (1,70 Euro) oder Wochenticket (8 Euro) erwerben. Die erste halbe Stunde Benutzung ist dann frei, für 30–60 Min. zahlt man 1 Euro, für 60–90 Min. 3 Euro, danach kostet jede weitere halbe Stunde 4 Euro. Die Fahrradausleihe lohnt sich also vor allem für kurze Fahrten. Sehr zu empfehlen ist die preiswerte Karte „Paris Vélib“ (Michelin-Karte Nr. 61), auf der die Radwege eingezeichnet sind.

Bücher & Filme

Bilder einer Stadt – Paris liegt an der Seine

Eine anregende Zusammenstellung von Paris-Eindrücken international bekannter Autoren, herausgegeben von Susanne Gretter

Paris, ein Fest fürs Leben

Ernest Hemingway schildert seinen Aufenthalt im Paris der wilden 1920er-Jahre. In Lokalen wie der Closerie des Lilas wandeln Sie auf seinen Spuren

Midnight in Paris

Der mit einem Oscar prämierte Film von Woody Allen aus dem Jahr 2012 spielt mit den Paris-Klischees. Mit schönen Bildern der Stadt unterstützt er zudem die Arbeit des Fremdenverkehrsamts

Paris: Geschichte einer Stadt – von 1800 bis heute

Auf anspruchsvolle, umfangreiche (immerhin 700 Seiten) und trotzdem äußerst anregende Weise schildert Thankmar von Münchhausen die bewegte Pariser Geschichte der letzten 200 Jahre

Hotel du Nord

Der Klassiker des poetischen Realismus von Marcel Carné (1938) spielt am wieder in gewordenen Canal Saint-Martin

Ratatouille

Nicht umsonst ist dieser Animationsfilm von Brad Bird um eine Ratte als Kochgenie, der die kulinarische Welt auf die Schippe nimmt, 2008 mit dem Oscar belohnt worden

La Vie en Rose

Der 2007 gedrehte Film von Oliver Dahan stellt das tragische Leben der zur Ikone gewordenen Edith Piaf dar

Paris, je t'aime

21 teils namhafte Filmemacher gaben 2006 in 18 Kurzfilmen, die in ebenso vielen Arrondissements spielen, eine Liebeserklärung an die Stadt ab

Fakten

Einwohner
2.187.526
Fläche
105 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
02:55 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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