Oxford Alle

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Das Kunst- und Archäologiemuseum geht auf eine Kuriositätensammlung im Hinterzimmer einer Londoner Kneipe aus dem frühen 17. Jh. zurück. Seit 1845 im eigens dafür gebauten pompös-…
Wer ist denn da über den Museumsrasen gelatscht? Es war der prähistorische Megalosaurus, dessen Fußstapfen aus einem Steinbruch in der Nähe von Oxford stammen und neugierig auf einen Besuch im…
Die überdachte Seufzerbrücke heißt offiziell (aber viel langweiliger) Hertford Bridge und verbindet zwei Teile von ...?! Richtig, Hertford College! 1282 als Hart Hall gegründet, musste das College…
Rundes Gebäude auf eckigem Platz? Why not! Die kreisförmige Bibliothek entstand 1749 und ist heute das berühmteste Gebäude von Oxford. VIP-Arzt John Radcliffe hinterließ der Uni nicht nur seine…
Oxford, City of the dreaming spires – klar, dass es hier viele tolle Aussichtspunkte gibt. Der gotische Turm von St Mary’s aus dem 13. Jh. ist aber im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu toppen!…
Das größte, reichste, imposanteste, und berühmteste Oxforder College, Spitzname: The House. Hier tragen die Porter Melonenhüte und die Uhren gehen nach: Jeden Abend um fünf nach neun schlägt die…
Wie wär’s mit einem Bambi-Burger? Keine Sorge, normalerweise steht der hier nicht wirklich auf der Speisekarte. Rehe gibt’s hier aber – im 17. Jh. tatsächlich als Nahrungsmittel angeschafft,…
Absolutes Shopping-Highlight mit außergewöhnlichen Angeboten. Heute finden Sie hier alles von halben Wildschweinen und seltenen Käsespezialitäten über abgefahrene Klamotten bis hin zu…
Unikat: Über die winzig-verwinkelte St Helen’s Passage an der Seufzerbrücke erreichen Sie Oxfords bekanntestes Geheimnis, The Turf. Krummer und schiefer Pub mit mittelalterlichen Ursprüngen,…
Oxford ist eine der berühmtesten Universitätsstädte in Europa. Die malerischen alten Colleges, reizvolle Gärten und Plätze, geschäftiges Treiben in der Fußgängerzone und ein vitales…
Eins der ersten Bauwerke (1664–69) von Architekt Sir Christopher Wren. So was hatte man bis dahin noch nie gesehen! Das runde Sheldonian sieht ein bisschen aus wie ein antikes Theater aber mit Dach…
Und ... durchatmen! Die grüne Oase westlich vom River Cherwell ist für alle da, nicht nur für Akademiker. Seit 1860 kümmert sich die Uni aber um die Parks (immer mit s – warum? Weiß keiner!)…
Kaffeekultur und mehr! Dort, wo sich 1650 das älteste Kaffeehaus Oxfords befand, können Sie heute in grandioser Atmosphäre zwischen Marmor- und Goldblattdeko Ihren high tea mit Petits Fours,…
Der schöne Gastropub diente schon oft als malerische Filmkulisse. Idyllischer Blick von der Terrasse auf die Isis, im Sommer mit Pfauengesellschaft. Im Angebot sind light bites für den kleinen…
Anstehen gehört bei Peter und Mieko Galpins szenigem Mini-Japanladen gegenüber dem New College dazu. Wen stört’s? Edamame ist seit fast 20 Jahren Kult und das Warten wert. Schnell, frisch und vor…
Der älteste Teil von Oxford und gleichzeitig der neueste: in den letzten Jahren wurde das schäbig gewordene Castle Quarter (Schlossviertel) mit schicker Gastronomie, Boutiquehotel und geschützten…
Im schrägsten Café Oxfords sitzen Sie im alten Universammlungsgebäude von 1320 oder auch draußen zwischen den Grabsteinen von St Mary’s mit unschlagbarem Blick auf die Radcliffe Camera. Zu kühl…
In malerischer Lage am Ufer des Cherwell: anspruchsvolles Restaurant mit großer Auswahl an besonderen Weinen. Im Sommer können Sie draußen auf der Terrasse den vorbeiglucksenden punts zusehen. 6-g…

Sehenswertes

In den Colleges finden Sie als Grundelemente die typischen, rechteckigen Innenhöfe: quadrangles, kurz quads, den Speisesaal (dining hall) und die Kapelle (chapel). Studenten wohnen und lernen in den Colleges, doch ihre Zimmer, gruppiert um Treppenhäuser (staircases), bekommen Besucher meist nicht zu sehen. Die Porter sitzen am Eingang und entscheiden, wer wann reindarf – spätestens bei Einbruch der Dunkelheit wird zugemacht. Auch zu offiziellen Öffnungszeiten kann es immer mal sein, dass man vor einem Schild mit der Aufschrift The college is closed to visitors haltmachen muss (Infos und Öffnungszeiten aller Colleges: short.travel/oxf1). Oxford ist aber mehr als ein Bündel Colleges in der Altstadt. Im Norden und Nordwesten finden Sie wohlhabende Wohngegenden, allen voran den trendigen Stadtteil Jericho, im Südosten führt die multikulturelle Cowley Road in sozial durchmischtere Viertel. Viele Parks und Wiesen, dazu malerische Wasserwege tragen zum idyllischentspannten Appeal Oxfords bei.

Essen & Trinken

Zwei Promiköche und Pioniere der ersten Stunde, Marco-Pierre White und Raymond Blanc, sind in Oxford mit gut besuchten Restaurants vertreten, dem Marco’s New York Italian (73 High Street) und der Brasserie Blanc (71/72 Walton Street). Inzwischen legt auch die Mainstream- Esskultur Wert auf sustainability (Nachhaltigkeit) und provenance (mit Ursprungsnachweis): Produkte, die fair trade (fair gehandelt) und organic (aus biologischem Anbau) sind, haben Hochkonjunktur, für Gluten-, Milchprodukt-, Nuss- und andere Allergiker ist die Ernährung in Oxford kein Problem. In den Pubs gibt’s bodenständiges und meist preisgünstiges Essen, basierend auf dem traditionell britischen meat and two veg (Fleisch und zwei Gemüsebeilagen, meist Pommes frites und Erbsen), wie z. B. Fish & Chips und pies (Pasteten), aber auch Burger oder Lasagne. Sonntags machen die Pubs auf Tradition: Der gute alte Sonntagsbraten (roast) steht auf der Speisekarte. Wochentags isst man mittags das typische, diagonal geschnittene Sandwich und abends ein hot dinner. Internationale Küche ist allgegenwärtig, allen voran tausenderlei Currygerichte. Tea (schwarzer Tee mit Milch) wird zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken. In Cafés, Restaurants und Pubs dürfen Sie nach Leitungswasser (tap water) fragen ist durchaus üblich und kostenfrei. Wenn Sie sprudelndes Mineralwasser möchten, bestellen Sie es sparkling. Ein leckerer, typisch Oxforder Sommerpunsch ist Pimm’s – serviert mit Limonade, Erdbeeren und Minze. Cheers!

Afternoon Tea

Fahren Sie bitte, bitte nicht nach Hause ohne afternoon tea probiert zu haben! Basic-Version ist cream tea: scones (rundes, süßes Gebäck) mit Butter, clotted cream (fettreiche Sahne aus erhitzter Milch) und jam (rote Marmelade) zum Selbstbestreichen. Die Upgrade-Version ist high tea: Zusätzlich gibt’s Gurken-, Lachs- oder Ei-Sandwiches und feine Törtchen auf dreistöckigen Etageren, dazu gerne auch ein Gläschen Sekt.

Blinner

Blinner ist das neue Brunch: Breakfast, Lunch und Dinner! An diesen Adressen kann man sich auch den ganzen Tag aufhalten.

Einkaufen

In der elegant geschwungenen High Street finden Sie Boutiquen, Antiquariate und Cafés. Mainstream Shopoholics finden ihre Ziele in Cornmarket und Queen Street, im Clarendon und im Westgate Centre, Leseratten in der Broad Street. In der mittelalterlichen Turl Street reisen Sie in traditionellen Geschäftchen von anno dazumal in die Vergangenheit, im hippen Jericho reihen sich in der nett mit Lämpchen geschmückten Ausgehstraße Little Clarendon Street Mode-, Geschenke- und Delikatessenläden. Öffnungszeiten sind meist Mo–Sa 9.30– 19, So 11–17 Uhr, aber klar: Indie-Shops machen ihre eigenen Regeln. Schöne Oxford-Mitbringsel sind Alice-im-Wunderland- Sächelchen und die „Silence please“-Reihe der Bodleian Library mit Teeservice, Schreibwaren und mehr. Museumsläden haben oft ein tolles und geschmackvolles Sortiment zu bieten – mal sehen, wo Sie länger stöbern, im Museum oder im Shop!

Am Abend

Theater, Rock und Pop, Indie und Mainstream – Oxford hat nicht nur eine lange Liste an einheimischen Stars, sondern zieht auch Größen aus aller Welt an. Was Sie nicht verpassen sollten: Gegen 18 Uhr findet in vielen College Chapels Evensong statt – eigentlich die Abendandacht, die aber mehr wie ein Konzert (Eintritt frei) gestaltet ist. Eine feierliche, jahrhundertealte Tradition, oft bei Kerzenlicht. Die Chöre von New College, Magdalen und Christ Church sind weltberühmt. Checken Sie genaue Zeiten auf den College-Webseiten. Wie auch immer man seinen Abend gestaltet, dazu gehört immer ein Pub- Besuch – meist kriegen Sie hier auch ein anständiges Essen. Man bestellt an der Theke und bezahlt sofort oder gibt seine Kreditkarte ab (start a tab). Und – vergessen Sie nicht das kleine Schwarze einzupacken, Ladys. Derzeitiges Lieblingsgetränk der Oxforder: Cocktails! Auf www.dailyinfo.co.uk finden Sie aktuelle Veranstaltungsinfos.

Übernachten

In den Monaten Mai bis Juli und im September schießen die Preise in die Höhe, weil dann Eltern von Sprachschülern und Studenten ihre Kinder abgeben, sie besuchen oder wieder abholen. Im August ist es etwas ruhiger – viele Briten sind dann woanders im Urlaub. Preise variieren nicht nur nach Saison, sondern auch nach Wochentag – probieren Sie am besten verschiedene Termine aus. Was auf der Website steht, ist nicht immer bindend – fragen Sie einfach höflich nach einem Rabatt, das nimmt Ihnen niemand übel. Die Grenzen zwischen Bed & Breakfasts und Hotels sind fließend geworden – manchmal muss das Frühstück im B&B auch extra bezahlt werden, immer genau nachprüfen! Double rooms haben ein Doppelbett, twin rooms zwei Einzelbetten, family rooms mehrere Betten, ensuite bedeutet, es ist ein privates Badezimmer dabei. Buffet und continental breakfast beschränkt sich oft auf Toast und Brotaufstrich, mit cooked breakfast ist The full English gemeint. Tea and coffee making facilities im Zimmer (Wasserkocher, Tee und Kaffee) sind die Norm. Übers Hotel selbst zu buchen ist immer billiger als über Agenturen, natürlich hilft Ihnen auch das Visitor Information Centre (15 Broad Street | www.experience oxfordshire.org). Westlich von Oxford finden Sie weitere hübsche Unterkunftsmöglichkeiten, gelegen im malerischen Naturpark Cotswolds mit seinen sanften Hügeln und typischen Steinhäuschen. Über den Landmark Trust (www.landmarktrust.org.uk) können Sie außergewöhnliche Unterkünfte mieten, die reich an Geschichte und Atmosphäre sind.

Mit Kindern unterwegs

Oxford ist eher auf Studenten ausgerichtet, Attraktionen speziell für Kleine befinden sich oft außerhalb. In der City bieten vor allem die Museen ein tolles Angebot für Familien, zu finden auf www.museums.ox.ac.uk/content/fami ly-friendly-events. Mitmachmaterial in Rucksäcken, Bastelaktionen u. Ä. (auf Englisch) gibt’s im Museum of Natural History sonntags 14–16 Uhr, im Pitt Rivers Museum samstags 10–16 Uhr und im Ashmolean Museum Sa/Sa 10–16 Uhr. Im Ashmolean und im Museum of the History of Science erhält man Heftchen mit Familientouren, im Botanischen Garten hat man ebenfalls Material für kleine Entdecker. Ein nettes und informatives Büchlein (auch gut zum Englischlernen für Minireisende!) ist der Michelin Guide „I Spy Oxford“ (£2.50): Eine Art Fotoschnitzeljagd zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten.