Ostseeküste - Mecklenburg-Vorpommern

Überblick

Entdecke die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns!

Blaues Meer, kilometerlange weiße Sandstrände, traditionsreiche Seebäder mit aufwendig renovierten Villen und Seebrücken, die zum Promenieren über den Wellen einladen – das ist die eine Seite der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern, kurz MeckPomm genannt, die jährlich Hunderttausende Urlauber anzieht, Tendenz steigend. Zuwächse bei den Besucherzahlen verzeichnen auch die alten Hansestädte, deren von rotem Backstein geprägtes Stadtbild noch immer – bzw. nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten wieder – von einstigen Blütezeiten zeugt.

Doch es gibt noch eine andere, oftmals unbeachtete Seite dieses Küstenstrichs, die es zu entdecken lohnt: das Hinterland der Halbinseln und Inseln mit ihren Boddenlandschaften. Hier schlendern Sie entlang von Rapsfeldern, erfreuen sich später im Jahr an Mohn- und Kornblumen, an Heckenrosen und Ginster und lauschen dem Summen und Gezwitscher in den Schilfgürteln. Stundenlang können Sie hier zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein – vor allem im Frühjahr und Herbst –, ohne einer Menschenseele zu begegnen.

Die Insel Ummanz, Lebbin und Reddevitzer Höft auf Rügen sowie der Lieper Winkel auf Usedom sind solche abgeschiedenen, verträumten Ecken. Oder der Darß, den Wind und Wellen immer weiter ausfransen und von dem sie unaufhörlich Land abnagen, um es an der Nordspitze wieder anzulanden. Am Darßer Ort wird Deutschland jedes Jahr um acht bis zehn Meter größer. Fisch- und Seeadler haben sich diese Regionen als ihr Zuhause gewählt, Hinweisschilder am Straßenrand machen auf den Fischotter aufmerksam, Zehntausende von Kranichen kommen jeden Herbst in die flachen Gewässer zwischen Zingst und Rügen geflogen. Die untergehende Sonne verdunkelt sich, wenn sie in den Abendstunden der Spätsommer- und Herbsttage von ihren Futterplätzen mit trompetenhaften Rufen in die Nachtquartiere einschweben, bevor es weitergeht auf die weite Reise in den Süden. Ebenso beeindruckend, wenn auch nicht so unberührt und alles andere als unbekannt sind die kreideweißen Felsen auf Rügen, die aus den dunklen Buchenwäldern leuchten. Sie gehören wie der Darß zu den rund 20 Prozent der Landesfläche, die unter besonderem Schutz steht: An der Küste gibt es zwei Nationalparks, einen Naturpark und ein Biosphärenreservat, um das größte Potenzial des Landstrichs, die Naturschönheiten, zu bewahren.

Den Kontrast dazu liefern die trubeligen Seebäder mit ihrem Architekturmix, Bäderarchitektur genannt: Hotels und Villen schmücken sich mit verschnörkelten Türmchen, verzierten Loggien, putzigen Dachaufbauten und korinthischen Säulen. Was anderswo spätestens in den 1970er-Jahren der Abrissbirne zum Opfer fiel und durch Glas und Beton ersetzt wurde, konnte sich hier über die DDR-Zeit retten. Zwar marode, aber die architektonischen Kostbarkeiten blieben erhalten. Nach der Einheit wurden sie liebevoll saniert, und heute geben sie den Seebädern von Boltenhagen im Westen bis Ahlbeck im Osten ein unverwechselbares Gesicht. Wenn Sie durch Kühlungsborn, Binz oder Heringsdorf bummeln, glauben Sie, ein Architekturmuseum zu besuchen. Schlösser und Herrenhäuser, von denen es in Mecklenburg-Vorpommern fast hinter jeder Ecke eins gibt, verwandelten sich, aufwendig restauriert, in Hotels. Die Einheimischen wissen um ihre Schätze und haben rasch mitbekommen, was Touristen mögen. Nach der Einheit bauten sie Seebrücken zum Promenieren über den Ostseewellen, Marinas, Golfplätze, Freizeitbäder und Wellnesstempel.

Dabei knüpfen sie an eine alte Tradition an – schließlich wurde der Badeurlaub an der Ostsee in Mecklenburg „erfunden“. Großherzog Friedrich Franz I. bekam von seinem Leibarzt den Rat, im Meer zu baden. Seine Hoheit sah sich um, der Heilige Damm gefiel ihm, und so entstand hier 1793 Deutschlands erstes Seebad und Doberan wurde die Sommerresidenz des Herzoghauses Mecklenburg-Schwerin. Badekuren und Strandurlaub kamen rasch in Mode, zumindest bei jenen, die das Geld dafür hatten. Gottverlassene Fischerdörfer mauserten sich zu eleganten Seebädern. Heutzutage boomt der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Tausende von Strandkörben hievt man jeden Sommer ans Meer, ersonnen hat den „aufrecht stehenden Wäschekorb“, wie seinerzeit spöttisch bemerkt, ein Mecklenburger.

Doch die Zeiten, in denen die Urlauber sich von früh bis abends in der Sonne aalten, sind vorbei. Zum Entspannen und Erholen gehört heute mehr, und so kommen die Gäste das ganze Jahr über, um sich mit Thalasso, Rügener Schlämmkreide oder einer Thaimassage verwöhnen zu lassen. Wellnessurlaub liegt im Trend, Mecklenburg-Vorpommern gilt als Gesundheitsland Nummer eins in Deutschland. Aktivurlauber wollen ihre Grenzen ausloten und schwingen sich wie Tarzan in Hochseilgärten von einem Baum zum anderen oder reiten mit bis zu 45 km/h über die Wellen. Die Mecklenburger Bucht und die Gewässer um Rügen gehören zu den beliebtesten Surfrevieren. Radler entdecken im Hinterland stille Dörfer mit rohrgedeckten Häusern und uralten, backsteinernen Dorfkirchen. Dorthin führen nicht immer asphaltierte Wege, oft sind es Alleen, auf deren holprigem Kopfsteinpflaster vermutlich schon Soldaten im Dreißigjährigen Krieg geritten sind.

Noch älter sind die Wolkenkratzer des Mittelalters, die hoch aufragenden Türme der Backsteinkathedralen in den alten Hansestädten, in deren Schatten sich die Bürgerhäuser mit ihren hanseatischen Giebeln ducken. Wer vor den Kirchen Wismars und Stralsunds steht, versteht, warum die Zentren der beiden Städte Weltkulturerbe geworden sind. Wie Rostock und Greifswald schmücken sie sich mit besonders vielen Perlen der Backsteingotik, den stummen Zeugen einstiger Macht. Möchten Sie sich dagegen wie ein Badegast zu Kaisers Zeiten fühlen, dann steigen Sie in eine der beiden Schmalspurbahnen. In den „Molli“, der zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan dampft und zischt, oder in den „Rasenden Roland“, der auf Rügen pfeifend und qualmend durch die Landschaft zuckelt.

Die vielen Erlebnisse machen müde, und das ist gut so. Abfeiern bis zum frühen Morgen ist hier weniger angesagt, die Kneipen, in denen man noch nach Mitternacht klönt oder lauter Diskomusik frönt, lassen sich an zwei Händen abzählen. Stylishe Restaurants? Fehlanzeige – auch wenn Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile die meisten Sterneköche aller neuen Bundesländer hat. Doch damit kein falscher Eindruck entsteht: Bei aller Bedächtigkeit und Zurückhaltung sind die Mecklenburger und Vorpommern gastfreundlich und immer am Überlegen, was sie für die Gäste noch tun könnten. So laden Sie z. B. zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Deutschlands drittgrößtem Musikfestival, oder zur Hanse-Sail in Rostock, wo sich jährlich imposante Windjammer und Traditionssegler ein Stelldichein geben, und für Schwimmer ist das Sundschwimmen von Altefähr auf Rügen nach Stralsund ein fester Termin im Kalender.

Feste und Events, Traumstrände, romantische Städte und eine urwüchsige Landschaft – nicht zuletzt ist es der Mix aus Kunst, Kultur und Natur, der die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern wieder zu einer der beliebtesten Feriendestinationen in Deutschland gemacht hat – entdecken Sie sie!

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16°C
Juni
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Juli
sehr gut
21°C
August
sehr gut
21°C
September
sehr gut
18°C
Oktober
gut
13°C
November
mittel
7°C
Ein ganz besonderes Erlebnis: der Jahreswechsel ist an der Ostsee
Dezember
gut
3°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Samstag / 28.03.2020
Vormittags
-
Nachmittags
4 °C
Abends
1 °C
Montag / 30.03.2020
Vormittags
2 °C
Nachmittags
6 °C
Abends
-1 °C
Dienstag / 31.03.2020
Vormittags
2 °C
Nachmittags
5 °C
Abends
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Mehr Wetterinfos

Anreise

6h 28min
6h 4min
5h 18min
Frankfurt am Main
Ostseeküste - Mecklenburg-Vorpommern
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Praktische Hinweise

Anreise

Die 2009 fertiggestellte Küstenautobahn A 20 erleichtert das Reisen entlang der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wesentlich.

Bahnreisende, die aus Richtung Berlin kommen, fahren mit dem Regionalexpress von Berlin über Schwerin nach Wismar oder nach Rostock. Ist Rügen das Ziel, geht die Fahrt immer über Stralsund (www.bahn.de). Wer aus Richtung Süden nach Usedom möchte, verlässt den RE Berlin–Stralsund in Züssow und fährt mit der Usedomer Bäderbahn weiter. Aus Norden und Westen Anreisende steigen dagegen in Stralsund in die Usedomer Bäderbahn (www.ubb-online.com).

Die nächsten internationalen Flughäfen befinden sich in Berlin (www.berlin-airport.de) und Hamburg (www.flughafen-hamburg.de).

Flugverbindungen zu den Regionalflughäfen Rostock (01805 007737www.rostock-airport.de) und Heringsdorf auf Usedom (038376 2500www.flughafen-heringsdorf.de) sollten Sie aktuell erfragen.

Auskunft

Die Touristinformationen und Kurverwaltungen erteilen Auskunft und versenden kostenlos Prospektmaterial, meist jedoch verbunden mit der Bitte, einen Unkostenbeitrag zu leisten (ca. 3 Euro). Allgemeine Infos, z. T. auch Buchungen bei:

Auskunft und Touristischer Buchungsservice Mecklenburg-Vorpommern

Platz der Freundschaft118059 Rostock0381 4030500www.auf-nach-mv.de

Badewasserqualität

Die Wasserqualität an den Badestellen der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern ist seit Jahren überwiegend gut bis sehr gut. Vom 1. Mai bis zum 10. September werden alle vier Wochen durch die zuständigen Gesundheitsämter Proben entnommen. Das Ministerium für Soziales und Gesundheit (www.sozial-mv.de) veröffentlicht jedes Jahr eine interaktive Badegewässerkarte, auf der Beschreibungen der Badegewässer, die Qualität sowie aktuelle Nachrichten und Warnungen veröffentlicht sind.

Fährverkehr

Nach Hiddensee fahren Personenfähren von SchaprodeInsel Rügen, im Sommer auch von Stralsund, Zingst, von Wiek und Breege auf Rügen. In Schaprode gibt es reichlich bewachte Parkplätze. Tel. Auskunft Reederei Hiddensee03831 26810www.reederei-Hiddensee.de.

Die Wittower Autofähretgl. ab 5.50, Mai–Aug. bis 21, April, Sept./Okt. bis 20, Nov.–März bis 19 Uhr verbindet die Halbinsel Wittow mit Zentralrügen.

Gesundheit

Wo sich der nächste Arzt oder das nächste Krankenhaus befindet, weiß man in den Tourist-Informationen. Auch die Rezeptionen der Hotels oder Campingplätze helfen weiter. Die lokalen Zeitungen veröffentlichen die Adressen von Ärzten, die außerhalb der Sprechstunden dienstbereit sind. Apotheken sind in fast allen Kleinstädten vorhanden.

Internet

Interessante Websites: www.mecklenburg-vorpommern.eu (alles über das Bundesland), www.auf-nach-mv.de (offizielle Website des Landestourismusverbands), www.mv-tut-gut.de (Gesundheit, Ernährung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft), www.mcpom.de (Jugendtourismus), www.spielstrand.de (Website für Kinder), strassenbauverwaltung.mvnet.de (Straßenverkehrsinformationen: Baustellen, Staugefahr, Umleitungen etc.), www.erlebnistour-mv.de (aktuelle Urlaubsangebote für die Ostseeküste), www.mvtermine.de (Veranstaltungskalender des Bundeslands), www.mv-wetter.info (aktuelles Wetter mit Biowetter, Wetterwarnungen, Pollenflug und Hinweisen für Wassersportler), www.wunderbare-wellnesswelten.de (Wellness-, Beauty- und Urlaubsangebote), www.sozial-mv.de (Wasserqualität an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern), www.landurlaub.m-vp.de (Hotels, Pensionen und Ferienhäuser auf dem Lande).

Kirchen

Evangelische Kirchen – und das sind die meisten in Mecklenburg-Vorpommern – haben ihre Türen fast immer nur zu den Gottesdiensten geöffnet. In den großen Städten wie Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald, in touristisch geprägten Orten wie in Prerow auf dem Darß und in Benz auf Usedom sowie dort, wo eine Turmbesteigung möglich ist, stehen die Türen in den Sommermonaten offen. Sonst ist man im Pfarramt fast immer bereit, Ihnen die Kirche für eine Besichtigung aufzuschließen.

Kurtaxe

Kurtaxe wird in allen Badeorten erhoben. Kassiert wird bei der Anmeldung in der Unterkunft. Tagesbesucher müssen am Strand vielerorts eine Tageskurkarte lösen.

Mietwagen

Wer nicht mit dem eigenen Pkw anreist, muss während des Urlaubs nicht auf einen fahrbaren Untersatz verzichten – die großen Autovermieter sind an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns mit zahlreichen Filialen vertreten: Avis in Rostock, Ribnitz-Damgarten, Stralsund (01805 217702www.Avis.de); Hertz in Zirchow, Rostock, Stralsund (01805 333535www.Hertz.de); Holiday Autos in Wismar, Ribnitz-Damgarten, Stralsund, Rostock, Bansin, Zirchow, Greifswald (089 17923002www.holidayautos.de); Sixt in Wismar, Rostock, Stralsund, Binz, Greifswald, Bansin, Zirchow (01805 252525www.sixt.de); Europcar in Rostock, Wismar, Stralsund, Binz, Zirchow (01805 8000www.europcar.de).

Notrufe

Polizei 110

Feuerwehr, Notarzt112

Öffnungszeiten

Viele Restaurants passen ihre Öffnungszeiten dem Gästeaufkommen an. Es kann also, auch bei den Ruhetagen, Veränderungen geben. Wer nicht vor verschlossener Tür stehen möchte, sollte sich deshalb vorher telefonisch erkundigen. In der kalten Jahreszeit schließen auch Hotels oftmals mehrere Wochen. Die Ladenöffnungszeiten sind Mo–Fr freigegeben, Sa darf bis 22 Uhr geöffnet werden. In den Ferienorten gilt die Bäderregelung: Vom letzten Sonntag im März bis Oktober darf sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet werden, mit Ausnahme der kirchlichen Feiertage.

Parken

Da die Seebäder sich zu einer Zeit entwickelten, als man noch nicht mit dem PKW anreiste, sieht es mit Parkmöglichkeiten oft nicht günstig aus. Parkhäuser sind in den kleineren Orten nicht vorhanden, doch die Hotels verfügen fast alle über eigene Parkplätze.

Preise

In den Ostseebädern, vor allem in Strandnähe, und in den Zentren der Hansestädte ist fast alles teurer als im Hinterland. Fragen Sie nach günstigen Angeboten, z. B. nach Familienkarten für Freizeitbäder und Museen. Größere Hotels bieten bei Online-Buchungen tagesaktuelle Raten, die sich an der Auslastung orientieren. Auch bei Pauschalangeboten für mehrere Tage kann kräftig gespart werden. Von Ende Oktober bis vor Weihnachten und von Januar bis Mitte April kann man im Rahmen der Aktion „Kurzurlaub mit Langzeitwirkung“ in ausgewählten Drei- und Vier-Sterne-Hotels im Vergleich zur Hauptsaison bis zu 50 Prozent sparen.

Die teuersten Eintrittspreise – und das mit großem Abstand – mit jeweils 16 Euro haben das Ozeaneum in Stralsund und der Rostocker Zoo mit dem Darwineum, gefolgt vom Stralsunder Meeresmuseum mit 9 Euro. In den Heimatmuseen zahlen Sie meist zwischen 2 und 5 Euro.

Zeitungen

An der gesamten Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern wird die „Ostsee-Zeitung“ (www.ostsee-zeitung.de) gelesen, auf Usedom auch der „Nordkurier“ (www.nordkurier.de). Monatlich erscheint der „Kulturkalender – unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern“ (www.kulturkalender-mv.de) und viermal im Jahr das „Küstenjournal“, das Urlaubermagazin für die Region Fischland, Darß, Zingst (www.kuestenjournal.de).

Was kostet wie viel?

Kurtaxe

Max. 2,60 Euro pro Tag in der Hauptsaison

Strandkorb

Max. 9 Euro pro Tag

Schiff

Ca. 9 Euro für eine Hafenrundfahrt

Fahrrad

8–10 Euro Miete pro Tag

Kaffee

Ca. 3–4 Euro für ein Kännchen

Bier

2 Euro für 0,3 l vom Fass

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai

Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag

3. Oktober

Tag der Deutschen Einheit

31. Oktober

Reformationstag

25. und 26. Dezember

Weihnachten

Veranstaltungen
Frühjahr und Herbst

Usedom Baltic Fashion: die große Oper der Modepräsentation. Im April und im Oktober zeigen namhafte Designer und Modehäuser ihre Kollektionen im Forum Usedom, Heringsdorf. 038378 24416www.baltic-fashion-award.de

Pfingsten

Kunst offen: Rund 500 Künstler in ganz Mecklenburg-Vorpommern öffnen die Ateliers, zeigen ihre Arbeiten und plaudern mit den Gästen bei Kaffee und Tee. www.kunst-offen.com

Juni bis September

Tonnenabschlagen: Reiter versuchen, von einer hängenden Holztonne mit einem Knüppel ein Stück abzuschlagen. Der auf der Halbinselkette Fischland, Darß, Zingst gepflegte Brauch geht auf die schwedische Besatzungszeit zurück. Als damals die letzte Tonne Fisch als Steuerzahlung abgeliefert war, zerschlugen die Fischer aus Freude darüber bunt geschmückte Heringsfässer. 038324 6400www.fischland-darss-zingst.de

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Rund hundert Konzerte werden beim größten Musikfestival Mecklenburg-Vorpommerns von internationalen Stars und der jungen Elite an ungewöhnlichen Spielorten, etwa einem Landgestüt, aufgeführt. 0385 5918585www.festspiele-mv.de

Störtebeker-Festspiele: Klaus Störtebeker, der Robin Hood der Ostsee, stürzt sich Jahr für Jahr auf der Freilichtbühne am Großen Jasmunder Bodden in Ralswiek auf Rügen in spannende Abenteuer. 120 Darsteller, 20 Pferde, zahlreiche Wagen, vier Schiffe, Action-Stunts und ein Feuerwerk am Ende lassen die Aufführung zum Erlebnis werden. Mo–Sa 20 Uhr03838 31100www.stoertebeker.de

Juli

Warnemünder Woche: das bedeutendste Segelsportereignis der Region, eine Woche lang in der ersten Julihälfte.www.warnemuender-woche.de

Traditionell findet in Warnemünde am ersten Juliwochenende der Ümgang (Umzug in historischen Kostümen) statt. Ein Riesenspaß ist das Waschzuberrennen. www.warnemuende.de

Sundschwimmen: Etwa tausend Schwimmer beteiligen sich an dem bedeutendsten deutschen Langstreckenschwimmen, das über 2,3 km von Altefähr auf Rügen nach Stralsund geht. Das Kinderschwimmen endet nach 1,1 km.

Wallensteintage: Das Historienspektakel an einem Wochenende um den 24. Juli in der City von Stralsund mit Söldnern und Kanonieren, Händlern, Musikanten und Gauklern erinnert an 1638, als Feldherr Wallenstein die ergebnislose Belagerung Stralsunds beendete.

August

Hanse Sail Rostock: Imposante Windjammer, Traditionssegler und Museumsschiffe geben sich vier Tage lang in der ersten Augusthälfte ein Stelldichein. Das große maritime Fest zieht jährlich bis zu 1 Mio. Besucher an. 0381 2085233www.HanseSail.com

Zappanale: viertägige Mammutparty in Bad Doberan. Tausende von Rockfans huldigen Mitte des Monats der Musik des legendären Frank Zappa. www.zappanale.de

Dezember

Rostocker Weihnachtsmarkt: Mit mehr als 200 Schaustellern und Händlern sowie einer 2,5 km langen Marktbebauung ist er der größte Weihnachtsmarkt ganz Norddeutschlands.

Im Trend

Extravaganza
Made in MV

Mecklenburg-Vorpommerns Modedesigner machen mit ihren Kreationen auf sich aufmerksam. Der preisgekrönteaus Wismar steht für extravagante und zugleich tragbare Modewww.subarew.com Urbane Fashiontrends shoppt man bei HausmarkeApollonienmarkt1 in Stralsund. Die Top-Adresse für trendy Schuhmode ist die Schuhboutique La ScarpaHauptstraße5 in Binz auf Rügen.

Kräuterboom
Kerbel & Co.

Kräuter aus der Region stehen (wieder) hoch im Kurs: Aus der Küche sind sie kaum mehr wegzudenken. Besuchermagnet im Gutshof BastorfKühlungsborner Str.1Bastorf ist der Biokräutergarten mit mehr als 50 Pflanzenarten zum Riechen, Fühlen und Schmecken. René Geyer nimmt Interessierte mit auf seine Heilkräuterwanderung durch das Biosphärenreservat Südost-Rügenwww.naturgeyer.de. Dabei erklärt er die Verwendung der Wildpflanzen. Im Restaurant Kulm EckKulmstraße17Heringsdorf zaubern die Köche u. a. weißen Tomaten-Kerbelblüten-Schaum mit Jakobsmuschel.

Neues in der Altstadt
Kunst & Kultur

In der Altstadt von Rostock brodelt es. Hier hat die kreative Szene ein neues Zuhause gefunden. So auch das Café UrsprungAlter Markt16 mit seiner Kleinkunstbühne, auf der Kabarett und Zaubershows stattfinden. Die Wolkenbank Kunst+RäumeWollenweberstraße24 verbindet Kunst, Architektur und Design. Eine Buchhandlung der anderen Art ist buch...barAltschiedestraße32 Im Regal steht Wein der Marke „Lesegut“, und regelmäßig wird zu Lesungen und anderen Events geladen.

Wassersport mal anders
Schwimmschuhe & Fährwelle

Die Wassersportler an der Ostsee sind kreativ, was den Nervenkitzel angeht, und erfinden immer neue Sportarten. Eine Innovation ist das Wasserwandern auf Schwimmschuhen. Mit den über 2 m langen und 8 kg schweren Plastikschuhen schiebt man sich übers Wasser. 2010 fand die erste Landesmeisterschaft im Wasserlaufen statt www.mecklenburger-schwimmschuhe.de. Seit der Film „Keep Surfing“ das Surfen auf der Münchner Eisbachwelle auch im Norden zum Kult machte, surft man in Warnemünde auf Fährwellen, „Ferry-Wave-Surfing“ genannt. Andere Locations für Wassersportler weist die surfmap mvwww.surfmap-mv.de aus. Stand-up-Paddling wird an der Ostsee zum Kick bei Flaute. Die Kombination aus Wellenreiten, Kanu und Fitness wird stehend auf einem Surfbrett ausgeübt, mit dem man sich mittels Stechpaddel fortbewegt. Bei SupremesurfEselföterstraße26 in Rostock zeigt der Amateurmeister Daniel Weiß, wie es geht.

Retrostyle
Zurück in die Zukunft

Sozialistische Bauten galten einst als architektonische Sünden. Jetzt entdeckt die Region ihre Vergangenheit wieder und verwandelt ehemalige Prunkvillen und schmucklose Plattenbauten in coole Feierlocations. Im Theater des FriedensDoberaner Straße5Rostock ist ein angesagter Club im 70er-Jahre-Look eingezogen. Heiße Partys auf dem Wasser veranstaltet das Team des früheren DDR-Fischerei-Motorschiffs Stubnitzwww.stubnitz.com– mit Tanzfläche und DJ-Decks in den ehemaligen Laderäumen.

Bloss nicht

Fischwilderei begehen

Wer sein Glück beim Angeln ohne Erlaubnisschein versucht, begeht Fischwilderei. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern wird nach Paragraf 293 des Strafgesetzbuchs geahndet. Die Fischmeister haben als offizielle Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft sogar polizeiliche Befugnisse.

Alles für Bernstein halten

Gelbbraune Kieselsteine oder abgeschliffene braune Glasscherben sehen oft wie Bernstein aus. Ob Ihr Strandfund wirklich Bernstein ist, stellen Sie durch die Reibeprobe schnell fest: Wird ein größeres Bernsteinstück an Stoff gerieben, lädt es sich im Gegensatz zum Kieselstein oder Glas elektrostatisch auf und zieht Papierschnipsel an. Bei kleinen Stücken bleibt die Probe meist erfolglos, in diesem Fall sollten Sie zwei Esslöffel Kochsalz in einem Glas Wasser auflösen. Bernstein schwimmt wegen seiner geringen Dichte, Kieselsteine und Glas dagegen sinken zu Boden.

Dünenschutz missachten

Dünen sind wichtig für den Küstenschutz, sie schützen das Hinterland vor Hochwasser und halten den Sand bei auflandigen Winden zurück. Sie dürfen deshalb nur auf dafür vorgesehenen Wegen überquert werden. Strafen riskieren auch jene, die Burgen in den Dünen bauen; der Mindestabstand muss 2 m betragen.

Mückenschutz vergessen

Die kleinen Quälgeister können in einigen Regionen schöne Abende erheblich vermiesen. Mückenschutzmittel sollten Sie deshalb unbedingt parat haben.

Naturfrevel begehen

An der Küste stehen nicht wenige Pflanzen unter Naturschutz, beispielsweise Stranddistel und Meerkohl. Diese Gewächse dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden.

In den mit einer Eule gekennzeichneten Naturschutzgebieten müssen Sie unbedingt auf den Wegen bleiben. Tabu sind Vogelschutzgebiete, so die Insel Langenwerder bei Poel, die Fährinsel vor Hiddensee sowie die Inseln Heuwiese und Beuchel.

Quallen übersehen

Harmlos ist die glasklare Ohrenqualle. Die gelb bis rot aussehende Nesselqualle dagegen sollten Sie dagegen nicht berühren, denn sie verursacht brennende Hautreizungen. Zu Recht wird sie deshalb auch als Feuerqualle bezeichnet.

Zu nah ans Steilufer

Sturm und Regen nagen unaufhaltsam an der Steilküste. Immer wieder kommt es zu teils schweren Abbrüchen, die auch schon Menschenleben gekostet haben. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig und befolgen Sie unbedingt Absperrungen und Warnschilder!

Stichworte

Bernstein

Versteinertes Harz von Nadelbäumen, das älter als 1 Mio. Jahre ist, wird Bernstein genannt. Der Bernstein an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns entstand vor 40 Mio. Jahren aus den damals hier vorhandenen subtropischen Wäldern.

Nach Nordoststürmen begegnen sich Einheimische und Urlauber am Strand bei der Suche nach Bernsteinstückchen, die zusammen mit Donnerkeilen (Überreste von ausgestorbenen, tintenfischähnlichen Kopffüßlern) und Hühnergöttern (durchlöcherte Feuersteine) an den Strand gespült wurden, und werden nicht selten fündig. Bernstein lässt sich bohren, sägen und schleifen; poliert glänzt er fast wie Edelstein.

Bernsteinstücke mit eingeschlossenen Pflanzenresten und Insekten, vornehmlich Fliegen und Mücken, werden als Inklusen bezeichnet. Das Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten und das kleinere Bernsteinmuseum in Sellin auf Rügen zeigen einige erstaunlich gut erhaltene Einschlüsse. Durch sie wissen wir, welche Insektenarten vor mehr als 40 Mio. Jahren in diesem Gebiet lebten.

Blaue Flagge

An der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wehen an Stränden und Yachthäfen blaue Fahnen. Sie sind sichtbares Zeichen für hohe Umweltstandards wie gute Wasserqualität und saubere Strände. Boltenhagen, Kühlungsborn, Warnemünde, Graal-Müritz, Prerow, Binz, Sellin, Baabe, Göhren, Zinnowitz, Heringsdorf und Ahlbeck sowie die Yachthäfen in Kühlungsborn und die Citymarina Stralsund scheinen ein Abonnement auf die begehrte Auszeichnung zu haben, die ungetrübtes Urlaubsvergnügen verspricht. Das Umweltsymbol muss jedes Jahr neu erkämpft werden, Kriterien für die Strände sind ausreichende saubere sanitäre Einrichtungen, eine gute Abfallentsorgung und die 14-tägige mikrobiologische und physikalisch-chemische Überprüfung des Badewassers. Bei den Häfen wird besonders auf die ordnungsgemäße Entsorgung von Altöl und Müll Wert gelegt. Weltweit vergibt die nichtstaatliche Foundation for Environmental Education in Kopenhagen jedes Jahr fast 4000 Blaue Flaggen in etwa 40 Ländern.

Fauna

Zur Küste gehören die Möwen mit ihrem Gekreische. Sie brüten auf dem Boden, oft umfassen die Kolonien Tausende von Paaren. Am häufigsten sieht man die an ihrem roten Schnabel erkennbare Lachmöwe. Die Silbermöwe ist durch den roten Punkt auf dem gelben Schnabel von der Sturmmöwe zu unterscheiden. Die Region Westrügen–Bock–Zingst ist der bedeutendste Kranichrastplatz Mitteleuropas – bis zu 40 000 der beeindruckenden Großvögel rasten hier jeweils im Frühjahr und im Herbst.

Die Fischer fangen in der Ostsee vor allem Dorsch, Flunder oder Aal, in den Boddengewässern sind es Hecht, Barsch und Zander. Im Frühjahr sammeln sich große Heringsschwärme im Greifswalder Bodden. Nach Stürmen liegen zu Tausenden die Schalen der weißen bis gelben Herzmuschel und die der weiß bis rosa gefärbten Pfeffermuschel am Strand. Häufig wird auch die an der schwarzen Schale erkennbare Miesmuschel angetrieben.

In den Wäldern leben Reh-, Rot- und Damwild sowie Wildschweine.

Flora

In dem von Natur aus waldarmen Mecklenburg-Vorpommern waren die ursprünglichen Erlen-, Buchen- und Eichenwälder rasch gefällt, denn Holz wurde als Baumaterial benötigt. Heute hat sich nur noch im Nationalpark Jasmund auf Rügen ein Buchenwald erhalten, der seit 2011 zum Weltnaturerbe der Unesco gehört. Stattdessen legte man großflächig Kiefernforste an, denn die Kiefer ist nicht nur schnellwüchsig, sie ist auch anspruchslos und für trockene und sandige Böden bestens geeignet. Sind Kiefern von Westwinden eigenartig bizarr verformt und wachsen ihre Kronen manchmal fast waagerecht zur windabgeschirmten Seite, werden sie Windflüchter genannt. Für das Fischland und den Darß sind diese skurril geformten Bäume typisch. Pittoresk verformt haben Wind und Sturm sowie die feuchte Seeluft auch den Mischwald bei Nienhagen westlich von Rostock, der seit Jahrzehnten deshalb Gespensterwald heißt. Mit ein wenig Phantasie lassen sich Märchen- und Fabelwesen erkennen.

Unter Naturschutz stehen der Meerkohl, eine bis zu 70 cm hohe, buschartig verzweigte Pflanze, und die bis zu 40 cm hoch wachsende Stranddistel.

Friedrich, Caspar David

Die Bilder des 1774 in Greifswald geborenen Malers haben die Ostseeküste Vorpommerns weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt gemacht. Friedrich malte mit Vorliebe Naturerscheinungen sowie Landschaften. Zwei seiner berühmtesten Gemälde stellen die Klosterruine Eldena seiner Geburtsstadt und Kreidefelsen auf Rügen dar. Die immer wieder aufgestellte Behauptung, der Künstler habe die im Februar 2005 abgestürzten Wissower Klinken gemalt, konnte anhand von Skizzen widerlegt werden. Das Bild zeigt die Viktoriasicht zur Zeit der Romantiker. Sturm, Regen und Frost haben die Kreidefelsen seither gewaltig verändert. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald besitzt sieben Ölgemälde und ein Aquarell des Künstlers. Caspar David Friedrich war Mitglied der Berliner und der Dresdner Kunstakademie.

Hanse

Die Hanse lebt (wieder). 175 Städte aus 16 europäischen Ländern, die bereits im frühen Mittelalter der Hanse angehörten, bilden gegenwärtig die weltweit größte freiwillige Städtegemeinschaft. Von der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern sind Wismar, Rostock, Stralsund, Anklam und Greifswald dabei. Im Mittelalter hatten die Mitglieder des Städtebündnisses geschworen, sich zu Wasser und zu Lande beizustehen, die wirtschaftlichen Interessen ihrer Kaufleute vor allem im Ausland zu sichern. Die heutige Hanse möchte den Geist des damaligen Zusammenwirkens wiederbeleben und die Zusammenarbeit verbessern. Einst trafen sich die Mitglieder des mächtigen Städtebündnisses zu Hansetagen, der letzte fand 1669 statt, um das gemeinsame Handeln abzustimmen. Auch in der Neuzeit werden wieder Hansetage einberufen: Seit 1990 ist jedes Jahr eine andere Stadt Gastgeberin und lädt zum Feiern und Kennenlernen ein. Rostock ist 2018 an der Reihe.

Leuchttürme

Zehn Leuchttürme geleiten an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern auch heute noch Schiffe durch die Nacht. Diese werden zwar von ausgefeilter Elektronik gesteuert, doch die Leuchttürme sind ein zusätzliches Sicherungssystem, beispielsweise wenn die Elektronik oder die Stromversorgung versagt. Leuchtfeuerwärter gibt es heutzutage auf keinem Turm mehr, die moderne Technik hat sie überflüssig gemacht. In den letzten Jahren haben die Türme ihre Aussichtsplattformen für Besucher geöffnet, alle bieten einen grandiosen Rundblick. Der Leuchtturm Darßer Ort ist der älteste noch in Betrieb befindliche, seit 1848 leuchtet er den Schiffen den Weg. Das höchste Blinkfeuer eines deutschen Leuchtturms schickt der Buk bei Kühlungsborn in die Dunkelheit – aus 93,5 m Höhe. Das kann er, weil er auf den 78 m hohen Bastorfer Berg gesetzt wurde.

Plattdeutsch

Nach dem Rückgang des Lateinischen war Plattdeutsch bzw. Niederdeutsch vom 14. Jh. an in Norddeutschland Amtssprache. Ab dem 16. Jh. nahmen der Adel und das Bürgertum das Hochdeutsche an; Plattdeutsch blieb die Umgangssprache der einfachen Menschen. Heute dient Plattdeutsch als Sammelbegriff für die verschiedenen, in Norddeutschland gesprochenen Dialekte, wobei das Mecklenburger und das vorpommersche Platt kaum Unterschiede aufweisen. Die Jungen sprechen kaum Plattdeutsch, die älteren Küstenbewohner in Mecklenburg-Vorpommern verwenden es dagegen noch häufig. Binnenländlern fällt es meist schwer, den Inhalt eines in Plattdeutsch geführten Gesprächs vollständig zu verstehen. Aber nur Döösbaddel (Dummköpfe) lernen nicht schnell, dass kieken gucken heißt, klönen sich unterhalten, 'n Lütten heben einen Schnaps trinken und dass man hinterher antütert (angeheitert) sein kann.

Seebrücken

Die Seebrücken erlebten nach der Einheit ein Comeback, denn ihr Wiederaufbau wurde mit erheblichen Geldmitteln gefördert. Zehn Brücken gibt es heute von Boltenhagen im Westen bis Ahlbeck im Osten. Für die Seebäder sind sie Statussymbol, für die Gäste Flaniermeile, für Schiffe Anlegestelle. In den meisten Fällen sind es schlichte Stege, die ins Meer hinausragen. Lediglich die Brücken in Sellin und in Heringsdorf bekamen moderne Aufbauten. Die ersten Seebrücken baute man im 19. Jh. zu einer Zeit, als sich die Straßen noch in schlechtem Zustand befanden und eine bequeme Anreise, beispielsweise im Westen von Lübeck und im Osten von Stettin, nur mit dem Schiff möglich war. Während des Zweiten Weltkriegs kümmerte sich niemand um den Erhalt der Brücken, die meisten zerstörten Eisquetschungen. Übrig geblieben war das Seebrückengebäude in Ahlbeck mit seinem rotbraunen Dach und den vier grünen Türmchen. Es wurde zum Wahrzeichen von Deutschlands zweitgrößter Insel und deutschlandweit bekannt, als Loriot das finale Familienessen in seinem Film „Pappa ante Portas“ hier drehte.

Störtebeker

Klaus Störtebeker hat den Reichen genommen und den Armen gegeben, erzählt die Legende seit Jahrhunderten. Der sagenhafte Seeräuber wurde zum Robin Hood der Ostsee verklärt, insgesamt zwölf Städte und Dörfer beanspruchen ihn für sich. Einer der Sagen zufolge ist er in Ruschvitz auf Rügen geboren, eine andere erzählt, in einer Höhle am Streckelsberg bei Koserow auf Usedom habe er einen Schlupfwinkel besessen. In der Ostsee sicherten Störtebeker und Co. Ende des 14. Jhs. als Blockadebrecher die Lebensmittelversorgung Stockholms, als die Stadt von den Dänen belagert wurde. Als man sie aus der Ostsee vertrieb, wandelten sie sich zu Seeräubern und kaperten in der Nordsee Hansekoggen und englische Handelsschiffe. Bald begann die Hanse, sie zu jagen – mit Erfolg: 1401 köpfte der Scharfrichter Störtebeker und seine Gesellen in Hamburg. Jährlich erzählen die Störtebeker-Festspiele auf Rügen eine Geschichte aus dem Leben des Freibeuters, den Fakten wird eine Menge Theatergarn hinzugesponnen. Die Gäste mögen's, mehr als 300 000 Zuschauer verfolgen jährlich das aufwendig inszenierte Spektakel mit rund 130 Mitwirkenden und 20 Pferden.

Strandkörbe

Weltruhm erlangte der Strandkorb im Jahr 2007. Eigens für den G-8-Gipfel in Heiligendamm fertigte man in der Strandkorbfabrik in Heringsdorf auf Usedom einen XXL-Strandkorb, in dem die Regierungschefs der führenden Industriestaaten Platz nahmen. Das Bild ging von Heiligendamm aus um den Erdball. Wenige Kilometer von Heiligendamm entfernt, am Strand von Warnemünde, stand 1882 der allererste Strandkorb. Der Rostocker Hofkorbmachermeister Wilhelm Bartelmann hatte für eine ältere, rheumakranke Dame einen mit Markisenstoff überdachten Rohrstuhl als Windschutz gebaut, der einem aufrecht stehenden Wäschekorb glich. Im Jahr darauf annoncierte Bartelmann im „Allgemeinen Rostocker Anzeiger“: „Badegästen empfiehlt Bartelmann Strandkörbe als Schutz gegen Sonne und Wind …“ Und seine Ehefrau eröffnete 1884 in Warnemünde den ersten Strandkorbverleih an der Ostseeküste.

Thalassotherapie

Meerwasser heilt und macht schön. Das wussten schon die Römer und die alten Ägypter. In unseren Tagen wurde die Thalassotherapie (thalassa – griech.: Meer) wiederentdeckt und wird heute von mehreren Hotels angeboten. Doch können Sie sich einer Original-Thalasso-Behandlung in Deutschland bislang nur im Thalasso-Vital-Center Arkona Spa des Hotels Neptun in Rostock-Warnemünde (www.hotel-neptun.de)unterziehen. Dort füllt über eine Pipeline eingelassenes Meerwasser Pool und Wannen.

Zeesenboote

Bis in die 1960er-Jahre waren die robusten, bis zu 12 m langen Zeesen- oder Zeesboote mit ihrem geringen Tiefgang und den braunen Segeln auf den flachen Boddengewässern zum Fischfang unterwegs. Benannt sind die in Deutschland einzigartigen Fischereifahrzeuge nach der Zeese, einem beutelartigen Schleppnetz, das durch das Wasser gezogen wurde. In den vergangenen Jahren erlebten die Zeesenboote ein Comeback als Regattasegler und für Touristenfahrten.

Bücher & Filme

Und es wurde Nacht, Der Tod der Königskinder

Zwei Fälle für Kommissarin Katja Sommer, die eigentlich auf der Insel Rügen Urlaub machen wollte, von Birgit C. Wolgarten.

Gebrauchsanweisung für Mecklenburg-Vorpommern und die Ostseebäder

Kurzweilig und prägnant: Die gebürtige Stralsunderin Ariane Grundies ergründet die Seele des Bundeslands.

Herrentier

Der Journalist Gregor Simon gerät in den Strudel eines entsetzlichen Verbrechens im Rostocker Zoo. Ostseekrimi von Michael Joseph und Matthias Schünemann.

12 Meter ohne Kopf

Piratenstory um Klaus Störtebeker (Ronald Zehrfeld) und Gödecke Michels (Matthias Schweighöfer). Regisseur Sven Taddicken drehte viele Szenen in Wismar.

Soko Wismar

Beliebte ZDF-Vorabendserie: Wismar und Umgebung sind der Schauplatz für die Ermittlungen von Kriminalkommissar Jan Reuter und seinen Kollegen Katrin Börensen und Nils Theede.

Fakten

Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
23:07 Uhr
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