Oberitalienische Seen Essen & Trinken

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Versteckt in einem Wohnviertel im Vorort Massagno. Modernisierter Grotto, aber mit Stil, mehrstöckige Gartenterrasse und ausgezeichnete Küche.
Von den Strapazen des Aufstiegs auf den Monte Generoso kann man sich in Bellavista im Grotto La Baldovana erholen.
Ein Palazzo in der Altstadt, der schon im 18. Jh. eine Poststation und ein Gasthaus beherbergte, wurde liebevoll in einen Weinkeller mit Restaurantbetrieb umgewandelt. Die Weinkarte umfasst 600…
Dieses ist eines der stimmungsvollsten Grotti der Gegend.
In dieser Pizzeria am Fluss Ticino gibt es die wohl größten und leckersten Pizzas der Stadt zu moderaten Preisen.
Gönnen Sie sich ein unvergessliches Erlebnis hoch über Mendrisio: Nehmen Sie die schmale Straße, die auf den Monte Generoso führt, bis rund 2 km hinter dem Dörfchen Somazzo. Über einem…
In diesem "Grotto" (Gaststätte im Grünen, ursprünglich ein kellerartiges Gewölbe zur Lagerung von Wein und verderblichen Nahrungsmitteln) speisen auch viele Einheimische.
Dieses "Grotto" (Gaststätte im Grünen, ursprünglich ein kellerartiges Gewölbe zur Lagerung von Wein und verderblichen Nahrungsmitteln) trotzt hartnäckig der Kommerzialisierung. Außerhalb des Dö…
Hier empfiehlt es sich, mit Polenta vor dem Kamin einzukehren oder bei einer "gazzosa" (Zitronenlimonade) unter 1000-jährigen, knorrigen Kastanienbäumen zu entspannen.
Der kreative Gourmetkoch Luca Brughelli interpretiert alte Rezepte auf moderne Art. Das Dreigangmenü Petit Mistral gibt es am Mittag für 40 Franken.
Einem Test des Tessiner Fernsehens RSI zufolge produziert Marco Carletto das beste Gelato im Kanton. 24 Sorten bietet er an – alle hausgemacht. Bis 23 Uhr herrscht in seiner gelateria in Muralto…
Das Mehl mahlt eine Tessiner Mühle, gebacken wird im Holzofen, das Teigrezept ist geheim – kein Wunder,dass die Pizza hier einmalig schmeckt. Für 25 Franken gibts mittags ein Menü inklusive Getr…
Im 19. Jh. versammelten sich die Emigranten in diesem Grotto in Ponte Brolla, ehe sie in die Neue Welt aufbrachen – daher der Name. Tradition wird hier – auch kulinarisch! – großgeschrieben.
Der Name dieses romantischen Restaurants, das an eine kleine Kirche grenzt, bezieht sich auf das charakteristische Deckengewölbe des Gastraums. Dort werden lokaltypische Gerichte serviert, besonders…
Die rustikale Wirtsstube mit italienischen Gerichten zu fairen Preisen liegt unscheinbar in einem Untergeschoss unweit der Piazza Riforma.
Hier lassen sich in familiärer Atmosphäre exzellente Weine degustieren. Auch die Küche ist vorzüglich.
Küchenchef Roberto Galizzi kocht leicht, aber mit besonderem Pfiff. Tagesfrisches vom Luganeser Markt.
Man speist in einem schönen Hof. Die Zutaten kommen von einem Bauernhof, der einer Stiftung gehört und Behinderte beschäftigt. Die Karte wechselt mit den Jahreszeiten.

Essen & Trinken

Müsste man ein für die südlichen Voralpen typisches Gericht auswählen, wäre dies sicherlich die Polenta. Eine herzhafte Polenta dürfen Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen, denn sie ist weit mehr, als die profane deutsche Bezeichnung Maisgrießbrei vermuten lässt. Selbst Gourmetköche servieren Polentakreationen.

Im Pastaland Italien gibt es natürlich auch überall Teigwaren. Kaum ein Restaurant, das etwas auf sich hält, verzichtet auf handgemachte Ravioli, Agnolotti oder Tortellini. Ein Klassiker ist auch der Risotto mit seinen vielfältigen Varianten. Schließlich grenzt das Seengebiet direkt an die großen Felder des Piemonts und der Lombardei - das größte Reisanbaugebiet Europas mit seinen Edelsorten Arborio, Vialone und Carnaroli.

In den Berggebieten gab es Risotto lange Zeit nur an Festtagen. Daran erinnern im Tessin heute noch die risottate während der Karnevalszeit, wenn auf der Hauptpiazza in großen Kesseln Risotto gekocht wird. Früher spendierte die reiche Oberschicht das Risotto für diese Feste - mit dem Karneval wurde nicht nur das Ende des Winters, sondern auch der Hungerzeit gefeiert.

In den kargen Tälern des Tessins und Norditaliens war im Winter oft Schmalhans Küchenmeister. Zum Hungerstiller par excellence avancierte die Kastanie, die nach der Ernte getrocknet und zu Teigwaren, Brot und Kuchen verarbeitet wurde. "Im Herbst gab es Kastanien, die aßen wir drei Monate lang, früh, mittags und abends", schreibt der 1979 gestorbene Tessiner Schriftsteller Plinio Martini im Roman "Nicht Anfang und nicht Ende".Mit dem zunehmenden Wohlstand in der Nachkriegszeit verlor die stachlige Frucht an Bedeutung und wurde als das "Brot der Armen" verschmäht. In jüngster Zeit hat sie aber eine Renaissance erfahren, nicht zuletzt deswegen, weil sie kulinarisch vielseitig verwendbar ist, sei es als Beilage zu Fleischgerichten oder als Süßspeise. Selbst Spitzenköche integrieren die Kastanie mittlerweile in ihre Menüs.

Eine weitere Delikatesse aus den Wäldern sind die Kräuter und Steinpilze (porcini), die sowohl im Risotto als auch mit Teigwaren ein Hochgenuss sind. Ein anderes Relikt aus der cucina povera, der "armen Küche", ist die Gemüsesuppe Minestrone - ursprünglich nichts anderes als eine Verwertung von Gemüseresten.

Die Bevölkerung an den Seen wiederum ernährte sich während Jahrhunderten vorwiegend von dem, was der lago hergab. Heute ist die berufliche Fischerei fast völlig ausgestorben, weshalb man dem Prädikat "Frisch vom See" zuweilen misstrauen darf. Doch noch immer tummeln sich in den Gewässern zahlreiche Fische.

Fester Bestandteil eines jeden Menüs ist il dolce, das Dessert. Klassiker sind tiramisù, panna cotta (eine Art Sahnepudding), crostata (Mürbeteigkuchen mit Marmelade) und natürlich gelato (Eis). Probieren sollten Sie auch die torta di pane, den Brotkuchen, eines der feinsten Gerichte aus Resten, das die Phantasie armer Leute je erfunden hat! Nach dem Dessert gönnt man sich meist noch einen Espresso (keinen Cappuccino!), der schlicht caffè genannt wird. Es handelt sich um eines der letzten Rituale, das noch penibel gepflegt wird.

Ansonsten halten viele Einheimische die in Italien typische Speisenfolge - antipasto (Vorspeise), primo (erster Gang: Nudeln, Reis oder Suppe), secondo (Fleisch oder Fisch) mit contorno (Kartoffel-, Gemüse- oder Salatbeilage) und dolce (Nachspeise) - im Alltag nicht mehr ein. Sie dürfen also ruhig mehrere Gänge überspringen. Viele stillen ihren Hunger mit einem belegten Brötchen (panino) oder einer Pizza. Diese erfreut sich nicht zuletzt wegen ihres günstigen Preises großer Beliebtheit. Italiener trinken übrigens Bier zur Pizza, was Touristen in Anbetracht der großen Weintradition des Landes bisweilen seltsam anmutet.

Tatsächlich steht Ihnen im Seengebiet das unglaublich breite Angebot der norditalienischen Weinregionen zur Auswahl. Aus dem Piemont stammen der verbreitete Barbera oder der so berühmte wie teure Barolo. Letzteren können Sie gut durch einen Ghemme oder Gattinara ersetzen, ebenfalls aus roten Nebbiolotrauben. Die Reben reifen keine 30 km vom piemontesischen Ufer des Lago Maggiore entfernt. Aber auch die lombardischen Anbaugebiete im Veltlin, dem Oltrepò Pavese oder der Franciacorta erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Nicht zu verstecken brauchen sich die Tessiner Winzer. Aus den Merlottrauben, die mitunter direkt an den Hängen um die Seen reifen, haben sie in der jüngeren Vergangenheit teils exzellente Weine gekeltert. Dank seiner Struktur passt der Merlot ideal zu Minestrone, gegrilltem Fleisch und kräftigen Hauptgerichten ganz allgemein.

In Italien stellen Ihnen die Wirte fast aller Restaurants den gedeckten Tisch und das Brot unabhängig vom Verzehr als gesonderten Posten in Rechnung. Dieser Preis für pane e coperto, der immer auf der Karte ausgewiesen sein muss, beträgt meist rund zwei Euro pro Person, kann aber auch deutlich höher ausfallen.

Spezialitäten

bresaola

Trockenfleisch aus dem Veltlin, ähnlich dem Bündner Fleisch

busecca

Kuttelsuppe

capretto al forno

Zicklein im Ofen, ein verbreitetes Ostergericht

carpione, in

in Essigmarinade eingelegt, meist für Seefische als kalte Vorspeise

cassöla/cazoeula

lombardischer Eintopf mit Schweinefleisch und Wirsing

coregone

Felchen, ein in den Oberitalienischen Seen besonders verbreiteter Fisch

formaggio

Das Seengebiet ist auch ein Käseparadies: Taleggio, Gorgonzola, Bettelmatt, Toma …

gnocchi

aus Kartoffeln oder Grieß und Mehl geformte kleine Klößchen, die zusammen mit Salbeibutter, Käse- oder Tomatensauce meist als primo piatto serviert werden

lavarelli al vino bianco

Felchen in Weißweinsauce, manchmal auch coregone genannt

miascia

Variante des Tessiner Brotkuchens torta di pane in der Comer-See-Region mit Äpfeln, Birnen und Trauben

missoltini/misultitt

das typische Fischgericht des Comer Sees: Agoni, eine Heringsart, werden getrocknet und danach in einer Essig-Öl-Mischung mariniert, bevor sie schließlich gegrillt auf den Tisch kommen

ossobuco

geschmorte Kalbshaxe

(pesce) persico

Barsch bzw. Egli

polenta

Viele regionale Varianten: Während die Polenta im Tessin meist pur serviert wird, wird ihr in Oberitalien gerne Käse beigemischt. Sie heißt dann polenta cuncia oder polenta taragna und ist so nahrhaft, dass sie auch ohne weitere Zutaten schmeckt

ratafià

der klassische Tessiner Likör aus in Grappa eingelegten Walnüssen

tinca

Schleie, ein Seefisch

trota (al rosmarino)

Forelle (mit Rosmarin)