Oberitalienische Seen

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Essen & Trinken

Müsste man ein für die südlichen Voralpen typisches Gericht auswählen, wäre dies sicherlich die Polenta. Eine herzhafte Polenta dürfen Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen, denn sie ist weit mehr, als die profane deutsche Bezeichnung Maisgrießbrei vermuten lässt. Selbst Gourmetköche servieren Polentakreationen.

Im Pastaland Italien gibt es natürlich auch überall Teigwaren. Kaum ein Restaurant, das etwas auf sich hält, verzichtet auf handgemachte Ravioli, Agnolotti oder Tortellini. Ein Klassiker ist auch der Risotto mit seinen vielfältigen Varianten. Schließlich grenzt das Seengebiet direkt an die großen Felder des Piemonts und der Lombardei - das größte Reisanbaugebiet Europas mit seinen Edelsorten Arborio, Vialone und Carnaroli.

In den Berggebieten gab es Risotto lange Zeit nur an Festtagen. Daran erinnern im Tessin heute noch die risottate während der Karnevalszeit, wenn auf der Hauptpiazza in großen Kesseln Risotto gekocht wird. Früher spendierte die reiche Oberschicht das Risotto für diese Feste - mit dem Karneval wurde nicht nur das Ende des Winters, sondern auch der Hungerzeit gefeiert.

In den kargen Tälern des Tessins und Norditaliens war im Winter oft Schmalhans Küchenmeister. Zum Hungerstiller par excellence avancierte die Kastanie, die nach der Ernte getrocknet und zu Teigwaren, Brot und Kuchen verarbeitet wurde. "Im Herbst gab es Kastanien, die aßen wir drei Monate lang, früh, mittags und abends", schreibt der 1979 gestorbene Tessiner Schriftsteller Plinio Martini im Roman "Nicht Anfang und nicht Ende".Mit dem zunehmenden Wohlstand in der Nachkriegszeit verlor die stachlige Frucht an Bedeutung und wurde als das "Brot der Armen" verschmäht. In jüngster Zeit hat sie aber eine Renaissance erfahren, nicht zuletzt deswegen, weil sie kulinarisch vielseitig verwendbar ist, sei es als Beilage zu Fleischgerichten oder als Süßspeise. Selbst Spitzenköche integrieren die Kastanie mittlerweile in ihre Menüs.

Eine weitere Delikatesse aus den Wäldern sind die Kräuter und Steinpilze (porcini), die sowohl im Risotto als auch mit Teigwaren ein Hochgenuss sind. Ein anderes Relikt aus der cucina povera, der "armen Küche", ist die Gemüsesuppe Minestrone - ursprünglich nichts anderes als eine Verwertung von Gemüseresten.

Die Bevölkerung an den Seen wiederum ernährte sich während Jahrhunderten vorwiegend von dem, was der lago hergab. Heute ist die berufliche Fischerei fast völlig ausgestorben, weshalb man dem Prädikat "Frisch vom See" zuweilen misstrauen darf. Doch noch immer tummeln sich in den Gewässern zahlreiche Fische.

Fester Bestandteil eines jeden Menüs ist il dolce, das Dessert. Klassiker sind tiramisù, panna cotta (eine Art Sahnepudding), crostata (Mürbeteigkuchen mit Marmelade) und natürlich gelato (Eis). Probieren sollten Sie auch die torta di pane, den Brotkuchen, eines der feinsten Gerichte aus Resten, das die Phantasie armer Leute je erfunden hat! Nach dem Dessert gönnt man sich meist noch einen Espresso (keinen Cappuccino!), der schlicht caffè genannt wird. Es handelt sich um eines der letzten Rituale, das noch penibel gepflegt wird.

Ansonsten halten viele Einheimische die in Italien typische Speisenfolge - antipasto (Vorspeise), primo (erster Gang: Nudeln, Reis oder Suppe), secondo (Fleisch oder Fisch) mit contorno (Kartoffel-, Gemüse- oder Salatbeilage) und dolce (Nachspeise) - im Alltag nicht mehr ein. Sie dürfen also ruhig mehrere Gänge überspringen. Viele stillen ihren Hunger mit einem belegten Brötchen (panino) oder einer Pizza. Diese erfreut sich nicht zuletzt wegen ihres günstigen Preises großer Beliebtheit. Italiener trinken übrigens Bier zur Pizza, was Touristen in Anbetracht der großen Weintradition des Landes bisweilen seltsam anmutet.

Tatsächlich steht Ihnen im Seengebiet das unglaublich breite Angebot der norditalienischen Weinregionen zur Auswahl. Aus dem Piemont stammen der verbreitete Barbera oder der so berühmte wie teure Barolo. Letzteren können Sie gut durch einen Ghemme oder Gattinara ersetzen, ebenfalls aus roten Nebbiolotrauben. Die Reben reifen keine 30 km vom piemontesischen Ufer des Lago Maggiore entfernt. Aber auch die lombardischen Anbaugebiete im Veltlin, dem Oltrepò Pavese oder der Franciacorta erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Nicht zu verstecken brauchen sich die Tessiner Winzer. Aus den Merlottrauben, die mitunter direkt an den Hängen um die Seen reifen, haben sie in der jüngeren Vergangenheit teils exzellente Weine gekeltert. Dank seiner Struktur passt der Merlot ideal zu Minestrone, gegrilltem Fleisch und kräftigen Hauptgerichten ganz allgemein.

In Italien stellen Ihnen die Wirte fast aller Restaurants den gedeckten Tisch und das Brot unabhängig vom Verzehr als gesonderten Posten in Rechnung. Dieser Preis für pane e coperto, der immer auf der Karte ausgewiesen sein muss, beträgt meist rund zwei Euro pro Person, kann aber auch deutlich höher ausfallen.

Einkaufen

"Made in Italy": Dieses Label weckt Kauflust! Ein Shoppingausflug muss nicht immer teuer sein. Wer gezielt auf Einkaufstour gehen will, findet hier ein paar Anregungen.

Kulinarisches

Gehen Sie auf jeden Fall in einen der Delikatessenläden, und lassen Sie sich entführen in die Welt der eingelegten Pilze, der hausgemachten Pastasaucen, der kaltgepressten Olivenöle. Spezielle Beachtung verdienen die Süßigkeiten. Hervorzuheben sind die amaretti, kleine, süße Mandelkekse, und die hausgemachten Hefekuchen, die Panettoni.

Kunsthandwerk

Bei Kunsthandwerkserzeugnissen ist es oft nicht einfach, den Unterschied zwischen billigen Serienprodukten und Hochwertigem zu erkennen. Vorsicht ist u. a. geboten bei den sogenannten typischen Souvenirs, den boccalini (Weinkrüglein) oder den zoccoli (Holzschuhe), die auf die bäuerliche Vergangenheit verweisen.

Outlets

Schnäppchenjäger finden in den zahlreichen Fabrikläden in Norditalien ein erstklassiges Revier. Bestes Beispiel ist das Fabrikgeschäft von Alessi (Mo-Fr 10-18.30, Sa 10-18 Uhr | Via Privata Alessi 6 | www.alessi.it) in Crusinallo bei Omegna wenige Kilometer vom Ortasee. Der Küchendesigner gibt auf seine Produkte zwischen 30 und 50 Prozent Rabatt. Achtung: Der Ansturm ist groß!

Den Outletstore für sportliche Kleidung von Sergio Tacchini (Mo 15-19.30, Di-So 9-13 und 15-19.30 Uhr) finden Sie an der Staatsstraße Verbania-Fondotoce. Mehr als 3000 Brillen zu Fabrikpreisen gibt es im Factory Outlet (Mo 15-19.30, Di-Sa 9- 12.30 und 15-19.30 Uhr | Corso Roma 139) in Gravellona Toce. Im Tessin stößt man in Mendrisio direkt neben der Autobahn auf das Outletcenter Foxtown (tgl. 11-19 Uhr | www.foxtown.ch) mit 160 Anbietern vor allem aus der Bekleidungsbranche. Südlich des Comer Sees warten im Dörfchen Vertemate con Minoprio Outlets von Armani (Mo-Sa 10-14 und 15-19 Uhr), aber auch von Levis Dockers oder Diesel.

Wer über den nötigen Stauraum im Auto verfügt, kann sich in der Produktions- und Konsumwelt der Möbeldesigner der Brianza verlustieren, etwa in La Permanente Mobili Cantù (Mo-Sa 9-12.30 und 14.30-19, So 10-12.30 und 14.30-18 Uhr | Piazza Garibaldi 9 | www.lapermanentemobilicantu.com), dem Mekka der Möbelkäufer.

Seide

Die Region um den Comer See hat sich seit dem Mittelalter als wichtigstes europäisches Zentrum für die Seidenproduktion etabliert. Rund vier Fünftel der in Europa gewonnenen Seide werden hier verarbeitet. Für die Seidenraupen wurden in den vergangenen Jahrhunderten große Maulbeerbaumkulturen in der Brianza südlich von Como angelegt. Im Seidenmuseum der Stadt kommen Sie der Geschichte auf die Spur. Seit den Zwanzigerjahren des 20. Jhs. drängt jedoch preisgünstige Chinaseide auf den europäischen Markt. In Como haben sich deshalb viele Betriebe inzwischen auf die Weiterverarbeitung - Färbung, Bedruckung usw. - spezialisiert. Jedes Jahr im Oktober/November findet in Como die größte Seiden- und Textilmesse Europas statt, die Idea-Como. Das Fremdenverkehrsbüro der Stadt hält eine Broschüre ("Gli spacci tessili") bereit, die Sie zu den wichtigsten Stoffgeschäften der Gegend führt.

Wein

Auf der schweizerischen Seite gibt es bedeutende Weinanbauflächen: Das Tessin ist ein Rotwein-, vor allem ein Merlotland. Zahlreiche Weinkellereien verteilen sich auf dem ganzen Kantonsgebiet. Eine umfangreiche Liste finden Sie auf der Website des Dachverbands Ticinowine www.ticinowine.ch. Auf der italienischen Seite fehlt kommerzieller Weinbau in großem Stil, doch dafür locken vielerorts gut bestückte Önotheken.

Freizeit & Sport

Ob Sie dabei auf dem Surfbrett über den Comer See zischen oder die gemütliche Kammwanderung mit grandiosem Seeblick vorziehen: Gemeinsam ist allen Aktivitäten, dass Sie sie hier in spektakulärer Landschaft ausüben.

Angeln

In Italien müssen Angler 16 Euro auslegen: Die Quittung des in Postämtern erhältlichen Einzahlungsscheins gilt als Lizenz. Im Tessin benötigen Sie einen Angelschein, das Angeln in Bergseen ist besonders reglementiert (im Rathaus nachfragen).

Baden

Die Auswahl ist groß: An den Seen finden Sie kleine Buchten, kurze Strandabschnitte und gelegentlich öffentliche - oft nicht eben preiswerte - Bäder. Viele Uferabschnitte sind aber verbaut, sodass ein Zugang zum See nicht überall möglich ist. Im Gambarogno am Nordostufer des Lago Maggiore ist es eher still, auf der gegenüberliegenden Seite geht es dagegen in der Hochsaison ziemlich turbulent zu. Die Wasserqualität hat sich in den vergangenen Jahren vielerorts enorm verbessert. Selbst der Luganer See mit seinem sehr geringen Wasseraustausch erholte sich, und auch der Ortasee, der viele Jahre durch Industrieverschmutzung bleiern dalag, ist wieder sauberer. An Strandkiosken und in Touristenbüros hängen Informationen der örtlichen Gesundheitsbehörden mit aktuellen Informationen zur Wasserqualität. Warnungen sollten unbedingt beachtet werden.

Bergsteigen

Der Resegone und die Grignegruppe im Hinterland des Comer Sees sind ideale Ziele für Alpinisten. Auskunft erteilt der italienische Alpenverein CAI (Via Papa Giovanni XXIII 11 | Tel. 0341363588 | www.cai.lecco.it) in Lecco. Auf dem Monte San Salvatore über dem Luganer See ist ein anspruchsvoller Klettersteig angelegt, nordöstlich davon lockt Kletterer die Herausforderung der Denti della Vecchia, eine Reihe von Felszähnen. Ein Paradies für Alpinisten ist der Nationalpark Val Grande (www.parcovalgrande.it) im Hinterland von Verbania am Lago Maggiore. Aber Vorsicht: Dieses unwegsame Gebiet birgt viele Risiken!

Bungee

Wagemutige können sich von April bis Oktober wie James Bond im Film Golden Eye am Bungeeseil von der 220 m hohen Staumauer im Verzascatal stürzen. Siebeneinhalb Sekunden dauert der freie Fall. Tel. 0917807800 | www.trekking.ch

Canyoning

Die kristallklaren Bergflüsse bieten sich im Sommer für Canyoningtouren geradezu an. Ein renommierter Organisator im Tessin ist die Swiss Challenge GmbH (Tel. 0763252882 | www.canyoningtessin.ch). Am Comer See ist der Jungle Raider Park (Tel. 031963651 | www.jungleraiderpark.com) in Civenna eine gute Anlaufstelle.

Golf

Von Ascona bis Como, von Lugano bis Verbania: An den Seen erstrecken sich Dutzende Golfanlagen. Eine kleine Auswahl: Golf Gerre Losone (130, Sa/So 150 Franken | Tel. 0917851090 | www.golflosone.ch) liegt am Fluss Melezza. Einer der ältesten Golfclubs Europas, der Menaggio & Cadenabbia Golf Club (65, Sa/So 85 Euro | Tel. 0344321303 | www.menaggio.it) in traumhafter Lage am Comer See, feierte 2007 sein 100-jähriges Bestehen. 15 Autominuten von Lugano direkt am See in Magliaso liegt der Platz des Golfclubs Lugano (110, Sa/So 130 CHF | Tel. 0916061557 | www.golflugano.ch). Bequem zu erreichen ist am Lago di Mergozzo der Golf & Sporting Club Verbania (35, Sa/So 45 Euro | Tel. 032380800 | www.golfverbania.it) an der SS34 in Verbania-Fondotoce.

Paragliding

Auf der italienischen Seite des Lago Maggiore ist der Delta Club Laveno (Tel. 03493148209 | www.deltaclublaveno.it) in Laveno-Mombello zu empfehlen. Ein beliebter Ausgangspunkt ist der Sasso del Ferro.

Radfahren

Sie werden sehr vielen Radlern begegnen, meist auf schnittigen Rennrädern. Radwege für gemächliche Tourenfahrer sind dagegen Mangelware. Entlang der Seen führt eine oft schmale, stark befahrene Straße. Schöne Touren sind im Hinterland der Seen möglich. Ein ideales Gebiet zum Radfahren ist der ebene Parco del Ticino im Süden des Lago Maggiore. Die Tourismusbüros in den meisten Gemeinden haben Radtouren zusammengestellt. Wer ein bisschen Kondition mitbringt, kommt zu phantastischen Veloerlebnissen und rauschenden Abfahrten mit dem Mountainbike. Der Cavalcalario Club in Gallasco-Bellagio (Tel. 031964814 | www.bellagio-mountains.it) fährt Sie mit dem Minibus auf den San Primo, wo verschiedene Abfahrten offenstehen. In Mode gekommen sind auch Ausflüge mit E-Bikes. Über ein weit verzweigtes Mietstellennetz verfügt der E-Bike-Park (www.e-bike-park.ch) im Tessin. Dank der Unterstützung durch die Batterie kommen Sie ohne großen Kraftaufwand auf fast jeden Berg.

Reiten

Es gibt zahlreiche Reitställe, die für Anfänger wie Könner Kurse und Ausritte organisieren. Allein in der Provinz Como finden sich mehr als 30 Reitställe, vor allem in der hügeligen Brianza. Auskunft über Reitställe erteilt die Touristeninformation in Como bzw. Varese. Ein großes Reitzentrum liegt südöstlich von Como in Capiago Intimiano: Circolo Ippico Il Grillo | Via Chigollo 7 | Tel. 031462219 | www.grillocomo.com

Segeln & Surfen

Hervorragende Windverhältnisse für Segler, Surfer und Kitesurfer herrschen vor allem am Comer See. Ihr Treffpunkt ist Domaso (Kite4you | www.kite4you.ch/boardersclub-domaso) knapp 20 km nördlich von Menaggio. Beliebt sind auch Gera Lario (Tabo Surf | www.tabosurf.com) oder Colico (Son of a Beach Windsurf | www.windsurf-colico.com). Einsteiger fühlen sich am Lago Maggiore wohl. Am bekanntesten ist die Windsurfschule La Darsena (www.ladarsenawindsurf.com) in Pino del Lago Maggiore. Segelschulen gibt es u. a. in Cerro (Centro Vela | www.centrovela.it) bei Laveno. Tretboote, Kanus und Motorboote können an größeren Stränden an allen Seen gemietet werden.

Wandern

Es gibt wunderbare Wanderrouten, die häufig einfach begehbar und auch gut ausgeschildert sind. So können Sie zum Beispiel das Westufer des Comer Sees zu Fuß auf der Via dei Monti Lariani erkunden, 130 km zwischen Cernobbio und Sorico (auch Teilstrecken möglich). Oder die Route auf dem Dorsale del Triangolo Lariano: in zwei Tagen von Como nach Bellagio. Ebenso schöne Wanderrouten gibt es am Lago Maggiore. Die Strada Alta del Verbano führt von Ghiffa nach Cannobio und ist einfach begehbar.

Mit Kindern unterwegs

Die Seen mit ihren vielfältigen Bade- und Ausflugsmöglichkeiten bieten hierfür schon mal eine gute Voraussetzung. Dazu gibt es noch eine ganze Reihe von Attraktionen, die auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten sind - und bei denen sich auch Erwachsene nicht langweilen.

Lago Maggiore

Cardada bei Locarno

Für Erwachsene gibt es auf Locarnos Hausberg Fußreflexzonenpfade, für Kinder einen 1200 m langen Spazierweg, an dem sich ein Spielgerät ans nächste reiht. Ein Erlebnis für die ganze Familie ist der Gang hinaus auf den Aussichtssteg, von dem man eine spektakuläre Rundsicht hat. Mitte Dez.-Mai und Sept./Okt. Mo-Do 9-18, Fr-So sowie Juni-Aug. tgl. 8-20 Uhr | 27 Franken, Kinder (6-16 Jahre) 9 Franken | Standseilbahn Locarno-Orselina, dann Luftseilbahn Orselina-Cardada | www.cardada.ch

Falconeria bei Locarno

Pio Nesa lässt in Locarno die Tradition der Falknerei aufleben. Seine Greifvogelschau ist einzigartig: Die Falken, Adler, Bussarde, Geier und Eulen fliegen nur wenige Zentimeter über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Dank einer überdachten Tribüne finden die Shows auch bei schlechtem Wetter statt. Mitte März-Nov., Flugvorführungen Di-So, im Juli tgl. 11 und 15 Uhr | 20 Franken, Kinder 15 Franken | Via delle Scuole 12 | www.falconeria.ch

Lago Maggiore Adventure Park in Baveno

Balancieren über schwankende Hängebrücken, Klettern an glatten Wänden, Biken über kurvenreiche Pisten, Bungeetrampolin: All das bietet der Abenteuerpark in Baveno kurz vor der Autobahnauffahrt Stresa. April/Mai und Sept./Okt. Sa/So, Juni-Aug. tgl. 10-19 Uhr | je nach Parcours 15-24 Euro, Kinder von 1,10 m bis 1,40 m 10-17 Euro | Strada Cavalli 18 | www.sport-fun.info

Lido di Locarno

Das schöne, moderne Hallen- und Freibad mit zahlreichen Becken, Rutschbahnen und Kursen bietet sich auch als Schlechtwetteralternative an: Dank Thermalbecken ist es selbst an kalten Tagen attraktiv. Tgl. 8.30-21 Uhr | 12 (mit Rutschen 17) Franken, Kinder 6,50 bzw. 10,50 Franken | Via Gioacchino Respini 11 | www.lidolocarno.ch

Museo Europeo dei Trasporti in Ranco

Originelles Museum von Professor Francesco Ogliari, der sich sein Leben lang mit der Geschichte der Fortbewegungsmittel beschäftigte. Was sich auf Rädern, auf Schienen, im Wasser oder in der Luft bewegt, ist von der Pferdekutsche bis zum Raumschiff alles zu sehen. Am Sonntagnachmittag ist eine riesige Eisenbahnmodellanlage in Betrieb. Die "ideale Stadt", Leonardo da Vinci nachempfunden, zeigt auf, wie menschenfreundlich Städte sein könnten. April-Sept. Di-So 10-11.30 und 15-17.30, Okt.-März 10-11.30 und 14-15.30 Uhr | Eintritt frei | Via Alberto 99 | www.museodeitrasportiogliari.it

Parco dei Lagoni in Mercurago bei Arona

Dieser Naturpark am Lago Maggiore ist sehr abwechslungsreich. Kein Wunder, dass Familien mit Kindern zu seinen häufigsten Besuchern zählen. Sümpfe und Teiche bilden den Mittelpunkt des Parks. Voralpine Tierarten und eine Vielzahl von Vögeln sind hier zu beobachten. Am Wasser halten sich Stockenten, Eisvögel und Teichhühner auf. Ein landwirtschaftlicher Lehrpfad bezeugt die lange Tradition der Pferdezucht in diesem Gebiet. Rund 20 Seitenwege führen zu einzelnen Höfen. Die Lagoni sind bequem erreichbar (Autobahnausfahrt Arona).

Safari Park bei Pombia

Mit dem eigenen Auto oder einem Bus fährt man an Tigern, Löwen, Nashörnern, Zebras und vielen weiteren Tieren vorbei. Dazu gibt es ein kleines Reptilienhaus, einen "Jurassic Park" mit Dinosauriermodellen sowie einen Vergnügungspark mit Wildwasserbahn und Riesenschaukel. April-Okt. tgl. 9-19, Nov.-März 10-16 Uhr | 17 Euro, Kinder 12 Euro | Strada Statale 32 14 km südl. von Sesto Calende | www.safaripark.it

Luganer See

Museo Doganale Svizzero in Cantine di Gandria

Abenteuerliche Geschichten von Schmuggel und Schmugglern erzählt das Zollmuseum in Cantine di Gandria. Neben alten Grenzsteinen, Uniformen und sichergestellten Waffen werden auch die Tricks illegaler Grenzgänger gezeigt: zum Beispiel ein selbst gebautes, kleines U-Boot, mit dem Salami geschmuggelt werden sollte. Computerspiele führen in die moderne Grenzüberwachung im Kampf gegen Rauschgiftschmuggler und Dokumentenfälscher ein. April-Mitte Okt. tgl. 13.30-17.30 Uhr | Eintritt frei | nur mit dem Schiff um 13 Uhr ab Lugano erreichbar

Schokoland Alprose

In Caslano an der Straße zwischen Agno und Ponte Tresa öffnet die Schokoladenfabrik Alprose ihre Tore für Besucher. Ein Teil des Betriebs ist zum Schokoladenmuseum geworden. Eine süße Versuchung nicht nur für Kinder. Mo-Fr 9-17.30, Sa/So 9-16.30 Uhr | 3 Franken, Kinder (6-16 Jahre) 1 Franken | Via Rompada 36 | www.alprose.ch

Splash & Spa Tamaro

Der 2013 eröffnete Aquapark in Rivera 10 km nördlich von Lugano ist mehr als bloß ein Schlechtwettertipp. Turbo- und Trichterrutschen, künstliche Wellen zum Surfen und Lagunen, in denen tropische Regenstürme simuliert werden, versprechen unvergessliche Erlebnisse. Öffnungszeiten und Preise bei Redaktionsschluss noch nicht festgesetzt | Autobahnausfahrt Rivera | www.splashespa.ch

Swissminiatur Melide

Verschneite Gipfel, Burgen, Kirchen, typische Gebäude, Bahnen, Dampfschiffe - alles, was zum Bild der Schweiz gehört, ist hier versammelt. Die gut 120 Modelle sind detailgetreu im Maßstab 1:25 nachgebildet. Eine 3560 m lange Modellbahn mit 18 Zügen schlängelt sich durch den Park. Kurios: Die Forellen im Teich sind größer als die Mini-Rheinschiffe ... Mitte März-Mitte Nov. tgl. 9-18, im Sommer Mi und Fr bis 22.30 Uhr | 19 Franken, Kinder 12 Franken | www.swissminiatur.ch

Comer See

Museo del Cavallo Giocattolo in Grandate

Das riesige Schaukelpferd aus dem "Pinocchio"-Film von Roberto Benigni ist hier unweit der Autobahnausfahrt Como Sud zu sehen - und mit ihm mehr als 500 weitere aus aller Welt. Di-Sa 10.30-12.30 und 15-18.30, Mo 15-18.30 Uhr | Eintritt frei | Via Tornese 10 | www.museodelcavallogiocattolo.it

Orrido in Bellano

Wildromantisch und ein bisschen gruselig: In Jahrtausenden grub der Fluss Pioverna in den Kalkfelsen eine tiefe Schlucht. Tosend braust das Wasser durch Engpässe, stürzt ungestüm in die Tiefe. Schmale Stege entlang glatter Felswände führen zu dem gewaltigen Naturspektakel. April, Mai und Sept. tgl. 10-19, Juni-Aug. 9.30-22, Okt.-März Sa/So 10-17 Uhr | 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre 2,50 Euro

Sehenswertes

Der Comer See gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Oberitalienischen Seen und ist bekannt für die historischen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem die Villa Carlotta in Tremezzo und die Villa d'Este in Cernobbio gelten als spannende Sehenswürdigkeiten an den Oberitalienischen Seen. Besichtigen sollten Reisende außerdem den Monte San Giorgio am Luganersee, der zum Welterbe erklärt wurde und viele Gäste zu den Oberitalienischen Seen lockt.

Freizeit

Wassersport oder Wandern, Shopping oder Sightseeing - die oberitalienischen Seen bieten für jeden Geschmack tolle Ausflugsziele, um die Freizeit abwechslungsreich zu gestalten. Selbstverständlich können Urlauber bei einer Reise zu den oberitalienischen Seen auch stundenlang die Sonne an den malerischen Stränden genießen. Abends laden die gemütlichen Bars und Restaurants dazu ein, beim Ausblick auf die oberitalienischen Seen die Weine der Region zu probieren.

Übernachten

Die Oberitalienischen Seen sind bekannt als exklusive Urlaubsorte, in denen viele Urlauber in ansprechenden Luxus- oder Wellnesshotels übernachten. Darüber hinaus stehen Reisenden jedoch gerade in den idyllischen Dörfern an den Oberitalienischen Seen ansehnliche Gaststätten und Pensionen zur Verfügung, die mit einem ursprünglichen Charme bestechen. Gleichermaßen empfehlenswert ist ein modernes Hotel an den Oberitalienischen Seen im Zentrum von Como und den anderen, größeren Städten.

Am Abend

Die Oberitalienischen Seen punkten mit einem großartigen Unterhaltungsangebot nicht nur in den größeren Städten, sondern auch in den vielen beschaulichen Gemeinden. Beim Ausgehen in Como am Comer See oder in Salò am Gardasee profitieren Urlauber an den Oberitalienischen Seen von der entspannten Atmosphäre und der ansehnlichen Landschaft. Nicht zuletzt sollten Reisende außerdem das Essen an den Oberitalienischen Seen kennenlernen, damit der Urlaub auch kulinarisch unvergesslich wird.