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Transport vor Ort: Auf eigene Faust oder in öffentlichen Verkehrsmitteln

Öffentliche Verkehrsmittel

Mietwagen

Trotz des guten Netzes an öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Auto die ideale Reiseart in Norwegen. Nur im Auto oder auf Schusters Rappen erreichst du alle abgelegenen Naturdenkmale und Aussichtspunkte. Auf den Straßen begegnest du großer Zurückhaltung vonseiten der anderen Verkehrsteilnehmer. Gerade merklich ortsfremden Fahrern wird meist freiwillig die Vorfahrt eingeräumt. Ganz allgemein läuft der Straßenverkehr in Norwegen erheblich gemächlicher als in vielen anderen Ländern. Dazu tragen auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen bei, die selbst auf Autobahnen zumeist maximal 110km/h, oft jedoch deutlich weniger erlaubt. Vor allem in bergreichen Regionen sind die Straßen oft eng und es muss auf Gegenverkehr geachtet, wie auch mit Tieren auf der Straße gerechnet werden. Auf diesen Straßen gibt es viele Ausweichbuchten, die mit einem großen „M“ markiert sind. Vorgeschrieben ist es auf diesen Wegen, „auf Sicht“ zu fahren. Vorschriften sollten auf Norwegens Straßen überhaupt stets eingehalten werden. Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überfahren von roten Ampeln oder das Ignorieren des Gebots, auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren, führen zu erheblichen Strafen.

Benzinpreise

Obwohl Norwegen über reichhaltige Ölvorkommen verfügt, hat das Land mit die höchsten Benzinpreise Europas. Aus diesem Grund tanken viele Urlauber, die im eigenen Auto anreisen, ihr Auto kurz vor dem Verladen auf die Fähre noch voll und bringen auch oft noch Benzin in Reservekanistern mit. Das ist aber nur bis zu 10l zollfrei erlaubt, bei höheren Mengen fallen recht hohe Gebühren an. Vor allem im Norden des Landes sind die Tankstellen oft weit voneinander entfernt und schließen zum Teil über das Wochenende. Hier empfiehlt es sich also nicht, den Tank bis zum letzten Tropfen leerzufahren. An vielen der norwegischen Tankstellen gibt es noch einen Angestellten, der für einen das Tanken übernimmt. An anderen wird selbst getankt und mit Kreditkarte bezahlt.

 

Maut

Das Mautsystem in Norwegen wirkt auf Reisende oft nicht ganz einfach. Nicht alle Fernstraßen im Land sind mautpflichtig, dafür fast alle neueren sowie manche Tunnel, Brücken und vor allem die Zentren der Städte. Erkennbar sind die mautpflichtigen Abschnitte an blauen Schildern mit der Aufschrift „automatisk bomstasjon“. Die meisten Mautstationen funktionieren heute vollautomatisch. Die Gebühren werden nicht vor Ort erhoben, sondern nur die Kennzeichen gescannt, woraufhin der Fahrer wenig später eine Rechnung ins Haus bekommt, was übrigens auch bei einem Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz funktioniert. Die einfachere Möglichkeit ist es allerdings, sein Auto vorab für den Autopass (EPC) zu registrieren. Dann werden die anfallenden Gebühren automatisch von deiner Kreditkarte abgebucht und du sparst an den Mautstellen viel Zeit.

Züge/Öffentliche Verkehrsmittel

Das Bahnnetz in Norwegen ist im Süden deutlich dichter als im Norden. Vor allem zwischen Bergen, Oslo und Stavanger gibt es den ganzen Tag über regelmäßige und schnelle Verbindungen. Im Norden dünnt das Netz immer mehr aus, obwohl es bis nach Narvik Verbindungen gibt, wenn diese auch überwiegend den Umweg über Schweden nutzen. Vor allem bei überregionalen Strecken ist es in Norwegen üblich, gegen eine geringe Gebühr einen Sitzplatz zu reservieren. Kurzfristig in den Zug einzusteigen ist hier weniger verbreitet und ist erst nach Absprache mit dem Zugbegleiter möglich.

Dafür ziehen sich durch das Land einige der schönsten Bahnrouten Europas, die dich durch spektakuläre Landschaften führen. Beispiele dafür sind die Bergenbahn zwischen Oslo und Bergen und die Flåmsbana, die Fjorde und hohe Berge passiert.

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