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5 Tage in Fjordnorwegen

Diese Route durch Fjordnorwegen ist innerhalb von fünf Tagen möglich. An den einzelnen Stationen lassen sich aber auch problemlos mehr Aktivitäten finden, so dass die Tour sich bequem auch auf zehn bis 14 Tage ausweiten lässt.

Tag 1: Bergen und der Einstieg in die Fjordwelt

Bergen ist die Metropole Westnorwegens und ein sehr guter Ausgangspunkt für eine Erkundung Fjordnorwegens mit dem Auto. Am Ankunftstag lohnt sich eine geführte Tour durch die Stadt. Allerdings ist das Zentrum Bergens nicht zu groß und relativ übersichtlich, sodass man auch auf einem individuellen Stadtspaziergang automatisch an vielen Highlights vorbeikommt.

So liegen Bergens berühmter Fischmarkt und Bryggen, das historische Kontorhausviertel mit seinen bunten Holzhäusern, in Sichtweite mitten in der City.

Nachmittags startet dann der Roadtrip und es geht direkt tief rein in die Welt der Fjorde: Auf dem Weg nach Odda gibt es auf der Norwegischen Landschaftsroute Hardanger immer wieder spektakuläre Ausblicke. Eine kurze Pause ist am Steinsdalfossen empfehlenswert: Man kann hinter diesem Wasserfall entlangspazieren, ohne nass zu werden. Über den Hardangerfjord führt eine Fährverbindung. Im Frühling leuchten hier die Berghänge und Wiesen bunt – die Gegend ist berühmt für ihre blühenden Obstplantagen.

Übernachten in Odda.

Tag 2: Odda, die Berge und das Wasser

Odda liegt im „Tal der Wasserfälle“ – noch mehr Wasserfälle als ohnehin überall in Norwegen stürzen hier in die Bergseen und den Hardangerfjord. Aktiv in der Natur und dazu noch lehrreich ist hier die Tysso Via Verrata: Auf diesem Klettersteig ist man auf den Spuren der Wanderarbeiter unterwegs, die Anfang des 20. Jahrhunderts den Grundstein für die Stromproduktion aus Wasser legten – heute der wichtigste Wirtschaftszeig in Odda.

Von Odda aus ist auch die Trolltunga, eine der spektakulärsten Felsformationen in Norwegen, zu erreichen – die Wanderung dauert aber mindestens einen ganzen Tag und ist sehr anspruchsvoll. Das Wandern heben wir uns also für den nächsten Tag auf, den wir in der Nähe von Stavanger verbringen werden. Dorthin gelangt man von Odda aus zunächst weiter über die Landschaftsroute Hardanger und später über die extrem abwechslungsreiche Ryfylke-Landschaftsroute mit ihren schroffen und engen Straßen durch die Wildnis Fjordnorwegens.

Ideen für einen Extra-Tag:

• Wanderung zur Trolltunga

• Wanderung zum Gletscher Buarbreen

• mehr Wasserfälle in der Umgebung: Låtefossen, Vidfossen, Langfossen

Übernachten in Stavanger ??

Tag 3: Stavanger und die Felskanzel

Eines der größten und bekanntesten Landschafts-Highlights Norwegens befindet sich ganz in der Nähe von Stavanger am Lysefjord: der Preikestolen. Die Felskanzel ragt senkrecht 600 m aus dem Fjord hinauf und ein gut ausgebauter Wanderweg führt auf den Felsblock hinauf – Ausblicke der Marke „Nur in Norwegen“ sind hier garantiert.

Die Wanderung dauert insgesamt etwa vier Stunden. Wer danach noch Zeit und Energie hat, schaut sich noch die Altstadt Stavangers an oder geht bei schlechtem Wetter ins Ölmuseum – Stavanger ist die Öl-Hauptstadt Norwegens.

Anschließend geht es mit dem Auto hinaus auf die zahllosen Inseln, die vor den Fjordeingängen liegen. Auf dem Weg nach Haugesund liegen jede Menge Brücken und auch wieder eine Fährstrecke.

Ideen für einen Extra-Tag:

• Bootstour auf dem Lysefjord

• Foto- und Shoppingtour durch die Fargegata („Bunte Straße“, Øvre Holmegate)

• Mehr Wanderungen in der Gegend: Kjeragbolten, Flørli

Übernachten in Haugesund.

Tag 4: Haugesund und die Spuren der Wikinger

Nach so viel atemberaubender Landschaft ist jetzt Zeit für ein bisschen Geschichte: Auf der Insel Bukkøy direkt vor Haugesund liegt der Wikingerhof Avaldsnes. Hier lässt sich besonders gut nachvollziehen, wie das Leben und der Alltag der Urahnen der Norweger vor der Wende vom 1. ins 2. Jahrtausend aussah.

Am Nachmittag geht es auf dem norwegischen „Küsten-Highway“ wieder in Richtung Bergen. Die E39 führt dabei größtenteils über Inseln und Straßen mit Meerblick.

Übernachten in Bergen.

Tag 5: Bergen und seine Stadtberge

Zurück in Bergen ist es Zeit für einen Rückblick über die Reise an den Fjorden. Am besten eignen sich dafür die Gipfel der sieben Stadtberge, von denen man einen fantastischen Überblick über die Fjorde, Sunde und Inseln in und um Bergen genießen kann . Am einfachsten gelangt man auf den Fløyen: Eine Seilbahn führt aus dem Stadtzentrum auf die Aussichtsplattform des Berges.

Zu Fuß braucht man jedoch auch nicht mehr als eine Stunde hierher. Der höchste Punkt in direkter Umgebung der City ist der Gipfel des Ulriken. Auch hier gibt es eine Seilbahn, die Wanderung dagegen ist deutlich anstrengender als die auf den Fløyen.

Spielt das Wetter nicht mit, was in der regenreichsten Stadt Europas durchaus vorkommen kann, hält Bergen zum Ausklang dieser Reise ein riesiges Angebot an Museen bereit. Empfehlenswert sind zum Beispiel die vier Museen für Kunst, Design und Musik. 

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