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Stadtteile München: Maxvorstadt und Schwabing

Was haben Bertolt Brecht, Paul Klee, Thomas Mann und Carl Orff gemeinsam? Sie und noch viele andere Künstler haben zu Lebzeiten in der Maxvorstadt gewohnt und damit den Beinamen "Gehirn Münchens" geprägt. Heute zeugt die hohe Dichte unterschiedlicher Museen im Kunstareal zwischen Adalbertstraße und Königsplatz von damals, und die vielen Studenten, die rund um die hier angesiedelten Universitäten wohnen, lieben ihre Maxvorstadt.

Das Schwabing, wie es in den skandalträchtigen und partywütigen 70ern existiert hatte, gibt es heute nicht mehr. Der Glanz vergangener Tage ist verblasst, den negativen Beigeschmack der Schickeria trägt es allerdings schon lange mit sich herum. Da ist auch was dran, aber nur zum Teil: Denn Schwabing ist nicht gleich Schwabing und neben den klassizistischen Bauwerken und der teuren Gastronomie finden sich auch bezahlbare Freizeitaktivitäten.

Heute unterscheiden sich die beiden ineinander übergehenden Stadtteile insofern, dass die Maxvorstadt geprägt ist vom jungen, studentischen Lebensgefühl, während es in Schwabing noch immer um das altbekannte "Sehen und gesehen werden" geht.

Must-Sees in München-Maxvorstadt und Schwabing: Sehenswürdigkeiten

  • Königsplatz
  • Hochschule für Musik und Kunst München
  • Kunstareal München
  • Ludwig-Maximilian-Universität
  • Englischer Garten
  • Münchner Freiheit

Rundgang durch München-Maxvorstadt & Schwabing

An der U2-Haltestelle Königsplatz beginnt bereits mit der Glyptothek und dem Lenbachhaus (Luisenstraße 33) das Kunstareal der Stadt. Viele Münchner nutzen den großen Platz, der in Anlehnung an die Akropolis geschaffen wurde, vor allem, um lange Sonnenstunden zu genießen.

Von hier aus kannst du über die Arcisstraße etwas weiter nördlich laufen. Einmal nach rechts geschaut, fällt das große Gebäude auf, die heutige Musikhochschule München. Früher diente es als Führerbau der NSDAP. Nach dem Krieg wurden hier die von den Nazis gestohlenen Kunstwerke gesammelt, um sie zu identifizieren und an ihre Besitzer beziehungsweise an ihre Herkunftsländer zurückzugeben.

An der nächsten Kreuzung beginnt die Qual der Wahl, denn hier befinden sich die Pinakotheken. Ein Tipp für alle, die viel sehen, aber wenig zahlen wollen: Sonntags kostet der Eintritt pro Museum nur ein Euro.

Während der Woche und am Samstag gibt es viele Shops und Boutiquen zu entdecken in der Schellingstraße, die nur drei Blöcke weiter nördlich liegt. An Sonn- und Feiertagen haben hier lediglich Cafés und Restaurants geöffnet, die zu einer kurzen Pause und Stärkung einladen. Das "Gratitude" (Türkenstraße 55) mit seinen ausschließlich veganen Kreationen ist ein kulinarischer Hot Spot. Fleischesser und Liebhaber der bayerischen Küche werden im "Simpl" (Türkenstraße 57) glücklich.

Die Tour führt von der Ecke Schellingstraße/Ludwigstraße Richtung Norden, zur Ludwig-Maximilian-Universität (LMU), denn sie ist nicht nur die zweitgrößte Deutschlands mit einem beeindruckenden Bau nahe des Siegestors, sondern erzählt auch ihre ganz eigene Geschichte: Die Geschwister Hans und Sophie Scholl, Gründer der Widerstandsbewegung "Die weiße Rose" während des NS-Regimes, wurden 1943 hingerichtet, unter anderem dafür, ihre Flugblätter in der LMU verteilt zu haben. Eine Gedenkstätte und die Namensgebung "Geschwister-Scholl-Platz" erinnert an sie.

Auf der gegenüberliegenden Seite schließt sich nach wenigen Häuserblöcken der Englische Garten an, den man bis zum "Seehaus" durchstreifen kann, ein Restaurant mit Biergarten und idyllischem Blick auf den Kleinhesseloher Sees (Kleinhesselohe 3).

Auf dieser Höhe folgst du dann den Straßen Schwabings, um an der Münchner Freiheit herauszukommen, dem Endpunkt der Tour und eine Schnittstelle mehrere Linien des öffentlichen Nahverkehrs.

Weitere Stadtteile erkunden: Glockenbach, Au und Haidhausen

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