© Filipe Frazao, shutterstock

Seite teilen

Das Hofbräuhaus München

Von der Brauerei zum bekanntesten Restaurant der Welt

Bis ins 16. Jahrhundert wurde das Bier für den damals regierenden, Wittelsbacher Hof importiert, anstelle es selbst zu brauen! Das änderte sich erst unter dem bayerischen Herzog Wilhelm V., der schließlich an Ort und Stelle eine Brauerei bauen ließ.

Erst einige Jahre später wurde unter König Ludwig I. beschlossen, das Hofbräuhaus für die Bevölkerung öffentlich zugänglich zu machen, um somit ebenfalls in den Biergenuss zu kommen. Gleichzeitig fiel auch im Rahmen der "Münchner Bierrevolution" der Bierpreis enorm, sodass sich die arbeitende Bevölkerung und das Militär den Gerstensaft leisten konnten.

Als das Hofbräuhaus immer beliebter wurde, verlegte man die eigentliche Brauerei nach Bogenhausen, wo sich heute der Hofbräukeller mit seinem wunderschönen Biergarten befindet. Am Platzl wurde das Hofbräuhaus umgebaut und erweitert, das neoklassizistische Gebäude, wie wir es heute kennen, war geboren.

In der Schwemme, der Gewölbehalle im Erdgeschoss, finden bis zu 1.000 Besucher einen Platz. Laut ist hier allemal, außerdem immer voll und hektisch – eine gute Vorbereitung auf das Oktoberfest also. Wer es etwas ruhiger mag, verzieht sich in eine der vielen Bierstuben im ersten Stock, die zwar insgesamt weitere 2.500 Besucher fassen können, jedoch im Gegensatz zur Schwemme einer wahren Entschleunigung nahekommen. Und nicht zu vergessen: den Biergarten im Hof natürlich.

Übrigens: Wie eingangs erwähnt, zieht es die meisten Münchner nicht ins Hofbräuhaus – es sei denn, sie sind Teil eines Stammtisches, beispielsweise vom "100", dem wahrscheinlich ältesten von allen. Es gibt sogar einen Bierkrugtresor, wo ausschließlich Stammgäste ihren eigenen Krug einschließen können. Diese Fächer werden seit Generationen vererbt, es ist also nicht einfach, an ein eigenes Fach heranzukommen.

Heute zählt der Platzl mit seinem Hofbräuhaus als einer der bekanntesten Orte der Stadt. Das Hofbräuhaus hat keinen Ruhetag – auch nicht an Weihnachten – und tischt, wie soll es auch anders sein, bayerische Küche in Kombination mit Hofbräubier auf. Zeit sollte man für einen Besuch auf jeden Fall mitbringen, dafür gibt es Livemusik und den großen Trubel, welche die Wartezeiten etwas verkürzen. Eine Übersicht über aktuelle Konzerte findest du unter

http://www.hofbraeuhaus.de/de/termine.html

Blogger-Tipp von:
Anika Landsteiner
Eine gute Alternative zum immer vollen Hofbräuhaus ist das Schneider Bräuhaus (früher: Weisses Bräuhaus) im Tal 7, das nur fünf Gehminuten vom Platzl entfernt liegt. Hier wird das beliebte Weißbier Schneider Weisse ausgeschenkt, eine Karte mit altbayerischen Gerichten wie Ochsenkotelett und Kronfleisch gibt es ebenfalls.

Typisch München: Zwischen bayrischer Küche & internationalen Foodtrends

-- °C--:--Mehr +
Quick Facts Reiseführer München
Ortszeit:--:-- Uhr
Zeitverschiebung:-
Wetter:-- °C
Weniger -
Nach oben