München

Überblick

Willkommen in München

Drüben am Marienplatz, im Herzen Münchens, wuseln geschäftige Innenstadtkäufer durch die großen Warenhäuser der Fußgängerzone. Am Viktualienmarkt, nur 200 m entfernt, ist um 18 Uhr dagegen schon Feierabend: Unter den schattenspendenden Kastanienbäumen im Biergarten sitzt ein Pärchen am Holztisch. Die beiden nehmen einen großzügigen Schluck von ihrer frisch gezapften Maß Bier, blinzeln schweigend in die Abendsonne, lauschen dem Plätschern des Brunnens und dem sonoren Gebrumme ihrer Biertischnachbarn, schauen den Marktstandbesitzern beim Aufräumen zu, atmen zufrieden den Bratwurstduft ein und breiten ihre mitgebrachten Radieschen und Brezn vor sich aus. Das muss es sein, das Münchner Dolce Vita mit einer Gelassenheit, die man sonst eher den Südeuropäern zuschreibt.

Tatsächlich liegt der Brenner nur zwei Stunden Autofahrt entfernt, und die Münchner mögen es, wenn man ihre Heimat als "nördlichste Stadt Italiens" bezeichnet. Die Italiener wiederum sind gern gesehene Gäste in der Stadt und stömen in Scharen in die bayerische Landeshauptstadt, vor allem während des Oktoberfests und Christkindlmarkts. Auch wenn du die Liebe der Italiener zu München teilst, solltest du es ihnen in diesem Punkt nicht gleichtun: Außerhalb dieser beiden Hoch-Zeiten hast du viel bessere Chancen, die Stadt in ihrer Vielfalt kennenzulernen.

Vorausgesetzt, du steuerst nicht nur die touristischen Hotspots an, sondern machst dich auf Entdeckungsreise durch die einzelnen Stadtviertel, von denen jedes einen ganz eigenen, sich manchmal deutlich von den benachbarten Vierteln unterscheidenden Charme besitzt.

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Auftakt

Entdecken Sie München!

Jedes Stadtviertel hier besitzt einen ganz eigenen Charme: Angefangen mit der Altstadt, wo rund um den Marienplatz und den Alten Peter das Herz der Bayernmetropole schlägt. Von dort ist es ein Katzensprung in Münchens umtriebigstes Viertel rund um den Gärtnerplatz, das sich vom Kleinbürgerviertel zum modernen Quartier für solvente Künstler, Familien und die schwule Community entwickelt hat. In der Maxvorstadt und in Schwabing mischen sich dagegen Studenten, Kunstinteressierte und Bohemiens mit Shoppingtouristen. Den größten Wandel erfuhr in den vergangenen Jahren jedoch das Westend rund um die Schwanthaler Höhe oberhalb der Theresienwiese: Hier siedelten sich immer mehr Künstler und Kleingastronomen an, die dem ehemaligen Arbeiterviertel, dessen Migrantenanteil bei über 35 Prozent liegt, ein internationales und kreatives Flair verleihen. Eine typische Entwicklung für München, das schon immer vieles gleichzeitig war und ist: traditionell und modern, schwarz und rot, FC Bayern und 1860 München, familiär und single, Großstadt und Provinz, Hightechbastion und Trachtenwerkstatt, Villenvorort und Glasscherbenviertel, beständig und wandelbar.

Zwar wird weiterhin das Klischee vom bärtigen Stammtischbruder und der Schickeriagesellschaft liebevoll gepflegt, aber zunehmend gesellt sich zu diesem Bild auch das einer jungen, zukunftsorientierten Stadt, deren Jugend alte Traditionen wiederentdeckt – und neu für sich interpretiert. Ein gutes Beispiel ist der Wandel der Tracht: Viele junge Münchner gehen – vor einigen Jahren noch unvorstellbar – heute in Dirndl und Lederhosen zur Wiesn. Darunter auch viele Neubürger aus der Medienbranche, auf die München derzeit eine hohe Anziehungskraft ausübt. Diese versuchen ihr Glück u. a. in einem der über 250 Verlage: München ist nach New York die Stadt mit der höchsten Verlagsdichte der Welt. Für Münchens Ruf als Medien- und Wissenschaftsstandort sind auch die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität verantwortlich. Beide Unis gehören mit insgesamt rund 84 000 Studenten zu den führenden Hochschulen Europas, was auch für die Münchner Filmhochschule gilt, die bereits mehrere Oscar-Nominierte und -Gewinner wie Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck hervorbrachte und München im internationalen Filmgeschäft schon öfter mitspielen ließ.

Bei aller Internationalität und Weltoffenheit aber trägt die Stadt ihren Beinamen "Millionendorf" nicht ganz zu Unrecht: Wenn Sie bei Ihren Spaziergängen die Hauptstraßen verlassen, werden Sie nicht wenige Straßenzüge entdecken, die einen geradezu dörflichen Charakter haben. Falls das Wetter mitspielt, werden Sie zudem feststellen, wie viele Münchner es nach draußen zieht – an die Ufer der renaturierten Isar, in die vielen grünen Stadtgärten oder auch nur für eine kurze Rast zur nächsten Parkbank. Setzen Sie sich ruhig dazu und spüren Sie selbst, was das Lebensgefühl in dieser Stadt ausmacht.

In Zahlen betrachtet ist München aber dann doch nicht so klein, wie es manchmal wirkt: Die drittgrößte Stadt der Bundesrepublik zählt rund 1,5 Mio. Einwohner, Tendenz weiter steigend. Die geradezu magnetische Anziehungskraft der Stadt hängt  mit der hohen Lebensqualität, den vielen Freizeitmöglichkeiten in Alpennähe und mit der gleichbleibend guten Wirtschaftsentwicklung zusammen. Die Stadt sorgt in Anbetracht dieses Zuwachses schon mal vor und realisiert ein Bauvorhaben nach dem anderen: ein neues Wohnviertel in Freiham ganz im Westen, Wohnraum in ehemaligen Kasernen, Erweiterung der Bebauung in Riem und am Ackermannbogen, um nur einige Beispiele zu nennen. Dazu kommen die architektonischen Neuerungen in Zentrumsnähe, die auch Touristen nicht verborgen bleiben: Mitten in der Fußgängerzone wurde kräftig abgerissen und neu gebaut.

Erneuert hat sich München auch als Ausgehstadt. War in den Neunzigern das Nachtleben noch eher auf ausgelagerte Partykomplexe am Stadtrand verteilt, ziehen heute immer mehr Clubs mitten ins Zentrum. Auch ausgediente Kaufhäuser oder Kraftwerke werden gerne mal für subkulturelle Zwecke zwischengenutzt – bis gut vor einem Jahrzehnt war das noch undenkbar. Entlang der Sonnenstraße flanieren nun Nachtschwärmer bis in die frühen Morgenstunden vorbei an Bars, Cafés, Clubs und Konzertlocations, wo ausgiebig gefeiert wird. Ebenso groß wie das Party- ist das kulturelle Angebot in der Landeshauptstadt: Oper, Theater, Ballett und Literatur genießen nach wie vor einen hohen Stellenwert, besonders die Festivals – wie z. B. die Opernfestspiele, Open-Air-Festivals, Open-Air-Kino oder das Tollwood-Festival – sind feste Größen im Veranstaltungskalender und locken seit Jahren Tausende Besucher an.

Und auch kulturhistorisch interessierte Gäste kommen in München mit seinen steinernen Zeugen aus über 850 Jahren Stadtgeschichte auf ihre Kosten. Einige relevante Eckdaten: München wird 1158 das erste Mal urkundlich erwähnt, nachdem Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, die damalige Zollbrücke bei Freising zerstören und eine neue Brücke isaraufwärts in "Munichen" errichten ließ. Markt und Münze kommen hinzu, München ist damit gegründet. 1255 wird die Stadt zur Residenz der Wittelsbacher, deren Einfluss bis heute spürbar ist. 1632 besetzt Gustav Adolf von Schweden die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs. Während des Spanischen Erbfolgekriegs haben die Österreicher hier kurzzeitig das Sagen, und 100 Jahre später, im Jahr 1800, nimmt Napoleon München ein. Sechs Jahre darauf wird Bayern Königreich und München Sitz der Verwaltung. Nicht nur Luftschlösser baut schließlich König Ludwig II., der Märchenkönig, der heute noch von vielen Bayern verehrt wird: Das Schloss Neuschwanstein gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. In der ersten Hälfte des 20. Jhs. spielt München keine rühmliche Rolle: Zwar startet Kurt Eisner hier 1918 die Novemberrevolution, doch wenig später wird München zur Hauptstadt der braunen Bewegung; als Ort der Gründungssitzung der NSDAP wählt Hitler das Münchner Hofbräuhaus. Während des Zweiten Weltkriegs wird die halbe Stadt zerbombt, aus den Trümmern entsteht nach und nach wieder Neues: Der Olympiaberg beispielsweise ist das Ergebnis einer jahrelangen Schuttanhäufung. Noch heute ist am Schauplatz der Olympischen Sommerspiele 1972, die auch aufgrund einer blutigen Geiselnahme in Erinnerung bleiben, ein großes Freizeitareal zu finden.

Die schrecklichen Ereignisse von damals waren sicher nicht der Grund, warum sich die Münchner gegen eine neuerliche Olympia-Bewerbung aussprachen. Es ist eher eine schwer greifbare Stimmung, die sich gegen weiteres Wachstum und Gigantomanie wendet. So stimmten die Einheimischen nicht nur gegen eine Austragung der Olympischen Winterspiele 2022, sondern auch gegen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen. Zu viel Lärm, zu hohe Umweltbelastung hörte man aus den Reihen der Gegner. Zunehmend mehr Münchner verhalten sich auch "grün", wenn es um faires Einkaufen, Bioprodukte und Umweltdenken geht. In München fahren Elektroautos, ins Zentrum dürfen nur noch Autos mit der richtigen Plakette, und überhaupt, am liebsten fahren die Münchner mit dem Fahrrad: Geradelt wird hier, wann immer es geht. Das gut ausgebaute Radnetz – es ist mehr als 1200 Kilometer lang – erlaubt es vielen, ihren täglichen (Arbeits-)Weg per Drahtesel zurückzulegen. Und natürlich spielt dabei auch das überwiegend gute Wetter eine entscheidende Rolle. Nach Feierabend sich noch schnell aufs Fahrrad schwingen und in den Biergarten radeln? Das gehört zur Münchner Lebensart einfach dazu. Und zwar an jedem Tag, der sich dafür bietet. Und so wäre es tatsächlich ein Wunder, wenn nicht auch Sie sich von dem Dolce Vita in der Stadt hinreißen ließen. Wie sang die Spider Murphy Gang, eine der bekanntesten Münchner Mundartbands der Achtzigerjahre, die noch heute bei den Jungen so beliebt ist wie bei den Älteren, im Song "Sommer in der Stadt"? "I glaub mei Chef muass heit auf mi verzichten. Ja, i lieg vui lieber mit dir im Gras …"

Wohin zuerst?

Sehenswertes

Zentraler Ausgangspunkt ist der Marienplatz​. Vom Hauptbahnhof sind es 20 Gehminuten zum Marienplatz, wo sich das Neue Rathaus befindet und Odeonsplatz und Maximilianstraße nur ein paar Meter entfernt sind. Wer lieber fährt: Alle S-Bahnlinien sowie die U 3 und die U 6 machen direkt am Marienplatz halt. Für Autofahrer empfiehlt sich das Parkhaus Oberanger 35–37 in der Nähe des Sendlinger Tors. Von dort ist der Marienplatz über die Sendlinger Straße in einem fünfminütigen Spaziergang zu erreichen.

Einkaufen

Zwischen den Polen Stachus und Marienplatz verlaufen die Münchner Einkaufsmeilen Neuhauser Straße und Kaufingerstraße mit den allseits bekannten Ladenketten, dem Kaufhaus Oberpollinger sowie der Hypovereinsbank- und der Kaufinger-Tor-Passage mit Feinkostgeschäften (U/S-Bahnhöfe Stachus, Marienplatz). Vom Marienplatz aus ist es auch nur ein Katzensprung bis zur Theatiner- und Maximilianstraße mit Luxuslabels, Designerboutiquen und Edelpassagen wie den Fünf Höfen.

Am Abend

Die leicht per pedes zu bewältigende, etwa 1 km lange Strecke MüllerstraßeSonnenstraßeMaximiliansplatz ist ideal für einen abendlichen Bummel, um Bekanntschaft mit dem Münchner Nachtleben zu schließen. Dutzende Locations verschiedenster Couleur sind dort und in den Nebenstraßen zu entdecken. Im Bereich Müllerstraße feiert auch die schwule Szene sehr gern, während sich rund um den Stachus eher die jüngere Fraktion tummelt. U 1/2/3/6 Sendlinger Tor

Praktische Hinweise

Anreise & Ankunft

Die Autobahnen aus Nürnberg, Salzburg, Garmisch-Partenkirchen und Lindau münden direkt in den Mittleren Ring, die Stuttgarter Autobahn führt in die Verdistraße, von wo aus das Zentrum gut ausgeschildert ist. An den wichtigsten S- und U-Bahnhöfen am Stadtrand und Richtung Flughafen befinden sich insgesamt etwa 35 Park-&-Ride-Anlagen (www.parkundride.de).

Pasing und Ostbahnhof sind Durchgangsvorstadtbahnhöfe, der Hauptbahnhof liegt dagegen im Herzen der Stadt. Hier haben Sie Anschluss an fast alle S- und U-Bahnen. Auskunft: 0180 5996633www.bahn.de

Im Zentralbereich des Flughafens befindet sich die Information (089 97500). Hier starten die S-Bahnen S 1 (über Laim) und S 8 (über Ostbahnhof) im 20-Minuten-Takt, die einfache Fahrt kostet knapp 11 Euro, mit einer Streifenkarte 9,60 Euro. Nehmen Sie gen ein Taxi, zahlen Sie für die Fahrt knapp 60 Euro, als Fahrtzeit bis in die Stadtmitte sollten Sie mindestens 35 Minuten veranschlagen. Der Flughafenbus verkehrt vom Hauptbahnhof täglich von 5.10 bis 19.50 Uhr ungefähr im 20-Minuten-Takt, vom Flughafen Richtung Innenstadt von 6.20 bis 21.40 Uhr. Preis: 10,50 Euro.

Auskunft
Tourismusamt München

Sendlinger Straße1089 23396500www.muenchen.de

Tourist Information Hauptbahnhof

Mo–Sa 9–20, So 10–16 Uhr, saisonbedingte Änderungen möglichrechts vom Haupteingang

Tourist Information Marienplatz

Mo–Fr 10–20, Sa 10–16 Uhr, saisonbedingte Änderungen möglichim Neuen Rathaus

Camping
Campingplatz München Thalkirchen

Im Landschaftsschutzgebiet des Isartals. Zentralländstraße49089 723170715. März–31. Okt.U3Thalkirchen, dann Bus 135

Campingplatz Obermenzing

Lochhausener Straße59089 811223515. März–31. Okt.S2Untermenzing, Bus 164

Campingplatz Langwieder See

Eschenrieder Straße119089 8641566ganzjährigS-BahnhofLangwied

Fahrradverleih
Call a Bike

Call a Bike stellt in der ganzen Stadt verteilt 2000 Räder bereit. Die Freigabe erfolgt mit elektronischem Code. Abstellen können Sie das Rad überall, bezahlt wird per Kreditkarte oder Abbuchung. Grundpreis 8 Cent/Minute, maximal 9 Euro pro Tag. 07000 5225522www.callabike.de

Pedalhelden

Vom beliebten Conference Bike mit zehn Plätzen bis zum einfachen Radl, das Angebot ist riesig. D–iFr 11-18 , Sa 9-16 UhrMüllerstr.6089 24216880normales Rad ab 1 Euro die Std., 8 Euro pro Tagwww.pedalhelden.de

Radius Touristik

Mitte April–Okt. tgl. 9–18 Uhrim Hauptbahnhof gegenüber Gleis 32089 5961133 Euro pro Std., 14,50 Euro pro Tag

Internet

www.muenchen.de,bietet Infos zu Verkehr, Kultur und Behörden, www.muenchen-online.de zeigt die Stadt durch die Linsen der Webcams, www.munichx.de hat Infos zum Nightlife, www.inmuenchen.de informiert über Konzerte, Kinos, Theater und Ausstellungen, www.ganz-muenchen.de listet neben Events auch Termine, wie Flohmärkte oder Volksfeste. www.muenchen.prinz.de gibt Auskunft darüber, welche Partys steigen. www.meinestadt.de/muenchen bietet Informationen vom Wetterbericht über Stadtpläne bis zu Hoteladressen. Auf www.sueddeutsche.de, der Onlineausgabe der „Süddeutschen Zeitung“, lesen Sie Reportagen über die wichtigsten Events in der Stadt und Vorberichte über kulturelle Highlights.

Internetcafés & WLAN

Internetcafés gibt es viele. Zentral liegt das Internetcafé MünchenBahnhofsplatz2Mo–Fr 8–23, Sa, So 12–23 Uhr im Hauptbahnhof-UG. Viele Cafés und Hotels bieten WLAN. Angenehm surfen Sie im Hoover & FloydIckstattstraße2Mo–Fr 8–1, Sa, So 10–1 Uhr,einfach nach den Zugangsdaten fragen. Problemlos funktioniert das Surfen auch in den Starbucks- und Coffee-Fellows-Filialen.

Notruf

Polizei: 110, Polizeipräsidium: 089 29100, Feuerwehr:112, Notarzt: 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst: 01805 191212, zahnärztlicher Notdienst: 089 7233093, Giftnotruf: 1 9240.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von 7 bis 20 Uhr fahren U- und S-Bahnen alle fünf bis zehn Minuten, davor oder danach alle 20 Minuten. Von ca. 2 bis 5 Uhr sind die Bahnhöfe geschlossen. Dann verkehren Busse und Straßenbahnen der Nachtlinien (So–Do alle 60, Fr, Sa alle 30 Min.). Fahrkartenautomaten sind an allen S- und U-Bahnhöfen sowie in Bussen und Straßenbahnen. Kartenzahlung ist meist möglich. Das MVV-Netz ist vom Zentrum bis zum Stadtrand in vier Zonen geteilt. Je mehr Zonen man während einer Fahrt durchquert, desto höher der Preis. Im Innenraum gelten folgende Tarife: Einzelkarten 2,50 Euro, eine Tageskarte für beliebig viele Fahrten 5,60 Euro und eine Partner-Tageskarte für bis zu fünf Personen 10,20 Euro. Für Sehenswürdigkeiten außerhalb gibt es Kombitickets, die Eintritt und Fahrt beinhalten – z. B. zur Therme Erding (einem künstlichen Südseeparadies) oder zum Sea Life. 089 41424344www.mvv-muenchen.de

Stadtführungen & Stadtrundfahrten

Der Treffpunkt schlechthin für eine Bustour durch München befindet sich am Bahnhofsplatz zwischen Karstadt und Elisenhof. Hier starten u. a. die roten Doppeldeckerbusse der Stadtrundfahrten Münchenwww.citysightseeing-muenchen.de sowie die blauen Doppeldecker der Sightseeing Gray Linewww.stadtrundfahrten-muenchen.de. Die ein- bis zweistündigen „Hop On Hop Off“-Stadterkundungen kosten zwischen 13 und 19 Euro, mit den Online-Tickets der roten Doppeldecker sparen Sie bis zu 4 Euro. Dafür ist das Angebot – Bier-, Dritte-Reich-, kulinarische Nacht-Tour – der Blauen reichhaltiger.Eine preisgünstige Alternative ist die Tram. Die Ost-West-Tangente mit der Linie 18 führt Sie z. B. vom Effnerplatz aus vorbei an der „Mae West“-Skulptur über die Isar hinüber zum Englischen Garten, von dort weiter zum Bayerischen Nationalmuseum und durchs Lehel zum Isartor. Übers Sendlinger Tor geht es dann Richtung hippes Westend. Die Tram 16 hingegen, die ebenfalls vom Effnerplatz aus fährt, gewährt Ausblicke auf die Villa Stuck, die Isar, das Deutsche Museum und die Innenstadt, bevor sie nahe dem Hirschgarten endet.

Wer die nicht so bekannten Attraktionen der Landeshauptstadt entdecken möchte, begibt sich auf einen Altstadtspaziergang mit dem Weis(s)en Stadtvogel Münchenwww.weisser-stadtvogel.de. Sehr lohnend: die knapp eineinhalbstündige Tour „Shops & Shopping“ (18 Euro) oder die „Viktualienmarkt-Probiertour“ (21 Euro). Empfehlenswert auch Stattreisen Münchenwww.stattreisen-muenchen.de, die mehr als 80 verschiedene Thementouren, von „München grün und ökologisch“ bis „Tradition“ (je 9 Euro) anbieten. Eine weitere Alternative finden Sie ebenfalls am Marienplatz, wo zahlreiche Rikschas (www.muenchen-rikscha.de) auf Gäste warten. Da fremde Muskelkraft im Spiel ist, sind die Rundfahrten (30–90 Min.) um einiges teurer (35–75 Euro).

Technikfans sollten sich nicht die 50-minütige Führung über den Franz-Josef-Strauß-Airport089 97541333www.munich-airport.de9 Euro entgehen lassen. Das Münchner Bildungswerk089 5458050www.muenchner-bildungswerk.de hat sich zusammen mit dem Erzbistum München und Freising auf Kirchenführungen spezialisiert, bei denen Sie nicht nur geschichtlich Relevantes, sondern auch alles über die unterschiedlichen Baustile erfahren. In München finden Sie natürlich auch spezielle Brauereiführungen, z. B. die 3- bis 4-stündige Spaten-Franziskaner-BräutourMarsstr.46/48089 52002245www.spatenbraeu.de13,80 Euro, und Fußballtouren: StadionTours München089 41353661www.stadion-tours.deab 49,90 Euro führt Sie samstags und sonntags an die Orte, wo Münchner Fußballgeschichte geschrieben wurde. Danach geht's ins Stadion an der Schleissheimer Straße. Wer die nicht so bekannten Attraktionen der Landeshauptstadt entdecken möchte, kann sich ruhigen Gewissens in die Obhut der Munich Greeterswww.munich-greeter.de begeben. Sie sind absolute Kenner der Stadt und Idealisten, die nicht einmal Geld für ihre Spaziergänge wollen.

Taxi

Grundpreis 3,30 Euro, der Kilometer kostet zwischen 1,40 und 1,70 Euro. Zentralruf: 089 19410www.taxi-muenchen.com

Was kostet wie viel?

Kaffee

2,50–3 Euro für eine Tasse

Bier

3–3,80 Euro für eine Halbe

Dirndl

ab 120 Euro inkl. Schürze und Bluse

Essen

8–15 Euro für ein Mittagessen

Kinokarte

4,50–7 Euro am Kinotag (Mo und Di)

Parken

2,50–4 Euro pro Stunde

Low Budg€t

Sehenswertes

Ob für einen Tag oder drei, alleine (9,90/19,90 Euro) oder mit bis zu vier weiteren Personen (16,90/29,90 Euro), mit der City Tour Card können Sie sich im gesamten Innenraum oder im Gesamtnetz (3 Tage 31,50 Euro, Gruppe 51,50 Euro) mit U- und S-Bahn, Tram und Bus bewegen. Dazu gibt's noch Ermäßigung bei über 45 Museen und Sehenswürdigkeiten. www.citytourcard.com

Sonntags reduzieren viele Museen ihre Eintrittspreise auf einen Euro.

Fußballfans wissen, wohin sie müssen, um ihre Stars hautnah beim Training sehen zu können. Und das natürlich ohne Eintritt! Obendrein gibt's dann vielleicht noch ein Autogramm for free (FC Bayern München Säbener Str.51–56www.fcb.de; TSV 1860 München Grünwalder Str.114www.tsv1860.de; beide: Tram15/25Südtiroler Straße).

Essen & Trinken

Sparfüchse, die gerne gutbürgerlich essen, steuern den Alter SimplTürkenstraße57089 2723083www.eggerlokale.deTgl.U3/6Universität an, in dem kaum eines der leckeren Gerichte die 10-Euro-Messlatte reißt.

Gute-Nacht-WurstKlenzestraße32089 80069783www.gute-nacht-wurst.heliohost.orgTgl.U1/2Fraunhoferstraße, das bedeutet echte Berliner Currywurst, dazu gute Saucen und bayerisches Bier – am Wochenende bis 4 Uhr morgens.

Günstige Alternative für Asia-Fans. Im JasminLindwurmstraße167089 76775712www.jasmin-asia-cuisine.deTgl.U3/6Poccistraße kostet kein Gericht über 10 Euro.

Einkaufen

Bei Wies'n Tracht & mehrTal19U/S-BahnhofMarienplatz findet jeder preisgünstige Dirndl und Lederhosen.

Hugo-Boss-Anzüge für einen Bruchteil des Originalpreises führt GerdismannFraunhoferstraße9www.gerdismann.deU1/2Fraunhoferstraße.

In der KaktusblüteRumfordstraße26www.die-kaktusbluete.deS-BahnhofIsartor können Sie aus eleganten Vintagekleidern und Smokings das passende Abendoutfit wählen.

Schnäppchen von Dior, Chanel und Yves St. Laurent entdecken bei Alexas RetrofashionUtzschneiderstraße10www.alexas.deU/S-BahnhofMarienplatz.

Am Abend

Club and Line: Bis in die frühen Morgenstunden (Fr, Sa) verkehrt der Partybuswww.club-and-line.de mit Bar und DJ zwischen den angesagtesten Clubs der Stadt – die günstige und lustige Alternative zum Taxi.

Das BarschweinFranzstraße3www.barschwein.detgl.U3/6Münchner Freiheit ist die günstigste Szenebar der Stadt (0,2 l Pils für 1,20 Euro!). Und sogar die Lage im Herzen Schwabings ist top. Ganz zu schweigen von dem rot-verruchten Ambiente.

Übernachten

Privatzimmer oder Apartments sind die günstige Alternative zum Hotel. Die Agenturen Statthotelwww.statthotel.de, Check-Inwww.checkin-muenchen.de, www.bedandbutter.de, www.bed-and-breakfast.de/muenchen, www.mrlodge.de, www.airbnb.com, www.wimdu.de und www.glolever.de vermitteln Zimmer ab 30 Euro pro Tag.

The TentIn den Kirschen30089 1414300www.the-tent.comTram17Botanischer Garten: Unterkunft für Backpacker. Von Mitte Juni bis Oktober schlafen Sie hier für 10,50 Euro im Stockbett oder 7,50 Euro auf der Isomatte in einem riesigen Zelt. Zusätzlich werden kostenlose Stadtführungen angeboten.

Events, Feste & mehr

Feiertage
1. Januar

Neujahr

6. Januar

Heilige Drei Könige

März/April

Karfreitag, Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai/Juni

Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam

15. August

Mariä Himmelfahrt

3. Oktober

Tag der deutschen Einheit

1. November

Allerheiligen

25. und 26. Dezember

Weihnachten.

Feiertage sind den Münchnern heilig, und zwar so sehr, dass an manchen, z. B. am Karfreitag, gar ein Tanzverbot ausgesprochen wird. Zur Förderung der allgemeinen Vergnüglichkeit sind aber wiederum auch halbe freie Tage eingeführt worden: Nicht nur an Heiligabend und Silvester sind die Läden ab Mittag geschlossen, sondern auch am Faschingsdienstag.

Feste & Veranstaltungen
Januar/Februar

Fasching: Die heiße Phase, der Endspurt des Münchner Faschings, dauert gerade mal sechs Tage, aber von Donnerstag bis Faschingsdienstag ist dafür einiges geboten. Höhepunkt: der Tanz der Marktweiber vormittags am Faschingsdienstag auf dem Viktualienmarkt. Alle sieben Jahre (nächstes Mal 2019) wird in der Faschingszeit auch der legendäre Schäfflertanz aufgeführt, der im 16. Jh. nach einer Pestepidemie die Münchner wieder aus ihren Häusern lockte.

März/April

Krimifestival: Im März strömen Krimiautoren aus aller Welt zu Lesungen an „Tatorten“ wie dem Polizeipräsidium.

Starkbierzeit: Zwei Wochen nach Aschermittwoch bis Ostern, weil 1651 die Paulaner Mönche beschlossen, dass Fasten mit Bier besser geht. Seitdem braut jede große bayerische Brauerei ihren eigenen Doppelbock.

Ostereiersuchen im Tierpark am Ostersonntag und -montag

Frühlingsfest: sehr kleines Oktoberfest auf der Theresienwiese, Ende April

April/Juli/Oktober

Auer Dultwww.auerdult.de: Münchens größter Trödelmarkt: dreimal im Jahr für je neun Tage auf dem Mariahilfplatz. Start: Sa vor dem 1. Mai, Sa nach Jakobi im Juli, 3. Sa im Okt.

Mai

DokumentarfilmfestivalSt.-Jakobs-Platz1089 23324888www.dokfest-muenchen.de: Eine Woche ist das Filmmuseum im Stadtmuseum Anlaufort des renommierten Festivals.

Juni–August

OpernfestspieleBayerische Staatsoper089 21851920www.muenchner-opern-festspiele.de im Juni und Juli: Vorverkauf schon ab Ende Januar

Tollwood-Sommerfestival0700 38385024www.tollwood.de: drei Wochen im Juli auf dem Olympiagelände Süd. Musik- und Theaterveranstaltungen

Münchner Filmfestwww.filmfest-muenchen.de im Juni/Juli: Regisseure aus aller Welt zeigen neue Filmtrends. Abends Partys mit Prominenz.

impark Sommerfestivalwww.impark.de: Im Juli und August lädt einer der Höhepunkte der Open-Air-Saison in den Olympiapark – mit Livekonzerten und Fahrgeschäften. Eintritt frei!

September/Oktober

Oktoberfestwww.oktoberfest.de: Über drei Wochenenden: Bier- und Schaustellerfest. Das letzte Wochenende ist das erste im Oktober. Am ersten Samstag um 12 Uhr gibt es den traditioneller Anstich im Schottenhamel-Zelt durch den OB.

November/Dezember

Tollwood-Winterfestivalwww.tollwood.de: Münchens schönster Weihnachtsmarkt, auf der Theresienwiese mit hervorragendem En-suite-Kulturprogramm (bis 31. Dez.)

Im Trend

Mord in München
Social Tatorting

Der sonntägliche Tatort ist Kult, allein auf dem Sofa sitzen muss dafür niemand. Im Klenze 17Klenzestr.17www.klenze17.de und in der NiederlassungButtermelcherstr.6www.niederlassung.org wird mitgerätselt, wenn Borowski, Lindholm und Schenk ermitteln. Schwabings größte Tatort-Leinwand finden Sie im Heppel & Ettlich im DrugstoreFeilitzschstr.12089 38887820www.heppel-ettlich.de.

More Meat
Fleischliche Genüsse

Während anderswo der Veggie-Trend anhält, hat München das Steak wieder lieb gewonnen. Im KünstlerhausLenbachplatz8089 45205950www.the-grill-munich.de überzeugen sowohl Fleisch als auch Ambiente: stilvoll-modern mit tollem Ausblick. Im Goldenen KalbUtzschneiderstr.1www.zum-goldenen-kalb.de nehmen die gezeichneten Rinder-Filetstücke an der Wand die gegrillte Realität vorweg. Und wer nach der „Hohen Rippe, dry aged“ beim Kegeln noch tief in die Knie gehen will, steuert das TheresaTheresienstr.29www.theresa-restaurant.com an.

Elektrifiziert
München gibt den Ton an

In Sachen Elektromusik spielt sie weit vorne mit. An erster Stelle steht das kleine, aber feine Harry KleinSonnenstr.8www.harrykleinclub.de, das es regelmäßig in die weltweiten Club-Bestenlisten schafft. Aber auch der Emporkömmling Bob BeamanGabelsbergerstraße4www.bobbeamanclub.com glänzt mit überaus spannenden internationalen DJs zwischen NuDisco und Deep House. Stimmungsmäßig top: das KongPrielmayerstr.6www.kkoonngg.com am Hauptbahnhof.

Standfest
Stand-up

Die Surfer auf Münchens Eisbach sind weltbekannt, wurden sogar auf der Kinoleinwand verewigt. Dabei sind die sportlichen Trendsetter längst umgestiegen – aufs Stand-up-Board. Stehend und mit einem Paddel in der Hand geht es die Isar runter, von Geretsried bis Wolfratshausen oder etwas gemütlicher über einen der vielen Seen im Stadtgebiet. Ein Brett leiht man sich bei SurftoolsBahnhofsplatz4Starnbergwww.surftools.de am Starnberger See oder bei Surfers SpiritKolpingring3Oberhachingwww.surfersspirit.de. Wo Kurse angeboten werden, verrät die SUP Academywww.sup-academy.de.

Szeneviertel
Giesing

Früher war Giesing ein beschauliches Arbeiterviertel. Das ändert sich gerade rasant, denn die Kreativen und die Finanzkräftigen haben den zentrumsnahen Stadtteil an der Isar entdeckt. Café-Shop-Galerien wie das Café LüHans-Mielich-Platz2www.treffpunkt-lue.de und vegetarische Szenerestaurants wie das CharlieSchyrenstraße8www.charl.ie haben eröffnet. Daneben finden sich alteingesessene coole Treffpunkte, wie die PrasserieSommerstr.33, die sich ihren Charme trotz aller Neuankömmlinge bewahrt. Was die einen freut, ist den anderen ein Dorn im Auge. Die Gruppe bueffelmuenchen.wordpress.com. macht mit ironischen Plakataktionen à la „Gegen Kultur. Für eine Businessparklösung“ auf die Gentrifizierung des Viertels aufmerksam. Für das geschichtsträchtige Fußballstadion an der Grünwalder Straße wurde gekämpft und demonstriert. Dadurch wurde der Abriss der über hundert Jahre alten Arena abgewendet.

Bloss nicht

In München Auto fahren

Lassen Sie, auch wenn Sie Neapel- und Pariserfahrung haben, Ihr Auto in der Hotelgarage oder am Stadtrand stehen (Gepäck raus). Auto fahren in München, das ist – besonders während der Rushhour – ein Kampf auf Biegen und Brechen. Nicht nur, dass die Stadt nicht einmal für ihre eigenen Bürger genug Parkplätze zur Verfügung hat, man also nahezu gezwungen ist, falsch zu parken. Es herrscht leider auch weit verbreitet die Meinung, dass auf der Straße das Gesetz der Härte und Unnachgiebigkeit zählt. Es wird prinzipiell bei Gelb gestartet und ebenso prinzipiell bei Gelb noch durchgefahren. Höflichkeit, Zuvorkommenheit, Freundlichkeit bremsen nur den Verkehrsfluss, so die Meinung einiger schwarzer Schafe, die aber das Geschehen auf den Straßen bestimmen. Wer falsch parkt, ist mit mindestens 15 Euro dabei, und im Zweifelsfall wird rigoros abgeschleppt (was inklusive Taxi zur Verwahrstelle, Bußgeld und Abschleppkosten dann gut und gerne 150 Euro kosten kann).

Dialekt reden

Lernen Sie nicht Bayerisch! Es klingt fürchterlich und wird Ihnen von den Einheimischen deshalb auch nicht gedankt. Wenn ein Nichtbayer etwa „pfiadi“ sagt – was „behüte dich“ heißt – klingt das wie „bfiathy“; statt „aufi“ (hinauf) sagt er „naufi“ und statt „eini“ (hinein) „neini“, was eher wie „neine“ klingt – und „neun“ heißt. Einfach schrecklich!

Über München schimpfen

Sagen Sie einem Münchner nicht, dass es in Hamburg, Berlin, Paris, New York oder wo auch immer schöner, bequemer, lustiger sei. Merke: Ein Münchner darf über München lästern, ein Tourist hat die Stadt gefälligst zu bewundern.

Mit der Polizei streiten

Münchens „Schandis“ gelten als verträglich und nachsichtig. Wer den richtigen Ton trifft, findet oft Gnaden vor den Augen des Gesetzes. Wer dem Wachtmeister aber klarzumachen versucht, dass die Ampel nie und nimmer rot gewesen sei, ist den Führerschein los, bevor er zu Ende geredet hat.

Keine Rauchzeichen

Aufgepasst! Bayern hat das schärfste Nichtrauchergesetz Deutschlands. Im Juli 2010 stimmten knapp 61 Prozent der Bayern für ein striktes Rauchverbot in Kneipen, Gaststätten und Bierzelten. Das gilt natürlich auch in allen U-, S-, Bus- und Trambahnstationen.

Samstags auf die Wiesn

Am Wochenende herrscht Massenansturm: nachmittags ist es fast unmöglich, einen Platz zu finden, abends werden die Bierzelte wegen des Andrangs oft geschlossen. Besser einen anderen Wochentag wählen. Und auf keinen Fall Wiesnplätze auf irgendwelchen Portalen kaufen! Das ist purer Nepp. Eine normale Reservierung kostet lediglich zwei Maß Bier und ein Hendl.

Stichworte

Biergarten

Der typisch bayerische Biergarten ist eine oft von Kastanien beschattete – früher wichtig für die Kühlung der Fässer im Keller darunter – und mit Kieselsteinen bestückte Freischankfläche mit Selbstbedienung und der angenehmen Tradition, die Brotzeit von zu Hause mitbringen zu dürfen. Diese gastronomische Ausnahmeregel, ein Erlass von Ludwig I., sollte einst verhindern, dass Biergärten eine Konkurrenz zu den Wirtshäusern darstellen. In der Bayerischen Biergartenverordnung von 1995 heißt es außerdem: „Biergärten erfüllen wichtige soziale und kommunikative Funktionen, weil sie seit jeher beliebter Treffpunkt breiter Schichten der Bevölkerung sind und ein ungezwungenes, soziale Unterschiede überwindendes Miteinander ermöglichen.“ Münchens ältester Biergarten ist übrigens der Augustinerkeller zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke, der seit 1854 als Schankbetrieb geführt wird.

Dialekt

Ja, Sacklzement zefix! Wer spricht denn überhaupt noch waschechtes Münchnerisch, also eine Art „gutbürgerlich verfeinertes“ Oberbayerisch? Der Kaiser Franz etwa? Na ja, nennen wir's mal hochdeutsch eingefärbtes Münchnerisch, was der Fußballweltmeister so von sich gibt. Auch wenn Mundartsprecher schon längst nicht mehr als hinterwäldlerisch und ungebildet gelten, sehen Sprachforscher diese Variante des Mittelbayerischen durch den starken Zuzug bedroht. In der Tat: Pro Jahr begrüßen die Münchner im Schnitt etwa 50 000 deutsche Staatsbürger und ca. 30 000 Ausländer als neu „Zuagroaste“ in ihrer Stadt. Nicht viel weniger Münchner zieht's Jahr für Jahr in die große, weite Welt. Wie soll da das Münchnerisch noch in aller Munde sein? Kleiner Trost: Das im restlichen Freistaat durchaus noch verbreitete Bayerisch und damit auch seine münchnerische Variante ist laut Umfragen seit Jahren der beliebteste deutsche Dialekt.

Föhn

Beim Föhn handelt es sich um einen warmen, trockenen Fallwind, der für viele Münchner auch eine Art wehrloser Schwarzer Peter ist, wenn sie eine Ursache für ihre bohrenden Kopfschmerzen brauchen. Weniger empfindliche Zeitgenossen freuen sich dagegen über eine Föhnwetterlage, die für blauen Himmel und im Winter plötzlich für auftretende Frühlingsgefühle sorgt. Ein weiterer faszinierender Effekt ist die tolle Fernsicht. Suchen Sie sich bei Föhn unbedingt einen erhöhten Aussichtspunkt, denn die Atmosphäre wirkt an diesen Tagen wie ein Vergrößerungsglas und holt die Alpen zum Greifen nah an die Bayernmetropole heran.

Fussball

Im Münchner Fußball ist die klassische Farbenlehre ein Fall für Schwarz-Weiß-Denker. Hier ist man entweder ein „Roter“ oder ein „Blauer“ – zur Not ein „Grauer“, wenn man sich gar nicht für Fußball interessiert. Die Grenzlinie zwischen dem erfolgreichsten deutschen Fußballclub Bayern München, den „Roten“, und den „Blauen“ vom TSV 1860 München scheint unüberwindbar. Väterliche Prägung oder charakterspezifische Vorlieben für Abonnementsmeister oder Underdogs lassen sich eben nicht so einfach ablegen wie ein verschwitztes Trikot. Trotz der Unterschiede, die sich sowohl in der Ligazugehörigkeit als auch in sehr unterschiedlich gefüllten Geldschatullen widerspiegeln, spielen beide Vereine in der schlauchbootartigen Allianz-Arena, die inzwischen auch Heimathafen der musealen Erlebniswelt des FC Bayern ist. Während die Ballkünstler des Rekordmeisters vor stets ausverkauftem Haus ihre Zuckerpässe spielen, kicken die Sechziger in der Zweiten Liga und füllen die Arena dabei meist nur zu einem Drittel. Das hat übrigens einen entscheidenden Vorteil: Sie können auch als Auswärtiger spontan ins Stadion gehen. An der Tageskasse der „Löwen“ gibt's garantiert noch Tickets.

Isar

Zugegeben, manch andere Stadt ist von dem Fluss, an dessen Ufer sie im Lauf der Jahrhunderte gewachsen ist, stärker geprägt als München. Aber auch ohne kilometerlange Uferpromenaden, voll besetzte Ausflugsdampfer und wortwörtlich ausufernde Festivitäten hat der Münchner seine Isar als beliebtes Naherholungsgebiet ins Herz geschlossen – vor allem nach der umfangreichen Renaturierung im südlichen Stadtgebiet, in deren Zuge eine naturnahe Flusslandschaft mit einem deutlich verbesserten Hochwasserschutz entstand. Geblieben ist zum Glück die Übungswelle für Riversurfer an der Floßlände Thalkirchen, die der Legende nach 1972 von zwei wagemutigen Trostbergern auf der Suche nach Surfspots in München erstmals bezwungen wurde. Weitaus bekannter wurde später aber der Eisbach im Englischen Garten, der eine hervorragende Bühne für Brettartisten abgibt. Ein ums andere Mal stürzen sich die Wellenreiter in die reißenden Fluten und versuchen der Naturgewalt so lange wie möglich stehend zu trotzen. Das gelingt naturgemäß unterschiedlich gut, was zum Amüsement der vielen Schaulustigen beiträgt.

Laptop und Lederhose

Ex-Bundespräsident Roman Herzog prägte den Slogan „Laptop und Lederhose“, als er 1998 den Wandel Bayerns vom Agrar- zum Hightechstandort charakterisierte. Später griff die CSU die Umschreibung der Symbiose von Tradition und Moderne dankend auf, um mit ihr Wahlkampf zu betreiben. Aber unabhängig von parteipolitischen Interessen ist schon was dran an diesem Sprüchlein, das die Lebensart treffend umschreibt. München ist im Wirtschaftsbereich topmodern ausgerichtet und für die Zukunft gerüstet. Die Münchner selbst lassen sich aber auch von den aufregendsten Neuerungen nicht aus der Ruhe bringen, sie mögen es weiterhin gern gemütlich und traditionell, wissen dabei aber die Vorzüge der Moderne durchaus zu schätzen. So kann beispielsweise die Schlange beim Verkaufsstart einer neuen Produktgeneration vorm Apple-Store am Marienplatz ähnlich lang sein wie vorm Löwenbräukeller zur alljährlichen „Nacht der Tracht“.

Münchner Bier

Ja, es gibt sie noch, die sechs waschechten Münchner Brauereien, nämlich Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Während die Augustiner-Brauerei und Hofbräu München noch eigenständig sind, bereichern die anderen Brauereien inzwischen die Bierpalette großer internationaler Brauereikonzerne. Trotz der zunehmenden Weltläufigkeit und des international lockeren Umgangs mit dem hiesigen Reinheitsgebot von 1487 halten sich die Münchner Brauereien noch strikt an das historische Gebot, nur Hopfen, Malz und Wasser und keinerlei Zusatzstoffe zu verwenden. Kein Wunder bei diesem Traditionsbewusstsein, dass es seit 1998 auch die eingetragene Marke „Münchner Bier“ gibt. Dennoch lohnt sich auch ein Seitensprung zu Brauereien aus dem Münchner Umland, die ebenso köstliches Bier herstellen. Als Beispiele seien hier das Herzoglich Bayerische Brauhaus Tegernsee (u. a. Tegernseer Hell), die Schlossbrauerei Kaltenberg (u. a. König Ludwig), die Brauerei Aying (u. a. Jahrhundertbier) und die Brauerei Weihenstephan (u. a. Weihenstephaner Hefeweißbier), die älteste noch bestehende Brauerei der Welt, genannt.

Münchner Kindl

Der Münchner ist stolz auf seine Herkunft, und wer in der Stadt geboren ist, darf sich „Münchner Kindl“ nennen. So heißt auch der Mönch auf dem Stadtwappen, der überall in der Stadt auftaucht: auf Kanaldeckeln, Bierkrügen, Straßenbahnen, Schulhäusern, Bierflaschen und ganz oben auf der Spitze des Rathausturms. Seit dem 19. Jh. ist das Münchner Kindl ein beliebtes Motiv bei bayerischen Künstlern, wobei der Mönch immer mehr einem Mädchen wich, und das führt jedes Jahr in gelb-schwarzer Franziskanerkutte mit Maßkrug in der Hand den Einzug der Festwirte und Brauereien auf das Oktoberfest an. Beim Anstich steht es neben dem Oberbürgermeister und gilt auch nach dem Ende des Oktoberfests als offizielle Botschafterin Münchens. Pumuckl-Erfinderin Ellis Kaut beispielsweise schlüpfte in jungen Jahren in die Kindl-Kutte.

Oktoberfest

Erstmals fand das Oktoberfest 1810 anlässlich der Hochzeit des späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt, heute ist es der größte Kollektivrausch der Welt mit Konsumrekorden, die in Millionen Litern (Bier) und in Hunderttausenden Stück (Hendl) notiert werden. Freitag und Samstag herrscht auf der „Wiesn“ ein wahrer Massenansturm. Dann werden die Bierzelte wegen des Andrangs meist schon spätnachmittags (Freitag) oder vormittags (Samstag) geschlossen. Übrigens: Das Oktoberfest findet wegen des besseren Wetters größtenteils im September statt. Nur das dritte und letzte Wochenende liegt stets im Oktober.

Olympia

Die Olympischen Sommerspiele 1972 waren ein echter Glücksfall für die Stadt, sieht man von der furchtbaren Geiselnahme israelischer Sportler durch palästinensische Terroristen ab. München konnte gut 25 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein positives Deutschlandbild verbreiten, bekam architektonisch spektakuläre Bauten und ein weit verzweigtes öffentliches Nahverkehrsnetz. Und nun auch Olympische Winterspiele? Der erste Anlauf zu Olympia 2018 scheiterte, doch eine Bewerbung für das Jahr 2022 wird in Erwägung gezogen.

Trachten

Noch vor zwanzig Jahren konnte man sicher sein, dass ein Lederhosenträger oder eine Frau im Dirndl waschechte Bayern sind, allerdings welche vom Land. Damals war die Tracht bei jungen Münchnern verpönt als ein Zeichen von Rückständigkeit. Heute begegnet man auf dem Oktoberfest sowohl dem Trachtenfan aus Wanne-Eickel als auch dem traditionsbewussten Gamsbartträger aus dem Oberland. Auffällig ist hierbei aber, dass auch die Münchner ihren Frieden mit der Tracht geschlossen haben und sie stolz als eine Art Heimatbekenntnis zur Schau tragen. Wenn sie auch im Alltag noch eher verhalten zum Einsatz kommt, schlüpfen geschätzte drei Viertel der Einheimischen für den Wiesnbesuch entweder in Lederhosen, Wadlstrümpfe und Haferlschuhe oder in ein Dirndl mit Miederbluse und Schürze.

Weisswurst

Des Münchners zweites Frühstück, dazu trinkt er traditionell statt Kaffee Weißbier. Man bestellt die Weißwurst stückweise, nicht als Paar. Die Weißwurst besteht größtenteils aus Kalbsbrät, Wasser und Geheimnissen, sie wird in Wasser sanft erhitzt und mit süßem Senf nebst „Brezn“ (in Restdeutschland als „Brezel“ bekannt) serviert. Über die korrekte Weißwurstesstechnik gibt es wahre Religionskriege. Der Laie schneidet sie längs hälftig durch, der eher kernige Bayer nimmt die Wurst in die Hand, taucht sie in den Senf und zuzelt sie aus. Der Kenner aber sticht an einem Ende ein, schneidet die Haut drei Viertel durch und pult elegant das Innere nach außen. Früher hieß es außerdem, man müsse die Weißwurst vor dem 12-Uhr-Läuten verspeisen. Dank moderner Kühltechnik ist heute deren Genuss zum Glück auch in der zweiten Tageshälfte möglich.

Bücher & Filme

Gladius Dei

Thomas Manns Meistererzählung ist das oft geschundene Zitat „München leuchtet“ entnommen, im Original heißt es allerdings „München leuchtete“.

Gelächter von außen

Oskar Maria Graf rechnet hier teils liebevoll und teils böse mit München ab

Münchnerinnen

Ein hübsches Alterswerk des sehr bayerischen Schriftstellers Ludwig Thoma

Kerbels Flucht

Uwe Timm schildert die Landeshauptstadt aus der Sicht eines Taxifahrers

Keep Surfing

Preisgekrönter Film von Björn Richie Lob, der die Geschichte der Surferszene am Eisbach erzählt

Münchner Geschichten

Helmut Dietls Kultserie von 1974 gilt als die Mutter aller Münchner Vorabendserien und erklärt das spezielle Verständnis der Münchner von ihrer Stadt

Rossini

Helmut Dietl setzte mit diesem Film dem Italiener an der Ecke ein Denkmal

Kir Royal

Noch mal Dietl mit einer Gesellschaftssatire über die Münchner Schickeria

Monaco Franze

Serie mit Helmut Fischer, die mehr über Münchner Lebensart vermittelt als jede Stadtrundfahrt

München

Steven Spielberg dokumentiert das Attentat bei den Olympischen Spielen 1972

Fakten

Einwohner
1.471.508
Fläche
310 km²
Strom
230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
13:00 Uhr
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