Arbat

Vom Kreml aus Richtung Westen führt eine Schneise durch die Altstadt. An den Hochhäusern des "Neuen Arbat" glitzert die Kasino- und Diskowerbung. Nikita Chruschtschow wollte eine moderne Hochhausallee wie in New York - und freie Fahrt vom Kreml zu den ZK-Datschen vor der Stadt. Trotz Widerstands der Bewohner wurde das alte Adels- und Kaufmannsviertel Arbat, eine Mischung aus Palästen und Mietshäusern, einfach zerschnitten. Im Alten Arbat, der ersten Fußgängerzone der UdSSR, die vom Zuckerbäckerbau des Außenministeriums überragt wird, blieb seine Atmosphäre dennoch erhalten. In dem alten Künstlerviertel wohnten einst Dichter, Denker und Sänger: Puschkin, Tschechow, Zwetajewa und Okudschawa. Heute warten hier Künstler, Porträtmaler und Matroschka-Händler auf Touristen. Vom Kreml nach Nordwesten führt die Twerskaja-Straße, über welche die Zaren einst aus Sankt Petersburg kamen. Sie war und ist eine der prominentesten Geschäftsstraßen Moskaus, hieß zu Sowjetzeiten Gorki-Straße und wurde danach zur Schlagader des Nachtlebens. Zwischen Twerskaja und Arbat sind die Domizile der berühmten Schriftsteller Maxim Gorki, Anton Tschechow, Nikolai Gogol und Michail Bulgakow zu besichtigen. Südwestlich des Kreml erheben sich die gewaltigen Kuppeln der wiederaufgebauten imposanten Christi-Erlöser-Kirche und das Puschkin- Museum zeigt Troja-Gold, ägyptische Grabbeilagen und französische Impressionisten.
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