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Monaco und Umgebung

Check-in

Der Zwergstaat der Grimaldi-Fürsten hat sich zu einem Wirtschaftsriesen entwickelt. Das ist bekannt. Aber jetzt wird das kleine Land noch größer: Seit 2018 versenken dreitausend Arbeiter tonnenweise Steine im Meer – das Land des Fürstentums soll um 6 h ins Wasser hinein vergrößert werden. 2 Mia. Euro wird es kosten, mehr als jedes andere Bauprojekt in Europa. Korallenriffe werden verlegt und sizilianisches Meeresgestein nach Monaco geschifft. Obendrauf sollen Luxusappartements für rund 100 000 Euro pro Quadratmeter entstehen. Denn der Run auf das sichere und Steuern sparende Fleckchen am Meer von Superreichen aus aller Welt ist ungebrochen.

Sehenswürdigkeiten

Der Fürstenpalast in Monaco-Ville, im 13. Jh. als genuesische Festung gebaut, wirkt wie das Bühnenbild einer Operette. Jeden Mittag findet die Wachablösung vor dem Haupteingang statt. Die Grands…
Fürst Albert I. war passionierter Meeresforscher. Die Früchte seiner wissenschaftlichen Arbeiten werden seit 1910 im eindrucksvollen Institutsgebäude 85 m über dem Meer präsentiert. Taucher…
Charles Garnier, Architekt der Pariser Oper, baute im Auftrag der Grimaldi-Fürsten 1878 das Kasino in Monacos Stadtteil Monte-Carlo. Die Spielsäle mit hohen, bunten Glasfenstern und schweren…
Der Kirchplatz von Saint-Michel-Archange gilt als eines der schönsten Barockensembles der Region. Bezeichnend ist das Wappen der Grimaldis im Kieselsteinpflaster.
Mit dem Bau dieses Denkmals 480 m hoch über dem Meer feierte der römische Kaiser Augustus die Unterwerfung von 44 Volksstämmen in den Alpen. Sonnenkönig Louis XIV. versuchte, das 50 m hohe und 38…
Hoch über dem Meer gedeihen an der Felswand im Tropengarten im Stadtteil Moneghetti exotische Kakteen. 1933 wurde der Garten mit der Aussichtsplattform eingeweiht. Weitere Attraktionen sind die…
Ein Vermächtnis von Fürstin Gracia Patricia: Nach ihren Wünschen hat der japanische Architekt Yasuo Beppu diese von den Shinto-Prinzipien bestimmte, 7000 m2 große Oase der Ruhe realisiert.
4000 Jahre alt soll der Olivenbaum (olivier millénaire) mit seinem 10 m umfassenden Stamm sein, der nur wenige 100 m hinter dem Ortsausgang steht.
Der Hochzeitssaal im Rathaus wurde von Jean Cocteau im Jahre 1958 mit Malereien ausgestaltet.
Die Burg überragt die kleine mittelalterliche Gemeinde und bietet einen wunderschönen Ausblick.

Hotels & Übernachtung

Das Hôtel de France liegt weniger als einen 10-minütigen Spaziergang vom Fürstenpalast von Monaco und dem Port Hercules entfernt. Es ist komplett klimatisiert und bietet moderne Zimmer mit einem…
Die Herberge vor den Toren Monacos bietet günstige Übernachtungsmöglichkeiten in Schlafsälen.
In einer typischen Côte d'Azur Landschaft zwischen den Bergen und dem Meer und 5 Minuten von Monaco entfernt bietet das Hotel Miramar in Cap d'Ail komfortable und erschwingliche Unterkünfte. Das…
Das Monte-Carlo Bay Hotel & Resort empfängt Sie auf der Halbinsel Larvotto und liegt nur 120 m von der französischen Grenze entfernt. Freuen Sie sich auf 4 Restaurants. Die Unterkunft ist von 4…
Das Hôtel Columbus Monte Carlo wurde im Jahr 2018 komplett renoviert und bietet einen saisonalen Außenpool mit einer von Palmen gesäumten Sonnenterrasse. Sie genießen Blick auf das Mittelmeer, die…
Das Hôtel de Paris begrüßt Sie in einem Gebäude aus dem Jahr 1864 in Monte Carlo. Sie wohnen hier neben dem Casino von Monte Carlo. Dieses Hotel bietet eine Pianobar im amerikanischen Stil sowie 2…
Es stehen insgesamt 56 Zimmer (davon 41 Doppel- und 15 Einzelzimmer) zur Verfügung. Preise: Einzelzimmer EUR 95.00 - EUR 180.00. Die Zimmerpreise verstehen sich ohne Frühstück. Es werden…
Das 4-Sterne-Hotel Fairmont Monte Carlo mit einer Dachterrasse mit Aussicht auf die Rennstrecke Circuit de Monaco begrüßt Sie zwischen dem Mittelmeer und dem Casino von Monte Carlo. Freuen Sie sich…
Das Le Méridien Beach Plaza bietet Blick auf Monte Carlo und das Mittelmeer. Freuen Sie sich auf einen eigenen Strand, Innen- und Außenpools sowie verschiedene rund um die Uhr geöffnete Restaurants…
Das Haus "Ambassador Monaco" bietet seinen Gästen ein hoteleigenes Restaurant. Im Hotel ist die Barrierefreiheit durch einen Lift sichergestellt. Die Rezeption des Hauses ist durchgehend besetzt.…

Restaurants

Hübsches Restaurant in der Fußgängerzone. Mediterrane Küche, und zum Dessert gibt es z.B. fondant au chocolat, den französischsten Nachtisch überhaupt!
Ein guter Ort für einen leichten Lunch. Die Karte wechselt täglich - köstlich italienisch. Modern eingerichtet in Weiß und hellem Holz, in der gläsernen Theke warten die hausgemachten Tartes -…
Auf dem Dorfplatz neben dem Brunnen befindet sich das schlichte kleine Lokal, in dem täglich einfache kleine Köstlichkeiten zum günstigen Preis angeboten werden.
Bruno Cirino leitet dieses Gourmetlokal, in dem Sie sich rundum wohlfühlen dürfen.
In der Brasserie direkt am Hafen mit der Replik eines Metro-Eingangs und schwarz-weiß gekleideten Garçons wird authentische, traditionelle französische Küche zelebriert. Egal ob Elsässer…
Eines der ältesten Restaurants der Stadt. In rustikalem Ambiente sitzen die Gäste natürlich bei Kaviar, aber auch bei anderen Köstlichkeiten wie foie gras und saumon fumé.
Seit Jahren genau das Richtige in Monte-Carlo, wenn es um italienische Spezialitäten geht.
Hier schlägt das Herz eines Imperiums der Spitzenlokale. Der Koch-Unternehmer Alain Ducasse und sein Küchenchef Franck Cerutti leiten im Hôtel de Paris, das konsequent im Stil der Belle Epoque…
In dem exklusiven Strandbad zwischen den Felsen unterhalb der Balzi Rossi kurz vor der Grenze isst man gut und bei herrlichem Panorama.
Lust auf ein gutes Sandwich oder einen Salat? Hier gibt es eine große Auswahl, dazu ein schönes Plätzchen im Freien, und schmecken tut es außerdem.

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Auftakt

Wenn Cannes gesichert ist wie eine Bank, dann ist Monaco Fort Knox. Im Fürstentum zwischen Nizza und Italien gelten ganz eigene Gesetze. Wer den weiß behandschuhten Gendarmen an den Einfallstraßen nicht gefällt, wird aus dem Verkehr gezogen. Junge Menschen auf Mofas z. B. Aber keine Sorge: Touristen kommen meist ungehindert hinein.

Besucher staunen darüber, wieso sich so viele Milliardäre aus aller Welt für ein paar eingesparte Steuern in die Betonburgen zwängen lassen. Hochhäuser mit zwanzig, dreißig, vierzig Etagen ziehen sich wie in einem Amphitheater die steilen Hänge hinauf. Viele sind grau, mit orangefarbenen, maximal vier Quadratmeter großen Balkonen versehen. Weil jedes Gebäude das andere zu überragen versucht, sehen die meisten Menschen auf Beton, nur die Mieter im Dachgeschoss und den Hafenhäusern haben noch Meerblick. Sollte der Kleinststaat mal gezwungen sein, normale Steuern zu erheben, würden sich die Wolkenkratzer wieder leeren. Und doch ist Monaco attraktiv. Viele hundert Personen beantragen pro Jahr die monegassische Staatsbürgerschaft, meistens bekommen diese nur zwischen zehn und fünfzig Menschen. Solche wie Alain Ducasse, der Sternekoch, der weltweit Restaurants eröffnet und im mondänen Hôtel de Paris direkt neben dem Kasino von Monaco Küchenchef ist.

Das Kasino und sein ausladender Platz stehen für die schönen Seiten Monacos: Das Fürstentum ist eine Schau, ein rausgeputztes Disneyland für Reiche. Hier liegen keine Kaugummis auf den Bürgersteigen, die Fassaden sind frisch gestrichen, und Schilder weisen Touristen an, nicht mit Badehose in der Altstadt herumzuspazieren. 500 Videokameras und 500 Polizeibeamte wachen über Monaco und seine 35 000 Einwohner, viel mehr als in anderen Städten dieser Größe. Alles ist blitzsauber, die Parks beherbergen seltene Palmen, die Autos sind gewienert. Feine Boutiquen laden, wenn schon nicht zum Kaufen, dann doch zum Schaufensterbummel ein. Und seit der beleibte Fürst Albert II. die drahtige Hochleistungsschwimmerin Charlene geheiratet hat und sie Zwillinge bekamen, hat der Ministaat auch endlich seinen royalen Nachwuchs. Ihre Nachbarn können nur die wenigsten werden: Eine enge Garage kann in Monaco unglaubliche 200 000 Euro kosten, eine Ein-Zimmer-Wohnung eine runde Million. Wohlhabende Franzosen, Amerikaner oder Italiener tauschen ein kleines Appartement gegen hohe Steuervorteile. Meistens wohnen sie natürlich nicht in den monegassischen Zimmern, sondern ein paar Autostunden entfernt in einer großen Villa mit Garten und Pool. Angeblich stellen manche Reiche extra Leute ein, die Strom verbrauchen und den Steuerbehörden so ein regelmäßiges Leben in Monaco vorgaukeln.

Allerdings hat der Prunkstaat auch seine Schattenseiten: Denn abseits der Geldfülle ist Monaco sicherlich kein vorbildlicher Staat: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft so weit auseinander wie in kaum einem anderen Land, es gibt keine Gewerkschaften, kein Kündigungsrecht, keinen Beitritt zum Internationalen Strafgerichtshof, CO²-Emissionen steigen allein wegen abertausender Klimaanlagen. Und der Fürst ist Oberhaupt in einem Ein-Parteien- Staat.

Fakten

Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 03:59 Uhr

Anreise

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