Jardin botanique Sir Seewoosagur Ramgoolam

Dass aus seinem Gemüsegarten eines Tages ein königlicher Botanischer Garten und die Hauptsehenswürdigkeit von Mauritius werden sollte, hätte sich Gouverneur Mahé de Labourdonnais 1735 sicher nicht träumen lassen. Sein Berater, der Geschäftsmann Pierre Poivre, dagegen hatte von Anfang an Großes im Sinn, als er 1770 die Aufsicht über die Anlage übernahm: Er wollte Mauritius zu einer Gewürzinsel machen, das Monopol der Holländer brechen und die ganze Welt mit den Waren aus seinem Garten beliefern. Auch Orchideen und Zierpflanzen züchtete er nur, um sie zu exportieren. Heute dient der Park der Erholung und Bildung. Obwohl nur wenige Quadratkilometer groß, fehlt kaum eine Pflanze, die in tropischen Gebieten gedeiht. Es empfiehlt sich, einen der vielen Führer anzuheuern, die Wissenswertes über die Pflanzen und deren Nutzen erzählen können. Zu sehen gibt es außerdem ein Gehege mit Riesenschildkröten, eine alte Zuckermühle, das Schloss Mon Plaisir, eine Kolonialvilla aus dem Jahr 1777 und das schmiedeeiserne Eingangstor, das auf der Weltausstellung im Kristallpalast von London 1862 den ersten Preis erhielt. Am Wochenende kommen viele Einheimische zum Picknick.

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