Masurische Seen Alle

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Originell eingerichtet wie eine Speisekammer aus Omas Zeiten. In der wird gute polnische Küche serviert.

Essen & Trinken

Nachmittags wird zugeschlagen

Bei den Essgewohnheiten sind uns die Polen eigentlich ganz ähnlich: Morgens gibt’s Frühstück (śniadanie) mit Brot und Aufschnitt (eher herzhaft mit Wurst und Käse als süß mit Marmelade) und mittags die Hauptspeise (obiad), allerdings erst gegen 14 Uhr oder sogar später. Restaurants haben natürlich trotzdem schon ab 12 Uhr Mittagstisch. Kaffee und Kuchen werden meist direkt nach dem Lunch serviert und nicht separat Stunden später. Zum Abendessen (kolacja) kommt dann eher wieder Brot auf den Tisch, eventuell die Reste vom Mittag.

Kneipe, Bar, Restaurant – gegessen wird überall

In einer polnischen bar gibt es nicht nur Bier und Drinks; es ist ein einfaches Esslokal. Sowieso ist es in Polen kaum üblich, in einer Gaststätte nur Trinkbares zu servieren. Darum ist die knajpa zwar gemütlich und ungezwungen wie eine deutsche Kneipe, aber du kriegst dort immer auch etwas zu beißen. Beliebt sind rustikale Gasthöfe mit viel Holz unter dem Namen karczma. Das klassische Restaurant heißt restauracja. In vielen Bars werden die fertigen Gerichte aufgerufen, und man holt sie sich am Tresen ab. Die meisten Lokale bieten durchgehend warme Küche an.

Fast überall in Masuren gibt’s Speisekarten auf Deutsch oder auf Englisch. Bei guter Bedienung kann man locker 10 Prozent Trinkgeld geben – einfach nur aufrunden wird als ziemlich knauserig angesehen. Übrigens: Nicht wundern, wenn dir der Teller schnellstmöglich unter der Nase weggezogen wird. Schneller Service gilt als Tugend. Kartenzahlung ist praktisch überall möglich, selbst in kleinen Spelunken.

Von der Hand in den Mund

Auch in Masuren sind Pizza und Kebap (in Polen kebab geschrieben) allgegenwärtig. Dazu kommen ziemlich fettige Würste (kiełbasy). Ein typisch polnischer Imbiss sind die zapiekanki, lange, belegte Baguettehälften aus dem Ofen. Unangefochtener süßer Klassiker sind neben Eiscréme (lody) die gofry, das sind Waffeln im belgischen Stil in allen möglichen Varianten (mit Puderzucker, Früchten, Sahne, Schokosoße usw.).

Die Klassiker

Das eigentlich Typische der polnischen Küche sind ihre Suppen und Eintöpfe. Berühmt ist barszcz, die süßsaure Rote-Bete-Suppe, auf der ein kleines Sahnehäubchen oder uszka (pilzgefüllte Teigtäschchen) schwimmen. Ebenso beliebt ist żurek, die mild-säuerliche Suppe aus gegorenem Roggen- oder Weizenmehl mit Knoblauch und Speck – manchmal auch in einem ausgehöhlten Brot serviert. Der Erbseneintopf grochówka ist ein echter Sattmacher, während die zupa pomidorowa, Tomatensuppe, nur den Appetit weckt – genau wie der rosół, eine Brühe mit Nudeln, Fleischstückchen oder auch pur. Ziemlich schwere masurische Kost aus geriebenen Kartoffeln und Hackfleisch ist der kartacz. Kultstatus besitzt im ganzen Land der bigos, ein Eintopf aus Sauerkraut, Kohl, Fleisch- und Wurststückchen mit Lorbeer, Koriander und Rotwein. Richtig gut ist ein bigos erst nach dem fünften Aufkochen. Im Sommer wird gern chłodnik, eine Kaltschale, gelöffelt, entweder rosa (Rote-Bete-Suppe mit Kefir) oder weiß (Gurken-Kefir-Suppe mit Knoblauch und Dill).

Fleisch, Salat und Teigwaren

Die Hauptspeisen basieren sehr oft auf Schweine- (schab, wieprzowina)- oder Rindfleisch (wołowina), Dauerbrenner sind das Schweinekotelett kotlet schabowy und das mit Käse gefüllte kotlet de volaille, also von Geflügel. Das große Plus in Polen: Fast überall gibt´s einen zestaw surówek, einen Teller mit meist sehr knackigen Rohkostsalaten, die ihr euch selbst zusammenstellen könnt. Wer es leicht mag, ist oft mit grillowana pierś z kurczaka (gegrillter Hähnchenbrust) gut bedient, auch von Truthahn (indyk) oder Ente (kaczka).

Für Vegetarier gibt es meist eine ganz passable Auswahl, nicht zuletzt die Teigtaschen pierogi, mit den Füllungen Kartoffel-Quark (ruskie), Pilze und Sauerkraut (z kapustą i grzybami), Spinat (ze szpinakiem) oder süß. Einzige Fleischvariante sind pierogi z mięsem. Aber Achtung: Wer’s genau nimmt, muss die Küche bitten, die gekochten Piroggen nicht mit Speck zu übergießen. Fast immer stehen auch süße oder herzhafte Pfannkuchen (naleśniki) sowie Reibekuchen (placki ziemniaczane) auf der Speisekarte.

Fisch mit Beilagen

Natürlich ist Masuren auch Fischland. In jedem Ferienort duften zahllose smażalnie ryb (Fischbrätereien) um die Wette. Nicht immer ist es Premiumware, aber ein gebratener sandacz (Zander) mit einem kühlen Bier kann köstlich sein. Im Restaurant gibt es zum Beispiel ryba w sztormiaku, „Fisch im Friesenpelz“, gebacken in einem Pergamentmantel.

Bei den Beilagen geht es sehr variantenreich zu: Neben Salzkartoffeln (ziemniaki gotowane), Pommes (frytki) und leicht angebackenen Kartoffeln (ziemniaki opiekane) ist die Buchweizengrütze kasza gryczana sehr beliebt. Nudeln heißen makaron, und Reis ist ryż.

Kuchenschlacht

Die beliebtesten Kuchen sind szarlotka (Apfelkuchen), makowiec (Mohnkuchen) und sernik (Käsekuchen). Der nach der Region benannte mazurek (Mürbeteigkuchen mit Glasur) wird meist nur zu Ostern gebacken.

Was zu trinken

Zum Essen selbst trinken Polen meist Wasser oder kompot, in dem noch ein paar Früchte schwimmen. Bier (piwo), Wein (wino) und Wodka sind die alkoholischen Klassiker in ganz Polen, berühmtester Schnaps ist der żubrówka (Wodka mit Büffelgras). Tee (herbata) wird traditionell mit einer darin schwimmenden Zitronenscheibe geschlürft.

Shoppen & Stöbern

Handgemacht

Weit ist es nicht zur Bernsteinküste der Ostsee, darum sind Mitbringsel aus diesem hübschen fossilen Harz (polnisch: bursztyn) durchaus passend. Vielleicht ein Halsband für den besten Freund des Menschen? Soll auf natürliche Weise gegen Zecken helfen! Sehr verbreitet sind im waldreichen Masuren Holzfiguren, von skurrilen Waldschraten bis hin zu Störchen oder einem fein geschnitzten Segelboot. Typisch masurisch sind auch aufwendig bestickte Blusen und Tücher.

Klebriger Genuss

Die Bienen sind weltweit in ihrer Existenz bedroht. Was für ein Glück, dass sie zumindest in Masuren noch viel Lebensraum besitzen. Ein paar große Gläser des von ihnen erzeugten goldgelben Genusses musst du einfach nach Hause mitbringen. Fündig wirst du auf Bauernmärkten und in Lebensmittelgeschäften. Am schönsten ist es aber, einfach anzuhalten, wenn am Straßenrand miód steht – oft auch ergänzt um die deutsche Übersetzung: Honig. Je nach Sorte geht’s schon los unter 10 Euro pro 900 ml (1,3 kg).

Zurück zu den Wurzeln

Wochenmärkte sind überall wieder en vogue – man muss sie einfach nur Street Markets oder Farmer’s Markets nennen. Und in Masuren steckt noch viel mehr Wahrheit in dieser Erkenntnis. Denn einmal abgesehen von der Tourismusbranche gibt es in dieser schönen Region praktisch nichts anderes als Bauern, Imker, Kleingärtner, Bäcker und Fleischer, Beeren- und Pilzsammler. Weit ist es zudem nicht nach Osteuropa, darum sind auch oft litauische, ukrainische oder sogar tatarische Stände dabei.

Schöne Bauernmärkte gibt es u. a. in Olsztyn, Mrągowo, Krutyń, Piecki, Wydminy und Giżycko. Ausschlafen und Marktbesuch passen allerdings nicht zusammen, denn am schönsten ist es frühmorgens, wenn noch alles da ist.

Das Gold der Wälder

Die festen kleinen Pilze mit dem ausnahmsweise einfach auszusprechenden polnischen Namen kurki gehören zur Heimreise in größerer Menge in jeden Kofferraum. Pfifferlinge schmecken nämlich super und sind in Polen um ein Vielfaches günstiger als bei uns. In Masuren mit seinen riesigen Wäldern kommen sie massenhaft vor. Ob bei Händlern am Straßenrand, an Ständen oder in kleinen wie großen Supermärkten: einfach zuschlagen und zu Hause die Vorräte erst einmal einfrieren, das schadet den kurki nämlich gar nicht. So lebt der Masuren-Urlaub Wochen und Monate später immer wieder kulinarisch auf.

Tauwetter

Masuren – das sind unzählige Seen mit genauso unzähligen Segelbooten darauf. Welches Souvenir passt da besser als Produkte aus Segeltau? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Segeltau als Geländer für Treppen, als Schmuck, als Schlüsselanhänger und für tausend andere Verwendungen. Etwas Selbstgebasteltes aus Segeltau, wie etwa ein Armband, ist eine tolle Geschenkidee für jemanden, der schon alles hat. Das Material dafür gibt’s in den Sport- und Segelgeschäften in vielen Städten Masurens.

Sport

Angeln

Die Seen und Flüsse Masurens sind großartige Angelreviere. Fast 70 Fischarten bevölkern die Binnengewässer. Hechte, Aale, Zander, Karpfen, Lachse und Forellen sind die begehrtesten – und natürlich die mit den Lachsen verwandte Kleine Maräne, Masurens edelste Fischart.

Angeln ist in ganz Masuren von April bis Ende Dezember erlaubt. Für das Angeln in der Nacht und vom Boot aus ebenso wie für das Eisangeln gelten besondere Regeln. Ohne einen nationalen oder regionalen Angelschein (karta wędkarska) geht allerdings gar nichts. Angelscheine (20–60 Euro je nach Gewässer und Gültigkeitsdauer) bekommst du vor Ort beim Eigentümer des Gewässers, bei der zuständigen Fischereigenossenschaft (PGRyb), beim Polnischen Anglerverband (PZW), in Angelläden sowie auf manchen Campingplätzen.

Die genauen Adressen sowie die aktuellen Fischereibestimmungen, z. B. über Schonzeiten, gibt es in der Regionalzentrale des PZW in Olsztyn (ul. Baltycka 2 | Tel. 8 95 27 34 60). Vor Ort helfen die Touristen-Informationszentren weiter; Infos gibt’s auch unter masuren.de/angeln.html.

Kajakfahren & Rudern

Eine der schönsten Paddelstrecken Europas ist die 100 km lange Fahrt auf der Krutynia (Krutinna) in Masuren. Die abwechslungsreiche Tour führt vom Start am Lampasz-See bei Sorkwity bis zum Zielhafen Ruciane-Nida über insgesamt 16 Seen und Naturreservate mit schwimmenden Inseln und seltenen Tieren wie Fischottern, Bibern, Eisvögeln und Elchen. Unterwegs gibt es reichlich Zelt- und Campingplätze. Der Trail ist auch für Anfänger bestens geeignet, denn die Strömung ist leicht und der Fluss meist flach. Außerdem paddelt man die ganze Zeit mit dem Strom. Kanus sind eher unüblich, Kajaks und Ruderboote kann man an vielen Seen und Flüssen ziemlich günstig mieten. Sowieso kostet nicht die Miete selbst am meisten, sondern der vom Vermieter organisierte Rücktransport, wenn man keine Rundtour macht. Auf die größeren Seen hinauswagen sollte man sich aber nur mit Paddelerfahrung, denn der Wind schlägt in Masuren schnell um – vor allem im Hochsommer, wenn das Wetter zu Gewittern neigt.

Weitere schöne, touristisch etwas weniger bekannte und entsprechend ruhigere Kajakrouten in Masuren gibt es auf der munteren Sapina, z. B. ab Kruklanki am Jezioro Gołdapiwo, auf der Węgorapa ab Węgorzowo, auf der Łaźna Struga (bei Ełk) und unterhalb der Olsztyner Burg auf der wildromantischen Łyna (Alle). kajaki.pl

Informationen über Kanutouren in Masuren erhältst du u. a. bei der PTTK Olsztyn (ul. Staromiejska 1 | Tel. 8 95 23 53 20 | pttk.pl).

Radfahren

Die Landschaften um die Masurischen Seen und das Fahrrad sind unzertrennliche Freunde. Kein Wunder, dass ein Haufen Reiseveranstalter im Programm hat, die auch für untrainierte Radler geeignet sind. Aber eigentlich lassen sich kleinere und größere Ausflüge auch wunderbar selbst organisieren.

Auch Polen hat inzwischen den Reiz des Radelns entdeckt und eine große Route namens „Green Velo“ (greenvelo.pl) aus der Taufe gehoben, die aus Elbląg durchs nördliche Ermland und Masuren bis nach Suwałki nahe der litauischen Grenze führt und dann durch Ostpolen abwärts. Die Route ist ausgeschildert, unterwegs wurden überall Zelt- und Picknickplätze eingerichtet.

Praktisch in allen Hotels und Pensionen gibt es ganz ordentliche Leihfahrräder. Das Mitnehmen von Rädern ist in den meisten Zügen der Eisenbahn problemlos möglich – nur bei hohem Passagieraufkommen kann es schon mal eng werden, dann ist Durchsetzungskraft gefragt.

Einige polnische Reisebüros organisieren geführte Fahrrad-Trails u. a. durch Masuren, zum Beispiel der Danziger Outdoor-Anbieter Aktivtours (aktivtours.com.pl). Im Weiler Piaski bei Ruciane-Nida bietet das speziell auf Pedalritter eingestellte Aktiv-Resort „Masurische Seen“ Unterkünfte mit allem Drum und Dran für den Fahrradurlaub an: fahrrad-und-reisen.de.

Reiten

Am bekanntesten ist das Trakehnergestüt Liski (Stadnina koni Liski | skliski.pl), 5 km nordöstlich von Bartoszyce. Eine gute Adresse ist auch der bei Szczytno (Ortelsburg) gelegene Reiterhof Pension Sasek (Sasek Maly 14 | Szymany | sasek.pl) von Ewa und Tadeusz Piórkowscy. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Reitsportler kommen in Galiny (palac-galiny.pl) auf ihre Kosten. Der restaurierte alte Herrensitz betreibt ein Gestüt mit fast 100 Rassepferden.

Segeln & Wind-/Kitesurfen

Ein Segelrevier par excellence sind die durch über 100 schiffbare Kanäle miteinander verbundenen Masurischen Seen mit fast 600 km² Wasserfläche. Zum Segeln und Surfen sind besonders die großen Seen wie der launische Spirdingsee und der Mauersee perfekt. Einen Verleih für Segelboote und Surfbretter (auch fürs Kitesurfen) gibt es in allen größeren Segelrevieren, besonders natürlich in den größeren Ferienorten Gizycko, Mikołajki und Ruciane-Nida.

Im polnischen Binnenland werden keine Segelscheine verlangt, allerdings wird beim Ausleihen eines Motorboots der Besitz des Sportbootführerscheins gefordert. Einige Charterer sind auf deutsche Skipper eingestellt, z. B. Giżycko Mazur Wind (ul. Klonowa 19 | Wilkasy | mazurwind.pl). Größter Anbieter im Norden Masurens ist Tiga-Yachts (port.sztynort.pl) in Sztynort am Dargainen-See (Jezioro Dargin) mit schöner Marina, moderner Charterflotte und Skippertörns. Viele nützliche Informationen, auch zu Masuren, gibt’s unter skipperguide.de.

Stand-Up-Paddling (SUP)

Steht auf, wenn ihr Paddler seid! Das international mit SUP abgekürzte Vergnügen ist zwar ein Balanceakt, macht aber richtig viel Spaß. Genau deswegen gehört es natürlich auch in Masuren zum Wassersportangebot. An allen großen Seen kann man das nötige Equipment ausleihen. Bei Wioska Surfów am Stadtrand von Giżycko kostet ein Tag z. B. 100 Zł.

Wandern

Das „Land ohne Eile“ ist zum Wandern wie geschaffen. Vor allem rings um die touristisch erschlossenen Großen Masurischen Seen sind eine Menge schöner Wege gut ausgeschildert. Herrliche Bedingungen bietet die Johannisburger Heide, aber auch diverse Routen rings um Krutyń, Ruciane-Nida und Giżycko. Sehr reizvoll ist die markierte Strecke von Gołdap durch die Borkener Heide bis nach Wronki. Nimm gute Karten mit oder lade dir vorher eine Offlinekarte fürs Smartphone herunter.

Outdoorprofis finden in der Rominter Heide ein Paradies. Die Wildnis an der russischen Grenze zählt zu den letzten Urwäldern Europas. Doch auch hier solltest du neben Ausdauer und Kondition schon ein gutes Orientierungsvermögen mitbringen oder gute technische Hilfe (Kompass etc.).

Mit Kindern unterwegs

Wenn Sie Ihren Sprösslingen viel Auslauf, Spaß und spannende Naturerlebnisse gönnen möchten, sind Abenteuerferien auf einem masurischen Bauern- oder Reiterhof genau das Richtige. Bei einem Campingurlaub werden Sie vieles gemeinsam unternehmen: Reitausflüge, Kajaktouren, Wanderungen. Kinder lieben es bekanntermaßen, am Lagerfeuer zu grillen. In den meisten Restaurants gibt es Kinderteller, und in den Familienpensionen kocht man ohnehin schmackhaft.

In Masuren hat man sich auf deutschsprachige Touristen eingestellt. Die Verständigung stellt also kein größeres Problem dar, dennoch sollten Sie mit Ihren Kindern ein paar polnische Worte einüben. Polen strahlen über das ganze Gesicht, wenn sie hören, dass sich jemand Mühe gibt, etwas in der wirklich schwierigen polnischen Sprache zu sagen..

Der Westen

Storchendorf Żywkowo

Ein Ort, in dem mehr Störche als Menschen wohnen - wo gibt's denn sowas? In Żywkowo (Schewecken), einem weltabgeschiedenen Masurendörfchen 40 km nordwestlich von Bartoszyce nahe der russischen Grenze, ist das tatsächlich so. Beinahe jedes Haus, viele Bäume und Strommasten tragen hier ein Storchennest, insgesamt gibt es mehr als 40 Stück, und jeder Besucher im Dorf wird mit freudigem Schnabelklappern begrüßt. Auf dem Gehöft des Bauern Władysław Andrejew, dem "Storchenvater" von Żywkowo, kommt man dem Wojtek (so heißt der Storch in Polen) so nah wie kaum sonst irgendwo in der freien Natur. Das Storchendorf Żywkowo erreicht man von Bartoszyce aus über Górowo Iławeckie, von dort auf der Straße 511 in Richtung Grenze.

Der Süden

Aquapark Tropikana

Ein Regentag - na und? Das Hotel Gołębiewski in Mikołajki besitzt einen großen, überdachten Schwimmbadkomplex, den auch Nichthotelgäste nutzen dürfen. Hier können Ihre Kinder drei Riesenwasserrutschen runtersausen, sich in die Wassermühle stürzen oder sich von der Strömung im Fluss mitreißen lassen. Für die ganz Kleinen gibt es Planschbecken und Wasserspielzeug. Es lohnt sich nachzufragen, welche Ausflüge, Spielnachmittage und andere Attraktionen für Kinder gerade im Angebot sind. Im Hotel wird deutsch gesprochen. ul. Mrągowska 34 | Mikołajki | Tel. 874290700 | www.golebiewski.pl

Wildtierpark Kadzidłowo

Die Masurischen Seen sind für ihren Reichtum an seltenen Tieren berühmt, und Kinder wollen die Biber, Fischotter und Hirsche natürlich gern einmal sehen. Im Wildtierpark Kadzidłowo (Einsiedeln) bei Mrągowo ist dies möglich. Zwar kann man auch dort den Wolf nicht streicheln, ihm aber immerhin Auge in Auge gegenüberstehen.

Da es sich bei Kadzidłowo nicht um einen Zoo im herkömmlichen Sinn handelt, kommt immer ein Tierpfleger oder eine Tierpflegerin mit und erklärt - auch in deutscher Sprache -, wo die Tiere in freier Wildbahn leben und wie man beispielweise den Rothirsch vom Damhirsch unterscheidet. Absoluter Liebling der Kinder ist Eselin Klementyna. Die größten und beeindruckendsten Tiere sind die Wisente. Park Dzikich Zwierzat w Kadzidłowie | Tel. 874257365, Mobiltel. 606517750 | tgl. 10 Uhr bis zur Dämmerung | Eintritt 15 Zł., Kinder 7,50 Zł.

Der Norden

Windsurfen mit Weltmeistern

Wer seinen Kindern (9-15 Jahre) etwas Besonderes spendieren will, kann sie in der Windsurfschule Sport-Holiday anmelden. Die Schule wird vom Surfweltmeister-Ehepaar Malgorzata und Andrzej Piasecki geleitet. Die Kurse finden zweimal täglich auf dem Spirdingsee (Jezioro Śniardwy) statt. Die Ausrüstung für alle Kurse wird gestellt. Außerdem im Angebot: Ausflüge, Badminton, Volleyball. In der Saison: Pensjonat Śniardwy | Nowe Guty | Tel. 897413602 | www.sportholiday.iaw.pl (nur polnisch)

Sehenswertes

Das Gebiet um die Masurischen Seen ist sehr geschichtsträchtig und hat deshalb viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum absoluten Muss zählt ein Besuch in Nikolaiken, dem „masurischen Venedig“. Weitere Sehenswürdigkeiten an den Masurischen Seen sind die Städte Rastenburg (Ketrzyn) und Ortelsburg (Szczytno), wo jeden Sommer ein Ritterturnier stattfindet. Wer sich besonders für Geschichte interessiert, ist in Grünfelde (Grunwald) richtig, wo 1410 die „Schlacht bei Tannenberg“ stattfand.

Freizeit

Bei Freizeit denken Wasserratten bei einer Reise an die Masurischen Seen natürlich sofort an Wassersport. Tatsächlich gibt es an den Masurischen Seen viele Wassersportzentren. Segeln, Schwimmen, Tauchen, Tretboot- und Motorbootfahrten – hier ist alles dabei. Wer sich lieber an Land bewegt, der kann in seiner freien Zeit an einem der Strände faulenzen oder die Gegend per Rad oder auf Schusters Rappen erkunden.

Übernachten

Da sich der Tourismus sehr stark entwickelt hat, ist auch die Auswahl an Hotels an den Masurischen Seen sehr groß. Es gibt Häuser, die mit mehreren Sternen aufwarten können, aber auch kleinere Hotels oder Pensionen, in denen die Großmutter noch selbst in der Küche steht. Übernachten an den Masurischen Seen kann man aber auch auf verschiedenen Campingplätzen.

Am Abend

Ausgehen an den Masurischen Seen ist ebenso vielfältig wie die Landschaft. An den Seen gibt es viele Bars und Kneipen, aber auch Diskos und Nachtclubs. Besonders hoch ist die Dichte in Allenstein, der Hauptstadt der Woiwodschaft. Wie es sich für eine Seenplatte gehört, dreht sich beim Essen an den Masurischen Seen natürlich alles um fangfrischen Fisch, der hier in allen erdenklichen Variationen zubereitet wird.