Marokko Alle

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Shoppen & Stöbern

Gebrannte Erde

Um Töpferwaren kommt man in Marokko nicht herum. Teller, Schalen und Becher – mal gemustert, mal mit Silberbeschlag, mal unifarben. Es gibt nichts, was es nicht gibt! Das meiste von dem, was in den Souks angeboten wird, stammt aus der Küstenstadt Safi. Aber man braucht nicht extra dorthin zu reisen, denn sie sind überall dort zu finden, wo Touristen durch die Souks marschieren.

Köstliches für zu Hause

Ein bisschen Marokko kannst du dir auch für den Gaumen mit nach Hause nehmen. Denn auf den imposanten Gewürzmärkten bekommst du frischen Pfeffer, Kreuzkümmel oder kalt gepresstes Olivenöl. In Marokko seit Jahrhunderten ein Wundermittel für Schönheit und Wohlsein und inzwischen auch von der westlichen Schönheitsindustrie entdeckt ist das Öl des Arganbaums, der nur in Marokko wächst. Das kalt gepresste Öl hat einen starken Nussgeschmack und dient der Veredelung von Speisen. Es schmeckt nicht nur superlecker im Salat, sondern mit Mandeln und Honig vermischt als Brotaufstrich (Amlou). Oder probier doch mal den marokkanischen Safran, den du am besten und zu fairen Preisen in den Kooperativen in Taliouine bekommst. Die Anleitung, wie man einen Grüntee mit Safran kocht, wird beim Kauf eines Tütchens gleich mitgeliefert – wie praktisch.

Silber, das schützt

Die Wüstenbewohner glauben daran, dass Silber sie beschützt. Wer‘s ihnen gleichtut, deckt sich reichlich damit ein! Aber bloß nicht auf falschen Touareg-Schmuck reinfallen. Der wird in Marokko nämlich überall verkauft. Doch die meisten Stücke sind made in China … Am besten fährt man nach Tiznit, in die Silberstadt, wo man auf der sicheren Seite ist und vor allem das findet, was vor Ort hergestellt wird.

Stoffe, die die Welt bedeuten

Fusion-Mode, man könnte meinen, die sei in Marokko erfunden worden. Nirgendwo verschmelzen afrikanisch- orientalische Muster so sehr mit westlicher Moderne wie hier. In Concept-Stores gibt‘s traumhafte Roben im Caftan-Style, so modern interpretiert, dass auch Heidi Klum und Co. darin glänzen!

Recycling hochmodern

Das Plastiktütenverbot in Marokko hat Wundersames geschaffen: nämlich Taschen und Körbe, gewebt oder genäht aus alten Tüten, Stoffresten oder Stroh. Wenn du außerhalb der Souks unterwegs bist, findest du sie für wenig Dirham, in den Souks werden sie Touristen lustigerweise immer wieder als Designerstücke angeboten – zu einem Vielfachen des eigentlichen Preises! Spar dir das Geld, denn diese Taschen und Körber sind wirklich für das ganz normale Volk gemacht – und sollten entsprechend günstig sein. Nur die aufwendig mit Pailletten bestickten Teile sind für die Touristen gedacht.

Sport

Baden

An Marokkos Küsten gibt es Tausende von Kilometern herrlicher Sandstrände. Bevor du jetzt jubelst: Die wenigsten von ihnen entsprechen den Bedürfnissen europäischer Urlauber, denn sie sind größtenteils durch den Müll aus dem Meer, der über die Strömungen hier an Land gespült wird, verschmutzt und haben keine Infrastruktur. Wenn du Strand- und Badefeeling genießen willst, dann leg dich am besten an die schönen Strände bei Agadir, Essaouira, Tanger, Rabat, rund um Al-Hoceima und Saidia sowie an den Küstenabschnitt zwischen Ceuta und Tetouan sowie zwischen Mirleft und Tantan. Hier gibt es auch Hotels und Restaurants.

Surfen/Wellenreiter

Der Küstenabschnitt zwischen Agadir und Essaouira am Atlantik gehört zu den besten Surfrevieren der Welt – und ist nur etwas für Könner. Stets frischer Wind, selten zu kalte Temperaturen und Wellen zwischen 1 und 2,5 m Höhe sorgen für zuverlässigen Spaß. Taghazoute, 20 km nördlich von Agadir, Essaouira und Moulay Bouzerktoun, 35 km nördlich von Essaouira, haben sich zu Surferhochburgen entwickelt, wo es nicht nur das entsprechende Equipment, sondern auch Surfschulen und Veranstalter gibt. Nähere Infos und Beschreibungen unter: windsurfing-morocco.com

Hochgebirgstouren/Maultiertrekking

Marokko ist mit seinen vielen Hochund Mittelgebirgen ein Eldorado für Bergsteiger und Trekker. Da sind zum Beispiel die vielen 4000er des Hohen Atlas, die man gut besteigen kann, oder aber die anderen, meist zwischen 2500 und 3000 m hohen Berge in dieser Region. Da man auf diese jedoch nur im Hochsommer kommt, ist es praktisch, dass Marokko auch über Mittelgebirge verfügt, die selten höher als 2800 m sind und so auch im Frühjahr oder Herbst bestiegen werden können. Hierzu gehören z. B. der Anti-Atlas, der Saghro, der Djebel Siroua oder der Mittlere Atlas. Doch nicht vergessen: Die Bergregionen sind touristisch kaum erschlossen, und statt Wanderwegen gibt es nur Maultierpfade. Ein Bergführer (mit Maultier zum Tragen des Gepäcks) ist also auf jeden Fall zu empfehlen und in manchen, sehr abgelegenen Regionen auch zwingend notwendig.

Diplomierte Bergführer haben sich in Vereinigungen, sogenannten Associations des Guides des Montagnes, organisiert. Man findet sie im Internet oder in einem sehr gut organisierten Büro im wichtigsten Bergsteigerzentrum des Landes, in Imlil (Toubkal-Region). Außerdem gibt es natürlich einige gute Agenturen, die tolle Touren anbieten, denen man sich bedenkenlos anschließen kann. Die österreichische Agentur WeltWeitWandern (weltweitwandern.at) organisiert sehr zuverlässig Touren in Marokko und arbeitet dabei nachhaltig.

Wer sich keiner Agentur anvertrauen und außerhalb der Toubkal-Region wandern oder trekken möchte, kann in den einzelnen Gebirgsregionen vor allem in den Gîtes und kleinen Hotels gute Bergführer finden, wie beispielsweise in der Auberge Bassou (aubergebassou.com) in N’kob, die Touren ins Saghro-Gebirge anbietet, oder die Ecolodge Touda (touda.fr), die sehr gute und zuverlässige Touren im Ait Bougmezz durchführt.

Kameltrekking

Wenn du die Wüste erleben, tief eintauchen und das Abenteuer wagen möchtest, tagelang nur von Sonne und Sand umgeben zu sein, dann ist ein Kameltrekking für dich genau das Richtige. Sanft schaukelt das Wüstenschiff, es schreitet stolzen Schritts dahin, passiert Dünenfelder und Steinwüste. Am Abend werden die Zelte aufgebaut und aus unterwegs gesammelten Holzzweigen wird ein kleines Feuer entfacht. Die Kameltreiber kochen auf einem kleinen Gaskocher ein köstliches Abendmahl, und anschließend wird im Schein des Mondes getrommelt. Das sind Erinnerungen, die du nie wieder vergisst!

Zwischen Zagora und M’hamid sitzen viele Agenturen, die ein- bis zehntägige Touren anbieten. Doch Vorsicht! Die angebotenen Ausflüge sind nicht immer gut, und zuverlässige Wüstenguides sind nicht immer einfach zu finden. Einen guten Guide erkennst du z. B. daran, ob er eigene Tiere hat (und mit diesen gut umgeht) oder ob er sie erst anderweitig organisieren muss. Außerdem solltest du bei deiner Auswahl darauf achten, ob ihr eine gemeinsame Sprache findet, z. B. Englisch oder Französisch. Zuverlässiger Organisator für Kameltouren ist Houcine el Baze (Tel. 06 66 94 38 79), einer der ganz wenigen erfahrenen und guten Guides, der eigene Tiere hat. Zusammen mit ihnen ist er bereits weit über 1000 km gelaufen – angefangen in Zagora bis runter zur Westsahara. Wenn jemand etwas von Kamelen und Kameltouren versteht, dann er! Auch Brahim Elammari (Tel. 06 14 73 14 44 bzw. 06 68 77 33 08 | Facebook: brahim.elammari.7) aus M’hamid gehört zu den guten und zuverlässig arbeitenden Wüstenguides.

Mountainbike

Marokko per Bike zu erkunden hat seine eigenen Reize. Die Landschaften sind vielfältig, und die touristische Infrastruktur ist ausreichend, sodass man fast überall ein Plätzchen zum Übernachten findet. Am schönsten radelt es sich auf den Routen in den Gebirgen sowie entlang der Küsten. Einfach mobile Karten-Apps aufs Handy laden, und man muss keinen Veranstalter mehr suchen. Anhand der Karten orientiert man sich, wo Pisten entlangführen, die sich gerade zum Mountainbiken bestens eignen. Natürlich macht es auch Spaß, sich einer Gruppe anzuschließen! Außerdem kennen die professionellen Tourenführer Strecken, auf die man selbst auch mit bestem Kartenmaterial niemals gekommen wäre, wie z. B. VTT Maroc – Maroc Nature (vtt-maroc.com). Aber nicht vergessen: Fahrräder stehen in der Vorfahrtsliste ganz unten! Autos haben immer Vorfahrt in Marokko!

Reiten

Reiten ist ein Sport mit langer Tradition in Marokko. Hier werden die besten Araber und Berber gezüchtet, und ein weites Netz an Maultierpfaden, Wüstenstrecken und Bergpisten erlaubt auch europäischen Reitern wunderschöne Erlebnisse auf einem Pferderücken. Eine Handvoll spezialisierter Veranstalter und Gestüte bietet Touristen Ausritte von ein paar Stunden bis zu mehrwöchigen Touren durch den Anti-Atlas oder entlang der Atlantikküste an. Ausgezeichnete Reittouren veranstaltet Zouina Cheval (Tel. 06 69 80 71 01 | zouinacheval.com) in Diabat.

Paragliding

Zugegeben, man kann nicht einfach seinen Gleitschirm einpacken, auf einen Berg fahren und runterfliegen. Eine Genehmigung ist Pflicht! Aber zum Glück lässt sich das organisieren, z. B. vom Hotel Nid Aigle (nidaigle.com) nahe Mirleft. Es organisiert Paraglidingtouren und bietet darüber hinaus schöne Zimmer. Der deutsche Veranstalter Adventure Sports (adventure-sports.de/marokko-gleitschirm-safari/) bietet sogar Paragliding- Reisen nach Marokko an.

Essen & Trinken

Typisch Frühstück

Das typisch marokkanische Essen gibt es nicht. Es kommt immer darauf an, wo und zu welcher Gelegenheit gegessen wird. Eine Ausnahme ist das Frühstück, da gibt es selten mehr als Tee oder Kaffee, Brot, Oliven, Olivenöl, ein bisschen Honig sowie Pfannkuchen (Msemen oder Baghrir).

Tajine – Köstliches aus dem Tonkegel

Steht kein Fest an, ist das Mittagessen in Marokko die wichtigste Mahlzeit. Dazu werden meist Salat, Gurken, Zwiebeln und Tomaten, klein gehackt und zusammengemischt und eine Tajine, ein Schmorgericht aus einem Tontopf mit kegelförmigem Deckel, auf den Tisch gestellt. Es existieren unzählige Varianten davon. Mit Fisch, Schaf- und Rinderfleisch, süß-salzig mit Backpflaumen oder ganz vegetarisch. Probier unbedingt mal eine Tajine mit Hähnchenfleisch und Zitrone – das ist ein ganz eigener Geschmack, da die Zitronen vorher salzig eingelegt wurden. Eine Tajine zu essen ist immer eine gesellige Angelegenheit, denn alle essen aus einem Topf, und Brot ersetzt das Besteck.

Sonntagsbraten versus Freitagscouscous

Couscous ist das traditionelle Freitagsessen und entspricht damit unserem Sonntagsbraten. Jede Woche, nach dem traditionellen Freitagsgebet in der Moschee, wartet zu Hause köstliches Couscous, ein Gericht aus Weizengries, Gemüse und meist Fleisch. Es wird traditionellerweise mit der Hand gegessen. Genauer gesagt, mit den Fingern der rechten Hand (die linke gilt als unrein). Dies erfordert einiges an Geschick, da aus dem Weizengrieß zusammen mit dem Gemüse kleine Kugeln geformt werden, die man so lange in die Luft wirft, bis sie nicht mehr auseinanderbrechen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb heute immer häufiger auf den Löffel zurückgegriffen wird, um Couscous zu essen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Hände beim Essen tabu wären – ganz im Gegenteil: Es ist üblich, dass große Fleischstücke sowohl bei Tajine als auch beim Couscous mit der Hand auseinandergebrochen werden – und eine Ehre für dich, wenn der Gastgeber dir dann ein Stück Fleisch überreicht. Überhaupt: Du kannst unbesorgt bei Fisch oder Hühnchen die Hände zur Hilfe nehmen und mit dem Brot die Sauce essen, selbst im Restaurant, wo Gabel und Messer automatisch serviert werden.

Abends wie ein Bettler ...

Am Abend fällt das Essen kleiner aus als mittags. Dann werden Reste verspeist, Omelette oder auch eine Madfouna, Gemüse und Fleisch in frischem Brotteig gebacken. Wer das probieren möchte, muss nach Khamlia reisen. Nur dort bietet ein Restaurant dieses reine Hausfrauengericht an.

Köstlichkeiten aus tausendundeiner Nacht

In der Festtagsküche zeigt sich das ganze Können der marokkanischen Köchin. Du solltest also auf keinen Fall verpassen, während deines Urlaubs zumindest einmal in ein richtig tolles Palastrestaurant zu gehen. Du wirst erstaunt sein, was sich dir hier alles bietet. Es gibt vorweg köstliche Salate aus gekochtem Gemüse, kleine Teigtaschen gefüllt mit Garnelen, Fleisch oder Käse (sogenannte Briouat), geschmacksexplosive Pasteten mit Fisch oder Taube (Pastilla). Danach wird häufig nicht nur eine Tajine, sondern auch gegrillter Fleisch gereicht, Brochettes zum Beispiel, also Fleischspießchen, oder auch Mechoui, Fleisch von einem gegrillten Schaf – einem ganzen gegrillten Schaf. Und natürlich gibt es auch eine Nachspeise bei einem Festmahl, Obstkuchen z. B. oder Gebäck.

Fleisch oder Fisch?

Das kleine Straßenrestaurant, in dem viele Marokkaner essen, wird dir im Urlaubsalltag immer wieder begegnen. Du kannst hier unbesorgt essen. Diese Restaurants sind sehr gut und billig. Meist gibt es eine einfache und unkomplizierte Küche: Omelette, Pommes, weiße Bohnen in Tomatensud, aber auch gegrilltes Fleisch oder gebratene Hähnchen. Oder du machst es wie die Fernfahrer, kaufst beim Metzger ein Stück Fleisch und lässt es vor Ort gleich grillen. Das kostet kaum etwas und ist absolut üblich.

Entlang der Meeresküsten gibt es frischen Fisch. Im Sommer stehen mancherorts an Badestränden kleine Garküchen, die frisch gegrillte Sardinen anbieten – mit Zwiebeln und klein gehacktem Koriander ein unbedingtes Muss. Sie sind von mittags bis spätabends geöffnet.

Was trinkst du?

Das wichtigste marokkanische Getränk, der „Whisky Berbère“, ist der thé à la menthe, ein Grüntee, aufwendig mit Zucker und Pfefferminz aufgekocht und über ein festgelegtes Ritual aus einer gewissen Höhe in Gläser eingeschenkt. So wird das Getränk mit Sauerstoff angereichert und schmeckt besser. Der Tee ist ein Stück marokkanische Kultur. Er wird überall serviert, und ganz bestimmt wirst auch du einmal zum Tee eingeladen werden. Freu dich darauf!

Etwas mau sieht es hingegen beim Thema Alkohol aus. Natürlich gibt es ihn, aber nur in gehobenen Restaurants und Touristenhotels. Die marokkanischen Weine sind sehr gut und passen zu jeder Gelegenheit. Man sollte unbedingt einmal die Weine der Kellerei Val d’Argan probieren. Es sind die besten im Land. Es gibt aber auch sehr gute Weine aus den Celliers de Meknès. Die lokalen Biere Flag und Storck ähneln stark den deutschen Bieren, sind aber etwas schwächer. Gläubige Marokkaner halten sich an das islamische Alkoholverbot und trinken Cola oder Limonade zum Essen. Als Mineralwasser gibt es Oulmes mit oder Sidi Ali und Ciel ohne Kohlensäure. Und natürlich gibt es auch Kaffee – französischen Café Noir (wie Espresso), Nuss Nuss (halb Milchschaum, halb Espresso) und Café au lait. Sie gehören vor allem in den öffentlichen Bereich und werden seltener zu Hause getrunken.

Mit Kindern unterwegs

Dennoch ist Marokko kein Land, das mit den üblichen Kinderattraktionen, wie zum Beispiel Vergnügungsparks, besonderen Zoos oder Ähnlichem, aufwarten könnte. Vielmehr sind es Marokkos Tierwelt und Natur, die nicht nur Kinder begeistern. Auch sind Reisen mit Kindern in Städten – vor allem dann, wenn die Kleinen noch auf einen Kinderwagen angewiesen sind – eher anstrengend als interessant. Denn die Bürgersteige sind hoch, das Verkehrsaufkommen auch, und die kleinen Basargassen oftmals so voller Menschen, dass man leicht verloren gehen kann. Aus diesem Grund sollten Familien mit Kindern eher aufs Land ausweichen – oder natürlich ans Meer, obwohl auch der Atlantik eher für größere Kinder und nicht für die ganz kleinen zum Baden geeignet ist. Was Kinder – egal welchen Alters – in Marokko begeistert, sind Natur und Tierwelt, die man vor allem in den Bergen am intensivsten erleben kann – oder natürlich die großen Lehmburgen Südmarokkos, in denen man wunderbar Ritter und Prinzessin spielen kann!

Marokko

Reiten

Bei Mirleft befindet sich die Ranch Les Deux Gazelleswww.les2gazelles.com, die engagiert von zwei jungen Französinnen geführt wird. Bei Meknès bietet eine Schweizerin absolut zuverlässige und gute Reittouren an (www.clubfarah.com). Auch in Diabat bei Essaouira kann man reiten. Von beiden Ranchen lassen sich herrliche Touren in die Umgebung unternehmen. Die Kosten betragen etwa 150 DH pro Stunde, je länger man unterwegs ist, desto günstiger wird der Stundensatz.

Kamel- und Maultiertrekking

Die Kleinen auf Kamelen reiten zu lassen, ist bereits ein Erlebnis für sich. Dann noch unter freiem Himmel zu übernachten, an Viehtränken zu duschen und in Oasen kleine Frösche zu beobachten, kommt einem Abenteuer gleich, den kein Freizeitpark bietet. Genauso wunderbar finden es Kinder im Regelfall, mit einem Maultier durch die Bergwelt des Atlas zu reiten und in Dörfern auf andere Kinder zu treffen. Einige der guten Marokkoveranstalter können für Familien individuelle Touren zusammenstellen, wie z. B. Seven Sun Travel in Hungen (www.marokko-urlaub.com). Manche der Familienreisen-Anbieter haben auch Marokko im Programm, wie Djoser in Köln (www.djoserjunior.de).

Chez les habitants

„Bei Einheimischen wohnen“– das bedeutet chez les habitants. Und es ist ein einmaliges Erlebnis vor allem dann, wenn Sie mit der ganzen Familie unterwegs sind. Dann entstehen nämlich Kontakte auf jallen Ebenen, und beide kulturell so uinterschiedlichen Seiten können voneinander profitieren und einander kennenlernen.

Diese Form des Übernachtens wird in erster Linie im Landesinnern in den Bergen praktiziert, vor allem dort, wo es keine anderen Übernachtungsmöglichkeiten mehr gibt, also beim Trekking, oder aber dort, wo ein bikultureller Austausch gewünscht wird. Das ist zum Beispiel im Ait Bougmezz der Fall (siehe Ausflüge & Touren), aber auch in der Region rund um Imlil sowie im Anti-Atlas (siehe auch dort).

Zuverlässig und mit viel Idealismus werden Reisen mit Unterkunft bei Einheimischen vom Veranstalter Tour Serail(www.tourserail.com) angeboten. Auch Margrith Leibundgut(www.addimaroc.com) in Tamrakht in der Nähe von Agadir organisiert sehr schöne Aufenthalte bei ihrer (marokkanischen) Familie in Ifrane im Anti-Atlas.

Sandkastenspiele

Der größte Sandkasten der Welt – so empfinden vor allem kleinere und größere Kinder den Erg Chebbi, Marokkos größtes Sanddünengebiet. Die riesigen, bis zu 200 m hohen Dünen hochkraxeln und sie dann auf dem Hosenboden – oder besser noch auf dem Bauch – wieder herunterzurutschen: Das ist ein Vergnügen, das man in Europa vergeblich sucht.

Aber nicht nur das macht Spaß: Auch Dünenwanderungen (bitte nicht ohne Begleitung) und Burgen bauen (mit Quellwasser) sind hier möglich – sowie Kamelreiten und sogar Ski beziehungsweise Snowboard fahren auf den Sanddünen! All dies kann man sich bei den kleinen Herbergen am Rand der Dünenlandschaft organisieren lassen, wo man am besten auch wohnt.

Wer mit Kindern ein richtiges Wüstenerlebnis haben möchte, der sollte sich einen mehrtägigen Aufenthalt bei großen Dünen, am besten weit weg von den überlaufenen Hotels des Erg Chebbi organisieren lassen. Patrick Simon von Dar Infiane in Tata organisiert tolle Biwaks in der Region von Chegaga (zwischen Zagora und Foum Zguid) mit Kamelreiten und allem, was dazu gehört. Übernachtet wird in Berberzelten.

Sehenswertes

Einige Sehenswürdigkeiten gehören bei einem Urlaub in Marokko einfach ins Programm. Ganz oben steht Casablanca, die größte Stadt von Marokko. Hier steht die Hassan-II.- Moschee und im Zentrum von Casablanca gibt es jede Menge Unterhaltungsmöglichkeiten. Schon aus dem 8. Jahrhundert stammt die Stadt Fes und ist ebenfalls eine der beliebten Sehenswürdigkeiten von Marokko. Die alte Heimat der Könige ist geprägt von historischen Baudenkmälern.

Freizeit

Warum nicht in der Freizeit in Marokko einfach mal zum Skifahren gehen? In Oukaimeden warten lange Pisten auf die ganze Familie. Einen großen Kontrast zu dem Skiort bildet dagegen die Tafilalet-Oase in Erfoud, die sich auch für einen Ausflug mit den Kindern eignet. Abgerundet wird die Reise nach Marokko mit einem Besuch von Marrakesch. Die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt sind legendär.

Übernachten

Die Übernachtungsmöglichkeiten bei einem Urlaub in Marokko sind vielfältig. Für einen Strandurlaub liegen Sie mit einer Unterkunft direkt am Meer genau richtig. Zum Übernachten in einer der Großstädte bietet es sich an, aus der großen Auswahl ein gehobenes Hotel von Marokko zu buchen. Eine gute Infrastruktur gerade in den Städten ermöglicht es Ihnen, das Land mit Mietwagen, Taxi oder per Bus zu erkunden.

Am Abend

Das Nachtleben in Marokko ist am Puls der Zeit. Wenn Sie einmal ausgehen und die Nacht genießen möchten, dann wartet Agadir mit einer ausgeprägten Partyszene auf Sie. Um das landestypische Essen von Marokko probieren zu können, lohnt sich ein Besuch in einem familiengeführten Restaurant in den Städten oder auf dem Land. Hier wird Ihnen Harira-Suppe serviert oder Sie können Taubenfleischpastete und frischen Hammel probieren.