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Typisch Malta

Ob aus dem Meer oder von den Feldern, Maltas Küche verwendet voller Stolz nur die besten und frischesten Zutaten.

Unbedingt probiert haben sollte man auf Malta die pastizzi, kleine Blätterteigtaschen mit einer frischen Ricotta- oder würzigen Erbsenbreifüllung. Diese sind als preiswertes Street Food überall erhältlich und ein beliebter, aber kalorienreicher Snack für zwischendurch.

Fisch ist ein wichtiger Bestandteil der maltesischen Küche, allen voran die im Spätsommer mit Tomaten-Kapern-Sauce servierte lampuka (Dorade). Auch als Pastete ist der Fisch sehr bekömmlich.

Braġoli sind die maltesische Antwort auf die deutsche Rinderroulade. Die zarten Rinderfilets werden mit Rinderhack gefüllt und langsam in einer leckeren Tomatensoße geschmort.

Ein weiteres beliebtes Fleischgericht ist Kaninchen, besonders der mit Rotwein und Knoblauch angereicherte Kaninchenschmortopf namens fenkata. Auf dessen Zubereitung haben sich in Malta viele Restaurants spezialisiert, zum Beispiel Charlie's Inn Rabbit House in Salina, Rubino in Valletta oder Rebekah's Restaurant in Mellieħa.

Im Winter kommen vermehrt angedickte und herzhafte Suppen zum Einsatz. Probieren solltest du auf jeden Fall einmal die Gemüsesuppe minestra, die sehr an italienische Minestrone erinnert. Dass Maltas Küche vor allem eine Küche der kleinen Leute ist, sieht man besonders schön an der widows soup, die im Prinzip eine Art köstliche Resteverwertung ist.

Brot ist ein wichtiger Bestandteil der einheimischen Küche. Das frische Sauerteigbrot ist außen knusprig und innen weich. Gern wird es als ħobż biż-żejt mit Tomate eingerieben und dann mit Käse, Tunfisch und Zwiebeln belegt und mit jeder Menge Olivenöl beträufelt. Die Ortschaft Qormi gilt als das Zentrum für die Brotherstellung in Malta. Im Oktober findet hier ein Brot-Festival statt.

Auf Gozo solltest du unbedingt den traditionellen gbejna Käse probieren, ein weicher und milder Käse ähnlich dem italienischen Mozarella. Er wird als Geschmacksgeber in Suppen verwendet und kann auch als Belag auf einem Fladenbrot mit Tomaten, Anchovies und Oliven gereicht werden - dieses ftira genannte Gericht ist der italienischen Pizza nicht unähnlich.

Die Malteser haben auch einen ziemlich süßen Zahn. Süßspeisen sind stark arabisch beeinflusst, wobei besonders Datteln und Mandeln viel Verwendung finden, zum Beispiel beim quabbajt, einer nougatähnliche Versuchung aus Honig und Mandeln. Auch das benachbarte Italien hat sich in den Desserts Maltas wiedergefunden: Probiere doch einmal ein maltesisches Semifreddo oder ein paar ricottagefüllte Blätterteigröllchen namens kannoli.

Der Malteser Rotwein mag zwar nicht so bekannt sein wie seine europäischen Nachbarn, braucht sich aber qualitativ nicht hinter den französischen oder italienischen Kollegen zu verstecken. Neben den weltweit üblichen Varianten wie Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc und Chardonnay kommen auch einheimische Trauben zum Einsatz, nämlich Girgentina (weiß) und Gellewza (rot). Am besten erlebt man Anbau, Lese, Verarbeitung und Veredelung hautnah in einem der Weingüter mit, zum Beispiel im Meridiana Wine Estate auf Malta.

Ein absoluter Hit bei Einheimischen und Besuchern ist das Softgetränk Kinnie, das seinen Ursprung auf den maltesischen Inseln hat und fast nur dort erhältlich ist. Die sprudelige Orangenlimonade schmeckt ein wenig bitter und hat durch die Verwendung von Kräutern, darunter Anis, Vanilla und Lakritz, eine angenehm würzige Note.

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