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Rundreise in Malta in fünf Tagen

Tag 1

Hauptstadterkundung: Valletta und Birgu (Vittoriosa)

Wer in einem der vielen Hotels in Sliema oder St Julian’s übernachtet, kann an diesem ersten Tag unserer Malta-Rundreise den Mietwagen erst einmal getrost stehen lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. (1) Valletta, die Hauptstadt Maltas, ist sehr kompakt und daher prima zu Fuß zu erkunden. Außerdem zählt eine Fahrt mit der Fähre von Sliema nach Valletta und von Valletta zu Birgu zu einem der Höhepunkte des Besuchs.


Zu sehen gibt es in Valletta eine ganze Menge. Entweder orientierst du dich bei deinem Erkundungsgang an unseren Tipps für Valletta zu Fuß, oder du lässt dich ganz einfach treiben und saugst die Atmosphäre auf. Nicht verpassen solltest du auf jeden Fall um 12 Uhr die Kanonensalve am Hafen, die man am besten von den (2) Upper Barrakka Gardens erlebt.

Weiteres Highlight in Valletta ist ein Besuch der von innen beinah komplett vergoldeten (3) St. John’s Co-Cathedral und das Treiben auf dem (4) St. George's Square. Für einen Snack zwischendurch probiert eine mit Ricotta gefüllte pastizzi, zum Beispiel bei Prego (58 South St.).

Am Nachmittag nimm die Fähre nach Birgu, der ehemaligen Hauptstadt Maltas. Ganz an der Spitze der Halbinsel findest du das (5) Fort St. Angelo, wo Laiendarsteller den Drill britischer Truppen anschaulich nachstellen. Genieße ein echt Malteser Cisk-Bier auf dem (6) Victory Square und bewundere das Denkmal an den Sieg über die Osmanen während der Großen Belagerung von Malta. Wenn du an einem Sonntag in Birgu bist, besuche auch den farbenfrohen Flohmarkt in der Fuq Il-Fortini.

Kehre am Abend im italienischen Restaurant Osteria VE (Triq Il-Papa Alessandru VII) ein, das sich in einer kleinen Seitenstraße von Birgu befindet und das von einem Paar aus Venedig geführt wird. Probiere hier schlichte und doch schmackhafte italienische Köstlichkeiten in dem romantischen Ambiente eines Hauses aus dem 17. Jahrhundert und lass bei einem guten Tropfen maltesischen Rotweins den Abend ausklingen.

Tag 2

Der Süden Maltas: Marsaxlokk, Ħagar Qim, Blaue Grotto, Ħal Saflieni Hypogäum

Am frühen Morgen geht es mit dem Mietwagen los in Richtung (7) Marsaxlokk - die Fahrtzeit beträgt ungefähr eine halbe Stunde. Dieser Ort an der Südküste Maltas zählt zu den schönsten Fischerdörfern der Insel. Jeden Sonntagmorgen findet hier ein beliebter Fischmarkt statt - das bunte Treiben der Fischhändler ist schön anzusehen, aber das Dorf platzt dann scheinbar auch aus allen Nähten. Genieße an den anderen Tagen die verträumte Stimmung entlang des kleinen Hafens, knipse ein postkartenverdächtiges Bild von den bunten luzzu-Fischerbooten mit ihren Horusaugen, und lass dich mittags in einem der vielen erstklassigen Fischrestaurants verwöhnen, zum Beispiel bei T’Anna Mari (28, Xatt Is-Sajjieda).

Weiter geht es mit dem Auto zur Südwestküste, wo dich zwei weitere Highlights Maltas erwarten. Die megalithischen (8) Tempel von Ħagar Qim liegen mitten in der Natur, umgeben von Kräutern und Wildblumen und eingerahmt vom Blau des Mittelmeers, was für eine magische Atmosphäre sorgt. Direkt dahinter liegt der (9) Komplex der Mnajdra- Tempel - beide sind über einen Fußweg miteinander verbunden. Mnajdra ist meist weniger stark besucht, denn viele Touristenbusse fahren nur Ħagar Qim an.


Nur zwanzig Gehminuten (oder auch fünf Minuten mit dem Auto) von Ħagar Qim entfernt, liegt eines der schönsten Naturwunder Maltas, die (10) Blaue Grotte. Das faszinierende Farbspiel aus Blautönen kannst du am besten in den frühen Morgenstunden beobachten. Wenn du also nicht den Sonntagsmarkt in Marsaxlokk sehen willst, dann stelle deinen Tagesablauf am besten um. Man muss kein Boot nehmen, um die Schönheit dieses Ortes zu erleben. Wer mag, kann auch “nur” zur Aussichtsplattform gehen und von dort den Blick auf die zerklüfteten Felswände und Grotten genießen.

Bevor es wieder zurück geht, lege einen Zwischenstopp in Paola ein, um dort das faszinierende unterirdische (11) Ħal-Saflieni Hypog Hypogäum zu besichtigen. Das Ħal-Saflieni Hypogäum ist eine der ältesten Ritenstätten der Welt, ein unterirdisches Höhlenlabyrinth, in dem unter anderem die weltberühmte Skulptur der “Schlafenden Dame” gefunden wurde. Die Fahrtzeit beträgt ungefähr fünfzehn Minuten mit dem Auto. Folge vor Ort den Richtungsschildern für Parkplätze. Achtung jedoch: Dieser Tourpunkt muss unbedingt vorher gebucht werden, denn die Anzahl der Tickets sind zum Schutz der unersetzlichen Kunst- und Kulturwerke streng begrenzt und schon auf Wochen und teilweise Monate im Voraus ausgebucht. Solltest du keine Tickets für den Besuch des Ħal-Saflieni Hypogäum ergattern können, hast du vielleicht Glück beim Last-Minute-Verkauf am Vortag im National Museum of Fine Arts in South Street, Valletta, wo Tickets zwischen 12 Uhr und 16 Uhr für einen Festpreis vergeben werden.

Am Abend Rückkehr zum Hotel, Abendessen in einem der Restaurants vor Ort.

Tag 3

Der Norden Maltas: Mdina, Mosta und Golden Bay oder Dingli

Unser erster Zwischenstopp ist Mdina im Zentrum der Insel, welches du in nur 20 Minuten mit dem Auto erreichst. Die befestigte Stadt Mdina wird auch die Stille Stadt genannt (Silent City), und das erlebt man am besten, wenn man schon ganz früh am Morgen durch die verschlafenen Gassen der Altstadt streift. Verbring den Vormittag mit Sightseeing: Besuche die (12) St. Paul’s Cathedral, deren Boden mit den vielfarbigen Marmorgrabsteinen des Malteser Adels bedeckt ist, und wirf auch einen Blick auf das Schlangen- und Feuermotiv außen an den Glockentürmen.

Mache einen Spaziergang durch den neu angelegten (13) Mdina Ditch Garden, der es dir erlaubt, Mdina aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten. Alternativ kannst du auch die (14) St. Paul’s Catacombs vor den Toren der Stadt in Rabat besichtigen, eine unterirdische römische Begräbnisstätte. Zum Mittagessen besuche eines der vielen Restaurants, die ihre Tische und Stühle auf die Plätze Mdinas stellen, zum Beispiel Don Mesquita (5A, Mesquita Square).


Weiter geht es nach (15) Mosta, um eine der bezauberndsten und bekanntesten Kirchenbauten Maltas zu bewundern. Mosta ist nur zehn Minuten mit dem Auto entfernt, also ein echter Katzensprung. Der neoklassische Kirchenbau ist dem Pantheon in Rom nachempfunden und verfügt über eine der schönsten Kuppeln der Welt. Schau dir hier auf jeden Fall die in der Sakristei ausgestellte Fliegerbombe an, die daran erinnern soll, wie die Kirchengemeinde im Zweiten Weltkrieg wie durch ein Wunder bei einem Bombenangriff unversehrt blieb.

Am Nachmittag ist es Zeit, einen der schönsten Sandstrände Maltas zu besuchen, (16) Golden Bay in Mellieħa. Die Fahrtzeit dorthin beträgt ungefähr 20 Minuten mit dem Auto. Der Strand ist sehr gut ausgestattet und bietet einen Sonnenliegenverleih, Eiscreme-Verkauf und zahlreiche Restaurants. Genieß die gelassene Urlaubsatmosphäre und bleib auf jeden Fall lang genug, um noch den Sonnenuntergang mitzuerleben. Zum Abendessen versuch einen traditionellen Kaninchenschmortopf, zum Beispiel im Rebekah’s Restaurant (12 Triq It-Tgham). Danach geht es wieder zurück ins Hotel.


Alternativ besuche die imposanten (17) Dingli Cliffs für einen entspannten Spaziergang entlang der Steilküste. Die Fahrtzeit dorthin beträgt nur 15 Minuten. Dies ist der höchste Punkt Maltas, und doch befindet man sich direkt am Wasser. Achte besonders auf die vielen terrassenförmig angelegten Felder und Weiden sowie die immer noch von den Bauern genutzten Höhlen entlang der Felshänge. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind das von der Airforce genutzte (18) Radar Dome sowie eine Reihe von hübschen kleinen Kapellen. Auch hier kann man, genauso wie in Golden Bay, herrliche Sonnenuntergänge beobachten, zum Beispiel bei einem romantischen Abendessen im The Cliffs Restaurant (Panoramic Road).


Zurück im Hotel heißt es dann Kofferpacken, denn die nächste Nacht verbringst du auf Gozo.

Tag 4

Die Insel Gozo: Ġgantija, Salzpfannen, Wied Il-Mielaħ, die Reste des Azure Window


Am nächsten Morgen geht es mit dem Mietwagen zum Fährhafen nach Cirkewwa für eure Erkundung der Insel Gozo. Die Fähren verkehren alle 45 Minuten, die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten.

Auf Gozo angekommen, fahre direkt weiter zu den megalithischen (19) Tempelanlagen von Ġgantija, so benannt, weil die gigantischen Gesteinsquader scheinbar von Riesen dorthin gesetzt worden sind. Die Fahrt dorthin beträgt nur ca. 15 Minuten. Das Museum bietet zudem anhand von Tonscherben, kleinen Figürchen und beinah noch komplett erhaltenen Töpfereien einen ausgezeichneten Einblick in die Frühzeit der maltesischen Kultur.

Weiter geht es in Richtung Żebbuġ, um der Küstenstraße nach Westen zu folgen. Spektakuläre Ausblicke erwarten dich, während du der Straße folgst. Ein ums andere Mal wirst du sicherlich für einen Fotostopp aussteigen wollen.

Mach auf jeden Fall Halt für einen Blick auf die (20) Salzpfannen bei Żebbuġ sowie um die Schlucht (21) Wied il-Għasri und das (22) Felsenfenster von Wied Il-Mielaħ zu sehen. Wied il-Għasri ist super für einen kleinen Badestopp oder einfach nur, um die Füße ins Wasser zu halten. Wied Il-Mielaħ gilt als würdiger Nachfolger des vor einigen Jahren eingestürzten Azure Windows.

Nach Wied Il-Mielaħ entfernst du dich wieder von der Küste und nimmst den direkten Weg durch Gharb zu den Überresten des (23) Azure Windows in San Lawrenz. In Gharb findest du eine Auswahl leckerer Restaurants - eine gute Gelegenheit, sich für den Rest des Tages zu stärken. Für diese Strecke benötigst du insgesamt ohne Zwischenstopps und Mittagspause um die 50 Minuten.

Das Azure Window mag es zwar in seiner ursprünglichen Form nicht mehr geben, aber trotzdem gibt es hier in der Gegend immer noch eine Menge zu sehen. Am besten schließt du dich einer Bootstour an, die am Inland Sea startet und durch den Tunnel ins offene Meer hinaus führt. Alternativ kannst du auch vorsichtig hindurch schwimmen, am besten mit einem Schnorchelset, um die faszinierende Unterwasserwelt zu erkunden.

Die Kappella Sant’Anna und das Blue Hole bieten gleich nebenan tolle Fotomöglichkeiten. Vom ebenfalls nicht weit entfernten Dwejra Tower hast du den besten Blick über diesen Teil der Küste.

Am späten Nachmittag geht es in die Hauptstadt Gozos, nach Victoria, wo du im Hotel einchecken und dich erfrischen kannst. Erkunde für den Rest des Tages die mittelalterliche Stadt, die von den Mauern einer Zitadelle geschützt wird, und die im goldenen Abendlicht wunderschön aufleuchtet. Besuch zum Beispiel die (24) Cathedral of the Assumption oder das (25) Archäologische Museum und genieße den Ausblick von den hoch gelegenen Befestigungsanlagen. Viele gute Restaurants findest du im neueren Teil der Stadt unterhalb der Zitadelle, besonders auf dem Platz vor der St. George’s Basilica.

Tag 5

Blue Lagoon, Mellieħa Bay

Mit dem Mietwagen geht es zum Fährhafen nach Mgarr, um dort eines der Ausflugsboote zur (26) Blauen Lagune zwischen Comino und Cominotto zu besteigen. Es gibt in der Regel keine festen Fährpläne, aber je früher du zur Blauen Lagune aufbrichst, desto besser, denn dieser wunderschöne Badeort kann im Laufe des Tages sehr voll werden.

Die Blauen Lagune ist eines der beliebtesten Naturwunder Maltas. Das herrlich klare Wasser schimmert in der Sonne azurblau, perfekt zum Schnorcheln und Schwimmen. Am Blue Lagoon Kiosk erhältst du zur Stärkung Snacks, Getränke und Fast Food.

Anschließend geht es zurück nach Gozo, wo du mit dem Auto zur Fähre weiterfährst, um dann wieder nach Malta überzusetzen. Wer mag, kann auf dem Weg zurück nach Sliema noch einen weiteren Badestopp in (27) Mellieħa Bay einlegen und den Abend mit einem Cocktail mit Strandblick einläuten, zum Beispiel auf der Terrasse des Mellieħa Bay Hotels.

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