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Typisch Mallorca: Frito mallorquin und Llonguets

Die Vielseitigkeit der mallorquinischen Küche bringt einige Spezialitäten mit sich, die man unbedingt ausprobieren sollte. Dabei kann man die Leckereien sowohl in einem der tausenden Restaurants oder Strandlokale, als auch auf dem Wochenmarkt, in einer Tapas-Bar oder in einer der Markthallen der Insel zu sich nehmen.

Märkte und Shopping auf Mallorca

Belegte Brötchen

Den ganzen Tag über, ob zum Kaffee oder als Snack zwischendurch wird in Cafés und vielen Bars das typisch mallorquinische Brötchen Llonguet angeboten. Jahrzehntlanges Handwerk und eine gewissenhafte Zubereitung machen diese hellen Brötchen einmalig. Sie werden unterschiedlich belegt, meist ist aber Tomate und Olivenöl als Basisbelag; Schinken, Käse, Sobrasaca, oder gebratenes Schweinefilet (Lomo) kommen dann dazu.

Eine Alternative zu den Llonguets sind die mallorquinischen Pa amb oli, die zum zweiten Frühstück, als Vorspeise oder einfach zwischendurch gereicht werden. Hierbei handelt es sich um eine Scheibe geröstetes Bauernbrot, das mit einer halbierten Tomate eingerieben und dann mit Olivenöl beträufelt wird. Pa amb oli kann man auch belegt bestellen – dann meist mit Schinken, Käse oder Thunfisch aus der Dose. Die Besonderheit: für Pa amb oli wird auf Mallorca ausschließlich die Tomatensorte Ramallet verwendet. Sie wird seit dem 16. Jahrhundert auf der Insel angebaut und ist nach der Ernte sehr lange haltbar, da sie eine sehr dicke Haut hat.

Käse

Wer die mallorquinische Küche mag, wer gerne Tapas isst oder sich für Produkte von der Insel interessiert, der hat auf jeden Fall schon einmal mallorquinischen Käse gegessen. Queso curado oder queso semi-curado gibt es an jeder Käsetheke in Supermärkten und Märkten, auf Käsetellern oder als Tapas im Restaurant. Der Inselkäse hat ebenfalls eine lange Tradition. Ein Handwerksbetrieb ist zum Beispiel in der Nähe von Campos zu finden. Alle Sorten werden aus pasteurisierter Kuhmilch, milchigen Fermenten und Lab, ohne Farbstoffe und Konservierungsmittel, produziert.

Zur Website der Käserei in Campos

Olivenöl

Olivenöl wird in der mallorquinischen Küche, der cuina mallorquina, in großen Mengen verwendet. Es ist gesund, reich an Vitamin A, D, E und K, schmackhaft und wird auf Mallorca in einer breiten Vielfalt produziert. Zahlreiche Olivenplantagen bringen fantastische Öle zu Tage, welche zu den besten der Welt gehören. Son Moragues, Solivellas und El Olivo sind nur einige der absoluten Top-Öle Mallorcas, die teils sogar noch von Hand gepresst werden. In den zahlreichen Delikatessgeschäften auf der Insel können die Öle auch probiert und gekauft werden – oder man fährt direkt zu einer Plantage mit angeschlossenem Verkaufsraum.

Salz

Ein Basisgewürz, nämlich Salz, wird auch auf Mallorca produziert. In der Nähe von Es Trenc wird im Hochsommer in Salinen von Hand das sogenannte Flor de Sal d’es Trenc geerntet. Dieses Salz ist absolut natürlich und unraffiniert und gilt als sehr gesund. Man kann die unterschiedlichsten Sorten direkt im kleinen Shop bei den Salinen oder in jedem größeren Supermarkt auf der Insel kaufen.

Reiseintopf

Zwar gibt es auf Mallorca auch vielerorts Paella, ein typisch mallorquinisches Reisgericht ist aber der arròs brut, was so viel wie "schmutziger Reis" heißt. Es handelt sich dabei um einen Reiseintopf mit verschiedenen Sorten Fleisch, der aufgrund der Verwendung und Verfärbung durch Safran so genannt wird. Oder man probiert den arròs de Peix y marísc (Reis mit Fisch und Meeresfrüchten).

Schmorgerichte

Kaninchen und Lamm sind übrigens Fleischsorten, die man auf der Insel, gerade im Inselinneren, oft und gerne serviert bekommt. Geschmort mit Gemüsebeilage, sind diese deftigen Fleischgerichte ebenso typisch für die Insel wie frit mallorquí: Für dieses Schmorgericht werden Innereien, Gemüse und viel Knoblauch klein geschnitten und dann in einer Schale serviert – extrem fettig und definitiv etwas für Freunde der herzhaften Küche. Ebenso deftig ist die Sopa Mallorquin, ein Kohleintopf mit Schweinefleisch. Dazu gibt es sogenannte sopas, hauchdünne Brotscheiben, die vorher in der Sonne getrocknet wurden. Wer es gerne leichter mag, bestellt sich einen gegrillten Fisch und dazu einen Trempó, einen mallorquinischen, leichten Sommersalat. Er besteht nur aus Tomate, grüner Paprika und Zwiebeln in Olivenöl.

Süßes

Auch unter den Süßspeisen gibt es auf Mallorca einige Spezialitäten. Der beliebteste Nachtisch auf der Insel ist der mallorquinische Mandelkuchen, der komplett ohne Mehl gebacken wird. Sehr bekannt ist die Einseimada, eine in Schmalz ausgebackene Hefeteigschnecke. Sie wird vielerorts kopiert, aber nur auf den Balearen ist das Original zu erhalten. Sie wird dick mit Puderzucker bestäubt, teils auch mit Vanille- oder Schokoladencreme gefüllt. Zwar nicht süß, aber eine Teigware: die kleinen Panades , also Pasteten, die mit Fleisch gefüllt sind. Gerade zu Ostern wird dazu gerne Lammfleisch genommen. Das süße Torró ist eine Pastete aus Mandelmasse mit Schokolade oder Nüssen.

Wein

Neben all den Speisen darf aber der mallorquinische Wein nicht unerwähnt bleiben: Mallorcas Weinanbau bringt sowohl fantastische Weiß- als auch Rotweine auf den Markt. Die für Rotweine wieder kultivierte Traube Manto Negro ist auf Mallorca einzigartig. Die Inselweine haben aufgrund der Sonne und lehmigen Böden ein fantastisches Aroma – fruchtig bis vollmundig. Viele Winzerfamilien sind alteingesessen und die junge Nachwuchsgeneration bringt neue Schwung in die Produktion.

Die beiden bedeutendsten Weinregionen auf Mallorca heißen D.O. Binissalem und D.O. Pla i Levant. "D.O. " steht übrigens für "Denominación de Origen" und ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung für spanische Qualitätsweine aus einem bestimmten Anbaugebiet. Am besten probiert man die verschiedenen Weine auf den Weingütern selber. Fast überall kann kostenlos probiert oder eine geführte Tour und Verkostung gebucht werden. Seine Lieblingsweine kann man auch für den Genuss zu Hause bestellen – die Lieferung ist ab zwölf Flaschen oft kostenlos.

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