Mallorca

Überblick

Bienvenidos a Mallorca

Sonne, Meer und Sandstrand – das ist das gängige Mallorca-Bild. Doch da ist noch ein anderes Mallorca. Ein Mallorca mit abwechslungsreicher Landschaft, mit hohen Bergen, steilen Klippen und hängenden Gärten. Ein Mallorca des blühenden Lebens mit Mandel- und Orangenbäumen und wildem Rosmarin. Ein Mallorca der alten Städte und Dörfer, die eine ursprüngliche und beeindruckende Architektur bewahren. Und schließlich das aktive und moderne Mallorca, dessen ganzjährig angenehmes Klima Sport und Freizeit-Aktivitäten begünstigt und zu Ausflügen und Shopping-Touren einlädt. Sonnenanbeter schätzen die schönen Strände und glasklaren Buchten, Wanderer und Radsportler finden sowohl gerade Strecken an den Küsten wie auch anspruchsvolle Routen rund um das Tramuntana-Gebirge. Für Familien ist die kurze Anreise und die kinderfreundliche Art der Mallorquiner ein Grund, immer wieder auf die liebste Urlaubsinsel der Deutschen zu reisen. Mittlerweile kann Mallorca auch kulinarisch anspruchsvolle Reisende begeistern: Neben Sterne-Restaurants schießen immer mehr ausgefallene Restaurants ambitionierter Jung-Köche, Streetfood-Märkte und ausgefallene Tapas-Bars aus dem Boden. 

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Beliebte Regionen in Mallorca

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Reisezeit Mallorca

Mallorcas "kleiner Sommer" und Einsetzen der Mandelblüte: Ideal für Radfahrer und Wanderer
Januar
mittel
14°C
Februar
mittel
15°C
Beginn der Obstbaumblüte
März
gut
17°C
April
gut
19°C
Beginn der Strandsaison
Mai
gut
23°C
Juni
sehr gut
27°C
Hochsaison
Juli
sehr gut
29°C
Hochsaison
August
sehr gut
30°C
Beste Bedingungen für Wanderungen oder Touren mit dem Mountainbike
September
gut
27°C
Beste Bedingungen für Wanderungen oder Touren mit dem Mountainbike, Zeit der Olivenernte
Oktober
mittel
23°C
November
mäßig
18°C
Dezember
mäßig
15°C
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Wetter & Klima

kachelmannwetter.com
Sonntag / 25.10.2020
Vormittags
19 °C
Nachmittags
21 °C
Abends
17 °C
Montag / 26.10.2020
Vormittags
18 °C
Nachmittags
17 °C
Abends
11 °C
Dienstag / 27.10.2020
Vormittags
14 °C
Nachmittags
19 °C
Abends
13 °C
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Anreise

21h 9min
2h 10min
Frankfurt am Main
Mallorca
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Die Naturschönheit mit den vielen Gesichtern

Mallorca ist ein Magnet, die größte Insel der Balearen zieht sie alle an: Könige, Künstler, Popstars, Aus- und Umsteiger – und vor allem Urlauber. Der Tourismus ist Mallorcas Wirtschaftsmotor. Kein Mittelmeerziel ist vielseitiger und wandlungsfähiger. Einst als Massenurlaubsziel verschrien, hat sich die Insel zu einem multikulturellen Mikrokosmos mit hervorragender Infrastruktur und hochwertiger Gastronomie entwickelt, ohne dabei ihr höchstes Gut zu verschandeln: die überwältigend schöne Natur. Wer sie erleben will, muss das Hotel, den Swimmingpool und den Strand davor verlassen und sich aufmachen: zu Fuß, mit dem Fahr- oder Motorrad, mit dem Linienbus, der Bahn oder dem Leihwagen. Das Straßennetz auf Mallorca ist vorbildlich, die Preise für ein Mietfahrzeug sind nicht höher als anderswo, die Entfernungen von Ost nach West, von Nord nach Süd betragen nie mehr als 90 km.

So viel zu erleben 

Was du auf den 3640 km2 der Insel zu sehen bekommst, ist weit mehr, als in einen zweiwöchigen Urlaub hineinpasst: im Norden die große Doppelbucht Pollença-Alcúdia mit den Halbinseln Formentor und Isla de la Victoria, dem Feuchtgebiet S’Albufera und den schön restaurierten und geschichtsträchtigen Orten Pollença, Alcúdia und Artà. Im Osten die Hügel der Serra de Llevant mit zig Stichstraßen zu fjordähnlichen Bilderbuchbuchten und Häfen. Im heißen und flachen Süden die naturbelassenen Dünenstrände, Kiefernhaine und Salzseen. Und schließlich das Nonplusultra der Insel: der wilde Westen mit seinem gewaltigen Gebirge der Serra de Tramuntana, mit mehr als 50 Tausendern, mit abgrundtiefen Schluchten und himmelhohen Steilwänden und mit einer der aufregendsten und schönsten Traumstraßen Europas. Nicht zu vergessen die Mitte Mallorcas, es Pla, eine Hochebene mit teils noch recht verschlafenen Dörfern, der Kornkammer und dem Gemüsegarten der Insel. Und dann ist da noch die Hauptstadt Palma, eine der schönsten Städte am Mittelmeer, die meisterhaft Altes bewahrt und Neues kreiert, die sich rund um die Uhr immer wieder neu inszeniert – mit Musealem aus mehr als 3000 Jahren Inselgeschichte und Zeitgemäßem wie Spa-Center, Fashion-Shops und Streetfood-Ständen.

Alles öko? Noch nicht ganz 

Für die meisten Sommerurlauber beschränkt sich der Hauptstadtbesuch auf einen Tag, sie sind in der Regel auf Sonne, Sand und Meer aus. Mehr als 150 Sandstrände, deren Gesamtlänge rund 50 km beträgt, werden diesem Wunsch gerecht. An rund 30 playas weht die Blaue Flagge. Überhaupt ist Umweltschutz auf der Insel ein Thema. Mit dem massiven Druck, den die Umweltschutzorganisation GOB in den 1980ern wegen der immensen Bebauung auf die Inselregierung ausübte, fing ein Umdenken an. Weg von noch mehr Zersiedelung durch immer mehr Hotelbauten – hin zu einem sanften Tourismus. Nach und nach entstanden private und öffentliche Initiativen, die sich ebenfalls für eine nachhaltige Entwicklung einsetzten. Auch die Landesregierung reagierte, stellte bedrohte Biotope wie das Feuchtgebiet S’Albufera oder die Cala Mondragó unter Naturschutz. Und in der Serra de Tramuntana, die immerhin ein Drittel Mallorcas einnimmt, darf nur noch mit strengen Auflagen gebaut werden. 2011 hat die Unesco diese gebirgige Kulturlandschaft mit Weinbergen, Olivenhainen, Mandelbäumen und Zitrusplantagen zum Welterbe erklärt.

Canyoning, Coasteering, Kulinark

Auf der Insel geht‘s auch richtig sportlich zu. Wasserliebhaber wählen zwischen rund 40 Yachthäfen und zahlreichen Segel-, Surf- und Tauchbasen. Outdoorfans suchen an den steilen West- und Nordküsten den Kick beim Canyoning, Coasteering oder Klettern. Radler und Motorradfahrer jubeln über die kurvenreichen Bergstraßen, Wanderer genießen das faszinierende Zusammenspiel von Bergen und Meer. Apropos genießen: Über 6000 Restaurants, Cafés und Bars bieten eine breite Palette an kulinarischen Genüssen. Sie reicht von Edelrestaurants über coole Lokale in den Trendvierteln, schicke Beachclubs bis hin zu einfachen Dorfkneipen und Cafeterías. Und Feierwütige lieben die Happy Hour an Ballermann & Co.

Gelassen bleiben

Was die Mallorquiner dazu sagen? Wenig. Im Lauf der Jahrhunderte hat Mallorca mit Römern, Vandalen und Arabern, mit Byzantinern, auch mit Festlandspaniern immer wieder Besatzungen und Fremdes erlebt. Vieles wurde aufgenommen und nach und nach in Eigenes verwandelt. Das schafft eine für Fremde freundliche Atmosphäre – und zugleich eine angenehme Art der Distanz. Wer Mallorca bereist, sollte Zeit mitbringen. Poc a poc, „Eins nach dem anderen“, lautet das Lebensmotto der Insulaner, das sie auch in der Hochsaison zu bewahren versuchen. Also nicht ungeduldig werden, wenn es etwas länger dauert in Restaurants oder Geschäften. Lass dich einfach anstecken vom poc a poc, mach es zu deinem Urlaubsmotto – und vergiss nicht, ein Stück davon mit nach Hause zu nehmen!

Praktische Hinweise

Anreise

Ungefähr 1400 km misst die Autobahnstrecke von Frankfurt/Main über Mülhausen, Besançon, Lyon, Nîmes, Sète, Narbonne und Girona bis Barcelona. Mautgebühren in Frankreich und Spanien: etwa 100 Euro.

Die Fahrzeit für die Bahnstrecke Frankfurt/Main–Barcelona beträgt rund 18 Stunden. Die normale Fahrkarte 2. Klasse ab Frankfurt kostet je nach Saison ab etwa 330 Euro. Auf www.bahn.de können Sie An- und Abfahrtszeiten abrufen. Nach Ermäßigungen fragen!

Die Reedereien Baleària (www.balearia.com) und Acciona Trasmediterránea (www.trasmediterranea.es) verbinden Mallorca mit den Festlandhäfen Barcelona, Valencia und Dénia. Die siebenstündige Überfahrt (Pkw und 2 Erw. hin und zurück) kostet rund 500 Euro. Spezialisierte Online-Reisebüros sind www.aferry.de, www.directferries.de oder www.ocean24.de.

Flüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen nach Palma de Mallorca (Flughafen Son Sant Joan). Ab Frankfurt dauert der Flug gut zwei Stunden. Das Gros der Feriengäste nutzt die Charterflugangebote (Richtpreis 200–300 Euro). Linienflüge etwa mit Lufthansa oder Iberia kosten in der Touristenklasse 200–500 Euro. Am preiswertesten (schon ab 60 Euro) sind saisonbedingte Sonderangebote sowie langfristige Buchungen. Mehrere Autovermietungen buhlen am Flughafen um die Gunst der Kunden, Taxis stehen zum Transfer in die Inselorte bereit. Die längste Fahrt, nach Cala Rajada, kostet etwa 90 Euro; ins Zentrum von Palma kommt man für etwa 25 Euro, mit dem Bus für 3 Euro.

Auskunft
Spanisches Fremdenverkehrsamt

www.spain.info
– Berlin: Lietzenburger Str. 99/6. OG, 10707 Berlin, Tel. 030 8826543
– Frankfurt: Myliusstr. 14, 60323 Frankfurt, Tel. 069 725033
– München: Postfach 151 940, 80051 München, Tel. 089 53074611
– Wien: Walfischgasse 8, 1010 Wien, Tel. 01 5129580-11, viena@tourspain.es
– Zürich: Seefeldstr. 19, 8008 Zürich, Tel. 0442536050, zurich@tourspain.es

Auto

Die Verkehrsregeln entsprechen denen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf der Autobahn gilt: höchstens 120 km/ h; auf Landstraßen: 90 km/h. Gurtpflicht auch innerorts, Helmpflicht für alle motorisierten Zweiradfahrer. Promillegrenze: 0,5. Warnweste ist Vorschrift, Telefonieren per Handy während der Fahrt ist verboten. Die Bußgelder (multas) sind sehr hoch (teilweise über 100 Euro!). Wer Knöllchen sofort oder innerhalb der ersten Tage zahlt, erhält – je nach Ort – bis zu 50 Prozent Rabatt. In Ortschaften weisen blaue Linien auf eingeschränktes, auch gebührenpflichtiges Parken hin, gelbe Linien auf Parkverbot. Wer es missachtet, muss mit multas oder mit dem Abschleppdienst rechnen. In Palmas Zentrum löst man an Automaten Parkscheine für höchstens 90 Minuten.

Banken & Geld

So gut wie jeder Inselort verfügt über mehrere Banken. Es gibt kaum noch einen Ort ohne Bankautomaten. Höchstauszahlung per Kreditkarte pro Tag 300–500 Euro.

Bus & Bahn

Der unterirdische Bus- und Zugbahnhof in Palma, unter dem Park gegenüber der Plaça Espanya, heißt Estació Intermodal. Hier fahren ab und kommen an die Züge nach/ von Inca–Muro–Sa Pobla bzw. Inca–Sineu–Manacor sowie alle Überlandbusse nach/ von allen Inselstädten. Es gibt dort eine Information, die auch auf Englisch Auskunft gibt. Der balearische Nahverkehrsverbund TIB (Tel. 971177777, www.tib.org) informiert auf der mehrsprachigen Website oder telefonisch über Verbindungen, Fahrzeiten und aktuelle Tarife. Das Lösen von Mehrfach-Fahrscheinen lohnt sich meistens nur, wenn man mehrmals genau dieselbe Strecke fährt, ist also eher für Berufspendler gedacht. Die Fahrscheine können Sie beim Busfahrer lösen. Im Bahnhof werden auch Fahrräder vermietet – außer im Treppenviertel und in den reinen Fußgängerzonen kein schlechtes und ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel für Palma!

Gegenüber dem Bahnhofshotel befindet sich auch der Jugendstilbahnhof des nostalgischen Ferrocarril de Sóller. Querverbindungen zwischen den Inselorten sind kaum vorhanden; alles ist auf Palma zentriert.

Campingplätze

Mallorca ist keine Insel für Camper: Es gibt keine Campingplätze. Beim Kloster Lluc (Tel. 971871525) ist das Zelten auf Anfrage für eine Nacht ausnahmsweise möglich.

Diplomatische Vertretungen
Deutsches Konsulat

971707737www.palma.diplo.deMo–Fr 9–12 Uhr

Österreichisches Honorarkonsulat

971425146Mo–Fr 10–13 Uhr

Schweizerisches Honorarkonsulat

971768836palmamallorca@honorarvertretung.chMo–Fr nach Terminabsprache

Einreise

Urlauber aus Ländern der Europäischen Union werden für gewöhnlich nicht mehr kontrolliert, sollten jedoch den Personalausweis bei sich haben. Kinder unter 16 Jahren brauchen entweder einen Kinderausweis oder eine Eintragung im Reisepass der Eltern.

Gesundheit

Die Insel verfügt über ein dichtes Netz von Arztpraxen (Adressen deutscher Ärzte finden Sie im „Mallorca Magazin“ und in der „Mallorca Zeitung“, die in Zeitungskiosken erhältlich sind) und Apotheken (farmacias). Außerdem gibt es elf private und zehn staatliche Krankenhäuser (auch mit Dolmetschern). Auch mehr als ein Dutzend Heilpraktiker haben sich auf Mallorca niedergelassen. In den Ferienzentren finden Sie Medizinzentren centros médicos, an vielen Stränden wird Erste Hilfe durch das Rote Kreuz (Cruz Roja) geleistet. Die AOK (Passaje Papa Juan XXIII, 3 bajos, Tel. 971710436, Mo–Fr 9–17 Uhr) unterhält eine Beratungsstelle in Palma. Ärztlicher Notruf des Roten Kreuz (Tel. 971202222) inselweit, rund um die Uhr.

Internet & Wlan

Viele Cafés und Restaurants bieten ihren Kunden inzwischen ein kostenloses WLAN-Netz an. Auf Spanisch wird der Begriff WIFI (Wireless Fidelity) benutzt. Hotels der gehobeneren Klasse verlangen für die Nutzung häufig eine Gebühr (gegebenenfalls beim Buchen erfragen). Immer mehr Strandabschnitte oder öffentliche
Plätze verfügen über ein offen zugängliches, aber möglicherweise langsames WLAN-Netz, so zum Beispiel
die Küste von Calvià, der Strand von Port d’Alcúdia, die alte Mole samt Parc de la Mar in Palma oder der unterirdische Busbahnhof an der Plaça Espanya. Die Adressen der Internet-Cafés (cibercafés) wechseln häufig.

Klima

Der Norden ist kühler als der Süden. Das Frühjahr ist meist mild mit kühlen Abenden und Regenschauern. Der Sommer ist heiß mit Gewittern, im August herrscht hohe Luftfeuchtigkeit. Der Herbst ist bis in den Oktober hinein meist warm, dann gibt es erste Kälteeinbrüche und viel Niederschlag. Der Winter ist vorwiegend mild, wegen hoher Luftfeuchtigkeit abends und nachts kühl bis kalt.

Medien

Die meisten Hotels verfügen über deutsch- und englischsprachige Fernsehprogramme. Viele Zeitungskioske verkaufen nicht nur die großen deutschen und britischen Zeitungen, sondern auch die auf der Insel produzierten deutschsprachigen Wochenzeitungen „Mallorca Zeitung“ (www.mallorcazeitung.es) und „Mallorca
Magazin“ (www.mallorcamagazin.com). Das Livestyle-Magazin „Mallorca Heute“ (www.mallorca-heute.es) erscheint mehrmals im Jahr. Das „Inselradio“ (www.inselradio.com) sendet rund um die Uhr auf deutscher Sprache auf den Frequenzen UKW 95,8 und (im Norden) 96,9 MHz.

Mietwagen

Rund 35 000 Mietwagen werden von Hunderten von Autovermietern angeboten. Prüfen und vergleichen Sie die unterschiedlichen Konditionen. Besonders preisgünstige Angebote müssen nicht immer die seriösesten sein. Ratsam ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall. Ein Mietwagen der unteren Kategorie kostet etwa 175 Euro die Woche ohne Treibstoff – wenn Sie von zu Hause aus buchen. Generell sind Leihwagen, die über das Internet von zu Hause aus gebucht werden (ab und bis Flughafen), sehr viel günstiger als spontan in den Urlaubsorten gemietete.

Notruf

Nationale Notrufnummer112 für Polizei, Feuerwehr, Notarzt

Öffnungszeiten

Restaurants sind üblicherweise geöffnet 13–16 und 19.30–23 Uhr, Geschäfte werktags 9–13/13.30 und 16–20.30 Uhr und länger.

Post

Briefmarken erhalten Sie bei der Post (correos) und in den Tabakläden (tabaco, estanco). Briefkästen sind gelb. Post mit Briefmarken von Privatanbietern wird nur aus firmeneigenen Briefboxen befördert!

Preise

Mallorca hat in etwa das gleiche Preisniveau wie Deutschland. Wochenmärkte sind keine Basare, Feilschen ist unüblich. Nach wie vor vergleichsweise preiswert ist Frischfleisch, nicht jedoch frischer Fisch, da er auch hier rar geworden ist. Touristen klagen über hohe Restaurantpreise – vielerorts zu Recht. Zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis häufig nicht stimmt. Eine Flasche Tischwein kostet im Supermarkt ab 2,50 Euro, im Restaurant manchmal das 15-fache. Organisierte Ausflüge gehen ebenfalls ins Geld: Mit 30–65 Euro für eine Tagesexkursion ohne Verpflegung oder einen Showabend mit Menü müssen Sie rechnen.

Telefon & Handy

Telefongespräche vom Hotel aus sind sehr teuer. Von der Telefonzelle (blaugrün) aus rufen Sie besser mit Telefonkarten an, erhältlich in Tabak- und Souvenirläden ab 5 Euro (ca. 10 Min. Telefonierzeit). Bei Auslandsgesprächen 00 vorwählen, danach die Vorwahl des Landes (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41) und die des Orts (ohne 0), dann die Teilnehmernummer wählen. Die Vorwahl für Spanien lautet 0034. Spanische Telefonnummern bestehen immer aus neun Ziffern, Ortsvorwahlen gibt es nicht. Mallorquinische Festnetznummern beginnen mit 971- oder (selten) 871-, Handynummern mit einer 6 oder (selten) 7. Die größten Mobilnetzbetreiber sind Movistar, Orange und Vodafone.

Trinkgeld

Alle im Dienstleistungsbereich arbeitenden Menschen freuen sich über ein Trinkgeld. In Restaurants sind bis zu 10 Prozent des Gesamtbetrags üblich. Zimmermädchen erwarten 5–6 Euro pro Woche. Bei Taxi- und Busfahrten sollte man großzügig aufrunden, Reiseleiter bei Zufriedenheit mit einem Obolus ab etwa 5–10 Euro bedenken.

Waldbrände

Der Waldbestand Mallorcas ist nicht sehr groß. Umso dramatischer wirken sich Waldbrände aus, die es vor allem nach langen Hitze- und Dürreperioden recht häufig gibt. Neben Pyromanen und Blitzeinschlägen sind Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit die größten Verursacher. Werfen Sie deshalb niemals Zigarettenstummel
aus dem fahrenden Auto, lassen Sie keine leeren Glasflaschen in der Natur liegen und kommen Sie nicht auf
die Idee, im Wald grillen zu wollen. Das ist sogar auf den ausgewiesenen Grill- oder Picknickplätzen nur in den feuchteren Monaten Oktober bis Mai erlaubt!

Wasser

Auch nach dem Bau der von Umweltschützern angefeindeten Meerwasserentsalzungsanlagen bei Palma und dem Einsatz mobiler Entsalzungsanlagen bleibt Trinkwasser, vor allem in regenarmen Jahren, ein Problem auf Mallorca. Besonders im Hochsommer ist das Trinkwasser in vielen Küstenorten sehr salzhaltig. Zudem besteht die Insel aus Kalkstein und das Wasser ist stark kalkhaltig. Es empfiehlt sich, ausschließlich Mineralwasser zu trinken und den Wasserverbrauch auf das unbedingt Nötige zu beschränken.

Yachthäfen

Ein Verzeichnis aller balearischen Yachthäfen mit Angaben zu Lage, Größe, Anzahl der Liegeplätze, maximaler Bootslänge und Hafenausstattung sowie sämtlicher Anbieter von Charteryachten hat Mallorca nauticCarrer Joan Miró2007014Palma de Mallorca971280007www.mallorcanautic.com. Die einzige Agentur auf den Balearen, die alle Charterfirmen (über 80) nennt, beschreibt auf ihrer Website alle verfügbaren Bootstypen. Dort werden auch Skipper für etwa 135 Euro am Tag vermittelt.

Zimmerreservierung

Über Reiseveranstalter gebuchte Hotelzimmer sind in der Regel preiswerter, vor allem All-inclusive-Angebote. Da fast alle Quartiere von Veranstaltern angeboten werden, gibt es kaum Privatangebote. Dadurch können Reisen ins Blaue strapaziös werden. Eine Alternative bietet die vom Hoteliersverband bekämpfte und bislang in einer rechtlichen Grauzone boomende Privatzimmervermietung des Anbieters Airbnb (www.airbnb.de). Von Mai bis Oktober werden Sie kurzfristig nur schwer ein Quartier nach Wahl bekommen. Nützlich für die Zimmersuche ist folgende Internetadresse: www.club-blaues-meer.de. Fincas vermittelt neben vielen deutschen und englischen Reiseveranstaltern die Rusticbooking (Tel. 971721508, www.rusticbooking.com) in
Palma.

Zoll

Waren zum persönlichen Gebrauch (zum Beispiel 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen) können von EU-Bürgern innerhalb der Europäischen Union zollfrei ein- und ausgeführt werden.

Was kostet wie viel?

Taxi

ab 0,88 Euro pro Kilometer

Kaffee

ab 1,40 Euro für einen Espresso

Strand

etwa 13,50-15 Euro für zwei Liegen mit Schirm

Tapa

ab 3,50 Euro für eine halbe Portion

Eis

ab 1,50 Euro für eine Kugel

Leihfahrrad

ab 10 Euro pro Tag

Events, Feste & mehr

Gesetzliche Feiertage
1. Januar

Cap d'any (Neujahr)

6. Januar

Els Reis Mags (Heilige Drei Könige)

1. März

Dia de les Illes Balears (balearischer Regionalfeiertag)

März/April

Divendres Sant (Karfreitag)

1. Mai

Festa del Traball (Tag der Arbeit)

25. Juli

Sant Jaume (Jakobi)

15. August

L'Assumpció (Mariä Himmelfahrt)

12. Oktober

Dia de l'Hispanitat (Nationalfeiertag der Entdeckung Amerikas)

1. November

Tots Sants (Allerheiligen)

6. Dezember

Dia de la Constitució (Tag der Verfassung)

8. Dezember

La Immaculada Concepció (Mariä Empfängnis)

25./26. Dez.

Nadal (Weihnachten)

Feste & Veranstaltungen
Januar

16. Januar: Vorabend von Sant Antoni: spektakulär in Sa Pobla, wo dimonis (Teufel) die Straßen unsicher machen und fogerós (Scheiterhaufen) lodern

20. Januar: Sant Sebastià: Festwoche in Palma; am Vorabend Livemusik auf allen großen Plätzen und Riesenfeuerwerk über dem Hafen

März/April

1. März: Den Tag der Balearen feiert die Inselhauptstadt u.a. mit einem Mittelalter- und Kunsthandwerkermarkt an der Hafenpromenade.

Semana Santa/Pasqua: Am Gründonnerstag findet eine Prozession (ab 19 Uhr) in Palma statt, bei der 30 Bruderschaften mit spitzen Hüten und Gesichtsmasken Marien- und Christusstatuen schleppen. Am Karfreitag tragen Bruderschaften von Pollença beim Devallament die Christusfigur den Kalvarienberg hinab in die Kirche.

April

Mitte April: Weltfolklorefestival mit Umzügen und Shows auf den großen Plätzen in Palma.

Ende April/Anfang Mai: Fira del Disc, Börse für Popmusik in Palmas Messehalle. www.firadeldisc.org

Mai

Ab 2. Sonntag Feria in Sóller; Montagnachmittag moros i cristians: Die Schlacht zwischen Mauren und Christen von 1561 wird nachgestellt.

Juni

Anfang Juni: Internationales Jazzfestival in Cala d'Or

Fronleichnam: Der Processó de les Aguiles in Pollença tanzen zwei kostbar geschmückte Mädchen in Adlerkörpern voraus.

23. Juni: An der Playa de Palma wird die Nit de Foc mit Kerzen, Feuerwerk und Tänzen gefeiert.

Juli/August

16. Juli: Zu Ehren der Virgen del Carmen findet eine farbenfrohe Schiffsprozession in Port d'Andratx statt.

Musikfestivals finden in Valldemossa (Chopin), auf Schloss Bellver in Palma (Sommerserenaden), in Deià/Son Marroig (Kammermusik) und im Kloster Santo Domingo in Pollença (Solisten von Weltruf) statt; die genauen Termine finden Sie in den deutschsprachigen Inselzeitungen.

28. Juli: Bei der Cavalcada de la Beateta (kleine Selige) in Valldemossa stellt in einem festlichen Umzug ein Mädchen aus dem Dorf die Inselheilige Catalina Tomàs dar.

2. August: Beeindruckend echt wirkt die Schlacht zwischen moros i cristians als Höhepunkt des Patronatsfestes in Pollença (19 Uhr am Hahnenbrunnen).

15. August: gewaltiges Feuerwerk mit Musik über dem Hafen von Can Picafort zum Abschluss der Fiesta Virgen del Carmen.

Im Trend

Zum Sattsehen
Nostalgisch

Das Ambiente muss stimmen. Den morgendlichen Kaffee nimmt man in Palma vor der Jugendstilfassade oder auf der Terrasse des Café 1916Plaça Espanya4 ein. Zwischen Säulen an den Marmortischen des Café LíricoAvinguda d'Antoni Maura6 genießen nicht nur Dichter und Denker, einen Espresso auf Eis. Das detailreich dekorierte Café AtlánticoCarrer de Sant Feliu12 ist das Lokal für die späten Stunden. Hier schmecken sowohl Cocktails als auch kühles Bier.

Schlagabtausch
Trendsport

Padel, eine Mischung aus Tennis und Squash, erobert die Insel. Gepadelt wird mit Schlägern auf einem 10 x 20 m großen Platz, der an allen vier Seiten von Mauern umgeben ist. Zum Ausprobieren gehts ins Mega Sport CenterCarrer Dels Fertilizants8Polígono Son Valentí. Nach dem Match können Sie sich im hauseigenen Pool mit olympischen Ausmaßen abkühlen. Wer den rasanten Trendsport mit einem Lehrer kennenlernen will, macht einen Kurs bei Palma PádelCarrer Castella La Manxa6Palma de Mallorcawww.palmapadel.es.

Mundart-Musik
Sing Katalan

Ins Herz der Mallorquiner treffen die heimischen Bands mit ihrer Landessprache, Katalan. Vorne mit dabei sind, die einen loungigen Mix aus Jazz und Pop spielen, sowie die vierköpfige Rock'n'Roll-Band www.anegats.com. Livemusik in der Landessprache gibt es im Pub Es ColomerCarrer Miquel Ordinasshort.travel/mlc4 in Santa Margalida. Für Locals ist das GramolaPaseo Maritimo in Palma der Place to be.

Private Cooking
Dinner at Home

Hier finden Sie auch ohne Tischreservierungen sicher einen Platz: im eigenen Ferienhaus, der Finca oder auf der Yacht. Die Promiköche der Insel kommen zu Ihnen. Marcus Kaspari660605427www.finca-gourmet.com stand früher im Villa Hermosa am Herd und organisiert heute Caterings, kocht oder gibt Kochkurse vor Ort. Jörg Klausmann ist mit seinem Restaurant Mirador de CabreraCarrer de Murillo8Vallgornerawww.mirador-de-cabrera.com eigentlich bereits gut beschäftigt. Doch wenn es sich einrichten lässt, kommt er gern zu Ihnen. Diesen Service schätzen auch zahlreiche Promis.

Früh-Feiern
After-Work-Clubbing

Gegessen wird gegen 21 Uhr, das Nachtleben beginnt weit nach Mitternacht. Wer in Palma ausgehen will, braucht Durchhaltevermögen. Doch auch die Mallorquiner entdecken das After-Work-Clubbing. Das kühl-modern gehaltene MarchicaTorre de Peraires1www.marchicapalma.com startet schon um 16 Uhr mit kleinen Speisen in die Nacht. Wer Kondition hat, kann dort bis 3 Uhr früh durchfeiern. Im El Garito CaféDàrsena de Can Barbarà ist seit den 1970er-Jahren die Musik- und Kunstszene zu Hause, DJs und Livebands fühlen sich wohl – und das schon ab 19 Uhr. Nicht nur Fans von Electro-Beats feiern heutzutage früher, auch Jazz-Aficionados haben die Jam-Sessions nach vorne verlegt. Im intimen Jazz Voyeur ClubCarrer Apuntadores5 kann, aber muss man sich so nicht die Nacht um die Ohren schlagen.

Bloss nicht

Unvorbereitet ins Gebirge

Unterschätzen Sie nicht die Gefahren bei Bergwanderungen! Sie beginnen oft auf Meereshöhe und enden nicht selten über 1000 m. Gehen Sie nie ohne Wanderführer (Mensch oder Buch) ins Hochgebirge, sagen Sie im Hotel Bescheid, wohin Sie gehen, und rüsten Sie sich richtig aus (Bergschuhe, Regenschutz, Sonnencreme, Wasser usw.).

Kutschennepp

Nicht jeder Kutscher versteht unter „Führung“ dasselbe wie Sie. Machen Sie vor Antritt der Fahrt den Preis aus und zahlen Sie für eine halbe Stunde nicht mehr als 40 Euro.

Auf „Nelkenfrauen“ hereinfallen

In touristischen Zentren Palmas und andernorts werden Ihnen Frauen begegnen, die Ihnen Nelken entgegenhalten und Sie ansprechen. Winken Sie entschieden ab und achten Sie auf Ihre Handtasche, Ihre Geldbörse. Die „Damen“ verstehen ihr Handwerk!

Mit dem Tod spielen

Nicht drastisch genug kann davor gewarnt werden, im Meer zu baden, wenn am Strand die rote Fahne weht. Jedes Jahr sterben Menschen aus Leichtsinn oder weil sie Leichtsinnige retten wollten. Unterströmungen bei starker Brandung können lebensgefährlich werden. Ebenso Finca- oder Hotelpools: Mehr als ein Dutzend Kinder ertrinken pro Jahr in ihnen, weil ihre Eltern nicht aufpassen!

Fischteller ohne Preisangabe

Vorsicht bei der Bestellung von Fisch oder Meeresfrüchten in Restaurants ohne Preisangabe auf der Karte! Das kann zur bösen Überraschung für den Geldbeutel werden, denn frisches Meeresgetier ist – weil rar – auch auf Mallorca teuer. Vorher auswiegen lassen und nach dem Kilopreis fragen!

Den Besserwisser herauskehren

Die mallorquinische Mentalität zeichnet sich durch Langmut aus. Die hat jedoch dort ihre Grenzen, wo Fremde sich als Herren aufspielen und ihre Gastgeber wie Lakaien behandeln. Besserwisserei und Angeberei wirken auf Einheimische befremdlich. Und vergessen Sie nicht: Englisch und Deutsch werden vielerorts bestens verstanden!

Hütchenspiele

Vor allem an der Platja de Palma, aber auch andernorts werden Ihnen Hütchenspieler begegnen. Fingierte Kunden täuschen Gewinn vor. Unbedingt Hände weg von diesen Betrügern, die sofort verschwinden, wenn Polizisten auftauchen. Schon viele Gutgläubige haben die Ferienkasse verloren!

Stichworte

Arxiduc

Kaum ein anderer prominenter Inselgast wurde und wird so verehrt wie Ludwig Salvator von Habsburg, Lothringen und Bourbon, Erzherzog (Arxiduc) von Österreich. 1867 ankerte er zum ersten Mal mit seiner Yacht „Nixe“ vor der bizarren Halbinsel Sa Foradada, unterhalb seines späteren Altersruhesitzes Son Marroig. Er verliebte sich nicht nur in die Schönheit der Insel, sondern auch in so manche Inselschönheit. In 40 Jahren schrieb er über 70 Bücher, vor allem das Kolossalwerk „Die Balearen in Wort und Bild“, das er auch selbst illustrierte. Er erwarb ein Stück Land nach dem anderen zwischen Deià und Valldemossa, um die uralten Ölbäume vor den Äxten der Bauern zu schützen, restaurierte Herrensitze und ließ Pfade in den Bergen anlegen, die heute als Wanderwege dienen. Er war der erste Naturschützer der Insel.

Balearen

Vor etwa 15 Mio. Jahren wurden die Balearen durch den Druck, den die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische ausübte, aufgefaltet. Mit 3640 km2 ist Mallorca die größte der fünf Balearenhauptinseln, gefolgt von Menorca, Eivissa (Ibiza), Formentera und Cabrera. Dazu kommen noch an die 190 unbewohnte Eilande. Heute leben auf Mallorca fast 1 Mio. Menschen, knapp 400 000 von ihnen in Palma. Die Balearen haben einen politischen Autonomiestatus (Comunitat Autónoma de les Illes Balears) ähnlich den deutschen Bundesländern. Der Govern Balear mit 59 Abgeordneten betreibt balearenweit Politik; darüber hinaus hat jede Insel mit ihrem Consell Insular, dem Inselrat, ein eigenes Regierungsorgan.

Biogemüse

Immer mehr mallorquinische Landwirte bauen ohne Chemikalien an. Allerdings
finden ihre Produkte selten den Weg in die Supermärkte der Insel. Wenn es dort überhaupt Bioware gibt, wird diese oft vom Fest- oder gar aus dem Ausland herangeschifft. Wer heimisches Ökogemüse sucht, wird eher auf den Wochenmärkten fündig, zum Beispiel samstags auf dem Mercadillo Ecológico in Palma oder sonntags in der Biosektion des Marktes in Santa María.

Cellers

Übersetzt bedeutet das Keller. Heute werden mit celler jedoch ehemalige Weinkeller bezeichnet, die zu Restaurants umfunktioniert wurden. Die hohen, oft riesigen und dennoch urigen, weil schummrigen Lokale servieren oft noch gute mallorquinische Bauernküche. Inca bietet ein halbes Dutzend, Sineu zumindest drei namhafte, und Petras einziges Exemplar nennt sich schlichtweg Celler.

Einwanderer

Derzeit sind über 200 000 Ausländer, davon rund 25 000 deutsche, auf den Balearen gemeldet. Dazu kommt noch eine große Zahl illegal auf den Inseln lebender Residenten. Man schätzt, dass bereits etwa jeder vierte Insulaner ein Zugereister ist. Mallorca ist ein multikultureller Minikosmos geworden, in dem Menschen verschiedener Herkunft, Sprache und Religion meist friedlich nebeneinander leben. Weil die wenigsten europäischen Neuinsulaner die spanische oder gar katalanische Sprache lernen, bleiben sie meist unter sich. Mallorquiner sehen dieser Entwicklung in der Regel gelassen zu.

Finca

Finca bedeutet eigentlich Grundstück, bezeichnet jedoch inzwischen mehr das Haus auf einem Stück Land. Meistens handelt es sich um ein rustikales Bruchsteinhaus, ockerfarben und massiv, oft mit jahrhundertealter Patina und Geschichte. Nachdem viele Fincas nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wurden, verfielen sie, bis in den 1980er-Jahren britische und deutsche Agenturen und Veranstalter begannen, Fincaferien in ihren Ländern anzubieten. Dazu mussten die alten Häuser vorher mit modernem Komfort versehen werden. So entstand eine reizvolle Urlaubsvariante abseits vom Rummel an den Stränden, mitten im beschaulichen Hinterland. Inzwischen vermieten nicht nur Mallorquiner, sondern auch ausländische Zweitwohnsitzler ihre Fincas.

Flora & Fauna

Mallorca ist immer grün. Und Mallorca ist eine Insel der Bäume. Schon beim Landeanflug faszinieren die weiten Mandelbaumplantagen auf zumeist roter Erde, aber auch die Bergterrassen mit weitläufigen Öl- und Zitrusbaumhainen. Mandel- und Feigenbäume verlieren für etwa drei Monate ihre Blätter, wobei die Mandelblüte von Mitte Januar bis März und die Orangenreife im Winter der Insel zusätzlich Farbe verleihen. Etwa 1500 Pflanzenarten kennt man auf der Insel, darunter allein an die 100 Orchideenarten. Sommergäste erfreuen sich besonders am rotlila Farbenrausch der Bougainvillea, die Hauswände und Torbogen überrankt, am Oleander, der ganze Straßenzüge und Autobahnen säumt, am Feuerrot des Hibiskus und an haushohen Palmen. Millionenfache erste Frühlingsboten im Januar sind die weißrosa Mandelblüten. Ihnen folgen im März gelbe und weiße Margeriten, die wie Teppiche Felder und Äcker bedecken. Der April beschert lila Wildgladiolen, der Mai feuerroten Mohn. Nach den ersten Regenfällen im Herbst beleben gelber Sauerklee und orangefarbene wilde Ringelblumen die Natur. Steineichenwälder bedecken 150 km2 der Serra de Tramuntana, in ausgedehnten Aleppokiefernwäldern ertönt im Hochsommer das ohrenbetäubende Konzert der Singzikaden.

So reich die Insel an Pflanzen ist, so arm ist sie indes an Tieren. Großwildarten sind nicht anzutreffen. Was es gibt, sind Wildkaninchen, Feldhasen, Marder, Ratten, Mäuse sowie verwilderte Ziegen, die mit ihrem Verbiss viel Schaden anrichten. Zahlreiche Insektenarten, vor allem aber Vögel bestimmen die Inselfauna. Raubvogelarten werden teilweise rekultiviert, weil sie auszusterben drohten. Am und im Meer können Feriengäste den gefräßigen Kormoran entdecken, zahlreiche Muschel- und Schneckenarten, jede Menge Krebstiere und viele Fischarten.

Mallorquí

Auf Mallorca ist die erste Amtssprache català, das Katalanische. Das mallorquí ist ein katalanischer Dialekt. Katalanisch ist eine eigenständige romanische Sprache, die heute von mehr als 7 Mio. Menschen gesprochen wird. Nach der Eroberung Mallorcas 1229 durch Jaume I. wurde das català auf der Insel eingeführt. Anfang des 18. Jhs. verlor das Katalanische im Zug des Spanischen Erbfolgekriegs seinen offiziellen Charakter, den es erst in der Zweiten Republik (1931–36) zurückerhielt. Nach dem Ende des spanischen Bürgerkriegs 1939 wurden katalanische Sprache und Kultur regelrecht verfolgt. Francos Regime verordnete landesweit das castellano, also das, was außerhalb Spaniens unter Spanisch verstanden wird. Erst der Demokratisierungsprozess nach Francos Tod und die Autonomiebewegungen gaben den Mallorquinern ihre Heimatsprache zurück. Seit 1991 werden Orts- und Straßennamen nur noch in mallorquí wiedergegeben, das sich vor allem durch einen zusätzlichen sogenannten balearischen Artikel vom català unterscheidet (zum Beispiel Ses Salines).

Miradors

Miradors sind Aussichtspunkte und als solche auf Landkarten, an Landstraßen und markanten Panoramaplätzen zu finden. Manchmal werden sie auch mit dem Symbol einer Kamera angekündigt. Die großartige Küstenstraße in der Serra de Tramuntana zwischen Andratx und Kap Formentor ist reich an solchen Aussichtspunkten.

Mittagsmenü

Viele spanische Restaurants und Bars bieten werktags zwischen 13.30 und 15.30 Uhr ein im Vergleich zur Karte sehr viel preiswerteres Mittagsmenü an. Meist wählt der Gast jeweils einen von mehreren primeros (1. Gang) sowie einen segundo (2. Gang). Brot, Oliven, ein Getränk und Nachtisch sind häufig im Preis inbegriffen.

Naturstrände

Es gibt sie auf Mallorca zwar nicht wie Sand am Meer, dank der Initiative von Umweltschützern jedoch häufiger, als viele Urlauber wissen. Da sind zum Beispiel im Norden der Dünenstrandabschnitt zwischen Son Serra de Marina und Colònia de San Pere, gleich ein halbes Dutzend zwischen dem Cap de Ferrutx und dem Cap des Freu. An der Südküste reihen sich mehrere Strände aneinander zwischen Sa Rapita und Colònia de Sant Jordi sowie von Colònia de Sant Jordi bis zum Cap de ses Salines. Der bekannteste (und vollste) ist Es Trenc, der schönste und weniger besuchte die Platja d'es Caragol.

Prominenz

Keine Geringeren als Ihre Majestäten, König Felipe VI. und Königin Letizia, führen das nicht enden wollende Aufgebot prominenter Inselbesucher an. Jahr für Jahr fliegen sie wie die Zugvögel ein, die Stars und Sternchen der Unterhaltungsbranche, des Film- und Showgeschäfts, des Sports, Politiker und Journalisten, Topmanager, Models und Starköche, Künstler aller Couleur, Lebenskünstler, Playboys – und, und, und. Man trifft sich vorzugsweise in den Häfen von Andratx und Portals Nous und in Camp de Mar.

Schmuggler

Viele Wanderwege im Gebirge und am Meer waren ehemals Schmugglerpfade, auf denen bis ins 20. Jh. hinein bei Nacht säckeweise Zigaretten, Alkohol und Kaffee in Verstecke geschleppt und später von den Bandenbossen mit großem Gewinn verhöckert wurden. Die Ware kam mit Schnellbooten über das Meer. Der größte Schmuggler der Neuzeit war Joan March, der 1880 im Dorf Santa Margalida als Sohn eines Schweinehirten geboren wurde. Als er 1962 bei einem Verkehrsunfall mit seinem Rolls-Royce starb, zählte er zu den zehn reichsten Männern der Welt. Er begann seine Karriere zunächst mit dem Schweinehandel. Sein Reichtum wuchs durch Zigarettenschmuggel und den Verkauf von Grundstücken. Er investierte u.a. in Tabak, Straßenbau und Stromversorgung, gründete eine eigene Schiffslinie und 1926 die Banca March. Im Zweiten Weltkrieg unterstützte er den Putsch von Franco und verdiente am Handel mit Waffen.

Talaiots

Talaia heißt Wacht- oder Aussichtsturm. Das davon abgeleiteten talaiot bezeichnet prähistorische Megalithbauten, die auf Mallorca und anderen Baleareninseln vorkommen. Man nimmt an, dass diese Siedlungen, die von 1300 v. Chr. bis in die römische Besatzungszeit existierten, religiösen Zwecken dienten. Meistens stand der Wachtturm im Zentrum, bis zu 8 m hoch und aus tonnenschweren Steinblöcken errichtet. Mehr als 100 solcher vorgeschichtlicher Siedlungen gibt es auf Mallorca.

Tapas & Co.

Eine tapa ist eigentlich nur eine winzige Portion eines Fisch-, Fleisch- oder Gemüsegerichts, die früher als Deckelchen zu einem Glas Wein oder Bier gereicht wurde. Weil in Mode, werden fälschlich viele ganz normale Tellerportionen als Tapas ausgewiesen. Ein authentisches Tapalokal präsentiert sein Angebot in einer Theke. Immer mehr Lokale bieten inzwischen pinchos an, kleine warme oder kalte Leckereien, mit einem Zahnstocher aufgespießt auf einer Scheibe Brot. Abgerechnet wird nachher pro Zahnstocher. Diese Art Tapa kommt aus Nordspanien und erfreut sich auch auf Mallorca großer Beliebtheit.

Umweltschutz

Die ersten kritischen Denkanstöße zum Thema Umweltschutz kamen vom GOB, dem Grup de Ornitologia i Defensa de la Naturalesa, der 1971 als Vogelschutzbund gegründet wurde und mittlerweile zur größten und einflussreichsten privaten Umweltschutzorganisation herangewachsen ist. Bald nach seiner Gründung zwang er die Regierung zum Umdenken. Bereits an Investoren und Baulöwen vergebenes Land wurde zurückgekauft und unter Naturschutz gestellt. In den 1980er-Jahren wurden Gesetze verabschiedet, die ein Drittel der Insel unter Naturschutz stellten und zukünftige Hotelbesitzer verpflichteten, mit jedem neuen Gästebett 60 m2 Grünfläche anzulegen. Energieersparnis ist ein aktuelles Thema. Hotelgruppen suchen nach Lösungen, mit neuen Materialien und Techniken Energie zu sparen. Auf Mallorca gewinnt auch die Slowfood-Bewegung immer mehr Anhänger. Es ist der Versuch, Naturprodukte der Insel zurückzugewinnen für die Bevölkerung und Gastronomie. Namhafte Spitzenköche verwenden nur noch Inselprodukte, Bodegas kultivieren Ökoweine, Bauern besinnen sich auf traditionelle Produkte und Anbauweisen, die von der Inselregierung teilweise subventioniert werden.

Bücher & Filme

Ein Winter auf Mallorca

schildert die Hassliebe von George Sand zu der Insel und deren Bewohnern im Winter 1838/39, den sie mit ihrem Geliebten Frédéric Chopin in Palma und Valldemossa erlebte und erlitt: ein Lektüre-Muss.

Der blutige Buchara

So heißt der witzige Krimi des amerikanischen Hoteliers George Scott. Originell ist die Idee, das Buch zusammen mit einer guten Flasche vino tinto aus Binissalem als Mallorca-Krimipaket zu verkaufen; doppelter Genuss!

Mallorca – ein Jahr

Dieser Band ist ebenfalls als leichte Ferienlektüre zu empfehlen. Autoren sind die beiden Journalisten Heinrich Breloer und Frank Schauhoff. Erzählt wird die (fast) authentische Geschichte eines Journalisten, der sich in einer Auszeit von einem Jahr auf Mallorca in eine Insulanerin und in die Insel verliebt.

short.travel/mlc1

Website für Filmfans, die eine Vielzahl der auf der Insel entstandenen Filme listet. Drehtage verbrachten hier u.a. Detlev Buck für die Kömodie Rubbeldiekatz oder Tom Tykwer für Cloud Atlas.

Mallorca – Gastronomie und Kochkunst

Treffender und anschaulicher kann der Bezug zwischen Landschaft und Küche nicht dargestellt werden; dazu 39 Rezepte zum Nachkochen.

Fakten

Einwohner
923.608
Fläche
3.620 km²
Sprache
Katalanisch
Strom
220 V, 50 Hz
Hauptstadt
Palma
Reisepass / Visum
nicht notwendig
Ortszeit
11:53 Uhr
Zeitverschiebung
keine
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