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Stadttour Mailand: Zu Fuß zu den Highlights

Dom, Galleria, Abendmahl, Scala und am Abend einen Cocktail im Navigli-Viertel. Fast alle der wichtigen Mailänder Sehenswürdigkeiten lassen sich gut zu Fuß erkunden. Falls es regnet, leistet die Mailänder Straßenbahn gute Dienste – wie auch bei müden Füßen. Dauer: Ein Tag und abhängig davon, welche Museen wie lange besichtigt werden.

Auf dem Domplatz mit dem imposanten Mailänder Dom (1) mitten im historischen Zentrum Mailands ist am frühen Vormittag noch etwas weniger los. Per Treppen oder Fahrstuhl geht es hinauf auf die Domterrassen, um die Marmorstatuen aus der Nähe zu bewundern und den tollen Ausblick auf die Skyline zu genießen. Bei klarer Sicht sind die Alpen zu sehen.

Gleich am Domplatz betrittst du mit der Galleria Vittorio Emanuele II (2) die gute Stube der Mailänder. Hier finden sich zwei berühmte Mailänder Originale. Das Taschengeschäft, das Mario Prada 1913 gründete, hat noch heute die originalen Möbel und den Marmorboden. In der Bar Camparini wird seit jeher die Aperitiftradition gelebt. Wer mag, legt in der Pasticceria Marchesi in der Galleria eine Pause für ein zweites Frühstück ein.

Eine Aufführung in Mailands berühmter Oper Teatro alla Scala (3) in der Via Filodrammatici 2 lohnt sich auf jeden Fall. Du fragst dich vielleicht, ob man von ganz oben im sechsten Rang die Bühne noch gut sehen kann? Man kann auf jeden Fall ausgezeichnet hören, denn mit der komplett renovierten Bühnenausstattung und Technik bietet La Scala ein hervorragendes Klangerlebnis. Die roten Velourstapeten gehören zur Originalausstattung und wurden ebenfalls erneuert. Es gibt keine Eintrittskarten mehr? Dann sollte man wenigstens im Museo Teatrale alla Scala (4) in Operngeschichte schwelgen und das Gebäude und den Zuschauersaal besichtigen.

Warum nicht zum Mittagessen stilecht bei Armani im Emporio Armani Caffè (5) in der Via Croce Rossa 2 einkehren? Frische Salate, ein Pastagericht und natürlich ein leckeres Risotto allo zafferano, das goldgelbe Safranrisotto, stehen auf der Speisekarte.

Von der Piazza della Scala ist es ein zehnminütiger Fußweg bis in Mailands sündhaft teures Modeviertel um die Via Monte Napoleone, das Quadrilatero d’Oro (6). Doch ein Schaufensterbummel hier gehört zu einem Mailandbesuch einfach dazu. Viele der Palazzi haben schöne, versteckte Innenhöfe. In der Via Gesù befindet sich zudem das sehenswerte Kunstmuseum Bagatti Valsecchi (7) in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert, der interessante Einblicke in Leben, Wirken und die Passionen einer reichen Mailänder Familie gibt.

Nach einem zehnminütigen Spaziergang (vom Modeviertel aus) steht man vor dem Palazzo Brera, Sitz der Kunstakademie und Pinacoteca di Brera (8) (Via Brera 28). Ein paar Stunden lassen sich hier leicht bei der Betrachtung der versammelten Meisterwerke wie Andrea Mantegnas "Beweinung Christi" oder Raffaels "Vermählung Mariä" verlieren. Auch wenn sie Jahrhunderte alt sind, diese Gemälde fesseln heute noch, weil sie mit größter Kunstfertigkeit gemalt sind und voller Einfallsreichtum stecken.

Den Besuch im Refektorium der Kirche Santa Maria delle Grazie (9) (Piazza di Santa Maria delle Grazie), wo sich Leonardo da Vincis meisterliches Fresko "Das letzte Abendmahl" ("Cenacolo Vinciano") befindet, solltest du einige Monate im Voraus planen und buchen. Aus Konservationsgründen (das Fresko ist sehr empfindlich) kann es nur mit Voranmeldung und für 15 Minuten besichtigt werden. Aber auch die Kirche Santa Maria delle Grazie selbst ist äußerst sehenswert, mit ihren meisterhaft ausgestalteten Kapellen und von Bramante entworfenen Apsiden, Kuppel und Kolonnade.

Die riesige Burganlage Castello Sforzesco (10) mit ihren zahlreichen Museen liegt nur einen kurzen Fußweg entfernt. Spaziere durch die Anlage und schau dir Michelangelos letzte Skulptur Pietà Rondanini (11) auf ihrem erdbebensicheren Sockel an. Da sie unvollendet geblieben ist, bleiben uns nur Vermutungen über ihre letztendliche Ausgestaltung. Deutlich wird, dass Michelangelo während der Arbeit seine Meinung änderte. Die Antwort auf die Frage, wer wen hält, liegt im Auge des Betrachters – und seines Blickwinkels.

Wer mag, macht einen Spaziergang im Parco Sempione (12).

So viel Sightseeing macht natürlich hungrig. Traditionelle Mailänder Küche wird in der Trattoria Madonnina (Via Gentilino 6) unweit des Naviglio Grande im Navigli-Viertel (13) serviert. Oder doch lieber eher kreativer Küche im Font de Ferr (Ripa di Porta Ticinese 55) direkt am Wasser?

Wer Lust hat, kehrt auf einen Cocktail ins Mag Café (Ripa di Porta Ticinese 43, durchgängig geöffnet) oder Morgante Cocktail and Soul (Vicolo Privato dei Lavandai 2, ab 19.00 Uhr) ein. Hier triffst du mit Sicherheit auch auf andere Nachtschwärmer!

Kunstbegeistert? Entdecke Architektur & Kunst auf einer Stadttour

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