Loire-Tal Essen & Trinken

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Gut sortierter Weinkeller mit 80 Prozent Bioweinen und ein Restaurant, das fast ausschließlich mit Produkten aus der Region arbeitet.
Wunderschön gestaltetes Lokal im Fachwerkhaus des 15. Jhs. mit Sommerterrasse auf einem Plätzchen in der Stadtmitte, ausgesuchter regionaler Küche und sehr freundlichem Service.
Christophe Cosme hat einen Michelin-Stern, bietet aber in der Altstadt von Blois unter der Woche am Mittag und am Abend sein Menü für 24 Euro an, in dem sogar ein Glas Wein oder der Kaffee…
Schöne Terrasse im Sommer, Kamin im Winter – das Restaurant in der Altstadt setzt auf eine angenehme Atmosphäre und regionale Produkte. Jeden Tag werden die Menüs auf eine Schiefertafel…
Dieses typische Gartenrestaurant, ein volkstümliches Tanzlokal mit Akkordeonmusik, hat ein wunderbares Ambiente.
Chef Guillaume Foucault ist nach Stationen in Paris in die Heimat zurückgekehrt. Hier verwendet er die Produkte aus der Region, kombiniert sie mit exotischen Zutaten und macht jedes Menü zum…
Es muss nicht immer Süßes sein: Der Schokoladenspezialist von Amboise bietet im Sommer kleine Gerichte auf der Terrasse mit Blick aufs Schloss. Zum Dessert passt dann vielleicht doch noch ein…
Im Sommer ist die Guinguette de Tours, das Uferlokal unter freiem Himmel an der Wilson-Brücke der schönste Treffpunkt der Stadt: Konzerte, Workshops, Verkostungen, Tanz, Spiele, Kleinkunst und…
Gegenüber dem Schloss liegt das sympathische Café-Restaurant La Barbacane, in dem vom originellen Salatteller über klassische Gerichte bis hin zum Dessert ordentliche Mahlzeiten zu günstigen…
Das Ehepaar Huard betreiben das traditionelle Restaurant in der Altstadt. Produkte der Region, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Direkt am Fuß des Schlosses in einem Fachwerkhaus, das früher einen Lebensmittelladen beherbergte, residiert dieses Restaurant. Es werden regionale Spezialitäten wie Zanderterrine oder rillette vom…
Mitten in der Altstadt befindet sich dieses kleine Restaurant im Stil eines Bistros mit innovativer Küche.
Am Ende des Kanals, direkt an der Loire, aber gute 4 km vom Zentrum entfernt setzt Frédéric Jenot auf phantasievolle Rezepte der Region und eine Weinkarte, auf der 90 Prozent der Tropfen aus dem…
Sehr gute regionale Küche bietet dir die Auberge de la Loire.
Der Chef hat sein Handwerk bei Sterne-Köchen gelernt und bietet im Bistrot eine kleine Karte mit frischen Produkten der Region an.
Céline und Mickaël Pihours haben mit ihrer kreativen Küche dieses kleine Restaurant mit der Gartenterrasse in den Gourmethimmel gehoben.
Alain Champion hat das ehemalige Sternerestaurant neben der Kirche von Lanthenay übernommen und das Haus gründlich renoviert.
Der Bretone Alain Gérard betreibt ein paar Schritte von der Place Martroi entfernt ein kleines Restaurant mit frischen Produkten aus der Region. Unbedingt vorher reservieren.

Essen & Trinken

Renaissance alter Rezepte

Schlemmen ist an der Loire und in ihren Seitentälern immer noch ein Lieblingsvergnügen von Rabelais’ Nachfahren. Allerdings sind die Portionen heute nicht mehr so üppig und werden aus Respekt vor Alkoholkontrollen die Gläser lange nicht mehr so oft nachgeschenkt. Die alten Rezepte aber werden überall wieder rausgekramt. Wie zum Beispiel das Haselhuhn (géline de Touraine), das wegen seiner Faulheit – es legt nicht gerne Eier – fast von den Speisekarten verschwunden war. Rabelais muss das feste, wildähnliche Fleisch dieses Hühnchens genauso gekannt haben wie die Spezialität an Sarthe und Loir, die rillettes. Natürlich soll der Salat mit den lauwarmen Fleischstücken mit Weinessig aus Orléans angemacht sein – oder auch mit Nussöl (huile de noix). Weiter im Westen, im Anjou, werden heute wieder Fische wie anguille (Aal) und lamproie (Neunauge) gefischt, und – die Reben wachsen ja vor der Haustür – in Rotwein aus Chinon, Bourgueil oder Saumur-Champigny gekocht.

Das isst man hier so

Ein so richtig typisches Gericht, das ausschließlich an der Loire gegessen wird, gibt es nicht. Regionale Unterschiede aber durchaus. Die Sologne steht mit ihren Wäldern wie zu des Dichters Zeiten für Wild wie lièvre (Hase), chevreuil (Reh), sanglier (Wildschwein) oder cerf (Hirsch), die im Herbst mit Pilzen wie cèpe (Steinpilz) oder girolles (Pfifferlinge) serviert werden. 3000 Teiche rund um Romorantin sorgen für Nachschub bei Süßwasserfischen wie sandre (Zander), brochet (Hecht) oder carpe (Karpfen). Romorantin ist zudem für seine Erdbeer- und Spargelproduktion bekannt.

Geschickt vertuscht

Ein Glück, dass das Missgeschick der Schwestern Tatin als Rezept für ein köstliches, aber kalorienschweres Dessert, die tarte Tatin, überlebt hat: Den beiden Damen war im 19. Jh. in der Sologne aus Versehen der Apfelkuchen mit der Fruchtseite nach unten in den heißen Backofen gerutscht. Seitdem ist die Süßigkeit zum Klassiker avanciert und wird immer „gestürzt“ gebacken.

Köstlicher Käse

Vor dem Nachtisch ist aber erst einmal Käse angesagt. Zwar gibt es im Städtchen Sancerre keine einzige Ziege, aber rings um den Weinbauhügel sorgen die Herden für die Milch, aus der nach alten Rezepten der crottin de Chavignol hergestellt wird, einer der fünf Ziegenkäse der Region, die mit der Herkunftsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Contrôlée) geadelt sind. Achtung, beim Käseschneiden in Gesellschaft von Franzosen ist Vorsicht geboten! Runde Käsesorten werden niemals in Scheiben, sondern immer von der Mitte nach außen, wie eine Torte, geschnitten, damit alle etwas vom weichen Herzen des Käses abbekommen. Im Internet gibt es zig Anleitungen, google einfach mal „couper le fromage“!

Abendfüllendes Thema: Wein

„Das ist der beste Wein, den ich je getrunken habe“, schwärmte schon Henri IV: „Wenn ihn jeder im Königreich kosten könnte, gäbe es bald keine Religionskriege mehr.“ Der König sprach vom Rotwein aus Sancerre, der aber nach der Reblauskatastrophe im 19. Jh. fast völlig vom Weißwein verdrängt wurde. Heute setzen anspruchsvolle Winzer in den gut 40 registrierten Appellationsgebieten wieder auf alte Rebsorten und traditionelle Anbautechniken. Mehr und mehr Weinbauern arbeiten zudem mit Biotrauben. Gekeltert wird der weiße Tropfen, der ewig lange gelagert werden kann, aus der weißen Chenin-Traube. „Ein Wein wie Taft“, urteilte Rabelais, der natürlich auch die weichen, vollen moelleux-Weine schätzte, die am Layon aus süßen, edelfaulen Chenin-Trauben hergestellt werden. Beste Lagen sind Bonnezeaux und Quarts-de-Chaume. Weiße Jahrhundertweine aus Chenin gibt es aber auch am Loir-Fluss, im Weinbaugebiet Jasnières, das wie viele andere seinen Ruf mit Überproduktionen fast ruiniert hatte. Jetzt kehren Winzer zu ihren Wurzeln zurück und produzieren auf kleinen Parzellen große Weine. Für Sekt, der nach derselben Methode wie in der Champagne gekeltert wird, aber den Namen nicht tragen darf, sind die klassischen Häuser wie Ackerman oder Bouvet-Ladubay weiter die besten Adressen.

Essen auf UNESCO-Niveau

2010 wurde die französische Küche als immaterielles Kulturgut anerkannt. Gutes Essen und gute Weine kosten deswegen aber nicht zwingend die Welt. Das Tagesmenü (menu du jour) muss nicht die klassischen drei Gänge haben. Immer öfter gibt es zum Mittagessen (déjeuner) die Kombination Vorspeise (entrée) und Tagesgericht (plat du jour) oder Hauptgericht (plat principal) und Nachtisch (dessert). Selbst das Abendessen (dîner) muss auch in Feinschmeckerrestaurants nicht unbedingt in Völlerei à la Rabelais ausarten. Wer auf Käse oder Kuchen verzichtet, wird schon lange nicht mehr schief angesehen. In Frankreich wird zumeist mittags als auch abends warm gegessen. Eine Ausnahme: Das apéro dînatoire, bei dem zum geselligen Aperitif mehr oder weniger elaborierte Snacks serviert werden.

Spezialitäten

Vorspeisen

Rillettes

Schweinebrustaufstrich

Rillauds (anjou) oder Rillons (touraine)

Schweinebruststücke in Gemüsebrühe mit Kräutern geschmort, lauwarm mit Salaten serviert

Galipettes garnies

Riesenchampignons mit Gemüse oder Hackfleisch gefüllt

Pâté berrichon

Pastete mit Ei

Hauptgerichte

Lamproie

Neunauge in Rotweinsoße

Fouace oder Fouée

knusprige Teigtaschen gefüllt mit rillettes, Gemüse, Pilzen oder Ziegenkäse

Anguille

gehackter Aal, gekocht in Chinon-Rotwein mit Pilzen und Zwiebeln

Aloses

frittierte Maifische

Quasi de veau à l’angevine

Kalbsschenkel mit Schweineschwarte, Zwiebeln und Karotten

Risotto à la truffe noire de touraine

Risotto mit schwarzen Trüffeln

Tourte berrichonne

Kartoffelkuchen

Desserts

Tarte tatin

warmer, gestürzter Apfelkuchen, mit Vanilleeis oder Crème fraîche serviert

Poires und Pommes tapées

im Holzofen gedörrte Birnen und Äpfel, flach gedrückt und in Wein, Zuckersirup oder Alkohol eingelegt

Nougat de tours

Mandelkuchen mit Aprikosenmarmelade und kandierten Früchten