Loire-Tal Alle

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Essen & Trinken

Renaissance alter Rezepte

Schlemmen ist an der Loire und in ihren Seitentälern immer noch ein Lieblingsvergnügen von Rabelais’ Nachfahren. Allerdings sind die Portionen heute nicht mehr so üppig und werden aus Respekt vor Alkoholkontrollen die Gläser lange nicht mehr so oft nachgeschenkt. Die alten Rezepte aber werden überall wieder rausgekramt. Wie zum Beispiel das Haselhuhn (géline de Touraine), das wegen seiner Faulheit – es legt nicht gerne Eier – fast von den Speisekarten verschwunden war. Rabelais muss das feste, wildähnliche Fleisch dieses Hühnchens genauso gekannt haben wie die Spezialität an Sarthe und Loir, die rillettes. Natürlich soll der Salat mit den lauwarmen Fleischstücken mit Weinessig aus Orléans angemacht sein – oder auch mit Nussöl (huile de noix). Weiter im Westen, im Anjou, werden heute wieder Fische wie anguille (Aal) und lamproie (Neunauge) gefischt, und – die Reben wachsen ja vor der Haustür – in Rotwein aus Chinon, Bourgueil oder Saumur-Champigny gekocht.

Das isst man hier so

Ein so richtig typisches Gericht, das ausschließlich an der Loire gegessen wird, gibt es nicht. Regionale Unterschiede aber durchaus. Die Sologne steht mit ihren Wäldern wie zu des Dichters Zeiten für Wild wie lièvre (Hase), chevreuil (Reh), sanglier (Wildschwein) oder cerf (Hirsch), die im Herbst mit Pilzen wie cèpe (Steinpilz) oder girolles (Pfifferlinge) serviert werden. 3000 Teiche rund um Romorantin sorgen für Nachschub bei Süßwasserfischen wie sandre (Zander), brochet (Hecht) oder carpe (Karpfen). Romorantin ist zudem für seine Erdbeer- und Spargelproduktion bekannt.

Geschickt vertuscht

Ein Glück, dass das Missgeschick der Schwestern Tatin als Rezept für ein köstliches, aber kalorienschweres Dessert, die tarte Tatin, überlebt hat: Den beiden Damen war im 19. Jh. in der Sologne aus Versehen der Apfelkuchen mit der Fruchtseite nach unten in den heißen Backofen gerutscht. Seitdem ist die Süßigkeit zum Klassiker avanciert und wird immer „gestürzt“ gebacken.

Köstlicher Käse

Vor dem Nachtisch ist aber erst einmal Käse angesagt. Zwar gibt es im Städtchen Sancerre keine einzige Ziege, aber rings um den Weinbauhügel sorgen die Herden für die Milch, aus der nach alten Rezepten der crottin de Chavignol hergestellt wird, einer der fünf Ziegenkäse der Region, die mit der Herkunftsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Contrôlée) geadelt sind. Achtung, beim Käseschneiden in Gesellschaft von Franzosen ist Vorsicht geboten! Runde Käsesorten werden niemals in Scheiben, sondern immer von der Mitte nach außen, wie eine Torte, geschnitten, damit alle etwas vom weichen Herzen des Käses abbekommen. Im Internet gibt es zig Anleitungen, google einfach mal „couper le fromage“!

Abendfüllendes Thema: Wein

„Das ist der beste Wein, den ich je getrunken habe“, schwärmte schon Henri IV: „Wenn ihn jeder im Königreich kosten könnte, gäbe es bald keine Religionskriege mehr.“ Der König sprach vom Rotwein aus Sancerre, der aber nach der Reblauskatastrophe im 19. Jh. fast völlig vom Weißwein verdrängt wurde. Heute setzen anspruchsvolle Winzer in den gut 40 registrierten Appellationsgebieten wieder auf alte Rebsorten und traditionelle Anbautechniken. Mehr und mehr Weinbauern arbeiten zudem mit Biotrauben. Gekeltert wird der weiße Tropfen, der ewig lange gelagert werden kann, aus der weißen Chenin-Traube. „Ein Wein wie Taft“, urteilte Rabelais, der natürlich auch die weichen, vollen moelleux-Weine schätzte, die am Layon aus süßen, edelfaulen Chenin-Trauben hergestellt werden. Beste Lagen sind Bonnezeaux und Quarts-de-Chaume. Weiße Jahrhundertweine aus Chenin gibt es aber auch am Loir-Fluss, im Weinbaugebiet Jasnières, das wie viele andere seinen Ruf mit Überproduktionen fast ruiniert hatte. Jetzt kehren Winzer zu ihren Wurzeln zurück und produzieren auf kleinen Parzellen große Weine. Für Sekt, der nach derselben Methode wie in der Champagne gekeltert wird, aber den Namen nicht tragen darf, sind die klassischen Häuser wie Ackerman oder Bouvet-Ladubay weiter die besten Adressen.

Essen auf UNESCO-Niveau

2010 wurde die französische Küche als immaterielles Kulturgut anerkannt. Gutes Essen und gute Weine kosten deswegen aber nicht zwingend die Welt. Das Tagesmenü (menu du jour) muss nicht die klassischen drei Gänge haben. Immer öfter gibt es zum Mittagessen (déjeuner) die Kombination Vorspeise (entrée) und Tagesgericht (plat du jour) oder Hauptgericht (plat principal) und Nachtisch (dessert). Selbst das Abendessen (dîner) muss auch in Feinschmeckerrestaurants nicht unbedingt in Völlerei à la Rabelais ausarten. Wer auf Käse oder Kuchen verzichtet, wird schon lange nicht mehr schief angesehen. In Frankreich wird zumeist mittags als auch abends warm gegessen. Eine Ausnahme: Das apéro dînatoire, bei dem zum geselligen Aperitif mehr oder weniger elaborierte Snacks serviert werden.

Shoppen & Stöbern

Vintage

Du liebst es shabby chic? Dann bist du in den Antiquitätenläden von Tours, Angers, Orléans und La Chartre-sur-le- Loir gut aufgehoben. Ein wichtiger Umschlagplatz ist außerdem der Flohmarkt Les Puces de Montsoreau jeden zweiten Sonntag eines Monats am Ufer der Loire. Mit etwas Glück ergatterst du ein paar seltene Stücke aus einem der tausend Schlösser und Herrensitze.

Einmal handmade, bitte!

Sie sind nicht unbedingt günstig, bieten dafür aber beste Qualität: Die Fayence- und Keramikmanufakturen in Gien (gien.com), Malicorne (faienceriemalicorne.com), Mehun-sur-Yèvre (poleporcelaine.fr) an der sogenannten Porzellanstraße rund um Bourges oder in Les Rairies (rairies.com) im Anjou konfrontieren Tradition des Handwerks und modernes Design. Den perfekten Beweis dafür liefert das in einem Tuffsteinfelsen eröffnete Kunsthandwerkerdorf in Turquant mit seiner Boutique Métiers d’Art (boutique-artisans-dart.fr), in der vor allem die Glasbläser, Keramiker, Schmuckhersteller und Designer der kleinen Kommune ihre Produkte präsentieren.

Leckeres zum Heimbringen

Die Liköre aus dem Hause Combier in Saumur, Köstlichkeiten wie das Quittengelee (cotignac) von Orléans, die Schokoladenspezialität im Schieferdesign aus Angers (quernons d’ardoise), die Kirschen in kandiertem Maronenteig (muscadin) aus Langeais oder die ersten gefüllten Bonbons der Welt, die forestines aus Bourges, musst du daheim lange suchen. Ganz zu schweigen von den Fischdelikatessen aus der Loire wie Aal, Neunauge oder Zander, die in Konserven ohne Probleme die Heimreise überstehen. Auch beim Käsekauf ist die Qual der Wahl groß: Soll’s der kleine runde crottin de Chavignol sein, die mit Asche bestreute stumpfe pyramide de Valençay oder der Käsescheit auf seinem Strohhalmbett aus Ste-Maure-de-Touraine?

Wie Könige

Comme des rois (commedesrois.com) heißt das flippige Modelabel, das drei Freunde aus Liebe zum Loire-Tal ins Leben gerufen haben. Ihre T-Shirts, Tragetaschen und Schürzen spielen subtil auf die Geschichte der Region an: Stilisierte Porträts der regionalen Helden von Jeanne d’Arc bis François I sowie allegorische Embleme der einstigen Herrscher wie Hirsch, Stachelschwein oder Salamander sind die Klassiker, die du in den Boutiquen vieler Schlösser und Fremdenverkehrsämter findest.

Bloss nichts verschütten

Lass dir Zeit beim Probieren in den Weinkellern von Sancerre, Chinon oder auf den Hügeln des Layon. Die Weinhäuser (maisons de vin) in Städten und Gemeinden geben einen guten Überblick über die Produktion der einzelnen Gegenden mit einer großen Auswahl von verschiedenen Winzern (vinsdeloire.fr).

Überall in der Gegend findest du zudem Winzer, die ihre Weinkeller für Interessenten öffnen. Um die edlen Tropfen auf dem Rad zu transportieren, hat Denis Chapron die Bouclée vélo (labouclee.com) designt und sich seine Idee sogleich patentieren lassen. Die Vorrichtung aus schickem Leder mit einer guten Flasche Wein drinnen mitgebracht und du hast die Gunst der Daheimgebliebenen für einige Monate sicher.

Sport

Accrobranche

Die Wortneuschöpfung aus „accroché“ (hängend) und „branche“ (Ast) umschreibt nichts anderes als die Aktivität in einem Klettergarten, wobei die Franzosen „faire de l‘accrobranche“ sagen. Immer mehr Baumwipfel im Loire-Tal wurden in den vergangenen Jahren von kletterwütigen Abenteurern erschlossen: Ob in Saint-Benoîtla-Forêt bei Chinon, im Forest Aventures (parc49-saumurforestaventures.fr) in Saumur, im Léo Parc Aventure (leo-parc-aventure.fr) in Saint-Jean-le-Blanc bei Orléans oder im Parc Anjou Aventure (parcanjouaventurec.wixsite.com/parc-anjou-aventure), der seit Neuestem auch Nachtklettern anbietet, Adrenalinjunkies können sich hier voll ausleben.

Boule de fort

Die Kugel ist nicht rund und die Bahn nicht einmal eben. Niemand weiß so recht, woher diese regionale Variante des provenzalischen Pétanque-Spiels, die im Anjou zwischen Angers und Saumur gespielt wird, stammt. Auf der gekrümmten, heute meist überdachten Bahn von 25 m Länge und 6 m Breite geht es wie am Mittelmeer darum, das Gerät aus Esche, das von halbflachem Eisen eingefasst ist, so nah wie möglich an den maître, eine Minikugel aus Buchsbaumholz, zu rollen. Das Spiel ist seit Mitte des 19. Jhs. wieder populär, die ehemals engen, ausschließlich von Männern beherrschten Zirkel öffnen sich langsam. fedebouledefort.fr

Golf

Golfen ist längst nicht mehr nur ein Hobby für Begüterte. Im Loire-Tal finden Reisende ein großes Angebot wie den 27-Loch-Parcours in Sully-sur-Loire (golfdesully.com). Selbst für Anfänger geeignet ist der Golfplatz von St-Thibault bei Sancerre (golf-sancerre.com) an einem Seitenarm der Loire, der auf moderate Preise setzt. Anfänger und Besucher sind ebenfalls willkommen in der Anlage von Verneuil bei Loches (golf-lochesverneuil.fr). Ein Klassiker ist dagegen der Parcours in den ehemaligen Jagdgründen von Cheverny (golf-cheverny.com), der für einen Tag in der Hochsaison 59 und ansonsten 45 Euro kostet. Schön am Château de la Perrière liegt der Platz in Avrillé im Anjou (golfsbluegreen.com/golf-bluegreen-avrille).

Kanu & Kajak

Auch für Kanu- und Kajakfahrer ist der Fluss wegen seiner abwechslungsreichen Landschaft interessant. Auf der Strecke bei Orléans zwischen den Orten Meung-sur-Loire, Beaugency und Chécy kannst du Biber und Kormorane entdecken. Besonders eindrucksvoll ist die Ganztagstour von L’Ile-Bouchard (beim Zusammenfluss von Vienne und Creuse) über Chinon bis Montsoreau, wo die Vienne dann in die Loire mündet.

Von St-Satur bei Sancerre (loirenaturedecouverte.com) über Vineuil (loirekayak.com) bis Les-Pontsde-Cé bei Angers (canoekayakdespontsdece.fr) gibt es entlang der Loire, aber auch an den Nebenflüssen viele Möglichkeiten, das Wasser mit dem Paddel zu erkunden. Beliebt sind Abendfahrten und Mehrtagesfahrten mit Übernachtung in Biwaks.

Allgemeine Informationen gibt es beim Comité Régional de la Fédération Française de Canoë-Kajak (Pôle nautique de Tours | Tel. 02 47 63 13 98 | canoe-regioncentre.org) sowie über die regionalen Tourismusvereine.

Radfahren

Die Täler der Loire und ihrer Seitenflüsse sind wie geschaffen für Zweiräder. Die Steigungen halten sich in Grenzen, der Ausblick auf den großen Strom und die Schlösser sorgt immer wieder für überraschende und neue Perspektiven. Seitdem die Unesco das Tal zum Welterbe erklärt hat, wurde der Ausbau des Radwegenetzes mit Volldampf vorangetrieben. 2012 wurde das ehrgeizige, 50 Mio. Euro teure Projekt La Loire à Vélo mit vielen schönen Strecken abgeschlossen. Der insgesamt rund 900 km lange Radweg von Nevers bis zum Atlantik ist Teil des 4400 km langen europäischen Radwanderwegs EuroVelo 6 (de.eurovelo.com/ev6), der am Schwarzen Meer beginnend entlang der großen Flüsse verläuft. Der 21 km lange Parcours zwischen Montjean-sur-Loire und Savennières mit seinen Wegen über die Loire-Inseln vor Chalonnes und Béhuard im Anjou ist ein besonders schöner Abschnitt. Ebenfalls zu empfehlen ist die 120 km lange Strecke zwischen Tours und Angers.

Mittlerweile haben sich auch knapp 500 Hotels, Campingplätze und Gästezimmervermieter verpflichtet, die Radler mit allem Notwendigen wie Streckenkarten und Gepäcknachlieferung zu versorgen. Natürlich gibt es auch viele Fahrradverleiher, wie Détours de Loire (detoursdeloire.com) mit mehreren Niederlassungen entlang des Flusses. Die besten Informationen gibt es sogar auf Deutsch unter loire-radweg.org, und auf Französisch und Englisch auf der auf Schlosstouren spezialisierten Seite chateauxavelo.com.

Ein sehr schöner Radwanderweg auf einer aufgegebenen Eisenbahnstrecke ist die knapp 40 km lange Voie Verte von Le Lude über La Flèche bis nach Baugé-en-Anjou, die vom großen Schloss über den kleinen Loir-Fluss, den Zoo bis zu den merkwürdig gedrehten Kirchtürmen jede Menge Sehenswürdigkeiten bietet (tourisme-bauge.com).

Mehr als zehn Touren speziell für Mountainbiker sind zwischen Fluss und Weinbergen an den Ufern von Layon und Aubance ausgeschildert (detaillierte Tourenpläne findest du unter „Nos circuits VTT“ auf loire-layon-aubance-tourisme.com). Sie führen zu kleinen architektonischen Kostbarkeiten wie Kapellen, Mühlen und alten Brücken.

Achte beim Radeln auf Schilder vor den Häusern! Vielerorts bieten die Einheimischen, bei denen die vielbefahrenen Radrouten vorbeiführen, nämlich Obst und Gemüse aus eigenem Anbau zum Verkauf an. Eine besonders angenehme Überraschung erwartet dich in Candé-sur-Beuvron zwischen Blois und Amboise: In einer Scheune findest du einen alten Kühlschrank mit kalten Getränken, eine Kaffeemaschine und einen Wasserkocher zur Selbstbedienung. Eine Toilette steht auch zur Verfügung. Kostenpunkt: Du zahlst, was du willst und kannst.

Reiten

Das Loire-Tal ist stolz auf seine großen Reitschulen wie den Cadre Noir in Saumur oder die Gestüte in Angers und Blois. Tages- oder Wochentouren mit Übernachtung gehören zum Angebot der regionalen Vereine. Sämtliche Informationen zur Planung von Ausritten oder eines Reiturlaubs bekommst du bei der Fédération Française d’Équitation unter dem Stichwort „Tourisme Équestre“ auf ffe.com/tourisme.

Wandern

An Wanderwegen durch das Loire-Tal mangelt es nicht. Die Fédération Française de la Randonnée Pédestre (ffrandonnee.fr) hat für praktisch jedes Minigebiet im Loire-Tal Wanderführer mit ausführlichen Informationen herausgegeben, z. B. „Anjou à pied“ mit 49 Tourenvorschlägen. Sehr gute Tipps auch für kürzere Strecken wie beispielsweise eine 4–5 km lange Tour unter dem Motto „Un Tendre Coeur de Pierre“ durch das Tuffsteingebiet im Dorf Turquant abseits der großen Wanderwege gibt der Parc Naturel Régional Loire, Anjou, Touraine heraus. Auf der Internetseite parc-loire-anjou-touraine.fr kannst du die Routen unter dem Stichwort „Sentiers d’interprétation“ als PDF herunterladen. 

Der regionale Naturpark Brenne gibt über seine Wanderwege mit Vogelbeobachtungsstationen schöne Einblicke in die Welt der Teiche im Süden der Touraine. Von der Maison du Parc in Rosnay-Le Bouchet sind es 6,5 km zum Weiler Le Blizon, von dem aus ein 11 km langer Weg zu Sumpfschildkröten-Kolonien ausgeschildert ist.

Mit Kindern unterwegs

Auf Familien zugeschnitten sind Besichtigungen von 16 Orten an der Route Jacques Cœur zwischen Bourges und Gien. Auch generell ist man in Frankreich auf Touristen mit Kindern eingestellt. So bieten viele Restaurants spezielle Menüs und Hochstühle an.

Cher & Sologne

Musée de la Sorcellerie

Das Hexerei-Museum ist nicht nur gruselig, sondern erzählt auch lustige Anekdoten rund um Hexen und Zauberer und liefert lauter interessante Informationen, z. B. zur Herstellung magischer Tränke. La Jonchère Concressault | Blancafort | Ostern-Okt. tgl. 10-18, Hochsommer bis 19 Uhr | 8,40 Euro, Kinder 5,80 Euro | www.musee-sorcellerie.fr

Zooparc de Beauval

Das Riesenpanda-Pärchen Huan Huan und Yuan Zi ist für die Familie Delord die Krönung der mehr als 30 Jahre Arbeit mit Tieren. Mit dem Neuzugang aus China 2012 festigt der Zooparc de Beauval seinen Platz unter den schönsten Tierparks der Welt. Nirgendwo anders in Frankreich gibt es mehr Tiergeburten als in der Anlage, in der weitgehend auf Chemie verzichtet wird. Der Zoo hat ein eigenes Hotel (112 Zi. in 5 Pavillons | Tel. 0254756000 | www.lesjardinsdebeauval.com | €€). St-Aignan | tgl. 9 Uhr-18, im Winter 9-16 Uhr | 26 Euro, 3- bis 10-jährige Kinder 20 Euro | www.zoobeauval.com

Blois & Orléans

Baignadenaturelle

Dieser jüngst nach ökologischen Prinzipien angelegte große Naturbadesee kommt ganz ohne Chlor oder beheiztes Wasser aus. Ideal für empfindliche Kinder! Mont-près-Chambord | Mitte Juni-Mitte Sept. 11-19, 14. Juli-15. Aug. bis 21 Uhr | 5 Euro, Kinder 3 Euro | www.baignadenaturelle-grandchambord.fr

Maison de la Magie

Haus der Zauberei, in dem Kinder wie Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Place du Château | Blois | April-Sept. Di-So 10-12, 14-18, Juli/Aug. tgl. 10-18.30 Uhr | 9 Euro, Kinder 5 Euro | www.maisondelamagie.fr

Parc de la Source

Herrlicher Blumen- und Freizeitpark an der sprudelnden Quelle des Loiret mit Spielplätzen, Minigolf und Lehrpfaden. 3 km im Süden von Orléans | April-11. Nov. tgl. 9-18, sonst tgl. 14-17 Uhr | 6 Euro, Kinder 4 Euro | www.parcfloraldelasource.com

Touraine

Aquarium de Touraine

Wirbt damit, das größte Süßwasser-Aquarium Europas zu sein. Mit über 50 Wasserbecken und einem Haitunnel. Lussault-sur-Loire | Winter tgl. 10.30-17, sonst 10-18, Juli/Aug. bis 19 Uhr | 14 Euro, Kinder 10,50 Euro | www.decouvrez-levaldeloire.com

Natureo

Das Freizeitbad in Loches ist mit seinen Rutschbahnen, Wellnesszentrum und vor allem seinem Naturschwimmbecken ohne Chlor auf Familien eingestellt. 1, allée des Lys | in der Ferienzeit tgl. 11-19 Uhr | 5,60 Euro, Kinder bis 15 Jahre 3,90 Euro | www.parc-natureo.fr

Pagode de Chanteloup

Wunderschöner Park um den 44 m hohen Pagodenturm. Interessant sind die originellen Holzspielzeuge, die Besitzer Thierry André z. T. selbst konstruiert hat. Route de Bléré Amboise | Mai-Sept. tgl. 10-18.30, Juli/Aug. 9.30-19.30, Okt./Nov. Sa/So 10-17, April Mo-Fr 10-12, 14-18, Sa/So 10-18 Uhr | 10 Euro, Kinder 8 Euro | www.pagode-chanteloup.com

Les Prairies du Roy

In der Parkanlage zwischen der königlichen Altstadt von Loches und dem Kloster Beaulieu-les-Loches ist ein Pfad ausgeschildert, der auf den ökologischen Reichtum des Geländes aufmerksam macht. Ideal für ein Picknick mit der Familie. Gratis | im Sommer Führungen (2 Std., 3 Euro, gratis für Kinder unter 12 Jahren) | www.loches-tourainecotesud.com

Anjou

Lac de Maine

Mit diesem großen künstlichen See im 2 km2 großen Park an der Maine hat Angers ein Freizeitzentrum, das kaum noch Wünsche offen lässt. Surfen, Kanufahren, Tennis, Angeln, Volley- und Fußballfelder, überwachter Badestrand und Kinderspielplätze - und alles ist per Auto oder Bus in nur 5 Minuten vom Stadtzentrum aus zu erreichen.

Musée du Champignon

Entdeckungsreise durch die Welt der Pilze in den Höhlen am Loire-Ufer bei Saumur. Unbedingt warme Kleidung bereithalten. Kindgerechte Aufarbeitung des Themas im Rahmen des Ratespiels "Sur la Piste de l'Enfant Roy". Route de Gennes | St-Hilaire-St-Florent | Feb.-Mitte Nov. tgl. 10-19 Uhr | 8,20 bzw. 6 Euro, Kombiticket mit dem benachbarten Museum Pierre et Lumières mit Nachbauten von Städten und historischen Gebäuden im Tuffsteinfelsen 13 Euro, Kinder 10 Euro | www.musee-du-champignon.com

Musée Joseph Denais

Es gibt fast nichts, was es nicht gibt in diesem herrlichen Provinzmuseum. Der Journalist Joseph Denais hat seiner Heimatstadt seine kompletten Sammlungen vermacht, die vom kleinen Flakon mit Honig von der Insel St. Helena aus dem Grab von Napoleon über Porzellan aus der Manufaktur von Sèvres oder italienischer Malerei aus dem 19. Jh. bis hin zu einer Bronze von Camille Claudel tausend Überraschungen bieten. Hier ein Stück Trockenbrot aus dem Ersten Weltkrieg, dort eine Pistole aus der Türkei, hier ein Sarkophag aus dem alten Ägypten, dort ein ausgestopfter Maulwurf: Kinder haben keine Hemmungen, die Schubladen aufzuziehen, die nach dem kompletten Umbau des ehemaligen Bankgebäudes weitere Kostbarkeiten bergen. Dazu organisiert das Museum Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst. Place Notre-Dame | Beaufort-en-Vallée | Nov-März geschl., Mitte Juni-Mitte Sept. Di-So 11-13, 14.30-18, sonst Sa, So 14.30-18 Uhr | 5 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren gratis | www.damm49.fr

Terra Botanica

Die Region Anjou setzt alles auf Grün: Hier werden die meisten Äpfel, Gurken, Heil- und Topfpflanzen oder Radieschen in Frankreich produziert, hier sitzen die Unternehmen, die mit Biotechnologie arbeiten. Der rund 11 ha große Park Terra Botanica ist seit dem Frühjahr 2010 das Schaufenster für die Grün-Offensive der Region mit seinen Themengärten, Hightech-Präsentationen, interaktiven Spielflächen, Biorestaurant, 3D-Spektakeln oder einfach einer Rundfahrt in einer Nussschale hoch über den Baumwipfeln. Route de Cantenay-Epinard | 4 km ördlich von Angers | April-Ende Aug. tgl. 10-19, Sept.-Anf. Nov. Fr-So 9-18 Uhr | 19,50 Euro, Kinder 13,50 Euro | www.terrabotanica.fr

Zoo de la Flèche

Auf 14 ha können Kinder mehr als tausend Tiere live erleben: Falken, Papageien, Polarbären, weiße Wölfe und sogar Pandabären - eine echte Abwechslung zum Schlössergucken. 5 km südöstl. von La Flèche | Sommer tgl. 9.30-19, Juli/Aug. bis 19, Winter tgl. 10-12, 13.30-17.30 Uhr | 20,50 Euro, Kinder 17 Euro | www.zoo-la-fleche.com

Sehenswertes

Urlauber finden im Loire-Tal eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, die spannende Einblicke in das Mittelalter und die Frühe Neuzeit erlauben. Das Château d'Amboise im Loire-Tal liegt direkt am Fluss, wurde im 15. Jahrhundert errichtet und war lange Zeit eine beliebte Residenz der französischen Könige. Als eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten im Loire-Tal gilt außerdem das Château de Valençay - ein Ausflug lohnt sich hier insbesondere wegen der originalgetreuen Einrichtung.

Freizeit

Dank der herrlichen Natur und der großen Städte können Urlauber bei einer Reise in das Loire-Tal die Freizeit angenehm individuell gestalten. Beim Shopping und Sightseeing in Tours und Orléans erleben Gäste im Loire-Tal lebendige Großstädte, die mit einem facettenreichen Unterhaltungsangebot bestechen. Bei einer Wanderung entlang der Loire können Reisende zudem die Schönheit der Landschaft im Loire-Tal bewundern und Eindrücke sammeln, die lange unvergesslich bleiben.

Übernachten

Wer ein modernes Hotel im Loire-Tal sucht, findet vorrangig im Zentrum von Tours oder Orleáns eine passende Unterkunft. Die Großstädte im Loire-Tal besitzen neben Luxus- und Wellnesshotels zudem zahlreiche Cityhotels, in denen Urlauber unweit der wichtigsten Attraktionen preiswert und komfortabel übernachten. Zunehmend großer Beliebtheit erfreuen sich auch das Camping im Loire-Tal und die ansehnlichen Gaststätten und Pensionen in den kleineren Gemeinden.

Am Abend

Die Region ist bekannt für die guten Weine, die Urlauber beim Essen im Loire-Tal in den einladenden Restaurants genießen. Berühmte Spezialitäten wie den Crottin de Chavignol oder den Tarte Tatin machen den Urlaub im Loire-Tal auch kulinarisch zu einem tollen Erlebnis. Zum Ausgehen im Loire-Tal eignen sich nicht nur Tours und Orléans, sondern auch die kleineren Städte mit ihren gemütlichen Bars und Cafés.