Lissabon Alle

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Das ehemalige Expogelände ist zum Symbol für das neue Lissabon geworden. Die Weltausstellung 1998 war Bestandteil eines gigantischen Urbanisierungsprojekts. Fast aus dem Nichts entstand hier am Ufer…
Die Festung des heiligen Georg ist die Wiege Lissabons. Unübersehbar thront sie hoch über den Dächern der Stadt. Wer den Burgberg erklimmt, wird durch ein Rundumpanorama über das Tejo-Delta und…
Die Straßenbahnen (eléctricos) sind Lissabons altertümlichste und sympathischste Dickbäuche. Hier treffen alle Bevölkerungsschichten aufeinander. Legendär ist die Linie 28 E, die zwischen Martim…
Es sollte stets das Erste sein, was vom Schiff aus bei der Ankunft in Lissabon zu sehen war: das Hieronymuskloster, Prunkstück des goldenen Zeitalters der Entdeckungen, Ruhestätte der großen…
Oberhalb des Stadtparkes Eduardo VII liegt diese Cafeteria mit einer schönen Terrasse im Amália-Rodrigues-Garten, direkt an einem kleinen, künstlichen See. Hier ist Self-Service angesagt.
Das größte Museum der Stadt ist gleichzeitig das schönste. Im Gulbenkian-Museum werden Teile der einzigartigen Kunstsammlung gezeigt, die der armenische Ölmagnat Calouste Sarkis Gulbenkian…
Das Kachelmuseum ist ein Muss für jeden Lissabon-Besucher. Die umfangreiche Sammlung von Azulejos aus Portugal, den Niederlanden und Spanien bietet einen interessanten Querschnitt durch die…
Der kunstvoll im manuelinischen Stil gehaltene Wehrturm erinnert an die Zeit, als die portugiesischen Entdecker mit ihren Karavellen von hier aus in See stachen. Unter der Ägide von König Manuel I.…
Für alle, die gerne stöbern: Hier findet man ein kunterbuntes Sortiment traditioneller Haushaltsprodukte sowie Schreibwaren, Kosmetik und Lebensmittel wie Olivenöl-Probiersets, Mikrobrauerei-Bier,…
Das 2016 eröffnete Museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia vereint in seiner Ausstellung zeitgenössische Kunst mit Architektur und technischen Aspekten. Vom Dach des Museums aus kann man die Brücke…
Für alle, die gerne stöbern: Die Läden des „Portugiesischen Lebens“ bieten ein kunterbuntes Sortiment traditioneller Haushaltswaren, außerdem Schreibwaren, Kosmetik und Lebensmittel: Olivenöl…
Hier schlägt das Herz der Tejo-City und rundherum pulsiert das Leben. Der Platz mit dem kunstvollen Wellenmosaik wird von den traditionsreichen Cafés Suiça (oft von Straßenmusikern belagert) und…
Das vom Tejo umspülte Ozeanarium zählt zu den besten in Südwesteuropa. Nachgebildet wurden Lebensräume wie Antarktis und Nordatlantik. Große Glasfronten öffnen sich zum Hauptbassin mit…
Das Bierlokal Lissabons. Die großen Gasträume liegen in einer ehemaligen Klosterkirche. Im Sommer ist der kleine, schattige Garten geöffnet. Ob Fleisch oder Fisch, eine vollständige Mahlzeit oder…
In der urigen kleinen tasca, mitten im Bairro Alto, kannst du manchmal echtes Fadofeeling erleben.
Auch nachdem die sympathische Familie Santos nach 30 Jahren ihre kleine tasca an Senhor Manel weitergegeben hat, bleibt das Lokal ein Favorit aller Lisboetas. Denn hier schmeckt's wie bei Muttern.
In den alten Gemäuern nahe der Kathedrale Sé treten gute Sänger auf. Hier herrscht eine warme Atmosphäre. Tischbestellung ist ratsam.
In den Gebäuden eines umgebauten Karmeliterklosters, einen 10-minütigen Spaziergang vom Stadtzentrum Lissabons entfernt, begrüßt Sie das Boutique-Hotel York House. Es besticht durch schickes,…

Sightseeing

Bummel über herrliche Plätze, verlier dich in verwinkelten Gassen, und genieß traumhafte Ausblicke von den vielen miradouros (Aussichtspunkten) der Sieben-Hügel-Stadt. Geh in einem der zahlreichen Cafés bei einer bica (Espresso) oder einem galão (Milchkaffee) auf Tuchfühlung mit den Lisboetas. Oder besteige eine der Uralt-Trams. Seit über 100 Jahren rumpeln und ächzen die herrlich altmodischen Trambahnen durch die Stadt. Eine Fahrt mit der h t Eléctrico 28 ist die erschwinglichste Stadtrundfahrt, die Tram (wie alle Eléctricos am E erkennbar) schaukelt dich durch die ganze Innenstadt. Um einen Sitzplatz zu ergattern, vor allem in einer Gruppe, solltet ihr an der Anfangshaltestelle Martim Moniz zusteigen. Frühaufstehen lohnt sich: Ab 9 Uhr bilden sich Schlangen! Noch ein Hinweis – ohne die Urlaubsstimmung trüben zu wollen: Geldbörse und Handy gut verstauen!

Im Abendrot zeigt Lissabon seine klassische Schönheit. Vom Fluss aus lässt sich die Stimmung am besten einfangen. Spring auf eine der Tejo-Fähren für einen Abstecher ans andere Ufer, etwa vom Cais do Sodré nach Cacilhas. Hinter der Fährstation liegen einige nette Terrassenlokale. Lass dich nicht vom bröckeligen Zustand der Uferpromenade abschrecken und schlendere nach rechts weiter – Lissabon-Feeling pur!

Mit Hingabe widmen sich die Nationalmuseen in der Hauptstadt der ruhmreichen Vergangenheit Portugals, die Themen kreisen um die große Zeit der Entdeckungen, das portugiesische Weltreich, das goldene Zeitalter. Kostbarkeiten aus fernen Ländern erinnern an die frühere Größe des kleinen Landes. Viele Lissabonner Museen sind in alten Adelspalästen untergebracht, die für sich schon eine Sehenswürdigkeit sind. Für Museumsmuffel: Einige der schönsten Terrassencafés gehören zu Museen, z. B. das vom Museu Nacional de Arte Antiga (frei zugänglich).

Mit den altertümlichen ascensores (Aufzügen) kann man sich stilvoll und steil in höher gelegene Stadtviertel hieven lassen. Diese drei Vehikel sind elektrisch betriebene, nostalgisch quietschende Standseilbahnen. Die kuriosen Transportmittel sind allesamt schon weit über 100 Jahre alt. Eine Hin-und-Rückfahrkarte kostet 3,70 bzw. 5,15 Euro für den Filigran-Elevador Santa Justa, der die Unterstadt mit der Oberstadt verbindet; besser fährt man mit einer Tageskarte (6,50 Euro) für Metro und Carris (Betreiber der Busse, Straßenbahnen und Aufzüge).

Shoppen & Stöbern

Solche Traditionsgeschäfte erkennt man oft daran, dass Name und Adresse mit schwarzen Pflastersteinen im Gehsteig davor eingelassen sind. Fast immer sind diese Betriebe seit Generationen im Familienbesitz, und die Inhaber sind Meister ihres Metiers. Eile ist hier ein Fremdwort. Selbst wenn es nur um den Kauf eines Knopfes geht, kann das Beratungsgespräch dauern. Ist man sich dann einig, wird die Ware liebevoll und mit Hingabe eingepackt, was auf Portugiesisch embrulhar heißt. Wahre Fundgruben für Fans solch traditionellen Einkaufens sind z. B. die winzigen Kurzwarengeschäfte entlang der Rua da Conceição in der Baixa. Tempo, Tempo heißt es dagegen in den großen Shoppingcentern. Die modernen Konsumtempel an der Peripherie haben sich dem Zeitgeist angepasst: Fastfood und fast forward ist hier das Motto. Die traditionellen Geschäfte sind in der Woche von 9 bis 19 Uhr geöffnet, zur Mittagszeit (13–14 Uhr) wird häufig geschlossen. Die Shoppingcenter sind dagegen täglich bis mindestens 23 Uhr offen.

Landestypische Produkte sind Azulejos (Kachelfliesen) und Keramikwaren, Stickereien, Kupfer-, Kork- und Korbarbeiten. Gut als Mitbringsel eignen sich kulinarische Spezialitäten wie Trockenfrüchte, Edelsalz, Honig, Oliven und Wein. Erschwinglich sind auch hochwertige Olivenöle (azeite), die es praktisch an jeder Ecke gibt. Lederwaren sind preiswerter als in Deutschland, ebenso hochwertiger Gold- und Silberschmuck. Shoppaholics können bei den Touristenbüros die sogenannte Eat & Shop-Card (6 Euro) erstehen, mit der man in rund 100 Läden Rabatte bekommt sowie mindestens 10 Prozent in 30 teilnehmenden Restaurants (Info: askmelis boa.com). Die meisten Antiquitätengeschäfte gibt es in der Rua Dom Pedro V. und in der Rua de S. Bento.

Buchhandlungen & Antiquariate

Zwischen der Rua do Carmo und der Rua Nova do Almada sowie im Bairro Alto konzentrieren sich die Buchhandlungen, im Shoppingcenter Armazéns do Chiado ist auch das Buch-, Musikund Elektronikkaufhaus FNAC vertreten.

Mode & Accessoires

Haupteinkaufsviertel sind Baixa und das schickere Chiado, jetzt auch Príncipe Real mit seinen Concept Stores. Internationale Designer haben sich vor allem in der Avenida da Liberdade angesiedelt, Club- und Streetwear findet ihr im Bairro Alto. Alles über portugiesische Topdesigner: modalisboa.pt

Essen & Trinken

Außergewöhnliches wird manchmal in einfachsten Wirtshäusern (tascas) aufgetischt, wo die dona des Hauses noch selbst am Herd steht und liebevoll nach überlieferten Familienrezepten kocht. Einfach schauen, wo Einheimische sitzen, wo viel geredet und gelacht wird! Übrigens: Vegetariern wurde traditionell gern nur ein Omelett mit Salat angeboten; heute ist vegetarische und vegane Kost groß im Kommen, Infos über Restaurants findest du auch auf happycow. net (Lisbon eingeben). Mittagessen (almoço) wird in der Regel zwischen 12.30 und 15 Uhr serviert. Abendessen (jantar) gibt es ab 20 Uhr, die meisten Gäste kommen allerdings etwa eine Stunde später. Um unter Portugiesen zu speisen, also am besten erst für 21 Uhr reservieren und vorher einen Aperitif auf einer schönen Dachterrasse einnehmen. Das Gedeck (couvert) aus Häppchen wie Oliven, Käse, Thunfischpastete, Brot und Butter wird extra berechnet.

Nationalgericht ist der Stockfisch bacalhau, den die Portugiesen liebevoll ihren treuen Freund (o fiel amigo) nennen. Mindestens 365 verschiedene Zubereitungsarten soll es für ihn geben. Gut (im Sommer frisch, sonst Tiefkühlware), günstig und allseits beliebt: gebratene Sardinen (sardinhas assadas), die nur mit grobem Meersalz eingerieben über Holzkohle (na brasa) gegrillt werden. Liebhaber von Schalentieren (mariscos) kommen in den marisqueiras (Meeresfrüchterestaurants) voll auf ihre Kosten. Die Vielfalt ist beeindruckend, achte aber auf den (Kilo-)Preis. Hummer (lavagante) und Langusten (lagostas) sind auch in Lissabon nicht gerade billig.

Fleisch (carne) mögen die Portugiesen am liebsten medium gebraten. Lamm (borrego) wird viel gegessen. Eine Köstlichkeit ist das knusprig gebratene Spanferkel (leitão assado), das in vielen einfachen Kneipen (z. B. in der schön mit Azulejos versehenen Arena do Sabor (Rua Condes de Monsanto 4a | Nähe Praça da Figueira) angeboten wird. Als Spezialität gilt porco preto aus dem Alentejo, ein schwarzes Schwein, das sich hauptsächlich von Korkeicheln ernährt. Wer gerne Geflügel isst, sollte unbedingt das gegrillte Hühnchen (frango assado) bestellen, wer’s scharf mag, ordert es piripiri. Die Nachspeisen (sobremesas) sind gut und oft sehr süß: Milchreis (arroz doce), Karamelpudding (pudim flan), Milchcreme (leite creme). Unbedingt sollte man in Lissabon die Spezialitäten der ehemaligen Kolonien probieren. Es gibt viele gute brasilianische, indische und afrikanische Restaurants. Voll auf ihre Kosten kommen Weinliebhaber. Ob Rotwein (vinho tinto) oder Weißwein (vinho branco), die Auswahl ist groß; Portugals Trumpf ist die Riesenvielfalt einheimischer Reben. Eine Flasche (garrafa) mittlerer Preislage kostet in einem ordentlichen Restaurant 12–16 Euro. Hauswein (vinho da casa) ist noch günstiger und in der Regel auch gut. Der spritzige Sommerwein vinho verde sollte nur gut gekühlt (bem fresco) getrunken werden.

Aktuelle Food-Trends sind gesundes Essen, kreatives Fusion Food, authentische italienische Küche, Rohes (escabeche) und Mikrobrauereien. Sogar die Veganerfraktion hat Fuß fassen können. Das Airbnb-Konzept hat auch das Essen erfasst: Beim Wine Dinner (60 Euro) z. B. fühlt man sich gleich zu Hause und findet neue Freunde. Das Netzwerk Portuguese Table-Service (25–55 Euro | portuguesetable.com) bringt abenteuerlustige Hungrige zu den Gastgebern. Keine Angst vor Reinfällen: Alle haben testgekocht, und nach der Gratisregistrierung kannst du Bewertungen deines Gastkochs sehen. Tolle gastronomische Rundumschläge bieten die halbtägigen Food Tours von Taste of Lisboa (tasteoflisboa.com) durch die Mouraria und durch Campo de Ourique. Professionell, lecker und garniert mit viel Insiderwissen. Neu: ein kürzerer Twilight Food & Cultural Walk zur Aperitif-Stunde (17.30–20 Uhr) durch das angesagte Príncipe Real und die Seitensträßchen von Poço dos Negros/Cais do Sodré plus Pop-up-Dinner bei Lissabonnern zu Hause – mitten im Leben!

Mit Kindern unterwegs

Nicht nur Haie zum Greifen nah – Tierfans haben die Qual der Wahl: in den Zoo oder ins gigantische Aquarium?

Übernachten

Die Hotels sind nach internationalem Standard in fünf Kategorien eingeteilt. Internationale Kettenhotels finden Sie hauptsächlich in den Seitenstraßen und den Avenidas rund um den Praça Marquês de Pombal. Herbergen mit besonderem Flair sind die estalagens und albergarias, die preislich einem Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel entsprechen. Relativ günstig nächtigt man in Pensionen (pensão) und Residenzen (residencial). Ein neues Phänomen sind die vielen Backpacker-Hostels, die mit den Billigfliegern Einzug gehalten haben. Mit den „Hoscars“ werden die besten Hostels weltweit ausgezeichnet, und Lissabon hält seit Jahren den Titel der weltbesten Hostelstadt. Besonders ausgezeichnet 2011: Travellers House und Lisbon Lounge . Zweibettzimmer (twin) sind meist größer und etwas teurer als Doppelzimmer (duplo). Einzelzimmer heißt quarto individual.

Jugendherberge

Beide Herbergen bieten 24-Std.-Service, Aufenthaltsräume, Restaurant, Bar, Frühstück (2 Euro). Der Jugendherbergsausweis ist vor Ort erhältlich; rechtzeitig reservieren. 707203030www.pousadasjuventude.pt

Ausgehen & Feiern

Im Ausgehviertel Bairro Alto geht die Party frühestens gegen 21.30 Uhr los. Man zieht von Bar zu Bar, trifft alte Freunde und lernt neue kennen. Zur Trendmeile ab 2 Uhr hat sich der untere Nachbar- und Hafenbezirk Cais do Sodré entwickelt. Die Action zentriert sich um die „rosa Straße“ – mit pink gestrichenem Boden! – Rua Nova de Carvalho, mit originellen Restaurants. Auch um den Largo São Paulo gibt es immer mehr Angebote. Reißenden Absatz haben die Snacks der Padaria de São Roque (Bäckerei) in der Rua da Rosa 186, die gegen 1 Uhr mit der Arbeit beginnt. Bald startet dann der Exodus runter zum Cais do Sodré, Richtung Bahnhof Santa Apolónia zum klassischen Szenetreffpunkt Lux, zur Avenida 24 Julho oder den Docas (Doca de Santo Amaro und Doca de Alcântara), eine touristische, auch tagsüber beliebte Open-Air-Restaurant- und Barmeile am Tejo. Zwischen den Hotspots verkehren an Wochenenden und vor Feiertagen nachts Gratis-Shuttlebusse (Night Bus).

Große Rock- und Popkonzerte und Opern gibt es im Coliseu (Rua das Portas de Santo Antão 96 | coliseulisboa.com) und in der Altice-Arena (arena.altice.pt) im Parque das Nações. Einen Veranstaltungsüberblick bieten das Heftchen Follow me und die (portugiesische) Agenda LX und ihre Online- Versionen. Karten für Events bekommst du am ABEP-Kiosk am Restauradores, bei Fnac im Chiado- Einkaufszentrum und online: ticketline.pt.

Clubs

Die beste Infoquelle für Clubber ist viralagenda.com.

Fado

Man muss das realistisch sehen: echten Fado zu erleben ist Glückssache. Viele Fadolokale sind auf Touristen zugeschnitten und bieten professionellen Fado. In der Regel zahlt man keinen Eintritt, dafür sind Essen und Trinken wesentlich teurer als in normalen Restaurants. 45 Euro pro Nase ist ein Mittelwert. Die Rettung: kein Verzehrzwang, wenn man spät (frühestens ab 23 Uhr) kommt. Eine Flasche Wein kostet mindestens 20 Euro. Achten Sie auf Schilder, die Fado vadio ankündigen: Bei diesem Amateurfado singt, wer will.

„Untouristischen“ Fado gibt’s also in den Restaurants selten. Ein Trick ist die Uhrzeit. Wenn die Touristen schon vom Tisch aufstehen, geht die Fado Night Tour durch drei Fadolokale in der Alfama erst los (Nov./Dez., Feb./März Do–Sa, April–Okt. Mo–Sa 22–0.30 Uhr | ab 30 Euro ohne Getränke) | im Winter Buchung einen Tag vorher, sonst bis spätestens 16 Uhr am Tourtag | fadonighttour.com | Minigruppe bis vier Leute, Treffpunkt am Museu do Fado, s. S. 33). Tipp: Check die monatliche Agenda Cultural Lisboa (Papierversion oder online) und schau in der Música-Rubrik nach „Real Fado – Fado Autentico em locais surpreendentes“, an überraschenden Orten also, wie im Wasserwerk oder in Shopping-Hotspots. Ansonsten: Augen auf für Plakate, die „Grande Gala do Fado“, „Fado Solidário“ oder ähnliche Events bewerben: Da gibt’s direkten Zugang zur Fadoseele, inmitten echter Lissabonner.

Kinos

Ausländische Filme laufen im Original mit portugiesischen Untertiteln, Blockbuster in den Kinos der Shoppingcenter. Programme auf cinecar taz.publico.pt. Unterstützenswertes zentrales Lieblingskino: das Ideal oberhalb des Largo de Camões (cinemaideal.pt). Anspruchsvolles Programmkino: die Cinemateca (Rua Barata Salgueiro 39 | cinemateca.pt)

Theater, Musical & Oper

Die alten Theater, das São Luíz und das Trindade am Chiado und das Dona Maria II am Rossio, sind schön anzusehen, gespielt wird aber auf Portugiesisch. Das Teatro Nacional de São Carlos spielt italienische Opern. Die Gulbenkian-Stiftung (musica.gulben kian.pt) hat eigene Säle und ein eigenes Orchester; am 1. So des Monats gibt‘s Gratiskonzerte (16 Uhr) im Museum.

Sport, Spaß & Wellness

Wandern

Caminhar – wandern? So was machten lange nur Ausländer. Heute haben auch Portugiesen das Touren durch die Natur entdeckt, trekken durch den Sintra-Naturpark und die Küste entlang. Aber nicht allein! Die Teilnahme an kommerziellen Wanderungen ist günstig (ca. 5 Euro), da die Gruppen meist recht groß sind. Auf originellen Pfaden wandelst du z. B. mit Caminhos Com Carisma (facebook: CaminhosComCarisma), greentrekker.pt und Caminhadas Smile (facebook: caminhadas.smile).

Yoga für alle

Die Yogawelle hat auch Lissabon erreicht. Wer mit Einheimischen die Sonne grüßen mag, hat die Wahl: The Therapist (Rua Rodrigues de Faria 103 | thetherapist.pt) bietet Di-abends Hatha-/ Yivamukti-Yoga an. Wann wo eine Session – im Park oder auf einer Dachterrasse – startet, verrät die Plattform MeetUp (meetup.com). In besten Händen ist man bei der Lissabonnerin und zertifizierten Hatha-/Iyengar-Lehrerin Rita Pereira (auch auf Englisch | nach Voranmeldung | 13 Euro/75 Min. | yogaloveyoga.weebly.com). Und für Entspannung suchende Wasserratten- Yogis gibt’s SUP-Yoga auf großen Stand-up-Paddling-Brettern in der Bucht von Cascais (surfnpaddle.com).

Joggen am Fluß

Eine gute Joggingstrecke führt von der Praça do Comércio über den Verkehrsknotenpunkt Cais do Sodré 6 km am Tejo entlang nach Belém – vorbei an der jetzt schön angelegten Ribeira das Naus, wo früher die Entdeckerschiffe gebaut wurden, an Sehenswürdigkeiten wie der Torre de Belém und dem Entdeckermonument. Übrigens: Walken und Spazierengehen geht da genausogut, klar!

Du willst nicht auf dein Laufprogramm verzichten und trotzdem alle Mustsees abklappern? Problem erkannt, Problem gelöst: Mit den Lisbon City Runners (lisboncityrunners.com) geht auch das.

Fahrrad fahren

Ganz zaghaft zeigen die Lissaboner Radfahrer Profil; wer sie kennenlernen will, leiht sich ein Rad, begibt sich an einem letzten Freitag im Monat um 18 Uhr zum Kreisverkehr Marquês de Pombal und radelt bei der Massa Crítica (massacriticapt.net) mit, bei der ein paar Dutzend Lissabonner die Straße für sich einfordern, allerdings auf portugiesisch- höfliche Art: Eine Fahrspur wird stets freigelassen. Langsam legt die Stadtverwaltung Radwege an – schön natürlich am Fluss entlang, sonst eher in den Außenbezirken. Die Altstadt ist halt nicht für Radler gemacht, denn die Schienenrillen der eléctricos sind böse Fallen für Radfahrer, die ihrerseits bei Bus- und Taxifahrern nicht sehr beliebt sind. Eine Onlinekarte der Fahrradwege gibt es bei cicloviaslx.com, Fahrradvermietung u. a. über Bikeiberia. 2018 lief endlich das Gira-Stadtradprojekt an; leider gab‘s auch gleich eine Nachschubkrise. Und dazwischen flitzen jetzt auch noch die Touristen auf City- Rollern durch die Gegend, die dann gern überall kreuz und quer abgestellt werden.

Panorama-Padel

Wie wär‘s mit einer Runde Padel-Tennis auf dem Dach einer renovierten Markthalle? Die fünf Felder von Racketspro Saldanha sind überdacht, klar. Kostenpunkt für zwei Padeler inklusive Schläger und Bälle: 18 Euro für 90 Min. Mo–Fr 7–24, Sa/So 8–24 Uhr | Mercado 31 Janeiro, Rua Eng. Vieira da Silva, 2. Stock | racketspro.pt

Ping-Pong im Park

Wie lang hast du kein Tischtennis mehr gespielt? Der Ping-Pong-Tisch im Jardim Braancamp (Campo Mártires da Pátria) ist zwar nicht mehr top in Schuss, aber ein Netz lässt sich improvisieren. Keine Schläger dabei? Die Ausrede gilt nicht: Sets gibt’s für unter 5 Euro beim Sportdiscounter Decathlon (decathlon.pt) – der zentralste ist am Corte Inglés. Nach dem Match schmeckt das Bier vor der witzigen Mosca da Fruta-Bar in Form einer riesigen, bunten Fruchtfliege.

Senhor Klettermax

Der coolste Indoor-Climbing-Spot der Stadt ist Vertigo („Schwindel“) (facebook: Vertigo Rocódromo Lisboa), am Tejo-Ufer im Trendviertel Marvila. Für Outdoor-Klettern ist die beste Spot (allerdings weit außerhalb) Sintra Penha da Amizade auf halber Höhe des Vila-Sassetti-Trails (1 Std.) von Sintra hoch zur Maurenburg bzw. mit Zugang von der Auffahrstraße.

Fußball

Hältst du es mit den Adlern oder mit den Löwen? Ein richtiger Lisboeta muss Farbe bekennen: Rot für die Águias (Adler) von Benfica – mit 225 000 Mitgliedern nach Bayern München der zweitgrößte Club der Welt – oder Grün für die Leões (Löwen) von Sporting. Benficas Estádio da Luz („Stadion des Lichts“) fasst ca. 65 000 Zuschauer (tgl. außer an Spieltagen 10–18 Uhr Führungen, alle halbe Std. | Eintritt Stadion 12,50, Museum 10, Kombi 17,50 Euro | Kasse Tür/Porta 18 | slbenfica.pt | Metro (blau) Colégio Militar/Luz). Ins Estádio José Alvalade (Di–So 9.30–17 Uhr, an Spieltagen 10.30–13 Uhr, 50 Prozent Rabatt bei Vorlage des Spieltickets, Führungen 11.30, 14.30, 15.30, 16.30 Uhr | Eintritt Stadion & Museum 14 Euro | spor ting.pt | Metro (gelb) Campo Grande) von Sporting passen auch noch über 50 000 Fans. Tickets für Ligaspiele kosten 5–35 Euro, Bestellung vorab an den Stadionkassen oder online (tgl. 10–20 Uhr | Abholung spätestens 2 Std. vor Spielbeginn).

Wenn es ein etwas entspannterer, familienfreundlicher Fußballnachmittag werden soll: Auf ins Restelo-Stadion des Zweitligisten Belenenses! Estádio de Restelo (Av. do Restelo | Belém | osbe lenenses.com | Tickets vor Ort 7–15 Euro ).

Wellness

Wunderbar für müde Füße ist eine chinesische Fussmassage, die in Lissabons Chinatown entlang der Rua da Mouraria mehrfach angeboten wird. Natürlich kannst du auch den ganzen Körper bearbeiten lassen.

Die ungekrönte Königin unter den Lissabonner Spas ist das Garden Spa (Rua Jau 54 | pestana.com | Anfahrt am besten mit dem Taxi) des Hotels Pestana Palace. Hier hast du die Qual der Wahl: Kaviar-Gesichtsbehandlung, Schokoladen-Körperpackung oder Heißer-Stein- bzw. Ayurveda-Massage? Alles mit Blick auf die Gärten, die den Palast aus dem 19. Jh. umgeben – die Augen relaxen mit.

Komplette Entspannung gefragt? Dann ist ein Stündchen in der Salzlösung im Schwebetank von Float In (50 Min. ab 50 Euro | Rua San Filipe Nery 37A | float-in.pt | Metro (gelb) Rato) angesagt. Das Hirn schaltet ab, und die Beinmuskeln erholen sich wunderbar von den steilen Straßen der Stadt. Ableger gibt‘s in Picoas (Saldanha) und Belém.

Sport vom Sofa

Nach all dem Rumgerenne in der City kommt ein bisschen Couch-Potato-Sofasport doch auch mal ganz gut. In der Sportsbar The Couch (So–Do 12–2 Uhr, Fr/Sa 11–3 Uhr | Rua do Alecrim 21A | thecouch.pt | Metro (grün) Cais do Sodré) flimmern Champions League, Golf & Co. aus aller Welt über 30 Bildschirme. Schnapp dir einen der 12 nach Sportikonen benannte Cocktails, z.B. den „Michael Phelps“ auf Hendricks- Gin- Basis mit Basilikum, Gurke, Limette, Zitronensaft und schau zu, wie andere sich abstrampeln.

Freizeit

Lissabons Nightlife hat seine Bühnen in Alfama und Cais do Sodré, in Fadolokalen, Livemusikbars, plüschigen Pubs, schicken Diskotheken. Am schönsten aber ist die allabendliche Straßenfete in zahllosen Kneipen und Bars im Bairro Alto. Tagsüber entspannt man am Strand, durchstöbert in der Baixa nostalgische Lädchen und Shops internationaler Designer, besucht das gigantische Aquarium oder genießt die Schönheit des Chiado-Viertels, Inbegriff der Lissabonner Eleganz.