Ekklisía tis panagías

Ein Rundgang durch die Hauptkirche von Líndos lohnt sich v.a. wegen der über 80 Fresken — eigentlich ist das ganze Gotteshaus eine riesige religiöse Bildergeschichte. Die Kirche liegt mitten im Dorf. Der Fußweg zur Akropolis führt an ihr vorbei. Erbaut wurde die Kirche im 15. Jh. Der Fußboden aus weißen und schwarzen Kieselsteinen zeigt ein einfaches Wellenmuster. Die Fresken schuf ein Maler von der Nachbarinsel Sími um 1799. Die ganze Westwand nimmt eine figurenreiche Darstellung des Jüngsten Gerichts ein. So wird die Gemeinde beim Verlassen der Kirche daran erinnert, mit welchen Wonnen sie für ein gottgefälliges Leben belohnt werden wird und welche Strafen Sünder zu befürchten haben. Die Längswände des Kirchenschiffs sind in vier Register - also Bilderstreifen - unterteilt. Ganz unten sind Heilige zu sehen, darunter auch ein heiliger Christophorus mit Hundekopf. In der Reihe darüber wird der Akathist-Hymnus illustriert, ein liturgischer Gesang aus dem 6. Jh. In seinen 24 Strophen wird die Muttergottes verherrlicht. In der Reihe darüber sind die 20 höchsten Kirchenfeste dargestellt. Dazu gehören z.B. die Erweckung des Lazarus von den Toten, Jesu Einzug in Jerusalem, Jesu Kreuzigung und Auferstehung und das Pfingstwunder. Besonders reizvoll und auch für den Laien leicht zu verstehen sind die Illustrationen der biblischen Schöpfungsgeschichte im obersten Bilderstreifen. Da sieht man, wie Gott die Welt, die Tiere und als ersten Menschen Adam erschafft und wie Eva aus einer Rippe Adams entspringt. Zur Kirche gehört auch ein kleines Museum, das aber nur bei speziellem Interesse an liturgischen Gewändern oder alten Büchern einen Besuch lohnt.
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851 07 Líndos Griechenland

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