Ägyptisches Museum

Knapp über 6000 Exponate - seinen gesamten Bestand - zeigt das Ägyptische Museum in der ehemaligen Schalterhalle und den angeschlossenen Räumen des sogenannten Kroch-Hochhauses, erbaut 1927/28 vom Bankier Hans Kroch. Zu sehen sind u.a. zwei Mumien, das gesamte Grabinventar des Priesters Herischef-hotep, sowie Privatplastiken hoher Beamter aus dem Alten Reich, die sich gemeinsam mit ihren Gemahlinnen darstellen ließen. Das Besondere an dieser kleinen, aber feinen Sammlung ist der sensationell gute Zustand vieler Exponate. Das Grabinventar des Herischef-hotep schlummerte seit 1904 in den Transportkisten, bis ein beherzter Restaurator 1996 Särge, Schmuck, Sandalen und Leintücher beinahe unversehrt auspackte. Die Funde aus dem Alten Reich wurden, so wie sie geborgen wurden, bis auf den letzten Brösel konserviert. Fast alle Exponate haben Leipziger Archäologen selbst ausgebuddelt, sodass Wissenschaftler heute die damaligen Expeditionen vom Reisetagebuch bis zu Bildern und ersten Publikationen nachvollziehen können. Leider ist die Lehrsammlung der Universität nur eingeschränkt geöffnet.