Geographical Lecce

Lecce

4.5 4.5 5 0 2 (2)
Adresse
Lecce, Italien
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Nach: Lecce, Lecce

Informationen zu Lecce
Die Ursprünge Lecces reichen weit zurück bis in die Zeit vor Christus. Ihre heutige Gestalt bekam die Stadt jedoch im 16. und 17. Jahrhundert, als Lecce zum Verwaltungszentrum der Halbinsel Salento bestimmt und mit einer Stadtmauer umschlossen wurde, um es gegen Piratenangriffe zu sichern. Zu dieser Zeit nahm auch die architektonische Umgestaltung ihren Anfang, die heute als Lecceser Barock bezeichnet wird. Aus einem gelblich bis rosafarbenen Sandstein, der leicht zu behauen ist, wurden mit Ranken, Blüten und Tieren kunstvoll ausgestaltete Gebäudefassaden geschaffen, welche besonders den imposanten Domplatz mit seinem fünfstöckigen Glockenturm und dem Bischofspalast zieren. Spektakulärstes Beispiel für die Kreativität der Steinmetze ist die mit vielen Säulen und Portalen versehene, üppig dekorierte Kirche des Heiligen Kreuzes.

Wo einst schon die Normannen ihr Kastell errichtet hatten, erhebt sich heute das Schloss Karls des Vierten aus dem 16. Jahrhundert, welches von den Anjou noch mit einem profilbildenden Wachturm versehen wurde. Hier befindet sich ein Pappmaché-Museum. Figuren aus diesem Material sind äußerst detailreich und wirken sehr lebendig. Sie sind beliebte Mitbringsel und Teil der lokalen Handwerkskunst.

Das Herz der Stadt bildet jedoch der Platz des Heiligen Orontius, auf dem Reste eines Amphitheaters aus der römischen Zeit ausgegraben wurden. Sant'Oronzo, wie er in Italien heißt, ist der Schutzpatron der Stadt und soll diese durch Fürbitten vor der Ausbreitung einer Pestepidemie gerettet haben. Daran erinnert die Stadt jedes Jahr vom 24. bis 26. August mit einem großen Volksfest.

Nur drei Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich die Ausgrabungsstätte Rudiae. Messapischen Ursprungs wurde die Stadt unter dem Römern bedeutend, im Mittelalter jedoch zerstört. Heute kann man in Rudiae zahlreiche Wohnungen aus der Römerzeit, die Reste eines Amphitheaters und viele Grabmäler bestaunen. Die kostbaren Funde befinden sich jedoch im Lecceser Museum Castromediano, das außerdem eine Gemäldegalerie beherbergt.

Wenn man die bildschöne Architektur Lecces genug bestaunt hat, empfiehlt sich ein Ausflug in den nur 12 km entfernten Badeort San Cataldo. Hier eröffnet sich nach einem üppigen Pinienhain ein langer, flacher Strand mit feinem weißen Sand. Sehr schön vor allem für Familien mit kleinen Kindern.

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