Las Vegas Alle

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Mit Kindern unterwegs

Obwohl Las Vegas sein Geld mit Glücksspiel, Alkohol und Sex macht – alles Beschäftigungen, von denen Eltern im Allgemeinen ihre Kinder fernhalten möchten –, versucht die Stadt den Spagat, einerseits Familien anzulocken, aber auch das sündige Image aufrechtzuerhalten. Vielerorts sind unter 21-Jährige nicht erwünscht, in den Kasinos und überall, wo Alkohol ausgeschenkt wird, ist ihnen der Aufenthalt sogar per Gesetz verboten.

Dennoch werden sich Kinder und Jugendliche in der funkelnden Wüstenoase bestimmt nicht langweilen. Besonders im Excalibur und im Circus Circus gibt es Angebote für Klein und Groß. Diese Hotels gehören zu den preiswerteren, die Billig-Rummel-Atmosphäre mag manchem Erwachsenen allerdings nicht gefallen. Außer den nachfolgend genannten Attraktionen sind für Kinder oder Jugendliche u. a. auch geeignet: die weißen Tiger, Löwen, Leoparden, Delphine und der Vulkanausbruch im Mirage, die Haie im Aquarium des Mandalay Bay, die Ethel M. Chocolate Factory, die Rides und 3-D-Abenteuer im Luxor, New York-New York, Caesars Palace, Stratosphere. Einige der Fahrten setzen eine bestimmte Größe oder Alter voraus.

Shoppen & Stöbern

Billig sind die meisten dieser Boutiquen und Galerien natürlich nicht, im Gegenteil, die Kasinos schmücken sich gern mit Luxusläden. Die Ladenstraßen des Bellagio, des Grand Bazaar im Bally’s, des Planet Hollywood oder des MGM Grand sind voller Edelläden wie Tiffany, Cartier oder Gucci, die auf frischgebackene Spielgewinner oder spendable Urlauber aus Asien warten. Die Auswahl ist aber auch jenseits der üblichen Hermès-Schals sehenswert: Cowboystiefel, Showgirl-Boa, Tattoos auf Zeit. Vieles originell, cool, ausgefallen. Also genau richtig fürs Nachtleben in Las Vegas.

Eher normales Preisniveau haben die Boutiquen und Kaufhäuser in größeren Einkaufszentren wie der Fashion Show Mall. Extrem günstig wird’s für den Shoppingrausch in den großen Outlet Malls am Rand der Stadt. Und übrigens: Alle Preise sind Nettopreise. Die Verkaufssteuer von 8,25 Prozent wird erst an der Kasse addiert.

Ausgehen & Feiern

Alle Kasinohotels werben mit mindestens einer großen Akrobatik-, Zauber- und Musikshow, daneben oft noch mit Comedy und Kabarett. Spektakulär sind vor allem die Bühnenshows von Stars wie Britney Spears oder Lady Gaga und die Aufführungen des Cirque du Soleil, der sein Publikum mit Artistik, Tanz, Musik und Theater in den Bann zieht. Las Vegas bietet zudem eine überwältigende Auswahl an originellen Kneipen und Diskos, die sich hier bars (Getränke, Essen, Musik), lounges (Getränke, Livemusikeinlagen) oder auch clubs (Getränke, Tanzfläche) nennen. Die meisten clubs achten übrigens recht streng auf die Kleiderordnung (dress code).

Und noch ein Tipp: Manche Restaurants sind gleichzeitig Diskos oder werden nach dem Dinner kurzerhand in solche verwandelt. Wer hier gegessen hat, spart das Eintrittsgeld.

Bars, Clubs & Lounges

An den Wochenenden treten in großen Kasinohotels oft exzellente Nachwuchsbands und Sänger aus den ganzen USA auf. Es lohnt sich mal in der Indigo Lounge im Bally’s oder in der Rythm & Riffs Lounge im Mandalay Bay reinzuhören. Ebenfalls sehr gut für Top-40-Musik: die Extra Lounge im Planet Hollywood.

Trends und Meinungen bietet lasve gasnightclubs.com. Dort und über ve gas.com sind auch organisierte club crawls und front of the line tickets zu buchen, die einen ruckzuck an den Kopf der Warteschlange angesagter Clubs katapultieren.

In vielen bars zahlen Frauen weniger als Männer, ist ladies night, haben sie sogar freien Eintritt. Wo nachfolgend keine Preise angegeben sind, ist der Eintritt kostenlos.

Comedy-Clubs

Las Vegas ist bekannt für seine Comedy- Clubs, in denen nicht nur lokale Größen und werdende Stars auftreten, sondern auch regelmäßig international bekannte comedians wie Jerry Seinfeld, Jay Leno und Terry Fator.

Die Künstler mit den besten Programmen findet man vor allem in The Laugh Factory (Tropicana), Brad Garrett’s Comedy Club (MGM) und dem LA Comedy Club (Stratosphere). Das aktuelle Veranstaltungsprogramm gibt‘s auch unter lasvegas.com.

Gay Clubs

Viele Clubs und Pools in Las Vegas sind an bestimmten Tagen Schwulentreffs: Sonntags beispielsweise ist Temptation Sunday, die große Poolparty im Luxor. Sonst trifft man sich eher abseits des Strip in Countryclubs wie Charlie’s (5012 Arville St.) oder in dem für seine Dragshows bekannten Piranha (4633 Paradise Rd. | piranhavegas.com).

Nachtflüge

Nicht ganz billig, aber toll ist die City of Lights bei Nacht. Hubschrauberflüge über das Lichtermeer von Las Vegas bieten u. a. an: Maverick Helicopters (ab 105 $ | Tel. 1 702 2 61 00 07 | maverickhelicopter.com).

Poolpartys

Mehrere Kasinohotels veranstalten tagsüber in ihren großen Poollandschaften Partys mit DJs und reichlich Alkohol. Abends verwandeln sie dann ihre Swimmingpools zu Nachtclubs und Diskos unter freiem Himmel.

Das Hard Rock Hotel, das Mandalay Bay und das Encore bauen sogar ab und zu riesige Bühnen auf für Stars wie Billy Idol, die Go Gos oder Susan Tedeschi. Termine erfährt man auf den Websites der betreffenden Hotels, dazu zählen auch das Venetian, das Rio und das Caesars Palace.

Shows

Einen guten Überblick über das jeweilige Angebot an Shows findet man unter vegas4visitors.com/shows.

Sightseeing

In jedem der großen Kasinohotels könnte man sich tagelang umsehen und amüsieren, ohne dass es an irgendetwas fehlen würde. Denn jedes bietet Dutzende von Geschäften, Restaurants, exotisch bepflanzte Gartenanlagen, exquisite Wellnessbereiche, großzügige Pools, Bars, tolle Shows und mindestens eine besondere Attraktion. Bunter, verblüffender, verrückter heißt die Devise der Stadt. Es muss immer Neues geben, um Gäste anzulocken. Die alten plüschigen Kasinos an der Fremont Street vermitteln noch einen Eindruck davon, wie es früher in der Spielerstadt zuging. Mit den Themenhotels der 90er-Jahre, mit Manhattan-Skyline, Eiffelturm und Canal Grande, wurde Las Vegas zur Stadt der perfekten Fälschungen. Und sie inszeniert sich bis heute als großer bunter Traum.

Zur Orientierung: Es gibt zwei gut eine halbe Fahrstunde voneinander entfernte Zentren der Kasinos: Das eine ist die Downtown um die mit Millionenaufwand zur Erlebnisstraße ausgebaute Fremont Street. Das andere der berühmte lichterglänzende „Strip“, der Südteil des Las Vegas Boulevard, der in Nord-Süd-Richtung durch die Mitte der Stadt verläuft. Deshalb auch die häufige Anschrift Las Vegas Blvd. S (= South).

Essen & Trinken

Von wegen langweiliges Fast Food und billige Bufetts, die Spielerstadt hat längst einen exzellenten Ruf in der Gastroszene als kulinarische Metropole. Wer auf sich hält unter den amerikanischen Topund TV-Köchen, hat nicht nur in New York oder San Francisco einige Restaurants, sondern auch in Las Vegas.

Der gebürtige Österreicher Wolfgang Puck brachte 1992 mit der Eröffnung des Spago die Welle ins Rollen. Puck selbst betreibt inzwischen mehr als ein halbes Dutzend Restaurants in Las Vegas. Mit der Ankunft von preisgekrönten französischen Köchen wie Joël Robuchon, Guy Savoy und Alain Ducasse festigte Vegas seinen Ruf als Gourmetmetropole. Amerikanische Starköche folgten: Michael Mina aus San Francisco, Thomas Keller aus dem Napa Valley, Emeril Lagasse aus New Orleans, Charlie Palmer und Nobu Matsuhisa aus New York und viele mehr.

Dementsprechend bitten die Gourmettempel um angemessene, teils auch elegante Kleidung. Kurze Hosen, Jeans und Turnschuhe sind dort unerwünscht – aber sonst in Las Vegas praktisch überall erlaubt. Und immer etwas zum Überziehen mitnehmen! Denn während man draußen bei weit über 30 Grad Celsius schwitzt, kriegt man in den klimagekühlten Restaurants eine Gänsehaut.

Restaurants der mittleren und oberen Kategorie sollten unbedingt reserviert werden – schnell geschehen über die Hotelwebsite, die Concierge oder Apps wie OpenTable. Die beste Auswahl gehobener Restaurants bieten das Mandalay Bay, das MGM Grand, das CityCenter und das Bellagio. Viele haben auch günstige Lunch-Menüs. Auf diese Weise wird so mancher Luxusschuppen erschwinglich. Neuester Trend sind stylische Lounge-Restaurants, wie sie im Aria oder Cosmopolitan zu finden sind, während im New York-New York und im Caesars Palace eher Restaurants der mittleren Kategorie angesiedelt sind.

Alle größeren Kasinos haben zumindest einen Gourmettempel. Dazu ein Steakhaus, ein Bufettrestaurant und eine Food-Promenade mit kleineren Fast-Food-Lokalen für Pizza oder Burger und manchmal sogar einem Lebensmittelmarkt. Ebenfalls dazu gehört immer ein rund um die Uhr geöffneter coffeeshop, in dem man auch um 15 Uhr noch Frühstück bekommt (traditionell mit einem Bloody- Mary-Drink) oder ein gutes Steak- Dinner um vier Uhr morgens.

Die Preise sind übrigens immer netto, d. h. ohne Steuer (8,25 Prozent) und Bedienung (15–20 Prozent). Und anders als in Deutschland ist das Trinkgeld (tip) kein Zubrot für die Kellner, sondern die einzige oder hauptsächliche Einnahmequelle.

Auch das Studium der Speisekarten will gelernt sein: Mit entrée (Betonung auf der ersten Silbe) wird hier nicht die Vorspeise, sondern das Hauptgericht bezeichnet.

Obwohl Las Vegas damit wirbt, eine schlaflose Stadt zu sein, schließen die meisten Restaurants wie in anderen Städten auch vor Mitternacht (die angegebenen Zeiten bedeuten nicht, dass die Lichter ausgehen, sondern last seating bzw. last order). Aber eben nicht alle. 24-Stunden-Lokale werben häufig mit graveyard specials (wörtlich: Friedhofsangeboten), die nach der Geisterstunde serviert werden.

Buffets & Brunches

Nach wie vor sind die zahlreichen Buffets das Markenzeichen von Las Vegas. Trotz großer Preissteigerung in den letzten Jahren bieten diese Selbstbedienungslokale meist immer noch eine großartige Auswahl für relativ wenig Geld: 15–30 $ im Durchschnitt und nur 5–7 Prozent Trinkgeld für Gedeck und Service, je nach Wochentag und Tageszeit. Für Kinder sind die Preise oft sogar noch deutlich günstiger, meist die Hälfte.

Für ganz Hungrige gibt es sogar von der Caesars-Hotelgruppe (das Buffet im Caesars ist hervorragend) den Buffet of Bufetts-Pass, mit dem man den ganzen Tag ans Bufett zurückkommen kann – sogar in mehreren Kasinos zur Wahl. Reservierungen akzeptieren die meisten Bufetts nicht, und so heißt es, sich vor allem an den Wochenenden mit den langen Warteschlangen – gerade bei den besten Adressen – abzufinden. Am besten kommt man entweder sehr früh oder spät, wenn der große Ansturm bereits vorbei ist.

Übernachten

Der aktuelle Trend ist nun, den neuen Türmen einen eigenen Namen und Charakter zuzuschreiben. Manche werben mit Balkons, andere damit, „kasinofrei“ zu sein. Die neuen Hotels sind fast ausschließlich luxuriös ausgestattet und teuer. Der Bauwahn der City wurde zwar durch die Rezession gebremst, aber gebaut wird immer noch. Es schadet daher nicht, bei der Buchung nachzufragen, ob ringsum mit Baulärm zu rechnen ist. Und berücksichtigen Sie: Je größer das Hotel, desto hindernisreicher uund länger der Weg zu Ihrem eigenen Zimmer.

Die meisten Hotels leiten ihre Gäste unvermeidlich durchs Kasino, das gleichsam die Lobby ist, hoffend, dass der ein oder andere dem Sog der Automaten und Spieltische nicht widerstehen kann. Aber genau das ist auch das Attraktive: Diese Stadt macht es ihren Besuchern wirklich schwer, nichts zu erleben.

Die Sehenswürdigkeiten sind fast alle Downtown und auf dem Strip konzentriert, der verkehrsmäßig so überlastet ist, dass schon mancher den Beginn der reservierten Show verpasst hat. Wer nicht gern lange läuft, fährt oder wartet, sollte dies berücksichtigen, möglichst zentral wohnen oder auf die Anbindung an die Monorail achten.

Versuchen Sie, direkt am Strip zu wohnen, mitten im Neonglanz – es lohnt sich. Die kleineren Hotels abseits sind ohnehin nur an Wochenenden preiswerter. Und während Sie die Attraktionen aller Kasinohotels auch genießen können, ohne dort zu wohnen, sind die aufwendig gestalteten Pools und Badelandschaften nur Hausgästen zugänglich.

In den meisten Hotels können Sie zwischen Queensize- und Kingsize-Bett wählen, d. h. französischem oder überbreitem Doppelbett. Profane Einzelbetten gibt es nicht. Geben Sie auch an, ob Sie lieber ein Raucher- oder ein Nichtraucherzimmer möchten. Und: Je höher Ihr Zimmer, desto besser die Aussicht!

Viele der oft preiswerteren Motels, bei denen Sie Ihr Auto direkt vor der Zimmertür parken können, bieten ein einfaches continental breakfast an, d. h. Brot, Croissant oder Muffin und Kaffee oder Tee. Die Riesenhotels haben diesen Service fast alle eingestellt. Aber auch hier ist das Parken für Gäste – und für Besucher – in den meisten Fällen frei.

Sport, Spaß & Wellness

Golf

Das ganze Jahr über kann man in Las Vegas den Schläger schwingen – auf grünen fairways vor dramatischen Wüstenkulissen, auf Meisterschaftsplätzen von Designstars wie Jack Nicklaus und Tom Fazio oder ganz unkompliziert auf einem gepflegten öffentlichen Kurs. Rund zwei Dutzend Golfplätze liegen unmittelbar im Stadtgebiet, im Umkreis von etwa eineinhalb Stunden Fahrt sind es gut 50 Plätze. Sogar ganz nah zum Strip kann man im traditionsreichen Las Vegas National Club (lasvegasnational.com) golfen. Infos und auch Buchung von Tee-Times für viele Plätze auf lasvegasgolf.com.

American Sports

Erst in den letzten Jahren hat Las Vegas den Zuschauersport entdeckt. Aber dann richtig: Das Eishockeyteam der Golden Knights spielt in der T-Mobile Arena (3780 Las Vegas Blvd. S | Tickets unter 1 888 9 29 78 49 | axs.com) und erreichte gleich in seiner ersten Saison 2018 das legendäre Stanley-Cup-Finale.

Das NFL-Football Team der Las Vegas Raiders spielt seit 2020 im futuristischen, extra für sie neu gebauten Allegiant Stadium (3333 Al Davis Way | Tickets unter 1 800 7 24 33 77 | raiders.com/tickets) gleich neben dem Las Vegas Strip für 65000 Zuschauer.

Baggern und Ballern

Kaum eine Fantasie, ein Funsport, ein Wunsch, die man nicht in Las Vegas ausleben könnte. Ziplining in der Wüste? Machbar im Bootleg Canyon (flightlinezbootleg.com). Skifahren? Kein Problem im Skiresort Lee Canyon (leecanyonlv.com). Aber es gibt auch ganz Skurriles: Vielleicht ein Nachmittag für die großen Jungs mit Bulldozerfahren? Wird von Dig This (800 W Roban Ave. | digthisvegas.com) am südlichen Stadtrand von Las Vegas angeboten. Oder mal mit einem echten Revolver oder einer Uzi schießen? The Gun Store bietet das für waffennärrische Amerikaner und neugierige Touristen an.

Wellness

Verspannungen ade! Nichts ist schöner nach einer durchzockten Nacht als eine Massage. Die Kasinohotels locken dazu mit extragroßen Spa-Bereichen. Im topmodernen, mit viel Holz und Stein gestylten Aria Spa (3730 Las Vegas Blvd. S | Tel. 1 702 5 90 96 00) darf man nach der Heißer- Stein-Massage in einer Salzhöhle ruhen.

Im eleganten Bellagio Spa (3600 Las Vegas Blvd. S | Tel. 1 702 6 93 74 72) warten Watsu-Wassermassagen und persönliche Fitnesstrainer auf gestresste Spieler. Und das 12 000 m² riesige Canyon Ranch Spa (im Venetian | 3355 Las Vegas Blvd. S | Tel. 1 877 2 20 26 88) besitzt neben Ayurveda-Massageräumen und Saunen sogar eigene Spa-Restaurants und einen Fitnessclub mit Kletterwand. Wenn das nicht fit macht für die nächste Nacht …

Freizeit

Blackjack, Poker, Spielautomaten – in Las Vegas ist Gambling Pflicht. Wer die Urlaubskasse schonen möchte, geht zwischendurch in den großen Outlets der Glitzermetropole günstig in Markenläden shoppen, spielt Golf oder entspannt in einem der tollen Hotel-Spas. Kids lieben den Zirkus im Circus Circus, während Nachtschwärmer vor lauter Kneipen, Diskos, Clubs, Bars, Lounges und Shows nicht wissen, wohin sie zuerst gehen sollen.