Landshut Sehenswürdigkeiten

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Der Turm der dreischiffigen Pfeiler-Hallenkirche mit seinen sechs Glocken ist seit Jahrhunderten das Wahrzeichen von Landshut. Der Turm wurde auf einer Reihe von Tannenholzpfählen gebaut, die das…

Sehenswürdigkeiten

Kirchen

Die Landshuter Stadtpfarr- und Kollegiatstiftskirche St. Martin und Kastulus (Basilica minor) ist die Hauptkirche Landshut und liegt zentral (und weithin sichtbar) inmitten der Altstadt. Sie wurde von Baumeister Hans Krumenauer um 1385 als Hallenkirche begonnen und unter maßgeblicher Beteiligung des Hans von Burghausen um das Jahr 1500 fertiggestellt. Mit ihrer außergewöhnlichen, über die Maße vertikalisierten Architektur, in der sich Elemente von Hoch- und Spätgotik verbinden, gehört die Martinskirche zu den bedeutendsten Monumentalbauten der Gotik in Süddeutschland. Der Turm ist mit 130,6 Metern der höchste Backsteinturm der Welt sowie der höchste Kirchturm Bayerns.

Die Spitalkirche Heilig-Geist ist eine Nebenkirche der Pfarrei St. Martin. Sie liegt fast unmittelbar am Ufer der Großen Isar und bildet den Abschluss des Straßenzugs Altstadt nach Norden hin. Direkt gegenüber der Kirche befindet sich das Heilig-Geist-Spital, das - 1208 gegründet - in enger geschichtlicher Verbindung mit der Heilig-Geist-Kirche steht. Diese wurde in den Jahren 1407 bis 1461 nach den Plänen des Hans von Burghausen im gotischen Stil erbaut. Nach dem Tod des Baumeister im Jahr 1432 übernahm Hans Stethaimer, nach dem heute eine wichtige Straße in Landshut benannt ist, die Bauarbeiten. Der Turm hätte ursprünglich noch höher als der Martinsturm werden sollen, dies wurde aber von Stethaimer aus Kostengründe nicht realisiert. Im Gegensatz zum Baustil wurde die Innenausstattung (wesentlich später) barock ausgeführt, aber Ende des 19. Jahrhunderts durch neugotische Elemente ersetzt. Von diesen wiederum ist nach umfangreichen Sanierungen in den Jahren 1961 und 1998 heute nur noch wenig übrig. Bei diesen Sanierungsmaßnahmen wurden auch Beschädigungen aus dem Zweiten Weltkrieg behoben. Heute beherbergt die Heilig-Geist-Kirche von Zeit zu Zeit Ausstellungen, da hier nur noch wenige Gottesdienste stattfinden.

Die Pfarrkirche St. Jodok ist nach der Martinskirche die zweitälteste Pfarrkirche Landshuts (gegründet 1369). Sie wurde von Herzog Heinrich XIV. für den 1338 neu gegründeten Stadtteil Freyung in Auftrag gegeben. Die Jodokskirche zwischen der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und Ende des 16. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut. Die Bauarbeiten wurden von dem Brand von 1402 wieder um Jahrzehnte zurückgeworfen, was zu einer Neukonzeption der Architektur führte. So wurde Deckenkonstruktion umgestaltet und es sind die beiden Seitenkapellen errichtet worden. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Inneneinrichtung komplett neu gestaltet, die letzte Sanierung datiert aus den 1990er-Jahren. Der Turm der Jodokskirche ist mit 77 Metern nach dem der Martinskirche der zweithöchste Turm in Landshut.

Auch die Pfarrkirche St. Nikola eine lange Geschichte aufweisen. Bereits im Jahr 1157, also knapp 50 Jahre vor der Gründung Landshuts, wurde St. Nikola als Filialkirche des Nachbarorts Ergolding gegründet. Im Jahr 1232 wurde die Nikolakirche dem bereits bestehenden Zisterzienserinnenkloster Seligenthal angeschlossen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche schwer zerstört und nur notdürftig saniert. Nachdem, aufgrund der immer stärkeren Gewässerregulierung, das auf Pfählen errichtete Fundament wegzusacken drohte, müsste das Bauwerk in den 1990er-Jahren umfangreichen saniert werden. Dabei wurde die Kirche durch einen Neubau stark vergrößert.

Die Kirche Heilig Blut ist eine sehenswerte gotische Kirche mit zwei markanten Rundtürmen im Stadtteil Berg und dem ältesten Friedhof in Landshut.

Burgen, Schlösser und Paläste

Die Burg Trausnitz thront auf dem Sporn eines Steilhanges, der Hofberg genannt wird auf einer Höhe von über 500 m ü. NN direkt über der Altstadt von Landshut und der Isar und ist neben der Martinskirche das bekannteste Wahrzeichen Landshuts. Die heutige Burg stammt in ihren ältesten Teilen aus dem Jahr 1204, dem Jahr der Gründung der Stadt Landshut. Fertiggestellt wurde sie 1235, als Kaiser Friedrich II. gerade in Landshut weilte. Er machte die Burg zu einem Zentrum der Reichspolitik und der staufischen Herrschaft. Sodann war sie bis 1503 fast durchgehend Herzogssitz der (nieder-)bayerischen Wittelsbacher. Eine erneute kulturelle Blüte erlebte die nun als Trausnitz (= Trau dich nicht) bezeichnete Burg im ausgehenden 16. Jahrhundert durch Herzog Wilhelm V. Die damals entstandenen Wandgemälde wurde allerdings größtenteils vom Burgbrand im Jahr 1961 zerstört. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden am 22. Juli 1634 die Stadt Landshut und die Burg von den Schweden belagert. Im Ostteil der Burganlage wurde eine große Bresche in die Burgmauer geschossen, durch die sich die Schweden Zugang verschaffen konnten. Das an dieser Stelle befindliche Tor heißt wegen dieses Vorfalls noch heute Schwedentor.

Die Landshuter Stadtresidenz ist der erste Renaissancepalast nördlich der Alpen. Sie liegt gegenüber des Rathauses inmitten der Altstadt. Sie wurde von 1536 bis 1543 unter Herzog Ludwig X. erbaut. Zunächst wurde von regionalen Baumeistern der Deutsche Bau errichtet. Auf einer Italienreise engagierte der Herzog dann italienische Baumeister, die die Residenz um den Italienischen Bau zur Rückseite hin erweiterten. Vorbild für den Italienischen Bau war der villenartige, suburbane Palazzo del Te in Mantua. Die Prunkräume der Stadtresidenz mit reichen Stuckarbeiten und Freskomalereien sind heute eine Touristenattraktion der Stadt. Während die Stuckarbeiten von Italienern besorgt wurden stammen die Gemälde zu biblischen, mythologischen und historischen Themen von Künstlern wie Hermanus Posthumus, Hans Bocksberger des Älteren und Ludwig Refinger. Die Fassade zur Stadtseite hin wurde klassizistisch umgestaltet, als Pfalzgraf Wilhelm von Birkenfeld-Gelnhausen hier 1780-1799 residierte. Aus dieser Zeit stammen auch die Birkenfeld Zimmer. Als Kronprinz Ludwig während seines Studiums in Landshut im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts hier lebte, erhielten einige Räume heute selten gewordene, frühe Wandtapeten. Heute beherbegt die Stadtresidenz ein Museum, in der wechselnde Ausstellungen gezeigt werden, und ein Café.

Weitere Bauwerke
  • Rathaus mit Rathausprunksaal, Altstadt 315
  • ehem. Jesuitenkolleg mit Jesuitenkirche St. Ignatius (beherbergt heute die Polizeiinspektion), Neustadt 480
  • ehem. Dominikanerkloster mit Dominikanerkirche St. Blasius (beherbergt heute die Regierung von Niederbayern), Regierungsplatz 540
  • ehem. Franziskanerkloster mit St.-Loretto-Kirche (beherbergt heute das Museum im Kreuzgang), Marienplatz 9
  • Zisterzienserinnenkloster Seligenthal mit Kindergarten, Grundschule, Gymnasium etc., Bismarckplatz 14
  • St.-Joseph-Kloster der Ursulinen mit Realschule, Neustadt 535
  • Ländtor, Ländtorplatz
Museen
  • Stadtresidenz (wechselnde Ausstellungen), Altstadt 79
  • Heilig-Geist-Kirche (wechselnde sakrale Ausstellungen), Landshut 394
  • Skulpturenmuseum im Hofberg (Ausstellungsort des berühmten Landshuter Bildhauers Fritz Koenig, außerdem bedeutende Sammlung afrikanischer Kunst), Am Prantlgarten 1
  • Museum im Kreuzgang (zur Landshuter Kunst- und Kulturgeschichte), Marienplatz 9
  • Kunst- und Wunderkammer (von Herzog Wilhelm V. gesammelte Exponate aus den Bereichen Artificialia, Naturalia, Exotica und Scientifica), auf der Burg Trausnitz
  • KASIMIRmuseum (Landshuts erstes Kinder- und Jugendmuseum), Alter Franziskanerplatz 484
Straßen und Plätze
  • Straßenzüge in der historischen Altstadt
    • Altstadt
    • Neustadt
    • Theaterstraße
    • Ländgasse
    • Freyung
    • Regierungsstraße
    • Heilig-Geist-Gasse
    • Am Alten Viehmarkt
  • Plätze in der historischen Altstadt
    • Ländtorplatz (Ecke Theaterstraße/Ländgasse)
    • Dreifaltigkeitsplatz (südliches Ende der Altstadt)
    • Postplatz (nördliches Ende der Altstadt)
    • Bischof-Sailer-Platz (Ecke Neustadt/Heilig-Geist-Gasse/Am Alten Viehmarkt)
    • Regierungsplatz (Vorplatz des ehem. Dominikanerklosters)
    • Bismarckplatz (Vorplatz des Klosters Seligenthal)
  • Wichtige Ausfallstraßen
    • Luitpoldstraße/Wittstraße (B 11 Richtung München)
    • Innere Münchener Straße/Äußere Münchener Straße
    • Stethaimer Straße/Johannisstraße/Rennweg/Theodor-Heuss-Straße
    • Podewilsstraße/Schlachthofstraße/Innere Regensburger Straße/Äußere Regensburger Straße
    • Hofmark-Aich-Straße/Neue Regensburger Straße (B 15 Richtung Regensburg)
    • Zweibrückenstraße/Seligenthaler Staße/Altdorfer Straße
    • Parkstraße/Oberndorfer Straße
    • Konrad-Adenauer-Straße (B 299 Richtung Neustadt a. d. Donau bzw. Richtung Altötting)
    • Maximilianstraße/Niedermayerstraße/Wildbachstraße/Am Lurzenhof
    • Neue Bergstraße/Veldener Straße (B 15 Richtung Rosenheim)
  • Weitere Plätze im Stadtgebiet
    • Kupfereck (Ecke Innere Münchener Straße/Neue Bergstraße/Wittstraße/Äußere Münchener Straße)
    • Kennedyplatz (Ecke Seligenthaler Straße/Stethaimerstraße/Johannisstraße
    • Karl-Eisenreich-Platz (Ecke Stethaimerstraße/Äußere Regensburger Straße)
    • Bahnhofsplatz (am Hauptbahnhof)
    • St.-Wolfgangsplatz (an der Oberndorfer Straße, Vorplatz der Pfarrkirche St. Wolfgang)
    • Bayerwaldplatz (an der Bayerwaldstraße)
    • Herzog-Georg-Platz/Ludwig-Bachmeier-Platz (an der Niedermayerstraße, Vorplatz der Pfarrkirche St. Peter und Paul)
Parks und Grünflächen
  • Albin-Lang-Stadtpark (Grünfläche an der Luitpoldstraße; Nähe Klinikum und Stadtbad)
  • Erholungspark Mühleninsel (Grünfläche zwischen historischer Altstadt und Stadtpark)
  • Ringelstecherwiese (Grünfläche an der Wittstraße; Turnierplatz der Landshuter Hochzeit; Nähe Stadttheater und Ländtor)
  • Hofgarten (Grünfläche auf dem Hofberg; Nähe Burg Trausnitz)
  • Flutmulde (Kanal quer durch Landshut, der bei Hochwasser geflutet wird und ansonsten als Naherholungsgebiet genutzt werden kann; Nähe Hauptbahnhof)
  • Gretlmühle (526.000 m² Naherholungsgebiet ca. 7 km isarabwärts vom Stadtzentrum aus; mehrere Badeseen und ein Windsurfsee mit einer Wasserfläche von insgesamt 290.000 m²; großzügige Liegewiesen und Auwald; im Winter evtl. Eislaufen bzw. Eisstockschießen möglich)